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Touren 2009 - I

Die Drei-Türme-Tour






Fotos: Hajo Müller

Auch der zweite SüntelBiker-Tag im März war von Sonnenschein gekrönt. Am 21.03.09 trafen wir uns auf dem Bückeberg am Gasthaus Walter, in der Nähe des Jahnturms. Wie gewohnt starteten Simone, Jürgen, Michael , Hajo, Andre mit glänzendem Klein, sowie Michael, Ingo, Martin, Olli und ich um 12:00 mittags mit dem ersten Trail. Auf dem „Spiegeleierweg“ fuhren wir zum Schwimmbad in Obernkirchen. Nein, der Weg heisst so, weil die Markierung ein gelber Fleck auf weißem Grund ist.

Wir passierten zügig den Stiftswald in Richtung Röhrkasten und stiegen in Ahnsen in den „Harrl“ ein, um den in 211m ü N.N Höhe liegenden Idaturm anzufahren. Seinen Namen trägt der Turm nach der Gattin Georg Wilhelms, der Fürstin Ida. Der Turm wurde im Jahre 1847 zum Zwecke der Landvermessung aus den Steinen des Harrls errichtet.

Nach kurzer Pause rollten wir, teilweise auf kleinen Trails, in Richtung Bückeburger Bergbad hinunter. Das nächste Ziel sollte der am „Bensen Platz“ beginnende Trail sein, der in Selliendorf endet.

An der Ampel in Selliendorf wechselten wir zum Wesergebirge hinüber. Wir stiegen, begleitet durch zwei sich uns anschließenden MTB Fahrern, durch den Hacksgrund zum in 303m ü N.N Höhe liegendem Funkturm am Papenbrink auf. Der sich anschließende Downhill mit 25% Gefälle zum Fuße des Steinbruchs in Kleinbremen entschädigten für den Aufstieg, der teilweise 18% Steigung aufwies.

Durch den Hainholz, vorbei an den Ruinen der Heisterburg, ging es zum Erfrischung tanken am, in 300m ü. N.N liegenden, Rintelner Klippenturm. Bei Weizenbier und die Sonne geniessend war große Pause angesagt. Der Trail auf der Luhdender Klippe führte uns dann an der Hirschkuppe vorbei nach Steinbergen. Durch den verwilderten Garten des Schlosses Arensburg, mit seinen Hexenteichen und uralten, seltenem Baumbestand, fuhren wir an der Aue dem Bückeberg entgegen.

Am Ende des Tages hatten wir dann in 3:20h Fahrzeit wieder den Jahnturm mit 367m über N.N. erreicht und eine Strecke von ca. 42 km mit 1006 Hm bewältigt. Gestartet waren wir mit 10 Bikern, zwischenzeitlich waren wir 12 Biker, am Ausgangsort angekommen sind dann nur die sechs SüntelBiker. Dirk E.

Sonnenschein am Hohenstein



Am 07.03. war ein Teil der SüntelBiker zur Fahrradmesse nach Bremen gereist. Trotzdem haben wir noch sechs Biker (Hajo, Jürgen G., Jürgen S., Michael, Moni und Sönke) zusammenbekommen. Es ging zunächst vorbei am Benser Försterhaus die Teerstraße hinauf auf den Kammweg. Dann sind wir zum Hohenstein gefahren. Dort konnten wir bei bestem Wetter (Sonnenschein!!) einige Aufnahmen machen. Über den mittleren Kammweg ging es dann zur Eulenflucht. Hier wurden wir (wie eigentlich jedes Mal) von diesem blöden Köter belästigt. Hunde die bellen beißen nicht? yellow und ich sind dann über die Radaranlage gefahren, da ich für ein geplantes Süntel-GPS-Rätsel noch einen Baum ausgucken wollte. Der Rest ist zu Michaels Platz gefahren. Treffpunkt war die Bank oberhalb des Steinwegs. Natürlich sind wir auch bei yellows place gewesen. Die Bank dort ist in einem extrem maroden Zustand. Wir haben überlegt, ob wir nicht eine Bank spenden sollten. Kurz vor dem Süntelturm mussten wir doch tatsächlich über eine circa 60 Meter lange Eisplatte fahren. In der Gaststätte haben wir eine längere Pause gemacht. Michael, der schon mit dem Bike angereist war, hat sich von dort auf den Heimweg gemacht. Der Rest ist zur Jahnhütte und von dort zum Wessel-Denkmal gefahren. Auf teilweise netten Trails ging es dann über Haddessen nach Höfingen zurück. Wir sind 32 km (mit 555 hm) gefahren. j.s.




