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HARZCROSS 2012

14. September – 16. September
Die Biker in alphabetischer Reihenfolge:
Simone ASCHENDORFF-MANENTZOS, Pedro BARREIRO, Jens BOOSE, Jürgen GIESECKE, Andrè JAECH, Anja, Christian, Günter PAPE, Andreas PRASUHN




1. Etappe: Anreise Hameln -> HERZBERG – HAHNENKLEE (nach yellow)
Freitag 14.09.2012 Start: 10:00 h Ankunft: 18:00 h


Am Freitag den 14.09.12, ging es morgens um 08:10 h offiziell in Hameln los, es trafen sich Anja & Christian, Moni, Andrè und Öxy bei yellow um im Konvoi zu fahren, die anderen drei wollten direkt zum Startpunkt Herzberg kommen.

Nach gut 1,5 Stunden waren wir in Herzberg am Parkplatz Papierfabrik angekommen. Erinnerungen an 2006 wurden bei mir wach, das HarzKlopfen wurde stark. Nur ein paar, quasi die ersten Meter der alten Strecke von 2006, dann ging es links ab Richtung Herzberg um dann rechts nach Lonau abzubiegen, es sollte diesmal an der 'Großen Lonau' entlang hinauf zur HansKühnenBurg gehen. Die Auffahrt war OK und bald erreichten wir den Acker-Rundweg sowie den Abzweig, die Auffahrt zur HansKühnenBurg, was relativ harmlos anfing wurde auf den letzten Metern schon zu einer Herausforderung, nur über einen sehr steilen SchotterAnstieg erreicht man die HansKühnenBurg auf 811 NN. Hier machen viele Biker und Wanderer Pause, da es doch noch etwas frisch war, entschieden wir uns für einen Drink drinnen. Stolz und durstig wurde die erste Hürde begossen. Doch bald darauf ging es weiter, jedoch hatten wir noch Zeit für ein Gruppenfoto am Felsen der HansKühnenBurg (hier war schon J.W.Goethe) und nun wir ;-))

Der nun folgende Weg war eine Herausforderung für alle Federelemente eines MountainBikes, ruppig kann man auch sagen und Achtung, feuchte Steine sind rutschig....vorbei an der HansKühnenBurgKlippe, der GoldenkerKlippe und dem Auerhahnplatz rauschten wir abwärts zum Sösestausee nach Riefensbeek (leider hatte hier Pedro einmal Bodenkontakt und trug seitdem eine Schramme stolz auf dem Oberschenkel). Unten angekommen ging es gleich wieder aufwärts über den Quietschenberg zum Zimmermannsplatz – von hier aber folgte ein Trail runter nach Buntenbock.

Hier suchten wir kurz die Hinweise nach Harzziegelhütte, fanden den fast richtigen Weg und folgten dann den Hinweisen zur Kaysereiche, dort gab es eine kleine Pause bevor es durch wildes Terrain zum Taternplatz ging (diesen Weg ist schon lange keiner mehr gefahren, jetzt ist er wieder 'frei' !)

Die vorgerückte Zeit bescherte uns teilweise ein tolles Licht, leider kann das keine Kamera so wiedergeben, man muss es sich im Kopf abspeichern! Die Wegschilder führten uns über die 'Spinne' durch das Bährenhöhlental nach Wildemann, wo Andreas schon auf uns wartete, allerdings nicht in dem Café wie vereinbart, also musste er uns folgen zum 'Rathaus' in den Kaffeegarten, wir bestellten Käsekuchen und Kaffee, Apfelstrudel mit Cappucino, Windbeutel Harzer Art oder Bockwurst mit Kartoffelsalat. Nun gut, wir brachen dann auf zum letzen Turn ... nach Hahnenklee. Gegen 18:00 h erreichten wir Hahnenklee, 560 NN, da sich Andreas schon auskannte fanden wir unser Hotel BASTEI schnell, www.hotelbastei.com, info@hotelbastei.com und stellten unsere Bikes in der hoteleigenen Garage ab, nach kurzem Check der Bikes bezogen wir unsere Zimmer.

