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06. März

1788: Ein Teil der First Fleet mit britischen Strafgefangenen erreicht die australische Norfolkinsel und gründet dort eine Siedlung.

1834: Das bisherige York, Hauptstadt der britischen Provinz Oberkanada an der Nordküste des Ontariosees, wird in Toronto umbenannt.

1869: Dmitri Mendelejew stellt sein Periodensystem der Elemente unter dem Titel 'Die Abhängigkeit der chemischen Eigenschaften der Elemente vom Atomgewicht' vor. Damit kann er auch Eigenschaften von bis dahin unbekannten Elementen vorhersagen.

1912: Die im Friedensvertrag von 1904 festgelegte Eisenbahnverbindung zwischen Arica in Chile und der bolivianischen Hauptstadt La Paz wird eröffnet. Bolivien, das durch den verlorenen Salpeterkrieg zu einem Binnenland geworden ist, erhält von Chile das Recht auf zollfreien Warentransit und Freihafenrechte in Arica und damit faktisch wieder einen Meerzugang.

1954: Der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer besucht erstmals die USA, einen wichtigen Verbündeten in der Zeit des Kalten Kriegs.

1981: Marianne Bachmeier erschießt im Gerichtssaal des Lübecker Gerichtshauses Klaus Grabowski, den mutmaßlichen Mörder ihrer Tochter Anna, auf der Anklagebank.

1983: Die Grünen überwinden bei den Wahlen zum Deutschen Bundestag mit 5,6 % zum ersten Mal die Fünf-Prozent-Hürde. Die CDU unter dem frisch gekürten Bundeskanzler Helmut Kohl gewinnt Stimmen und Mandate.

1987: Das britische Fährschiff Herald of Free Enterprise kentert vor dem Hafen von Zeebrugge, wobei 193 Menschen sterben.
Geburtstage:
  • Jakob Fugger (1459-1525), deutscher Kaufmann, Montanunternehmer und Bankier
  • Cyrano de Bergerac (1619-1655), französischer Schriftsteller
  • Friedrich von Bodelschwingh (1831-1910), deutscher evangelischer Theologe
  • Jürgen von Manger (1923-1994), deutscher Schauspieler, literarischer Kabarettist und Komiker
  • Adam Osborne (1939-2003), Computerpionier (siehe unten)
  • Dick Fosbury (*1947), US-amerikanischer Leichtathlet

Spruch des Tages:
Glück ist der Stuhl, der plötzlich dasteht, wenn man sich zwischen zwei andere setzten wollte.
George Bernhard Shaw

S P O R T
1902: Mit dem Eintrag ins Vereinsregister wird der seit 1897 bestehende Fußballklub Real Madrid offiziell gegründet.
1976: Der Österreicher Anton Innauer bekommt in Oberstdorf als erster Skispringer fünf mal die Bestnote 20 für einen Sprung.

Zahlen, Fakten, Links
21 % der Deutschen lassen ihren Hund oder ihre Katze im eigenen Bett schlafen.

Person des Tages
Jakob Fugger 'von der Lilie' (auch genannt Jakob Fugger 'der Reiche' oder seltener 'Jakob II. Fugger'; * 6. März 1459 in Augsburg; † 30. Dezember 1525 ebenda) war zwischen etwa 1495 und 1525 der bedeutendste Kaufherr, Montanunternehmer und Bankier Europas. Er entstammte der Augsburger Handelsfamilie Fugger. Die Familienfirma baute er innerhalb weniger Jahrzehnte zu einem europaweit tätigen Unternehmen aus.

Seine Ausbildung hatte er bereits als 14-Jähriger in Venedig begonnen, wo er sich wohl bis gegen 1487 überwiegend aufhielt. Jakob Fugger war zugleich Kleriker und besaß eine Pfründe, hat jedoch nie in einem Kloster gelebt. Die Grundlage des Familienvermögens wurde vorwiegend durch den Baumwollhandel mit Italien geschaffen. Die Augsburger Familienfirma wuchs rasch, nachdem die Brüder Ulrich, Georg und Jakob Fugger in Bankgeschäfte mit den Habsburgern und der Kurie, parallel dazu zunächst in die Montanwirtschaft in Tirol und ab 1493 in den Abbau von Silber und Kupfer im heutigen Tschechien und der Slowakei einstiegen. Ab 1525 besaß die Fuggerfirma Rechte zum Abbau von Quecksilber und Zinnober in Almadén (Kastilien).

Nach 1487 bestimmte de facto Jakob Fugger die Geschäftspolitik der Firma, die sich in etwas mehr als einem Jahrzehnt 'von einem konventionellen Handelsunternehmen mittlererer Reichweite zu einem europaweit agierenden Konzern mit ausgeprägten Schwerpunkten im Montan- und Banksektor' entwickelte. Die Fuggerfirma nahm zeitweilig eine fast monopolartige Stellung auf dem europäischen Kupfermarkt ein. Kupfer aus Oberungarn (heutige Slowakei) wurde über Antwerpen nach Lissabon und von dort weiter nach Indien verschifft. An der ersten und einzigen Handelsfahrt deutscher Kaufleute nach Indien (1505/06) in einer portugiesischen Flotte war Jakob Fugger ebenso beteiligt wie 1525 an einer frühen, allerdings gescheiterten spanischen Handelsexpedition zu den Molukken.

