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08. März

1904: Über einen Teil des Großen Salzsees hinweg wird eine Eisenbahnstrecke eröffnet, deren auf Bohlen ruhender Bahndamm mit 12 Meilen (etwa 19 km) Länge weltweit kein Beispiel hat.

1910: In Frankreich wird Raymonde de Laroche als weltweit erster Frau ein Flugzeugführerpatent ausgestellt, nachdem sie die Pilotenprüfung des Aéro Club de France bestanden hat.

1921: Französische Truppen besetzen die Städte Duisburg und Düsseldorf als Pfand zur Sicherung der Reparationszahlungen aus dem Ersten Weltkrieg.

1929: Die ersten Fernsehbilder werden vom Sender Witzleben zu Testzwecken in das Fernsehlaboratorium der Post übertragen.

1965: Mit der Landung der ersten US-amerikanischen Kampftruppen, des United States Marine Corps, treten die USA in den Vietnamkrieg ein.
Geburtstage:
  • Otto Hahn (1879-1968), dt. Chemiker
  • Walter Jens (1923-2013), dt. Schriftsteller
  • Timo Boll (1981), dt. Tischtennisspieler

Spruch des Tages:
Der Mensch ist ein Wesen, das in einer Zelle beginnt und bei vielen auch in einer enden würde, wenn es genügend Gerechtigkeit gäbe...
Sir Peter Ustinov

S P O R T
1971: Der Boxer Joe Frazier verteidigt seinen Weltmeistertitel im Schwergewicht im 'Kampf des Jahrhunderts' zweier ungeschlagener Weltmeister gegen Muhammad Ali im Madison Square Garden, New York City, durch einen Sieg nach Punkten.
2005: Die nur als Ersatz für die erkrankte Martina Glagow zur Weltmeisterschaft in Hochfilzen gefahrene Biathletin Andrea Henkel feiert nach ihrem Olympiasieg von 2002 ihren zweiten großen Sieg und wird Weltmeisterin über die 15-km-Strecke.

Zahlen, Fakten, Links
Jede fünfte Schönheitsoperation wird heutzutage an einem Mann durchgeführt. 1985 war es noch jede zwanzigste.

Person des Tages
Otto Hahn (* 8. März 1879 in Frankfurt am Main; 28. Juli 1968 in Göttingen) war ein deutscher Chemiker, Pionier der Radiochemie, Entdecker zahlreicher Isotope, heute Nuklide genannt (1905-1921), des radioaktiven Rückstoßes (1909), des Protactiniums (1917), der Kernisomerie beim 'Uran Z' (1921) und der Kernspaltung des Urans (1938), wofür ihm 1944 der Nobelpreis für Chemie verliehen wurde. Er gilt allgemein als einer der bedeutendsten Chemiker der Geschichte und insbesondere als 'Vater der Kernchemie' - ein Begriff, der u. a. von Glenn T. Seaborg und amerikanischen Wissenschaftlern geprägt wurde. Von 1928 bis 1946 war Otto Hahn Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts (KWI) für Chemie in Berlin, von 1946 bis 1948 der letzte Präsident der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (KWG) sowie Gründer und von 1948 bis 1960 erster Präsident der aus der KWG hervorgegangenen Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften.

Seit den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki 1945 gehörte er zu den schärfsten Kritikern der nuklearen Aufrüstung der Großmächte und der durch unkontrollierte Atomtests fortschreitenden radioaktiven Verseuchung der Erde. Dagegen setzte er sich wiederholt für die friedliche Nutzung der Kernenergie ein. Otto Hahn wurde zudem einer der einflussreichsten Vorkämpfer für globale Völkerverständigung und internationale Entspannungspolitik, für seinen aktiven Pazifismus wurde er seit 1957 mehrfach für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen.

Abu Simbel

Die Tempel von Abu Simbel sind zwei Felsentempel am Westufer des Nassersees. Sie befinden sich im ägyptischen Teil Nubiens am südöstlichen Rand des Ortes Abu Simbel und wurden im 13. Jahrhundert v. Chr. unter Pharao Ramses II. aus der 19. Dynastie des altägyptischen Neuen Reiches errichtet.

In den 1950er Jahren bedrohte der geplante Bau des Assuan-Hochdamms die Existenz der beiden Tempel Ramses II. in Abu Simbel. Sie wären neben den Tempeln von Philae, Kalabscha und anderen im angestauten Nassersee versunken. Bereits 1955 wurde ein internationales Dokumentationszentrum mit dem Ziel gegründet, das Gebiet von Assuan bis über die Grenze des Sudan aufzunehmen. Am 8. März 1960 wurde durch die UNESCO um internationale Hilfe zur Rettung der Tempelanlagen gebeten. Unter den zahlreichen Vorschlägen und Plänen zur Rettung der Bauwerke wurde im Juni 1963 einem schwedischen Projekt zugestimmt, das die Zerlegung der Tempel, die Abfuhr der gesamten Felsmasse und den Wiederaufbau an einem höher gelegenen Ort vorsah.