Nun war Sauna und Schwimmbad angesagt, unsere Quartiermeisterin Moni hatte alles gegeben und uns diese Annehmlichkeiten ermöglicht – Danke! Leider hatte sich Günter auf den nassen Fliesen heftig hingepackt und musste fortan humpeln... ob er wohl morgen biken kann?! Nach dem Essen trafen sich noch ein paar von uns bei Anja & Christian (sie hatten ein kleines Appartement mit Pedro im 'Kinderzimmer') und versuchten sich an einer halben Kiste Weizen + Bier etc. .....aber so richtig alt wurde keiner von uns an diesem Abend.

Etappendaten von Christian:
48,00 km, 04:45 h, 11,50 Ψ, 1.387 hm, 1.029 tm, bei 13° - 17°C
2. Etappe: HAHNENKLEE – ST. ANDREASBERG (nach yellow)
Samstag 15.09.2012 Start: 09:15 h Ankunft: 17:30 h


Das Frühstück war gut und reichhaltig und es waren sogar mehr Gäste im Haus als vermutet. Der Start verzögerte sich ein wenig da Günter sich und sein Knie testete und leider feststellen musste, das hat so keinen Sinn er kann den Rest der Tour leider nicht mitfahren – aber wie kommt er nach St. Andreasberg? Zum Glück hatte ja Andreas gestern das Auto nachgeholt..... und so konnten die beiden per PKW nach St. Andreasberg fahren, Günter wollte sich dann den Tag vertreiben und Andreas wollte uns entgegenkommen – Treffpunkt war die Hütte am Einstieg zum Rehberger Grabenweg.

Dann ging es los, stets bergauf zur 'Schalke' 762 NN. Das Wetter bedeckt aber guter Stimmung, so geht es weiter auf einer schönen Passage mitten durch Tannen und blühender Heide. Den Brocken, die höchste Erhebung im Harz, mit seinen 1142 NN konnten wir heute leider nicht sehen. Aber auf dem Turm auf 'Schalke' hatten wir trotzdem unseren Spaß. Nun ging es runter zur Heinz-Lüer-Hütte, nach eine kurzen KleiderPause rauschten wir auf dem Heidenstieg nach Schulenberg, durch tolle Landschaften, über starke Trails, runter zur Okertalsperre, hier rollten wir bis nach Mittelschulenberg um dann den Einstieg des Europawanderweges E6 zu finden, dies führte uns nach Altenau. Der Weg rauf war aber teilweise so steil, das allesamt geschoben werden musste. In Altenau, wir lagen gut in der Zeit, machten wir dann eine längere Pause mit Suppe, Kaffe + Kuchen oder alkoholfreiem Weizen.

Das heutige Highlight, die Wolfswarte, war das nächste Etappenziel und so machten wir uns gestärkt an den Aufstieg – Harzer Hexenstieg, Gustav-Baumann-Weg und Oberer Bruchbergweg waren die Streckenabschnitte, die uns zum Ziel brachten. Oben angekommen (919 NN) hatten wir einen halbwegs guten Blick, der Wind pfiff um die Ecke aber es waren einige Biker und Wanderer unterwegs und so gab es den einen oder anderen Smalltalk bevor es hieß, Sättel tiefer und trailabwärts. Der Trail, der teilweise ein steiniges Bachbett war, forderte einem alles ab und unten angekommen stand einem das Grinsen im Gesicht – spektakuläre Abfahrt! Der jetzt folgende Part am Clausthaler Graben entlang hatten etwas romantisch, anmutiges.... man könnte so einen Weg stundenlang fahren, einfach nur schön!

Aber dann mussten wir den Grabenweg verlassen um zum Oderteich zu kommen, hier wartete das nächste Highlight auf uns, der Rundwanderweg um den Oderteich, gespickt mit Wurzeln, Bohlenwegen, Rindenmulchpassagen und Stufen auf und ab, forderte schon ein gehörig Maß an Konzentration und Fahrtechnik.... aber alle kamen zufrieden am Treffpunkt Hütte am Rehberger Graben an – nur Andreas war nicht zu sehen?! Wir rollten zügig den Rehberger Graben entlang bis zu wir das Rehberger Grabenhaus erreichten – dies war so einladend....man konnte sich dem nicht entziehen ;-)) und außerdem hatten wir nur noch knappe 3 km bis zum Ziel St. Andreasberg.