Mit seiner Unterstützung für das Haus Habsburg beeinflusste der Augsburger Bankier die europäische Politik. Er finanzierte den Aufstieg Kaiser Maximilians I. sowie maßgeblich die Wahl dessen Enkels, des spanischen Königs Karl zum römisch-deutschen König. Jakob Fugger finanzierte auch die Eheschließungen, die in der Folge Böhmen und Ungarn für das Haus Habsburg sicherten. Bleibende Berühmtheit sicherten Jakob Fugger seine Augsburger Stiftungen. Die von ihm gestiftete, von 1509 bis 1512 errichtete und dann prachtvoll ausgestattete Fuggerkapelle in St. Anna ist die Grablege der Brüder Ulrich, Georg und Jakob Fugger und der erste Renaissancebau Deutschlands. Die offiziell 1521 gestiftete Fuggerei, eine Armensiedlung für arbeitswillige Augsburger Handwerker und Tagelöhner, ist heute die älteste erhaltene Sozialsiedlung der Welt.

Der 1515 erbaute Damenhof in den Augsburger Fuggerhäusern ist der erste Profanbau der deutschen Renaissance. Mit dem Kauf der Grafschaft Kirchberg und der Herrschaft Weißenhorn mit der Stadt Weißenhorn sowie der Herrschaften Wullenstetten und Pfaffenhofen südlich von Ulm durch Jakob Fugger im Jahr 1507 begann der Aufstieg der Fugger 'von der Lilie' in den Adel. 1511 wurde der bürgerliche Unternehmer Jakob Fugger aus lehensrechtlichen Gründen in den Adelsstand erhoben. 'Die Erhebung eins Kaufmanns in den Freiherrenstand war ein Vorgang ohne Parallele im Reich'. 1514 machte ihn Kaiser Maximilian I. zum Reichsgrafen. 1508 erwarb Jakob Fugger zudem die Hofmark Schmiechen an der östlichen Lechleite südlich und die Herrschaft Biberbach (Schwaben) mit der Burg Markt im Lechtal nördlich von Augsburg. Jakob Fuggers Vermögen, das für heutige Maßstäbe kaum vorstellbare Dimensionen erreichte, verhalf ihm zu dem Beinamen 'der Reiche'.

Der erste Laptop

Adam Osborne (* 6. März 1939 in Thailand; † 18. März 2003 in Kodaikanal, Indien) war ein amerikanischer Buchautor, Softwareentwickler und Computerdesigner sowie Gründer mehrerer Unternehmen in den USA. 1980 gründete Osborne die Osborne Computer Corporation mit dem Ziel, den ersten tragbaren Computer zu entwickeln.

Im April 1981 stellte Osborne den ersten Laptop Osborne 1, Modell 1, vor. Der Rechner wog 12 kg und kostete bei der Einführung auf dem Markt in den USA 1.795 US-Dollar.

Aufgrund des hohen Gewichts wurde er im Vergleich zu späteren Laptops im Englischen meist als luggable computer, also als schleppbarer Computer (deutsches Wortspiel Schlepptop) bezeichnet. Der Einführungsslogan lautete: 'Unser Computer passt unter jeden Flugzeugsitz.'

Als Betriebssystem für den Rechner wurde CP/M 2.2 verwendet. Im Rechner arbeitete eine Zilog-Z80-CPU mit 4,0 MHz, die auf einen Speicher von 64 KB RAM zugreifen konnte. Zum Lieferumfang gehörte neben dem Betriebssystem CP/M 2.2 auch die Programmiersprache MBASIC. In dem zusammenklappbaren Computer waren eine Tastatur mit 69 Tasten (heutige Tastaturen haben etwa 100) und ein Bildschirm mit 5 Zoll Diagonale integriert, der 24 Zeilen à 52 Zeichen darstellen konnte.

Während die Osborne Computer Corporation bereits 1983 in Konkurs ging, ging sie über den nach ihr benannten Osborne-Effekt in die Wirtschaftsgeschichte ein: Als Grund für den Konkurs wurde nämlich eine zu frühe Ankündigung von Nachfolgemodellen für den Osborne 1 ausgemacht. Diese Ankündigung ließ den Verkauf der aktuellen Modelle stark zurückgehen. In der Erwartung auf den nächsten, besseren Osborne sank das Interesse an dem aktuellen Osborne 1. Angeblich stand dem Unternehmen dadurch weniger Kapital zur Verfügung, um die Entwicklung des Osborne 2 zum Abschluss zu bringen. So musste es am 13. September 1983 Konkurs anmelden. Neuere Quellen sagen, dass für den Untergang des Unternehmens jedoch Fehlmanagement verantwortlich war.


Ist die Hölle exotherm oder endotherm?