Teerstraßentour

Am 21.02. sind wir zu dritt (André, Jürgen G., Jürgen S.) von Höfingen aus Richtung Süntel gefahren. In Bensen ist dann noch Markus zu uns gestoßen, der schon einen Horror-Trip über den Süntel hinter sich hatte. Nach Aussage von Markus ging da oben gar nichts. Die Schneeschicht auf dem Kammweg war in den letzten 48 Stunden einer Matsch-Eis-Pampe gewichen. Da brauchten wir nicht lange diskutieren. Wir wählten die Teerstraßen-Route! Über Pappmühle, Zersen, Barksen und Försterlaube ging es hoch zur Schillat-Höhle. Leider war das Landfrauencafé heute nicht besetzt. Deshalb ging es über Langenfeld und Rannenberg zur Paschenburg. Kurz hinter Langenfeld hat sich Markus Richtung Bakede abgesetzt. Das Waldweg hinter Langenfeld war an diesem Tage das einzige Stück Eispiste (gerade noch machbar) das wir gefahren sind. Auf der Paschenburg gab es Kuchen, Kakao und Weizenbier. Zu Andrés Enttäuschung standen Currywurst und Pommes nicht auf der Karte. Über Rohden (gut, dass wir am Rohdener Berg nicht geblitzt wurden), Segelhorst, Barksen, Zersen, Wickbolsen und Bensen ging es zurück. Wir sind 35 km (mit 500 hm) gefahren. j.s.


Nasse Socken, Schmierseifendownhills, Kaugummiuphills und teures Weizen

Trotz schaurigem Wetters (im doppelten Sinne) haben sich am 07.02. sieben Biker (André, Dirk, Hajo, Sönke, Stephan, Yellow und Markus) aufgerafft, um die Trails im Gehrdender und Benther Berg unter die Stollen zu nehmen. Gleich nach dem leicht verspätetem Start ging es steil hoch auf den Burgberg - und weil bei Dirk eine Schraube locker war - ähm, natürlich an seinem Bike, mussten wir gleich wieder runter. Leider konnten wir nicht helfen, und so war die Tour für Dirk zu Ende. Der Rest fuhr weiter und noch einmal den Burgberg hoch. Pech für Dirk: ich fand die Schraube wieder und fuhr ihm hinterher. Er hatte sich schon so auf das warme Auto gefreut - jetzt musste er doch noch mitkommen ;-))

Nach einer kurzen aber kniffligen Abfahrt fuhren wir rüber zum Benther Berg, um gleich über den tollen Trail am Waldrand herzufallen. Nur kurz wurde der wilde Ritt durch Waldarbeiten unterbrochen. Danach ging es auf den Kammweg und wie üblich rechts und links und hoch und runter weiter. Angeblich soll es zwischendurch sogar mal aufgehört haben zu Regnen.

Zum Abschluß sind wir noch schnell zu der BMX-Bahn im Gehrdener Berg gefahren, aber es war nicht das passende Wetter für Harakiri-Aktionen. Die kalte Nässe kroch überall hin und die Klamotten standen vor Dreck. So konnten wir nach nur 20km und 350hm der Verlockung des Gasthauses nicht widerstehen. Wir waren die einzigen Gäste, und daher störte es auch niemanden, das einige von uns in Unterhosen an den Tischen saßen.

Markus




Eis, Eis und Eis

Als André, Hellward, Hajo, Markus und Sönke leicht verspätet am Friedhof Wehl starteten, hatte der Regen gerade aufgehört. Ein steiler Trail führte uns zur Ützenburg hinauf. Zunächst waren die Wege noch einigermaßen fest, aber das änderte sich schnell. So gut wie alle Hauptwege waren noch mit einer dicken Eisschicht überzogen. Nur ganz gefühlvolles leises Treten in kleinsten Gängen brachte unsere Bikes in der üblichen Art und Weise vorwärts. Oft suchten wir neben den Wegen im verharschten Schnee Grip. Grips brauchten die Fahrer, um vorausschauend auf der weniger vereisten Seite des Weges zu fahren. Fahrspurwechsel war wegen der besonders hohen Rutschgefahr gefährlich. Gut zu fahren waren die Trails – da kam doch, lang erwartet, zum ersten Mal in diesem Jahr so etwas wie ein echtes Bike-Feeling auf.

Auf dem Weg zur Hoyers Eiche erwischte es Sönke auf so einer Eisfläche. Aber soweit ich weis, war bis auf Hellward heute jeder dran. Über die Heide ging es auf Gefrorenem und Matschpisten weiter, bis uns Dr. Bike seine Schlauchwechselkunst an seinem Hinterrad vorführen musste.

Und immer wieder Eis, Eis und Eis. Über den Burckhardtweg und einigen Trails erreichten wir die Brüdersteine. Auch der Doktor Jacobi Weg war zu Beginn eisüberzogen – hohe Unfallgefahr.

