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Touren 2017 - I

Frühlingserwachen

Prolog

Zum Start um 11.20 Uhr bei mir treffen Andre und Markus mehr als pünktlich ein, so daß wir schon um 11.15 starten können. Spontan nehmen wir die große Schleife Richtung Bismarckturm mit um dann den Trail am Waldrand zum BHW zu nehmen. In Rohrsen queren wir die Hamel und wollen nun mit Schwung den Düth in der Direttissima erklimmen. Doch auf der Querstraße treffen wir auf eine junge Dame im Auto mit Bike hintendrauf. Moni hatte die falsche Abfahrt genommen! Nach einer kurzen Klärung der örtlichen Gegebenheiten können wir unseren Weg fortsetzen.

Pflicht

Der offizielle Start ist um 12.00 Uhr am Friedhof von Afferde. Bei frühlingshaften Wetter treffen wir hier auf Yellow, Christian und Dieter (fährt mit, weil er erkältet ist ;-))) und auch Moni hat den Weg gefunden. Zunächst geht es am Waldrand entlang mit Blick auf das Wesertal bei Tündern und dann auf Forstwegen den Schecken rauf.

Die letzten Meter bis zum Kamm sind steil und fast immer schlammig. Gutes Profil und ordentlich Körner sind gefragt, hier kann heute nur die Minderheit punkten. Der Weg über den Schecken ist zu großen Teilen ein schöner Singletrail. An der Obensburg wird die erste kleinere Rast gemacht. Danach geht es abwärts, vorbei am Flugfeld in Bisperode rüber zum Hasselberg. Der Weg hinauf ist nicht steil aber sehr weich und das erste, leise Fluchen ist zu hören. So manches Gramm an Winterspeck drückt hier noch die Stollen in den weichen Waldboden. Der Trail über den Höhenzug ist wunderschön aber nur im Winter bzw. zeitigem Frühjahr zu empfehlen. Ansonsten wird es wohl ein leidiger Kampf mit den Brombeeren. Heute haben wir jedenfalls sämtliches Dornengestrüpp plattgefahren; zum Glück ohne Platten.

Die Fahrt zum Lauensteiner Pass im Ith erfolgt über die Straße. Ab dem Lauensteiner Pass geht es weiter auf guten Forstwegen unterhalb des Ithkammes nach Norden mit kurzer Abfahrt zu den 14 Eichen. Christian sammelt wieder unschöne Überbleibsel der Zivilisation ein. Als wir ihn dann auch die riesige Plastikplane in einer Baumkrone hinweisen, muss er leider kapitulieren. Die nächsten Kilometer sind von einem stetigen Auf und Ab auf mehr oder weniger schmalen Wegen entlang des Waldrandes geprägt. Immer wieder gibt es schöne Ausblicke auf Kanstein, Külf und Osterwald. Die Zwischenanstiege sind zwar kurz aber heftig. Ziel ist der Ithkopfpark am Felsenkeller.

Kür

Einige haben noch nicht genug und nehmen die Trails des kleinen Bike-Parcours unter die Stollen. Anschließend treffen wir uns alle an der kleinen Schutzhütte oberhalb des Parcours und genießen die Frühlingssonne und das schöne Panorama auf unser Bikerevier mit Schecken, Klüth, Schweineberg, Süntel und Deister. Die Gedanken kreisen um Schmetterlinge und venezianische Prostituierte.

Epilog

Die letzten Kilometer zurück zum Ausgangspunkt sind ein gemütliches Ausrollen auf gut befestigten Wirtschaftswegen entlang der Remte. Markus und Andre fahren wieder zum Startpunkt des Prologs zurück. Mit Kaffee, Kuchen, Brötchen und natürlich dem obligatorische Weizenbier beenden wir eine schöne Tour bei perfektem Frühlingswetter.

Je nach Start- und Zielpunkt waren es zwischen 37km mit rund 750hm und 50 km mit knapp 900 hm.

Übrigens: Fritz sollte auch einen Punkt für diese Tour bekommen. Er hatte die kurzfristige Änderung des Startpunktes nicht mitbekommen und war Punkt 12.00 Uhr in Hameln. Er hat dann eine Singlerunde auf Singletrails gedreht.

Olaf










Fotos: Olaf und André

Opatour im Osterwald




SüntelBikerSamstag. Verlockende Angebote lagen aus Österreich vor, allerdings ist Sonnenscheinbiken im Schnee ja nun nichts was wirklich lockt. Nein, norddeutsches Reizklima mit frisch eingewässertem Waldboden übt natürlich eine viel höhere Anziehungskraft auf den ordentlichen SüntelBiker aus. Ausserdem lockte Antjes Mohnkuchen und ein wönzöger Schlöck von Pedros Hinterlassenschaft, einem leckeren Portwein. Und so starteten pünktlich um 13h vier unerschrockene Biker in Mehle: Moni, Jens, Markus und Michael.

