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Touren 2017 - II




Basberg-Schweineberg-Süntel-Franzosenkopf-Wehl
20-05-2017

Zuerst die herausragenden Eckdaten: 37km, 800 Hm!

Mit einer Minimalbesetzung von vier unerschrockenen Recken (Olaf, Michael, André und Andreas), also einer kleinen, feinen Männerrunde, machten wir den Norden Hamelns unsicher. Zum Aufwärmen gab es kleine knackige, teils schlammige Trails, ausgesucht von unserem Edel-Guide Olaf, kreuz und quer über seinen Hausberg Basberg. Wir genossen zum Schluss dieser Etappe den schönen Downhill über die Holzbrücke zur Heisenküche.

Von nun an lockte der Schweineberg mit seiner Auffahrt über die Forststraße, dem Kammweg und dann mit der, schon lange nicht mehr gefahrenen(warum eigentlich?), Waldabfahrt nach Unsen. Alles verlief nach Plan, die Geschwindigkeit war hoch, sodass der Autor dieser Zeilen schon mal Schwierigkeiten hatte das Tempo zu halten, wenn vorne die Cracks in die Pedale traten: Moni du hast mir doch gefehlt! Andererseits war es stiller als sonst, da Moni nicht dabei war, man konnte sogar die Vögel zwitschern hören ... für war Michael gesprächig wie nie!

Es folgte die dritte Etappe, unser namensgebender Süntel! Die klassische Route am Walrand Richtung Osten wurde unter die Räder genommen und erst bei der Wassertretstelle, nach dem Wurzeltrail durchgeschüttelt, angehalten, um eine wohlverdiente Pause abzuhalten. Irgendwelche mysteriöse Umwege und sinnlose Runden im Nirgendwo wurden verworfen, um dann schnellstmöglich (auf dem steilsten Betonplatten-Weg im Süntel - allein beim Gedanken daran bricht mir wieder der Schweiß aus…) über die Radarstation den Süntelturm zu gewinnen. Dort wartete schon auf das österreichische Süßmäulchen der wohlverdiente Rhabarber-Kuchen und Almdudler, auf Olaf der Süntelbiker-Teller Dieser brachte ihn an die Grenzen der Dehnbarkeit seines Magens, was dazu führte, dass er im weiteren Verlauf des Tages nur noch Rohkost und Flüssiges zu sich nehmen konnte.

Nach dem Abfeiern auf dem Süntelturm ging es bergab auf feuchten Felsen hinunter nach Welliehausen und in weiterer Folge am Waldrand entlang bis Pötzen. Die Überquerung der Landesstraße gestaltete sich schwierig, da die Bauarbeiter eifrig darüber wachten, dass niemand ihren noch feuchtwarmen, frisch aufgetragenen Asphalt kaputt macht. Zu gerne hätten wir unsere Stollenreifen dort bei Möbel Franz im Asphalt verewigt, um unseren Enkeln noch zeigen zu können: 'Guck mal, was war der Opa damals für ein Kerl!' So mussten wir aber vernünftigerweise uns über die Böschung an der Baustelle vorbeischleichen.

Über den Franzosenkopf und die schnelle Abfahrt zum Friedhof Wehl näherten wir uns einem weiteren Höhepunkt der Tour: Sibylle hatte extra für uns noch einen Erdbeerkuchen gemacht. Wir huldigten der Kuchenbäckerin, indem wir ordentlich zulangten. Trotz viel Sekt und Bier gelang uns ein würdevoller Ausklang dieser kleinen aber feinen Süntelbikerrunde! Andreas

Bückeberge, 06.05.17



Am 06.05. waren Dirk und Markus in den Bückebergen unterwegs.

