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Auch in diesem BikeJahr fand ich alle Biketouren toll...

Als ich am 12.07.2008 meine Süntelbikerkarriere mit der Tour im Deister (Start in Blumenhagen) mit 970hm begann, musste ich natürlich an meine Grenzen gehen. Nach und nach habe ich auch die Ausrüstung verändert. Ständer, Lenkradtasche und Monstersatteltasche liegen mittlerweile in der Reservatenkammer - einige können sich bestimmt noch daran erinnern. Bei den ersten Touren musste ich bergab öfter absteigen, die Biker warteten am Ende des Trails auf mich. Zum Dank dafür gab ich uphill Gas. So erkämpfte ich mir Pausen auf den 'Kämmen und Bergspitzen' des Weserberglandes. Aber auch die Bergabfahreigenschaften konnte ich mittlerweile verfeinern. Meine Grundkondition hole ich mir mit meiner fast arbeitstäglichen 'mit dem Bike zur Arbeit Aktion'. Nachdem ich 2008 insgesamt 182 Fahrten zusammen bekommen hatte, will ich in 2010 diesen Rekord noch einmal steigern! Bei Redaktionsschluss der Sütazet am 30.11.2010 waren es bereits 183 Fahrten á 34 km - und ich kann noch einige Tage im Dezember fahren.

Wir waren schon etwas bikey, um die Touren zu Beginn des Jahres auf dicken Eis und Schneeschichten durch zu ziehen. In besonderer Erinnerung ist mir die Tour am 20.02.10. U.a. ging es im Tiefschnee auf einem schmalen Trampelpfad am großen Steinbach Richtung Bergschmiede bergab – wir benötigten gute 30 Minuten! für die Abfahrt! Im Sommer – denke ich - sind wir schneller oben! Es war sehr anstrengend das Bike einen Augenblick auf der schmalen etwas befestigten Spur zu halten – und schon gab es einen Abflug in den Tiefschnee. Eigentlich haben wir ganze Zeit gelacht und Zitat Markus: 'Wohl zum ersten Mal konnten und mussten wir eine Bergaufpassage zur Regeneration nutzen.'

Irgendwann war aber auch der Winter 09/10 vorbei und die 100km Süntel Classics 2010 überwunden, so dass die 'normalen' Touren durch Süntel, Vogler und Benter/Gehrdener Berg, Deister, Schaumburg und Teutoburger Wald meine Begeisterung fanden. Auch beim Söltjerlauf machten die SüntelBiker eine gute Figur. Es ist noch Potenzial zur Steigerung der Gesamtrunden vorhanden!

Die Tour mit den Weserbikeländer am 14.08.2010 mit einer sehr großen Teilnehmerzahl aufgeteilt auf mehrere Gruppen durch den Ostsüntel hatte Etwas. Tolle neue längere Trails mit kleinen Rampen und Steilkurven im Süntel! Super! Eine gut organisierte Pause mit Selbstgebackenen und Heißgetränken am Waldrand oberhalb von Bakede rundete die Sache ab. Da ich aus Hameln anreiste und meine Familie mich in Hachmühlen wieder aufsammelte, kam ich auf 68km und 1800hm – war also gut zufrieden.

Das Harz IV Wochenende muss ich als Highlight nicht besonders erwähnen. Die Trails, die kernigen Anstiege und die schöne Landschaft lassen mich positiv zurückdenken. Schade, dass es wegen der schlechten Wetterverhältnisse nicht mehr zu der von Markus geplanten großen Tagestour mit drei Schleifen rund um Torfhaus gekommen ist. Die werden wir aber sicher 2011 nachholen. Mein größter Fehler war, spontan an einem Tag im September bei allerschönsten Sonnenwetter das Angebot von Markus mit in den Harz zu fahren, auszuschlagen.

In den Herbstferien habe ich mich im Teutoburger Wald und Eggegebirge umgesehen und gestaunt. Dort gibt es jede Menge Trails, Strecken und  interessante Sehenswürdigkeiten. Deshalb plante ich eine Tour, die wir am 30.10.2010 auch gefahren sind. Aus dem Internet hatte ich einige Anregungen, so auch den wohl in dieser Gegend schönsten Trail - den Bauernkamptrail (nahe Veldrom).

Am Samstag vor der Tour bin ich nach Horn gefahren, um diesen Pfad zu finden. Dabei wollte ich von dem Parkplatz starten, den ich auch als Treffpunkt für unsere Tour vorgesehen hatte. Dieser etwa 100m lange straßenbreite Parkplatz liegt am Waldrand und verläuft parallel zur Bundesstraße / Landesstraße. Zunächst dachte ich, das er doch gebührenpflichtig sei, weil am Anfang ein Wohnmobil stand und ein Mann mit einer Brusttasche dort rumlief. Nein, gebührenfrei Autos abstellen kann man dort! Ich fuhr die 100m bis ans Ende, weil dort der Waldweg begann, den ich befahren wollte. Erst wunderte ich mich nicht, dann musste ich Zickzack um Wohnmobile fahren - scheinbar so ein 'blöder Holländertreff'. Als ich endlich das Ende des Parkplatzes erreicht hatte und mich umsah, wahr klar, dass mir meine Naivität einen Streich gespielt hatte. Voller Vorfreude auf die anstehende Biketour bekam ich nicht mit, wo ich gelandet war! Es war der mir größte bekannte Treff des horizontalen Gewerbes. Also mindestens! 15 Wohnmobile mit leicht oder gar nicht? bekleideten Damen parken versetzt rechts und links des Weges, während ich langsam slalomfahrend sie unwissend umkurvte. Irgendwie habe ich es geschafft, den Wagen umzudrehen und mich davon zu machen. Noch irritiert fand ich dann durch Zufall, den Parkplatz auf dem wir uns dann eine Woche später getroffen haben..

Ob wir wohl wieder so einen schönen Winter bekommen und bei Sonne und blauem Himmel auf festem Schnee und Eis fahren können, um das Knirschen der Stollen bei eisiger Kälte genießen zu können? Hajo