Sportlich kurbelten wir die Bergstraße hoch um die ersten aufgeweichten Waldwege zu erreichen. Nach einer kleinen Bachquerung sollte eigentlich der erste feine Trail Spaß bereiten, allerdings hatten eifrige Forstarbeiter mit großen Maschinen den Pfad ziemlich durchgepflügt. Schlamm, Äste, Matsch und Modder bremsten unseren Vorwärtsdrang, und teilweise mussten wir durchs Unterholz schieben, da selbst mit dem Fatbike kein Fahren möglich war. Auch die nächsten Trails waren in der letzten Woche verwüstet worden, so dass wir die geplante Route verliessen und Richtung Osterwald kurbelten. Der nächste Weg war auch wieder durchgepflügt, so dass wir durch eine kleine Schlucht rollten und dann über eine Forstautobahn den Fast erklommen. Das letzte Stück konnte Markus mit dem Fatbike punkten, denn es wurde - was für eine Überraschung- noch etwas matschiger und man brauchte Traktion. In Wasserlochdurchfahrten wurden die Räder vor dem Fast noch einmal gespült, und auf 419,2 Meter über NN wurden die Brötchen ausgepackt.

Vorbei am Avold Steinbruch ging es Richtung Barenburg Trail, der zum Glück gut fahrbar war. Trocken, nicht durchgepflügt, schön dass es so was auch mal gab. Vorbei am Waldkater rollten wir zum Einstieg in die Olegge, von Stephan in grauer Vorzeit Colaberg genannt. Hier verabschiedete sich Jens, um pünktlich zu einer Feier in Hameln zu sein. Die übrigen Drei machten sich nun an die Olegge um noch einmal richtig warm zu werden. Allerdings stellte sich nach den ersten 80 Höhenmetern heraus, dass auch hier Forstmaschinen gewütet hatten, die Wege waren nur umgepflügter Matsch. Nach dem matschigen Aufstieg an der Südseite war die Motivation angesichts dieser Pampe schlagartig verflogen, und wir entschieden uns zum Umkehren.

Durch den Wörn ging es relativ zügig nach Mehle zurück, wo wir Jens sogar noch abfahren sahen. Damit war es eigentlich eine echte Opatour, 23 km mit 630 Höhenmetern, die allerdings durch den Schlamm deutlich anstrengender war als es die reinen Zahlen vermuten lassen. Nun konnte Moni noch etwas mit der Hauskatze kuscheln und jeder konnte einen wönzögen Schlöck Portwein kosten.

Michael


















Kalte Runde durch den Süntel

Am 11.2 stand keine große Tour an. Die sich abzeichnende Teilnehmerzahl war auch überschaubar. Und Markus‘ Vorschlag eine Runde durch den Süntel angenommen; Olaf und ich sind aus Haddessen gestartet, um uns um 12.00 Uhr mit Markus an den Böttgersteinen zu treffen. Wir waren ein bisschen spät... und so erreichte uns Dieter auch noch am Treffpunkt. Von dort ging es über den Kammweg zum Hohenstein. Schneebedeckte Eisflächen, Schneegriesel... alles in allem gut fahrbar. Nach kurzer Riegelpause sind wir in Richtung Blutbachquelle geknattert. Trotz kurzer Diskussion haben wir den Markustrail genommen und ... es nicht bereut. Super fahrbar... ein trockener und knuspriger Trail. Wenn es wärmer wird kommt die Matschphase und danach das Urwaldartige Grüngewucher... von der Blutbachquelle ging es wieder zurück Richtung Turm, da wir dort einkehren wollten. An der Kreuzung oberhalb der Böttgersteine habe ich mich dann verabschiedet, wegen Frostgefahr und weil ich bis zum abendlichen Tanzevent wieder auftauen wollte. Markus und Olaf wollten auf alle Fälle noch einkehren... Dieter wollte noch überzeugt werden. Die Rücktour haben die beiden dann via Steinweg gemacht und Bodenproben genommen.






Leider geil!



Kaiserwetter, Schnee satt und ein zugefrorener Süntelsee: wer kann dazu schon Nein sagen ? André, Dieter, Marco und Markus jedenfalls nicht, auf gut gespurten Wegen rollten wir zunächst zum Süntelsee. Während die einen am Ufer des mit einer dicken Eisschicht bedeckten Sees noch darüber diskutierten, ob DLRG oder Feuerwehr zuständig für die Rettung von im Eis eingebrochenen Personen wären, fuhr Marco schonmal auf dem Hinterrad über das Eis.