HOHE ASCH / 22.04.17



Am ersten Startpunkt Unter den Wisselbäumen haben sich neben dem Guide noch Michael S. und Fritz S. eingefunden. Pünktlich um 10.30 Uhr ging es dann durch den dichten Kleinstadt-Dschungel von Hameln Richtung Felsenkellerweg. Unterwegs wurden bei einer Bäckerei noch die Vorräte aufgefüllt, wir wollten ja auf alles vorbereitet sein. Das erste Gruppenfoto in voller Fahrt wurde leider nichts, wir waren schlicht zu langsam. Dafür wurde Simones schnelle Anfahrt zum zweiten Startpunkt mit freundlicher Unterstützung des Landratsamtes amtlich dokumentiert. Eine weitgehend pünktliche Abfahrt am Felsenkellerweg um 10.50 Uhr mit nunmehr fünf Bikern (Yellow und Moni) war somit gesichert. Zuerst ging es den grünen Weg hinauf Richtung Finkenborn und weiter zur Riepenschutzhütte. Dort haben wir Becky getroffen; nach kurzem Tratsch über Totenköpfe und E-Bikes mahnte der Guide zum Aufbruch, wir mussten ja noch unseren 6. Biker am 3. Startpunkt abholen. Und der Tourenplaner hatte noch einen fiesen Schlammweg für uns bereit. Die Stimmung sank, aber nicht so tief wie Michaels Fuß. Dieser versank in einem Schlammloch, ein vollständiges Versinken des Bikers konnte aber gerade noch abgewendet werden.

Auf dem weiteren Weg Richtung Dehmkerbrock plagte uns dann nur noch der schneidend kalte Wind von vorne (von wo denn sonst). Der Guide versuchte mühsam mit elektronischen Mitteln den Standpunkt von Andre zu ermitteln. Doch der Wind stand günstig und so konnten die geübten Nasen der Süntelbiker ihren Herdenzuwachs viel schneller orten und alsbald dann auch sehen. Intuitive Handzeichen signalisierten die Freude über die Begegnung in der kalten und windigen Tundra um 12.15 Uhr. Vorbei an der Schrappmühle (der Wirt rief uns noch 'Bratwurst' zu, aber wir wären nur bei 'Süntelbiker-Teller' oder 'Ramazotti' schwach geworden) ging es nach Egge und weiter nach Schönhagen. Den Einstieg zum Trail 'Bambis Ruh' konnte der Guide leider nicht finden und Experimente waren aufgrund der inzwischen doch sehr herbstlichen Temperaturen mit drohendem Regen nicht angebracht. Und tatsächlich mussten wir kurze Zeit später unter einem größeren Busch Schutz vor Regen und kräftigem Wind suchen. Zur Stimmungsaufhellung wurden die Reste des Osterfestes gereicht. Dann folgte der steile Anstieg auf Asphalt zur Hohen Asch. Die Quartiermeisterin Moni fand ein unverschlossenes Tor zur dortigen Grillhütte und wir konnten wind- und regengeschützt pausieren.

Nach der Pause gab es eine kurze Aufwärmrunde über den Berg. Im Westen zeigten sich dicke, dunkle Regenwolken und wir überlegten kurz, ob wir uns wieder unterstellen sollten. Wir überlegten aber wirklich nur kurz, denn es ging wieder bergab und die folgende Downhill-Passage trug auf den letzten Metern den lyrischen Namen Schnattergang. In Reine passierten wir wieder die Grenze nach Niedersachsen und folgtem dem Höhenzug Richtung Osten. Mit einem lauten Krachen wurde aber die Weiterfahrt des Guide erst einmal gestoppt. Ein dicker Ast hatte sich im Hinterrad verfangen und das Schaltwerk in die Speichen gedrückt. Dank fachmännischer Arbeit unseres Weichenexperten konnte das Schaltwerk wieder in eine fahrbare Position gebracht werden, auf die ersten drei leichteren Gänge musste fortan verzichtet werden. Den Trail oberhalb von Aerzen konnten wir wieder in der Sonne zurücklegen und beschlossen spontan, dem Biergarten an der Waldquelle einen Besuch abzustatten. Bei Hefeweizen, Kaffee und der inzwischen unvermeidlichen Runde Ramazotti wurde das Abendprogramm der Biker geplant und diskutiert und darauf abgestimmte Taktiken für die restliche Wegstrecke erörtert.