Nach einer Pause am Görgesplatz kämpften wir uns im Basberg über Trails auf den flowigen Pfaden am Waldrand entlang zum Bismarckturm. Von dort konnten wir eisfrei über den 'Andreas-Trail' die Brüdersteine erreichen. Durch das rutschige Deipensiektal kamen wir über den bekannten Abschluss-Trail zum Ausgangspunkt zurück.

Am Ende waren es 17km bei einer zweistündigen Rollzeit und viel frischer Luft.

Hajo / 24.01.2009

Zu Hajos Bericht möchte ich zu meiner Ehrenrettung noch anmerken, das ich nicht vom oder mit dem Rad gestürzt bin ;-)) Fußmärsche durch den Dschungel sind halt nicht mein Spezialgebiet... Markus

SüntelBiker auf dem Süntelsee!

oder

Wanderung mit Bike


Am 10.01.2009 sind wir mit sieben Bikern (André, Andreas, Biggi, Hajo, Jürgen G., Jürgen S. und Markus) bei Super-Wetter über den zugefrorenen Süntelsee gefahren. Doch der Reihe nach: Bis zur Baxmannbaude lies es sich noch relativ gut fahren. Dann ging der Ärger los. Ich habe keine Ahnung wie Experten den heutigen Schnee nennen würden. Er war ziemlich hoch (30 cm) und extrem weich. Fahrversuche endeten in der Regel nach wenigen Metern. Man musste sich höllisch konzentrieren um ja nicht aus der hier nur wenige Zentimeter breiten Spur herauszukommen. Das führte dazu, dass wir die Bikes zum großen Teil geschoben haben.

Zwischen der Baude und dem See ist Markus zu uns gestoßen, der von der anderen Seite des Süntels kam. Auf dem See haben wir ein paar kleine Runden gedreht. Wir waren uns aber nicht ganz sicher, ob man dem Frieden trauen konnte. Teilweise - besonders am Nordufer - sah die Eisschicht nicht 100%ig sicher aus. Yellow ist auch an dem dem Weg gegenüberliegenden Rand etwas eingebrochen.

Uns trieb die Hoffnung, dass die Verhältnisse auf dem Kammweg besser waren, schließlich wollten wir noch zum Süntelturm. Aber daraus wurde nichts. Auf dem Kamm war es keine Spur besser als im Wellergrund. Deshalb haben wir uns nach kurzer Diskussion entschieden durch das Lange Föhrtal zurückzufahren. Markus ist dann noch Richtung Turm gefahren. Der Rest ist dann durch den absolut jungfäulichen Schnee im Föhrtal nach unten gewedelt. Es ging bergab, aber teilweise musste man im kleinsten Gang noch ordentlich treten.

Im Vergleich zu zahlreichen tollen Schneetouren war das heute eher Käse, oder aber wie yellow sagte: Es war anders! j.s.



Irgendwie bin ich schon froh, das ich Euch nicht davon überzeugen konnte, doch noch bis zum Turm zu fahren... ich denke, Ihr hättet auf Jahre kein Wort mehr mit mir geredet ;-))

Aber der Reihe nach: nachdem sich unsere Wege getrennt hatten, bin ich zurück in Richtung Kessiehausen, um dann oberhalb des Bodetals auf dem mittleren Kammweg mein Glück zu versuchen. Dort war auch eine Fahrspur, aber schon einige Tage alt, verwittert und von Skispuren gezeichnet. 5m Fahren wechselten sich mit 10m schieben ab. Nach ca. 200m bin ich links durchs Unterholz und auf dem östlichen Kammweg Richtung Hamelspringe. Dort konnte ich endlich fahren, solange es nicht leicht bergauf ging.

In der Nähe der steinernen Treppe bin ich dann nochmal auf den mittleren Kammweg, und dort war jetzt eine relativ frische Fahrspur. Nicht breit und fest, aber gerade gut genug um immer mal 30-40m weit fahren zu können, bevor es wieder in den Tiefschnee ging. Mittlerweile weiß ich auch, woran mich dieses Pulver erinnerte: ich bin vor Jahren mal an einem Sandstrand mit dem MTB gefahren, Unterschiede waren nur in der Temperatur zu finden ;-)

Vom Böttgerstein bis zur Eulenflucht hatte ich die Wahl zwischen einer Treckerreifenspur rechts und einer von den gezogenen Schlitten umgepflügten Spur links. Naja, ich hatte mich die letzten 500m ja "ausruhen" können. Nach kurzer Zeit knatterte ein Quad im wilden Drift an mir vorbei. Zuerst ärgerte ich mich darüber, was dieser A.... mit dieser Sch...karre hier zu suchen hat , aber seine Entschuldigung in Form einer ca 30cm breiten, planierten Spur habe ich gerne angenommen ;-). Das war übrigens der erste Mensch, den ich seit der Trennung von Euch gesehen habe.