Nach ein paar gemeinsamen Runden ging es weiter zum Kammweg, schmale Fahrspuren mit stufenartigen Absätzen in Schrittweite forderten alle Kraft und Konzentration. Schieben musste aber keiner. Die weitere Route zum Dachtelfeld ließ sich auf planierten Wegen problemlos fahren, erst auf dem Weg zur schönen Aussicht und zur Blutbachquelle wurde es wieder etwas anstrengender. Es folgte eine lockere Runde um den Parkplatz am Forsthaus Langenfeld, bevor wir über Dachtelfeld, Jägerpfad und unteren Kammweg – hier konnten wir auf den allseits beliebten Treckerspuren normgerechte hardcore Vibrationstest an unseren Bikes durchführen - Richtung Böttgerstein fuhren.

Gerade wollten wir wieder etwas Fahrt aufnehmen, als Dieter, zwar wachgerüttelt, aber scheinbar noch nicht komplett Herr über seine Sinne, mit einem sehenswerten Flachköpper mit halber Schraube in den Graben abtauchte. Eiskalt erfrischt mussten wir nun nur noch die Eule umkurven und die letzten hm zum Turm erklimmen. Nach einer ausgedehnten Pause im rappelvollem Gastraum rollten wir Licht der untergehenden Sonne über den Steinweg zum Böttgerstein, wo sich unsere Wege trennten. Am Ende des Tages hatte ich 40km auf dem Tacho, die Tour wird also etwas über 30km lang gewesen sein.

Materialmäßig habe ich übrigens grandios verzockt, die schmalen 26“-Spikes brachten mir nur auf etwa 0,05% der Strecke einen Vorteil. Bestenfalls Gleichstand herrschte auf den festgefahrenen Schneedecken, ansonsten sind die Dackelschneider im weichen Schnee eingesunken wie in Buttercreme. Kein Vergleich zu den Bedingungen am Tag zuvor. Und dann noch drei Mitbiker am Start, die ständig und gnadenlos am Kabel gezogen haben. Eine harte Trainingseinheit im Rahmen einer SüntelBikerTour – das ich das nochmal erleben durfte ! ;-))
Markus (28.01.16)




Fotos: André

Friedrichs....-Tour



'Hier ist doch kein Schnee, der Süntel liegt voll davon', war die Aussage eines Bikers. Nachdem ich aufgegeben habe mein hinteren Spritzschutz zu suchen und der letzte Biker anrollte, konnte es endlich losgehen. Fast pünktlich, nach Ertönen des Samstags- Feuerwehr-Probealarms sind André, Andreas, Hellward, Markus, Michael S., Olaf und Yellow zur ersten Tour des Jahres 2017 in die Wälder um Hemeringen aufgebrochen.

Hellward, der mit Bike von Hameln anreiste und trotz starken Gegenwindes nicht das E-Bike genommen hatte, brauchte erst einmal eine kleine Pause zum durchatmen. Also ging es erst einmal ganz locker in Richtung Pessinghausen um dann in den leicht ansteigenden Forstweg zum Frühstücksplatz . Weiter ging es durch eine wieder gut zu befahrende Rücke-Gasse bis zum Höhenweg. Flowig ging es zum furten des Hemeringer Bachlaufs, wo unser Starfotograf Andreas schon in Stellung war um das Foto des Monats zu schießen. 'Hier ist doch gar nicht so viel Schnee, wie im Süntel', murmelte es wieder in der Gruppe.

Nun ja, mit jedem Höhenmeter mehr wuchs die Schneedecke doch noch bis auf 20 - 25 cm an. Die Fatbiker, Markus und ich, spurten für unsere schmal bereiften Jungs Fahrrillen in den Schnee, was sich dann doch als sehr mühselig erwies. Auf der Nordseite des Hasselbergs schnitten wir uns weiter durch den tiefen Schnee zur Raketenbasis von dort schlitterten wir in Richtung Forsthaus, wo ich erstmal den Abflug hinlegte, der leider nicht in Film oder Foto festgehalten werden konnte.

Vom Forsthaus wollte ich eigentlich über die Rodelbahn nach Friedrichshagen, habe aber wohl den Abzweig verpasst. Also machten wir einen kleinen Umweg zum Grillplatz. Als sich ein kleiner Blizzard annäherte, schossen wir noch schnell ein Gruppenfoto und rollerten nun endlich zum Kaffee, Kuchen und Weißbier.

Alles in allem war’s eine sehr schöne Schnee-Tour, ohne technische Erfassung der Hm/Km, aber gefühlt würde ich sagen 550 Hm u. 18 Km. André 14.01.2017