Im Folgenden eine wirklich gestellte Frage im Abschlusstest Chemie der Universität Maynooth (Grafschaft Kildare, Irland). Die Antwort eines Studenten war so tiefschürfend, dass der Professor sie seinen Kollegen nicht vorenthalten wollte und über das Internet verbreitete, weshalb wir uns nun ebenfalls darüber amüsieren dürfen.

Bonusfrage: Ist die Hölle exotherm (gibt Wärme ab) oder endotherm (absorbiert Wärme)?

Die meisten Studenten mutmaßten mit Hilfe von Boyles Gesetz, dass sich Gas beim Ausdehnen abkühlt und die Temperatur bei Druck steigt oder etwas in der Art. Ein Student allerdings schrieb Folgendes:

Zuerst müssen wir herausfinden, wie sehr sich die Masse der Hölle über die Zeit verändert. Dazu benötigt man die Zahl der Seelen, die in die Hölle wandern, und die Zahl jener Seelen, die die Hölle verlassen. Ich bin der Meinung, dass man mit einiger Sicherheit annehmen darf, dass Seelen, die einmal in der Hölle sind, selbige nicht mehr verlassen. Deswegen ist der Rückschluss zulässig: keine Seele verlässt die Hölle.

Bezüglich der Frage, wie viele Seelen in die Hölle wandern, können uns die Ansichten der vielen Religionen Aufschluss geben, die in der heutigen Zeit existieren. Bei den meisten dieser Religionen wird festzustellen sein, dass man in die Hölle wandert, wenn man ihrer Religion nicht angehört. Da es mehr als nur eines dieser Glaubensbekenntnisse gibt und weil man nicht mehr als einer Religion angehören kann, kann man davon ausgehen, dass alle Seelen in die Hölle wandern. Angesichts der bestehenden Geburts- und Todesraten ist zu erwarten, dass die Zahl der Seelen in der Hölle exponentiell wachsen wird. Betrachten wir nun die Frage des sich ändernden Umfangs der Hölle.

Da laut Boyles Gesetz sich der Rauminhalt der Hölle proportional zum Wachsen der Seelenanzahl ausdehnen muss, damit Temperatur und Druck in der Hölle konstant bleiben, haben wir zwei Möglichkeiten:

1. Sollte sich die Hölle langsamer ausdehnen als die Menge hinzukommender Seelen, wird die Temperatur und der Druck in der Hölle so lange steigen bis die ganze Hölle auseinanderbricht.

2. Sollte sich die Hölle schneller ausdehnen als die Menge hinzukommender Seelen, dann werden Temperatur und Druck fallen, bis die Hölle zufriert.

Welche der Möglichkeiten ist nun die Lösung?

Wenn wir die Prophezeiung meiner Kommilitonin Sandra aus dem ersten Studienjahr mit einbeziehen, nämlich, dass eher die Hölle zufriere, bevor sie mit mir schlafe, sowie die Tatsache, dass ich gestern mit ihr geschlafen habe, kommt nur Möglichkeit zwei in Frage.

Deshalb bin ich überzeugt, dass die Hölle endotherm ist und bereits zugefroren sein muss. Aus der These, wonach die Hölle zugefroren ist, folgt, dass keine weiteren Seelen dort aufgenommen werden können, weil sie erloschen ist. Womit nur noch der Himmel übrig bleibt, was die Existenz eines göttlichen Wesens beweist und was wiederum erklärt, warum Sandra gestern Abend die ganze Zeit “Oh mein Gott!” geschrien hat.

Dieser Student erhielt als einziger eine Eins.

Anmerkung: Da diese Geschichte in zahlreichen veränderten Versionen im Netz steht, gehe ich mal nicht davon aus, dass sie wahr ist.

Rätsel / Denksport

Valkos lustiges Silbenrätsel

In dieser Aufgabe müssen aus Silben Wörter gebildet werden, deren Bedeutungen doppelsinnig sind. Ordnen Sie die Silben den Aufgaben zu. Die Anfangsbuchstaben ergeben nacheinander das Lösungswort.
  • Erörterung über Schubfächer
  • Gemäß dem Redner
  • Wo findet man oft Wetterfahnen?
  • Zu Späßen aufgelegter Spreeathener
  • Durch den Bruder von Pollux betriebene fischölartige Körperertüchtigung
  • Reisezeitpunkt für Baldachine
  • Frostiges Dasein
auf - be - ben - ber - cas - cher - eis - fach - fahrts - him - laut - le - li - mel - men - ner - port - ra - scherz - spre - tag - tor - trans - tung - tür




Stellen Sie sich vor, dass Sie in das obere Kästchen eine beliebige Zahl eintragen. Im unteren Kästchen wird die Häufigkeit der benutzten Ziffern erfasst. Es gibt eine zehnstellige Zahl, die dafür sorgt, dass beide Kästchenreihen identisch sind. Wie lautet die Zahl?


Die Lösungen der Aufgaben vom 05.03. lauten KOSINUS und eUROPA. Die Lösung für das Tastatur-Rätsel lautet WILDSCHUETZ!