Also ab in die warme Stube, wir nahmen den Tisch am Kachelofen und fühlten uns eigentlich nur so richtig wohl und zufrieden. Die Karte ließ keine Wünsche offen, ob Kuchen oder Currywurst, Kaffee, Kakao oder Weizen – alles war lecker und tat gut und wir genossen die Pause sehr.

In St. Andreasberg angekommen machten wir noch an einem Supermarkt halt, morgen am Sonntag hat ja kein Laden offen und so wurden die Kleinigkeiten für den nächsten Tag und etwas für den Abend besorgt (Harzer Grubenlicht und Chips) man wollte sich ja einen netten Abend machen und nicht mehr groß im Ort auf Suche gehen müssen. Vor dem Supermarkt trafen wir auch Andreas wieder, es kam mit seinem Wagen gerade drauf zu und hatte auch Günter dabei. Nachdem wir dann durch den ganzen Ort gefahren sind erreichten wir unser Hotel Am Glockenberg 18, Berghotel Glockenberg, www.hotel-glockenberg.de, info@hotel-glockenberg.de, auch hier stand uns eine Garage für die Bikes zur Verfügung und wir wurden sehr herzlich (oder war es doch harzlich ?) begrüßt. Wir wurden zu den Zimmern geführt und trafen uns aber nach kurzem Frischmachen unten zum Begrüßungsbier, wir hatten sogar einen separaten Raum für uns und da wollten wir später auch zu Abend essen. Spezialität des Hauses waren Wildgerichte und selbst gesammelte Pilze aus der Region – lecker! Das Weizen schmeckte auch und so nahm der Abend seinen Lauf..... nur, wie sollten wir unser Harzer Grubenlicht genießen? Da kam Anja die passende Idee, sie sprach mit der netten Chefin und schon durfte jemand aus der Gruppe einen Ausgeben auf seinen 'Geburtstag', ich glaube die Flasche war in einer halben Stunde leer und es kamen die Chips auf den Tisch die die Erzählungen und das Bikerlatein geschmacklich abrundeten. Die Zeit des allgemeinen zu Bett gehen, habe ich nicht notiert...es war ein netter Abend.

Etappendaten von Christian:
41,00 km, 05:15 h, 10,20 Ψ, 1.013 hm, 950 tm, bei 15° - 18°C
3. Etappe: ST: ANDREASBERG – HERZBERG -> Rückreise Hameln (nach yellow)
Sonntag 16.09.2012 Start: 09:30 h Ankunft: 17:30 h


Das Frühstück gab es im separaten Frühstücksraum und es waren noch einige andere Gäste im Haus, die wir am Abend zuvor nicht gesehen hatten. Der letzte Tag steht an und es stand fest, das wir nur noch sieben HarzBiker sind, die diese Etappe angehen, Günters Knie tut immer noch zu weh und Andreas hat Verpflichtungen. Nach gutem Früstück ging es nach draußen um die Bikes zu checken, wir wünschten dann Günter noch alles Gute und eine gute Fahrt nach Hause, Andreas konnten wir nicht mehr verabschieden... er hatte sich schon auf dem Weg gemacht.

Das taten wir dann, bei strahlendem Sonnenschein, auch, zuerst mussten wir wieder durch den Ort zurück um dann die Abfahrt zum Gasthaus Rinderstall zu nehmen. Es ging über Wiesen, vorbei an den Skipisten St. Andreasbergs, über Schotterwege und Trails, die teilweise sehr verblockt waren oder aber so verwurzelt sind, das es sicherer war einen kleinen Teil zu schieben.