Die restlichen Kilometer nach Hameln waren dann ohne besondere Vorkommnisse. Kurz vor 18.00 Uhr waren wir wieder am Felsenkellerweg.

Je nach Start- und Endpunkt hatten wir zwischen 50 km und 85 km und 1.000 hm und 1250 hm auf der Uhr.
Olaf




Vogler: Brain & Bike


Einmal im Jahr Vogler ist Pflicht, vor allem seit sich das Aprés Biken im Grohnder Fährhaus anbietet, aber dazu später.

Die Voglertour bietet Langfahrern und solchen, die entspannt einradeln und hinterher ausrollen wollen, eine tolle Gelegenheit von Hameln bis Bodenwerder und zurück ohne allzu viele Höhenmeter.

Anmeldungen gab es von Olaf ( meinem Guide-Meister) Andreas, Yellow und Michael S.

Die 'Alterssparte' beschloss von Hameln bis Bodenwerder einzurollen. Olaf wollte sich uns anschließen. Also, Start um 10.00 Uhr bei Yellow. Nieselregen und Wasserempfindlichkeiten sorgten (vorerst) für die Absage meines 'Guide-Meisters'. Also, Telefonat mit Yellow, wie die Lage in Hameln aussähe. 'Ich mache mich fertig, trinke gerade Kaffee, lese Zeitung... Regen, welche Regen' war seine Antwort. Da es in Haddessen nieselte und der Himmel Tristesse den ganzen Tag versprach, einigten wir uns darauf, mit dem Auto bis Grohnde vorzurücken und von dort bis zum Start A einzurollen. Olaf schloss sich uns dann an. Um das verkürzte und anspruchslose Einrollen zu pimpen, habe ich meine Mitfahrer mit Brain-Teasern gequält. Biken und anspruchsvolle Aufgaben lösen, wie diese hier: Ein Raum, drei Schalter, ein weiterer Raum mit drei Glühlampen. Welcher Schalter ist für welche Glühlampe? Die Räume haben keinen Sichtkontakt und Du darfst den Raum mit den Glühlampen nur einmal betreten, um zu prüfen, welcher Schalter, welche Glühlampe steuert. Für alle, die nicht dabei waren – die Lösung gibt es auf der nächsten Biketour. -:)

Am Start A trafen wir dann auf Michael und konnten auch noch Jens und Fritz begrüßen.

Wir sind dann locker Richtung Buchhagen eingerollt, an der Lenne entlang ging es dann weiter Richtung Kirchbrak, Osterbrak und Oelkassen. Wir haben den Ort durchquert und uns am Einstieg in den Streitberg entschieden, dieses Mal die dort ausgewiesene Mountainbikestrecke herauf zu fahren... und haben es nicht bereut... Weiter ging es zum Ebersnackenturm. Der finale Anstieg war in diesem Jahr relativ trocken und liess sich gut fahren. Der Ausblick vom Turm war gut. Auf dem Kammweg ging es dann wellig in Richtung Königszinne. Zwischendurch gab es morastige Löcher und Anstiege. Auf der Zinne haben wir nur einen kurzen Stop gemacht. Das Foto hatten wir ja schon auf der kleinen Lenne-Brücke und am Ebersnackenturm gemacht. Abfahrt zum Parkplatz war wie immer toll.

Alles in allem war es eine trockene Tour. Das Wetter wurde zum Nachmittag immer milder, kein Regen und auch der Vogler relativ trocken. Leider steckte die Vegetation noch in den Startlöchern... der von mir geliebte gelbe Ginster hielt sich noch bedeckt.

