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Touren 2016 - IV


SüntelBiker auf Tagestour



Revival-Touren sind ja derzeit aktuell und da wir teilweise schon Bike-Veteranen/-innen sind, gab es irgendwann die Idee zu einer Abenteuer-Tagestour, wie wir sie vor zig Jahren unter Hellward’s Führung schon einmal gemacht haben. Bis Vlotho mit dem Zug und sich dann durch die Wildnis nach Hause zurückkämpfen. Heute sind wir mit dem Zug bis Löhne gefahren, nicht kopflos und ohne Orientierung aus dem Zug getobt, sondern haben die Tour detailliert geplant, um auch kein Highlight unterwegs zu verpassen. Wildnis – ist dank diverse Navigationstools überschaubar geworden.

Nach diversen Mails und Buchung von Stellplätzen für die Bikes trafen sich Olaf, Yellow, Michael S., Fritz und Öx um 8.29 in Hameln am Bahnhof. In der Nordwestbahn aus Elze kommend saß Michael M. schon bequem und erwartete die ersten Tourenfahrer. In Hessisch Oldendorf stiegen dann noch Jörg, Andre, Markus und ich zu. Vom Löhner Bahnhof aus konnten wir dann die ersten KM zum Einrollen nehmen, bevor wir in Schnathorst auf dem Wittekindsweg auf dem Bröderhauser Berg in das Wiehengebirge eingestiegen sind. Die ersten Steigungen waren schon ordentlich und sollten auch nicht die letzten sein. In Bergkirchen haben wir den Abzweig auf den Wittekindsweg verpasst und sind dann einen parallel führenden Weg zur Lutternsche Egge gefahren. Aufgrund der Länge der Tour sind wir nicht gleich zu Beginn in den Trail bis zur Gaststätte 'Wilder Schmied' eingestiegen, sondern haben erst ein paar Meter auf der Forstautobahn zurückgelegt. Dem nächsten Abzweig konnten wir aber nicht widerstehen und sind in den anspruchsvollen Trail eingeschert. Für den 'Wilden Schmied' war es noch zu früh und so sind wir weiter bis zur Kreuzkirche an der Wittekindsquelle, kurz vor dem Kaiser-Wilhelm, hier haben wir dann auf sonnigen Bänken unsere Brotzeit gemacht. Auf dem Königsweg haben wir das Denkmal 'unterfahren' und dann die Weserbrücke überquert. Auf der anderen Weserseite sind wir dann über den Pionierweg in das Wesergebirge eingestiegen. Mit den Nammer Klippen hatten wir dann recht bald bekanntes Terrain erreicht. Dort war dann auch schon abzusehen, dass wir den Luhdener Klippenturm nicht bis 14.00 Uhr schaffen. Denn die Trails bis dahin hatten es in sich. Toll war, dass die Trails knochentrocken waren. Unterwegs hatte Fritz einen Schleicher, dank seiner guten Kondition ist er zum Pumpen dann immer vorgefahren. Irgendwann klingelte auch mein Telefon und ich habe mich beim Biken mit Hellward ausgetauscht, der uns entgegen kam und gerade auf der Schaumburg war – mit einem nicht voll aufgeladenen E-Bike. Wir klärten, dass wir frühestens 15.00 Uhr am Klippenturm sein würden... wir waren kurz vor 16.00 Uhr da. Zu unserer Ehrenrettung sei gesagt, dass wir zügig gefahren sind und keine nennenswerten Bummeleien gehabt haben. Ich habe meinen Riegel während des Fahrens gekaut...