Die Verlegung der beiden Tempel von Abu Simbel erfolgte dann in der Zeit vom November 1963 bis zum September 1968 als weltweites Gemeinschaftsprojekt. Die Arbeit wurde von ägyptischen, deutschen, französischen, italienischen und schwedischen Baufirmen durchgeführt. Am 22. September 1968 wurde die geglückte Verlagerung offiziell gefeiert. Zur Einweihung des Staudamms am 15. Januar 1971 würdigte der damalige ägyptische Staatspräsident Anwar as-Sadat die Verlegung der insgesamt 23 nubischen Tempel und Schreine: 'Völker können Wunder vollbringen, wenn sie für einen guten Zweck zusammenarbeiten.'

Für den Abtransport und den Wiederaufbau bohrte man zunächst 17.000 Löcher in den Fels, um das Gestein mit 33 Tonnen Epoxidharz zu verfestigen. Zusätzlich dienten Eisenklammern der Stabilisierung. Danach wurden die Tempel von Abu Simbel in 1036 Blöcke zerschnitten, deren jeweiliges Gewicht zwischen 7 und maximal 30 Tonnen betrug. Die Schnitte der einzelnen Blöcke sind heute äußerlich sichtbar. Ihr neuer Standort sollte etwa 180 Meter nordwestlich und 64 Meter über dem Niveau des alten Tempelareals liegen, wobei man besonderen Wert auf die exakte originale Orientierung der Tempel legte. Der erste Block wurde am 12. Mai 1965 mit der Nummer GA 1A01 verladen. Neben den Blöcken der Tempel kamen 1112 Felsstücke aus der unmittelbaren Umgebung zur originalgetreuen Nachgestaltung der Tempelansicht bei der Verlegung hinzu.

Das Innere der Tempel wird teilweise hängend von darüber befindlichen Stahlbetonkuppeln gehalten, die des Großen Tempels misst 140 Meter. Es handelt sich hierbei also nicht mehr um wirkliche Höhlentempel. Die Kuppel wird äußerlich durch aufgeschütteten Sand, Geröll und Original-Felsen (darunter die Originalfassade) verborgen, wodurch der ursprüngliche Eindruck eines Felsentempels gewahrt bleibt. Für die damalige Zeit stellte dies eine bautechnische Leistung dar, die vereinzelt mit dem Bau der Tempel durch Ramses II. verglichen wird. Die Kosten für die Tempelverlegung beliefen sich auf etwa 80 Millionen US-Dollar, die von über 50 Ländern gespendet wurden. Abu Simbel wurde zu einem der Anlässe für die Verabschiedung der UNESCO-Welterbekonvention von 1972 und der Aufstellung der Liste des UNESCO-Welterbes.


Foto: Olaf Tausch / wikipedia / CC BY 3.0

Rätsel / Denksport

Valkos lustiges Silbenrätsel

In dieser Aufgabe müssen aus Silben Wörter gebildet werden, deren Bedeutungen doppelsinnig sind. Ordnen Sie die Silben den Aufgaben zu.
  • Mit einer Doppelflinte schießendes Mitglied einer Ordensgemeinschaft
  • Ausgedehnt heranbilden
  • Mitteleuropäerin in der Straßenbahn
  • Kreditaufnahme des 4 mal 100 m Teams
  • Niederschrift über den Kloaufenthalt
an - bein - el - fel - fen - he - hen - koll - kü - lei - lin - lings - po - pro - schwe - sit - staf - ste - ster - ter - to - tram - wei - zie - zungs - zwil

Es bleiben einige Silben übrig. Sie ergeben das Lösungswort.

17 Haufen Heu und 12 Haufen Heu werden zusammengefahren. Wie viele Haufen gibt das zusammen?

Die Cheops Pyramide hat eine Grundkantenlänge von 230 Metern und eine Höhe von 146 Metern. Die Grenze um Frankreich hat eine Länge von 3800 Kilometern. Wenn man um Frankreich eine 30 Zentimeter dicke Mauer mit den Steinen der Pyramide bauen würde - welche Höhe hätte die Mauer?

Die Lösung der Aufgabe vom 07.03. lautet 47,2 km.
Die Lösung des Silbenrätsels lautet TANSANIA.