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10. Juni

1909: Der vor den Azoren in Seenot geratene britische Dampfer 'Slavonia' sendet der ersten Notruf 'SOS' auf der Grundlage des Morsecodes.

1935: Die Selbsthilfegruppe 'Anonyme Alkoholiker' gründet sich in Akron (Ohio) und entwickelt sich mit der Zeit zur internationalen Bewegung, die Abstinenz vom Alkohol unterstützt.

1943: Der gebürtige Ungar László Biró erhielt das Patent für den Kugelschreiber. Biró war Journalist und hatte die Idee für das Schreibgerät schon 1938. Zum Verkaufsschlager wurde der Kuli nach dem Zweiten Weltkrieg in den USA: Als er dort 1945 auf den Markt kam, waren trotz des hohen Preises von 8,50 Dollar schon nach 24 Stunden die ersten 10.000 Stück verkauft.

1947: Der schwedische Flugzeughersteller Saab stellt seinen ersten Pkw-Prototyp Saab 92001 vor und richtete eine Sparte zur Automobilproduktion ein.

1955: Der Grundstein für das europäische Kernforschungslabor CERN wird gelegt.

1967: Israel besetzt im Sechstagekrieg Teile des Berges Hermon sowie die Golanhöhen auf syrischem Staatsgebiet. Syrien und Israel vereinbaren einen Waffenstillstand.

1991: Der Vulkanausbruch des Mount Pinatubo zwingt auf der Philippinen-Insel Luzon zur Evakuierung der Clark Air Base, einer der größten Militärbasen der Geschichte.
Geburtstage:
  • Carl Hagenbeck (1844-1913), dt. Zirkusleiter und Zoodirektor
  • Theo Lingen (1903-1978), dt.-österreich. Schauspieler
  • Harald Juhnke (1929-2005), deutscher Entertainer, Film- und Bühnenschauspieler

Spruch des Tages:
Der beste Weg ein Problem vergessen zu können, ist, etwas daraus zu lernen...
Sir Peter Ustinov

S P O R T
1829: Auf der Themse wird erstmals das Achterrennen zwischen den Universitätsmannschaften von Oxford und Cambridge ausgetragen.
1907: In Peking starten fünf Wagen zum längsten Automobilrennen aller Zeiten, der Fahrt von Peking nach Paris. Die 12.000 km lange Route führt durch die Wüste Gobi, vorbei am Baikalsee, durch Sibirien, über den Ural und über Moskau nach Frankreich.
2012: Bei der Formel-I-WM gibt es einen neuen Rekord: Nach dem siebten Rennen der Saison (Montreal, Circuit Giles Villeneuve) gibt es den siebten Sieger (Jenson Button, Fernando Alonso, Nico Rosberg, Sebastian Vettel, Pastor Maldonado, Mark Webber und Lewis Hamilton).

Zahlen, Fakten, Links
Ein australischer Inlandtaipan, die giftigste Schlange der Welt, könnte 250 000 Mäuse mit einem Biss töten.

Person des Tages
Carl Gottfried Wilhelm Heinrich Hagenbeck (* 10. Juni 1844 in Hamburg; † 14. April 1913 ebenda) war ein deutscher Tierhändler, Völkerschauausrichter und Zoodirektor. Er revolutionierte und beeinflusste weltweit die Zooarchitektur durch die Erfindung naturalistischer Freigehege.

Sein Vater, der Fischhändler Gottfried Claes Carl Hagenbeck (1810-1887), begann 1848 in Hamburg einen mit Tierschauen verbundenen Tierhandel, den Carl Hagenbeck 1866 übernahm und zum größten Geschäft der Art in Deutschland ausbaute. Anfangs schickte er vier bis fünf Expeditionen pro Jahr nach Afrika zum Tierfang, später in die ganze Welt. Ebenso lieferte er in die ganze Welt, in die Menagerien von Kaisern und anderen Herrschern.

Am 5. Mai 1907 eröffnete Hagenbeck in Stellingen, nördlich von Hamburg, auf Grundlage seines Patentes den ersten gitterlosen Zoo der Welt, der noch heute als 'Tierpark Hagenbeck' existiert.

Premiere für Frankreich

Der FIFA-Konföderationen-Pokal (engl. FIFA Confederations Cup), umgangssprachlich Confed-Cup, ist ein interkontinentales Turnier für Fußball-Nationalmannschaften. 1992 und 1995 wurde es als König-Fahd-Pokal ausgetragen, seit 1997 vom Fußball-Weltverband FIFA. Das Turnier fand bis 2005 zunächst alle zwei Jahre statt und wird seitdem im Vierjahresrhythmus ausgetragen. Teilnahmeberechtigt sind die aktuellen Meister der sechs Kontinentalverbände, der amtierende Weltmeister und der jeweilige Gastgeber.

Mittlerweile dient der Konföderationen-Pokal auch dem Austragungsland der jeweils nächsten Fußball-Weltmeisterschaft als organisatorische Generalprobe, so geschehen beim FIFA-Konföderationen-Pokal 2001, der wie die WM 2002 in Japan und Südkorea stattfand. Auch Deutschland, Südafrika und Brasilien trugen das Turnier ein Jahr vor der WM 2006, WM 2010 bzw. WM 2014 im eigenen Land aus.

Am 10. Juni 2001 gewann Frankreich mit einem 1:0 gegen Japan den Confed-Cup. Damit war Frankreich das erste Land, das die vier großen internationalen Turniere für Nationalmannschaften gewinnen konnte (Kontinental-Meisterschaft 1984, Olympische Spiele 1984, Weltmeisterschaft 1998). Neben Frankreich hat es bisher nur Argentinien geschafft, die vier Turniere zu gewinnen (Kontinentalmeisterschaft 1921, Weltmeisterschaft 1978, Confed-Cup 1992, Olympische Spiele 2004).