Der Wirt am Klippenturm hatte dann eine Stunde Alarm, bis wir mit Getränken und Kuchen durch waren. Er blieb gechilled und sehr nett dabei. Die Abfahrt vom Turm bis nach Steinbergen ist immer wieder toll. Ab Steinbergen erwarteten uns weder Wildnis noch unbekannte Trails, hier führten uns die Pflichtwege nach Hause. Am Oberberg haben Jörg und Öx den Forstweg zur Paschenburg eingeschlagen, um Körner zu sparen, der Rest hat sich den Freuden des Trails hingegeben. Das heißt nicht alle. Markus fragte in die Runde, ob jemand mal ein Fatbike ausprobieren möchte... es gibt Gerüchte, dass Hellward sich freiwillig gemeldet hat. Und so wurde E- gegen Fat getauscht... An der Paschenburg haben wir dann nach einer Pause gemeinsam die Rücktour in Angriff genommen... hier haben wir dann den Weg mit Tempo bis zur Rohdentaler Strasse befahren, bevor es den Schneegrund wieder hinauf ging. Am Abzweig haben sich dann Markus und Fritz ausgeklinkt, um sich weiter in Richtung Bad Münder und Bakede durchzuschlagen. Der Rest hat sich dann noch in die Öx-Boose-Gedächtniskurve gestürzt... der Namensgeber ist selbstverständlich mit seiner neuen roten Canyon Rakete vorgefahren. Tourende war dann an der Pappmühle. Michael, Jörg und ich sind dann in Richtung Haddessen weitergefahren. Olaf, Yellow, Öx und Michael mussten ohne Abschlussbier auskommen, weil die Pappmühle Betriebsferien hat.

Wir sind rund 71 km gefahren, haben 1.600 hm platt gemacht und haben rund 5,48 Std. Rollzeit. Manche Geräte gaben einen 16er Schnitt an... realistisch scheint nach Abgleich ein 12er.

Es war eine tolle Tour bei bestem Wetter. Keine Ausfälle von Mensch und Maschinen.
Moni

Lost-Place-Tour
oder
Brennnessel-Kur nach Kneip

Startzeit war ausnahmsweise 11:00 Uhr an diesem Samstag. Zu meinen Aufruf mal wieder Trails frei zu fahren meldeten sich bis Freitag Abend Andreas, Olaf und Yellow zeitnah an, so dass ich von einer Vier-Mann-Tour ausgegangen bin. 10:30 Uhr, Palimm, Palimm, Ira steht vor der Tür, sie reiste mit Bike an. Nachdem ich mich dann abfahrbereit gemacht habe und die anderen Biker in Empfang nehmen wollte, musste ich feststellen das sich drei weitere Biker (Jens B., Michael S. u. Fritz ) wohl erst am Samstag Morgen angemeldet haben. Ich hätte doch noch mal hinein schauen sollen.

Als das rechte Pedal von Andreas’ Bike montiert war konnte es dann los gehen in Richtung Hemeringer Berg. Vorbei an der Schlachtwiese ging es in den ersten Trail, der zuerst sehr gut aussah, aber dann kamen Brennnesseln bis zur Forstautobahn. Wie sich heraus stellte, folgte nur Fritz der Warnung von Markus.

Die Fahrt ging gemächlich weiter Richtung Mittagsplatz, von dort aus dann erstmal wieder runter zum Forellentaler Wanderweg in Richtung Wahrendahl.

Wahrendahl ließen wir linke Hand liegen und fuhren erstmal eine ganze Weile hinauf Richtung Kahler Berg zur Raketenbasis. Während wir so schwer am kurbeln waren, wurde mir ein Lob dafür ausgesprochen, dass der Kulturelle Teil dieser Mission nicht zu kommt. Danke an dieser Stelle.

An der Raketenbasis machten wir erst einmal eine ausgiebige Pause mit Information zu dem Relikt aus der Zeit des kalten Krieges. Weitere Details werden hier zu nicht veröffentlicht.

Nach der Einnahme von getrockneten Pflaumen und diversen Energieriegeln rollten wir über Asphalt zum Trail ohne Namen. Unten angekommen wollte ich einen neuen Pfad ausprobieren, der spuckte uns aber alsbald wieder aus.

Also quälten wir uns den etwas von Regen aufgeweichten No-Name-Trail wieder rauf, es ging durch klein Goldbeck zum Hasselberg an der alten Jagdhütte vorbei in Richtung Wahrendahl zum Schmankerl des Tages.