Bald darauf sahen wir den 'Rinderstall' links von uns liegen, wir rollten weiter zum Kinderheim Waldmühle um von dort an auf dem Kaiserweg gen Wieda zu biken. Es war eine tolle Strecke und wir genossen den Sonnenschein, machten Pause am Kapellenfleck (dort stand mal eine Kapelle und die Fundamente waren noch zu sehen bzw. zu ahnen) folgten dann aber immer den Wegweisern nach Wieda. Ein älterer Herr auf einem E-Bike machte uns auf eine alternative Route nach Wieda aufmerksam – die alte Streckenführung der ehemaligen Eisenbahnlinie – OK, flexibel wie wir sind nahmen wir diese unter die Stollen, es war genial auf diesen leicht geneigten Trasse zu fahren und bald erreichten wir Stöberhai, ehemals Bahnhof, jetzt Gaststätte. Von hier aus runter nach Wieda war dem Geschwindigkeitsrausch geschuldet, erst Schotterpiste dann Asphalt und es dauerte nicht lange, da standen wir vor dem Ortsschild von Wieda.

Hier fand heute ein großes Straßenfest statt und wir machten dort Pause im Sonnenschein. Es folgte nun der längere Anstieg zum Taternplatz, von hier aus ging es über Ravensberg nach Bad Lauterberg. Doch vorher waren noch einige Trails und steile Abfahrten zu meistern, die Rinnen darin machten wohl einigen etwas zu schaffen und so kam es zu Erdberührungen die aber glimpflich abliefen. Kurz vor Bad Lauterberg liegt der Wiesenbecker Teich, ein Erholungsgebiet mit Campingplatz und Badeteich, romantisch gelegen und sehr einladend.... aber dafür hatten wir keine Zeit, allerdings Wasser tanken und Fotos machen, das war noch OK.

Nun nahmen die letzte große Hürde der Harztour in Angriff – den 'Große Knollen'. Der Weg war erst harmlos, vorbei an netten Häusern ging es bald in den Wald. Ein plötzlicher Knall, der sich als scharfer Schuss herausstellte, zerriss die herrlicher Herbststimmung ... ein paar 'wichtige' von der Forst wollten ihr Gewehr einschießen ... ???, unsere Kommentare haben sie dann wohl von Weiterem abgehalten – unglaublich!!

Dann ging es scharf links ab in das Großental und einige von uns (Moni, Andrè, Öxy und Pedro) nahmen den immer steiler werdender Trail die Hübichentalsköpfe, der Rest (Anja, Christian + ich ) nahm die Nordschleife zum Gipfel. Noch den Aufstieg von 2006 vor Augen trafen sich die 'Wiederholungstäter' und Novizen kurz vorm Ziel, wir erklommen gemeinsam tapfer die letzten Meter zur Spitze, der „Große Knollen“ hat zwar nur 687 NN, die letzte Steigung aber ist und bliebt ein echter Wadenbeißer auf Schotter.

Schnell wurde ein Platz in der Sonne gefunden und dann gab es alkoholfreies Weizen und Bockwurst als Belohnung, was Wetter zog noch mal alle Register, die Sicht war super und so hieß es dann rauf auf den Turm. Von hier oben war die Rundumsicht grandios. Man konnte eigentlich alle Stationen unserer DreiTagesTour von hier aus erkennen – super. Der Harz hatte uns voll in seinem Bann, wir machten Fotos um diese Stimmung einzufangen, wohl wissend dass das nie so klappt – aber egal, vielleicht kommt ja das Foto des Monats September dabei heraus.

Die finale Abfahrt war zu Anfang trailig und ging dann in Waldwege über, vorbei am 'Jägerfleck' zur Strecke an der 'Steile Wand', machten wir unsere mühevoll erkämpften Höhenmeter kaputt. Nach einem 'Rausch' durch Farben, Sonne und Laub erreichten wir Herzberg und unsere Autos – der HarzCross war vorbei! Nun mussten nur noch die Bikes wieder verladen werden und dann hieß es erst einmal Abschied nehmen vom Harz. Etwas schweigsam fuhren wir zurück nach Hameln, jeder mit seinen Gedanken beschäftigt aber alle mit dem Entschluss, wir kommen wieder – schön war`s!

Etappendaten von Christian:
54,80 km, 04:45 h, 12,60 Ψ, 25% up, 21% down 1.176 hm, 1.506 tm, bei 14° - 20°C