Der Rest bis zur Asphaltstraße war dann einfacher. Was aber nicht für die Straße selbst galt. Horden von Fußgängern haben die dort nur wenige cm hohe Schneedecke komplett in einen Acker verwandelt, nix war mit fahren. Der Frust kochte wieder hoch, aber schon kam ein freundlicher Snowboarder, der den Schnee glattzog. Es war 16 Uhr durch, also weiter. Den Rest bis zum Turm konnte ich überraschender Weise komplett durchfahren, ohne auch nur einmal in den Schnee treten zu müssen !

Gegen 16.30 Uhr war ich dann endlich am Ziel, aber schlagartig hatte ich ein mulmiges Gefühl. Mindestens 20 Schlitten und ebensoviele Paar Skier versammelten sich von dem Eingang. Kein Wunder, das ich unterwegs niemanden gesehen hatte: die waren alle hier ! Drinnen war es proppenvoll, kein freier Platz und die Schlange am Tresen reichte bis in den "Speisesaal". Na super ! Also bin ich wieder raus und habe draußen meinen mitgebrachten Tee getrunken. Aus Trotz bin ich dann doch noch hoch auf den Turm gestiegen, obwohl ich mindestens 1795 gefühlte Höhenmeter in den Beinen hatte.

Nicht nur einmal habe ich mich gestern nachmittag auf dem Bike gefragt, ob ich eigentlich noch ganz bei Trost bin, aber die Aussicht vom Turm und das Licht kurz vor Sonnenuntergang entschädigten für alles. Ein Taum in weiß, blau, orange und was weiß ich noch alles, und der fußballgroße Mond lag über dem Deister ! Danach noch schnell zu Yellows Platz, pünklich zum Sonnenuntergang war ich dort, und die Batterien der Kamera leer.

Jetzt würde ich sagen, es hat gestern trotzdem Spaß gemacht, und ich würde es heute genauso machen. Aber ich habe ja auch schon mal gesagt, daß mir das 8-Stunden-Rennen Spaß gemacht hat. Markus




Der Süntelsee ist zugefroren!


Fotos: Thorsten Wehrhahn, Markus Deiter (03.01.09)

Dirk, 'the dark knight' Thorsten, Stephan und ich wollten mal nachsehen, ob der Süntelsee befahrbar ist. Von der Pappmühle aus fuhren wir durch das Blutbachtal direkt zum See. Er war zugefroren, teilweise bis zu 10cm dick, aber eben auch mit vielen Lufteinschlüssen im Eis ! Ein herzhafter Sprung auf das Eis (ohne Bike !) hatte einen langen Riß in der Eisdecke zur Folge. Da hat dann doch die Vernunft gesiegt, und der Baumstumpf blieb unerreicht. Aber für eine kleine "Acht" direkt am Ufer hat es gereicht. Die Eiswette ging also unentschieden aus. Fortsetzung nächste Woche ?!

Weiter ging es über die Trails zum Dachtelfeld, auf dem letzten Stück haben Waldarbeiter einen bleibenden Eindruck hinterlassen. An der schönen Aussicht (die heute ihrem Namen wieder mal alle Ehre machte) und der Quelle im Totental vorbei ging es über den Wurzeltrail nach Raden. Ordentlich durchgeschüttelt sind wir dann auf Forstwegen über Bleeksgrund, Dachtelfeld, Brunshagen und Eulenflucht zum Süntelturm gefahren. Je weiter wir uns dem Turm näherten, desto ruhiger wurde es. Es war saukalt ( -5°C), und jeder dachte wohl an die heiße Suppe und den Glühwein :-))) Aber wer reserviert das nächste Mal den Tisch ? Wir hatten Glück und konnten nach einem Moment Wartezeit ein paar freie Plätze ergattern. Die Suppe war super !!

Zurück fuhren wir den Steinweg runter, unten erwartete uns eine komplett mit zentimerterdickem Eis zugepanzerte Kreuzung ! Auch der Weg kurz danach war noch einmal über die ganze Breite auf mehreren Metern vereist. Auf dem mittleren Kammweg fuhren wir dann zurück Richtung Brunshagen, wo sich unsere Wege trennten. Insgesamt sind wir zwischen 35 und 43 km gefahren, bei 800-1000hm (je nach An- und Abreise). Es gab zwar wieder keine Punkte, aber wenn juckt das schon nach so einer Tour ? ;-)) Markus