Der Fierwand Trail ( der zu gewachsene )!!!! An dieser Stelle muss ich großen Respekt zollen dass einer unserer Biker (Jens) vorweg bügelte um mit seinen breiteren Reifen und vollen Körper Einsatz das Grün an die Seite zu schupsen, so das es für den Rest der Gruppe nicht mehr ganz so schlimm war.

Trotz der Bemühungen von Jens B. ging ein Raunen und diverse Laute wie, ahhh, uhhh, ihhh , schei…. Brennnesseln durch den Wald. An dem Grillplatz spuckte uns der gut begrünte Trail wieder aus und über den Wiesenweg spurteten zum kalten Getränk auf unser Terrasse, wo Manuela uns schon mit Kaffee u. Kuchen in Empfang nahm.

Wir haben 23 Km u. 646 hm in einer Dauer von 3:35 h zusammen bekommen.

André die Zecke


Im Schatten des Turms

Es gibt sie also doch noch... diese Touren, die mit Opa-Tour sagenhaft Übertrieben umschrieben wären. Nein, für die kürzlich ausgerufene Hils-Alternativtour im Süntel für Reiseunlustige hätte sich Opa garnicht erst auf den Weg gemacht.

Am anvisierten Treffpunkt im Süntel trafen zeitgleich und auf die Minute pünktlich Marco und Markus ein, die sich dann auf dem Weg zum Turm machten, um dort Jens einzusammeln. Da wir viel zu schnell unterwegs waren und den richtigen Bremspunkt am Abzweig zum Turm verpassten, haben wir noch zwei Trails Richtung Jahnhütte mitgenommen. Anschließend sind wir extra langsam zum Turm hochgekurbelt, um nicht noch eine Extrarunde drehen zu müssen.

Jens hatte kleine technische Probleme mit seiner Leihrakete, so daß wir etwas auf seine Ankunft warten mussten. Gaaaanz langsam haben wir uns dann auf den Weg zum Hohenstein gemacht, um von dort gleich wieder Richtung Turm zurück zu radeln. Bei Marco machte sich durch die fehlende Fahrtwind-Druckbeatmung alsbald deutliche Sauerstoffschuld bemerkbar, so daß er völlig entkräftet auf den zweiten Einkehrschwung verzichten musste.

Kurz noch an Yellows Place die dringend erforderlichen herbstlichen Baumrückschnittaktionen besprochen, um dann erneut das Kuchenbüffet zu plündern. km und hm wurden nicht gezählt, und Zeit für ein Tourfoto haben wir in dem ganzen Stress auch nicht gefunden. Wehe, jemand misst auf der Karte nach, wie viel wir tatsächlich gefahren sind...
Markus

Mountainbike-Tour par excellenz – 'mit alles'

Vor 14 Tagen haben wir die Tour wegen des Wetters ausfallen lassen. Dieses Mal waren die Prognosen auch suboptimal. Als 'Lusche' wollte ich mich nicht wieder bezeichnen lassen. So habe ich dann auch als Tourguidin allen Verlockungen widerstanden und Angebote rund um den Süntel ignoriert.

Zur Hills Tour hatte sich nur Yellow angemeldet... Wir hatten uns schon auf eine ruhige 2er Runde gefreut, als sich Samstagmorgen, halb-spontan noch Hellward und Andreas einfanden. Prima, eine Bike-Veteranen Gruppe, die gemeinsam die Hils-Tour meistern würde.

Vom Parkplatz Bruch See sind wir dann mit Regenjacke in den Duinger Wald gestartet. Via Milchbrink ging es dann zum Rabe – Turm. Hier war ein Gruppe Hobbyfunker aktiv, die an einem Funkwettbewerb teilnahmen .. funken, was die Leitung hergibt. Nach kurzem Austausch über Männer-Hobbies sind wir dann in den Hils-Trail gestartet. Wie immer toll... durch das Wetter war er ziemlich schmatzig.. und am Ende sahen wir aus, wie echte Mountainbiker. Als Guidin noch kein Vollprofi, brauche ich dann bei Mehrwegkreuzungen immer etwas Zeit den rechten Weg zu finden. Weil der falsche dann meist abwärts geht war ein Biker schon wieder weit voraus und musste sich den Berg wieder heraufkämpfen. Der etwas versteckt liegende Trail erwies sich dann als wahres Naturerlebnis... irgendwann lag ich dann auch im Matsch.