Zum Abschluss kamen noch Kathrin und Barbara hinzu und wir haben noch bis weit nach 19.00 Uhr mit Decken und unter Heizstrahlern gegessen. Mit Ramazotti wurde dem Muskelkater vorgebeugt. Fritz ist dann noch mit dem Rad nach Hause, wir anderen haben uns in die Autos gequält. Mit müdem Geist und Körper. Moni / 08.04.17

Klüt und Riepen / 25.03.2017



Immer wenn keine 'große' Tour ansteht und wir nicht wissen, wo wir fahren sollen, kommt uns der Klüt in den Sinn. Zu Unrecht, wie ich finde, denn Klüt und Riepen bieten so viel Abwechslung auf herausfordernden Trails, dass dieses Revier sich nicht verstecken muss. Es gibt dann zwar immer wieder eine TNin, die sich beschwert, dass es zu schnell geht, zu viel rauf und runter in kurzer Zeit und dass es ihr zu anstrengend sei. Mitgefahren ist sie aber immer; einen Wertungspunkt verlieren will sie dann auch nicht.

Das Starterfeld ist wie immer bunt gemischt, auch die Altersstruktur senkte sich erfreulich durch die erstmalige Teilnahme von Christians Sohn Laurin. Mit dabei waren auch das berühmte Rotwild-Team mit den Werksfahrern Olaf und Andreas, Markus, Andre, Moni, Fiddy, Marco, Jens und natürlich Vater Christian. (was fahren die denn eigentlich für Fahrräder? :P )

Wir trafen uns in der Wettorstraße in Hameln, mit Andre, Jens und Markus an der Klütstraße und bezwangen auf Asphalt die ersten Höhenmeter, um uns dann auf die Trails zum Hochzeitswald-/McDonalds-Weg zu begeben. Spätestens am Beginn des steil bergauf führenden Trails hörten wir schon die ersten Klagen über zu schnelles Fahren und den brutalen Antritt bergauf. Nichtsdestotrotz bewältigten natürlich alle diese erste Etappe. Dann rollten wir gemütlich über flache Waldwege, trotzten trickreich feuchten Passagen und bezwangen die Waldwege und die Bachüberquerung Richtung Bannensiek. Wir fuhren über die Forstwege an den südlichen Waldrand, um Richtung Aerzen und Großberkel zu schauen. Die Aussicht war da aber nebensächlich, denn wir freuten uns auf den schönen Cruiser-Weg im Wald, den wir hin und zurück fuhren, um dann die Riepenburg zu gewinnen. Von dort aus, auf altbewährtem Weg ging es dann Richtung Riepenschutzhütte. Moni war voraus, trotz ihres Klüt/Riepen-Traumas und wurde vom folgenden Peleton an einer Kreuzung ausgetrickst, auf die hinteren Plätze verwiesen. Am schönen Rastplatz Riepenschutzhütte waren alle Gemeinheiten vergessen, man saß schön in der Sonne und hatte einen tollen Blick in die ergrünende Frühlings-Landschaft

Die Tour folgte weiter den bekannten Wegen, den schönen Waldtrail hinunter, den Querweg zu den Riepenteichen, den Wangelist-Trail entlang der Straße runter und nach einem Abstecher zur berühmt-berüchtigten Kompression mussten wir leider feststellen, dass das E-Bike von xxx den außerordentlichen Belastungen einer Süntelbiker-Tour nicht standhielt. So mussten Vater und Sohn zu Fuß von dannen ziehen. Die Reduzierung der 10 kleinen Negerlein spukte uns im Kopf herum, während es auf dem roten Weg wieder hinauf auf den Klüt ging, am Finkenborn – 'da kehren wir nie wieder ein' –Restaurant vorbei zum Klütturm mit der schönen Aussicht auf Hameln, diesmal verstellt von einer Horde an Fußgängern. Es lockte die Abfahrt durch die 'Schlucht' und wohl auch das Apres-Biken in der Wettortsraße. Die Schlucht wurde bewältigt, an Jansens-Park vorbei, die Klütstraße gewonnen und die letzten Meter zur Wettorstraße zurückgelegt. Zum Schluß hatte Moni recht gehabt: wir waren doch schnell unterwegs: ein 14er-Schnitt , 32 km und 700 Höhenmeter standen zu Buche!

So konnten wir beruhigt körperlichen Genüssen frönen und den Süntelbikersamstag, außerordentlich verwöhnt von Sibylle, stilvoll ausklingen lassen.   Andreas T.