Wie beim letzten Mal, erwies sich der Einstieg in den Reuberg etwas schwierig.. Wege nicht erkennbar.. und ziemlich matschig und schwer zu fahren. Bei der Rast an der Grillhütte waren dann auch alle etwas irritiert, dass wir erst die Hälfte der Tour hatten. Erste Terminschwierigkeiten wurden diskutiert. Die flowige Abfahrt zu den Lippoldshöhlen entschädigte dann für den vorhergehenden Matsch. Aus Zeitgründen sind wir dann an den Höhlen vorbeigefahren, zum vorletzten Anstieg auf den Kammweg des Duinger Bergs. Oben an der Mehrwegkreuzung beschlossen Andreas und Hellward dann abzufahren, um den schnellsten Weg via Strasse zum Auto zu finden. Für Yellow und mich war klar, dass wir die Tour wie geplant zu Ende fahren. Ich sage nur Mehrwegkreuzung... und es war doch der schmale Trail hinauf.

Der teils trockene, teils matschige Kammwegtrail auf dem Duinger Berg hat uns dann für die vielen Anstiege entschädigt. Das Wetter hatte sich zum Nachmittag ständig verbessert und so sind wir dann bei strahlendem Sonnenschein an den Seen angekommen.

Den Imbiss am Bruchsee können wir nur empfehlen – freundliche Bedienung... leckere Wurst und Pommes. Alles in allem war es eine Mountainbike Tour mit allem, was dazu gehört. Wir haben knapp 39 km, mit 860 HM, einem 11er Schnitt und 3,33 Stunden reiner Fahrzeit absolviert. Für die Zukunft werde ich die Fahrzeit x 2 nehmen, bei anspruchsvollen Touren, damit wir eine Terminvorhersage treffen können.
Moni





Endzeitstimmung zwingt Biker zur kurzfristigen Tourumstellung

Geplant war von Afferde durch die Hils und zurück zu fahren. Wer wollte, konnte auch in die kurze Tour ab Bruchsee einsteigen.

Diverse Wetterapps gaben keine positiven Wetterprognosen und so wurde aus der langen Tour Tag für Tag eine kürzere. Dieter’s Apps kündigten Unwetter großen Ausmasses an und so wurde die Tour kurzerhand in den Süntel verlegt. Die Guidin schloss sich der Entscheidung an.. wenn auch nicht nur wegen des Wetter. Aber, die Süntelwirtin hatte uns auch schon lange nicht gesehen und daher passte die Entscheidung. Bei den morgentlichen Telefonaten mit den angemeldeten Bikern (Andreas und Yellow) wurde ich anstelle eines netten guten Morgens, mit 'Lusche' begrüsst.

Egal, denen zeige ich es... Von Haddessen sind wir dann den beliebten Waldrandtrail nach Welliehausen gefahren... ohne Pause an der Hütte.. sind dann weiter in Richtung Bergschmiede und haben ein paar Läufer angefeuert. Weiter ging es in Richtung Hamelspringe und von dort aus wollte ich, um der ganze Tour einen Hauch von Abenteuer zu verleihen neue Weg nach oben suchen. Was zu Anfang vielversprechend aussah, endet etwas später im nichts. Zumindest hatten wir von dort einen guten Blick auf den Hamelnspringer Steinbruch.

Nach zahlreichen Unmutsäusserungen haben wir dann den Weg in die Zivilisation wieder gefunden und sind voller Elan via Radaranlage/Michael’s Place zum Süntelturm geknattert. Der Wirt hatte noch etwas Schwierigkeiten mit dem neuen Gericht 'Süntelbikerteller', das Ergebnis hat aber lecker geschmeckt. Die Rücktour über die Jahnhütte bescherte uns später Trails mit vielen Bäumen. Bei einem Bier in Haddessen konnten wir uns dann über 28 km und rund 650 HM freuen.
Moni

Teilnehmer: Andreas T., Christian, Jürgen G., Moni