Uwe Krupp und der Stanley Cup

Der Stanley Cup gilt als die wichtigste Eishockeytrophäe der Welt und wird jährlich dem Play-off-Gewinner der National Hockey League verliehen. Der Pokal wurde am 18. März 1892 von Frederik Arthur Stanley, Baron Stanley of Preston gestiftet. Das erste Finale um die Trophäe fand am 22. März 1894 statt und wurde zu Beginn als Trophäe für das beste Amateur-Eishockeyteam Kanadas verliehen. Seit 1910 treten professionelle Mannschaften an und seit der Spielzeit 1926/27 wird der Gewinner des Cups ausschließlich unter den Teams der NHL ermittelt, da die Western Canada Hockey League als einzig verbliebene Konkurrenzliga den Spielbetrieb einstellte. Zweimal wurde der Stanley Cup nicht vergeben, 1919 wegen einer spanischen Grippe-Epidemie und 2005 wegen des sogenannten Lockout, dem die komplette Spielzeit zum Opfer fiel.

Die Namen der Spieler, die nach den Ligaregularien an mindestens 41 Vorrundenspielen oder an einem Spiel der Finalserie teilgenommen haben müssen, sowie weiterer Verantwortlicher der siegreichen Mannschaft werden auf die Trophäe eingraviert. Der Stanley Cup ist neben dem Grey Cup der Canadian Football League die einzige nordamerikanische Sporttrophäe, auf der Spielernamen eingraviert werden. Durch die vielen Namen mussten am Sockel des Pokals weitere Ringe angearbeitet werden. Jedoch war dies beim Original nicht möglich, so dass früh eine Kopie hergestellt werden musste. Diese wird heute dem Stanley-Cup-Gewinner überreicht. Seit 1958 besteht der Sockel an der Trophäe aus fünf Ringen, welche Platz für Eintragungen für jeweils 13 Jahre bieten. Wenn einer der Ringe vollständig beschriftet ist, wird der älteste der Ringe abgenommen und in der Hockey Hall of Fame ausgestellt und durch einen neuen unbeschrifteten Ring ersetzt, sodass der älteste Eintrag höchstens 64 Jahre in dem Sockel bleibt. Letztmalig wurde im Jahre 2005 ein Ring ausgetauscht und somit der Ring mit den Gravuren der Jahre 1941 bis 1953 abgenommen.

Der erste Deutsche, der den Stanley-Cup gewinnen konnte, war Uwe Krupp. Am 10.6.1996 gewann sein Team Colorado Avelanche (Denver, Colorado) den Pokal durch ein 1:0 im vierten Spiel der 'Best of seven'-Serie gegen die Florida Panthers. Krupp erzielte den 1:0-Siegtreffer in der dritten Verlängerung.

Erst im Jahr 2011 gewann mit Dennis Seidenberg (Boston Bruins) wieder ein deutscher Spieler den Stanley Cup.

Oxford - Cambridge, das berühmteste Ruderrennen der Welt

Das Boat Race auf der Themse ist eine berühmte Ruderregatta zwischen den beiden renommiertesten englischen Universitäten Oxford und Cambridge. Sie wird jährlich im März oder April von den beiden Achtern der Universitäten ausgetragen. Die Idee zu diesem am 10. Juni 1829 erstmals ausgetragenen Rennen hatten die beiden Freunde Charles Merivale (Cambridge) und Charles Wordsworth (Oxford), Neffe William Wordsworths und später Bischof von St Andrews. Das erste Rennen auf der auch heute noch genutzten Strecke fand 1845 statt.

Die Strecke führt von Putney im London Borough of Wandsworth flussaufwärts nach Mortlake; sie ist 4 Meilen und 374 Yards (6779 m) lang. Start- und Zielpunkt werden durch die University Boat Race Stones am rechten Flussufer markiert. Der Start befindet sich 129 m flussaufwärts der Putney Bridge, das Ziel 112 m flussabwärts der Chiswick Bridge. Die Themse wird in diesem Abschnitt noch von den Gezeiten der Nordsee beeinflusst. Der Start erfolgt während der Flut, so dass die Boote mit der Strömung fahren; entsprechend wird versucht, im Stromstrich zu fahren.

Oxford gewann alle Jubiläumsrennen vor 2004, nämlich das 25., 50., 75., 100. und 125. Rennen. Erst am 28. März 2004 im 150. Rennen konnte Cambridge diese Serie einstellen
längste Siegesserien: Cambridge 13x (1924–1936), Oxford 10x (1976–1985)
derzeitiger Bahnrekord: Cambridge mit 16'19? (1998)
158 Rennen, 81 Siege für Cambridge, 76 Siege für Oxford, 1 Unentschieden

Peking - Paris

Das Autorennen Peking-Paris war eine Rallye für Automobile, die im Jahr 1907 auf der beinahe 16.000 km langen Distanz von Peking (China) bis nach Paris (Frankreich) veranstaltet wurde.

Die Idee für das Rennen stammte von der Pariser Zeitung Le Matin, die am 31. Januar 1907 eine Aufforderung veröffentlichte: „Was heute noch bewiesen werden muss, ist, dass ein Mann, solange er im Besitz eines Autos ist, alles tun und sich überall hinbegeben kann. Gibt es jemanden, der diesen Sommer eine Fahrt per Automobil von Peking nach Paris unternehmen wird?“

Es meldeten sich vierzig Teilnehmer für das Rennen an, jedoch bewältigten letztendlich nur fünf Teams den Schiffstransfer ihrer Fahrzeuge nach Peking. Obwohl der Rennausschuss das Rennen daraufhin absagte, wurde trotzdem gestartet. Die Kraftfahrzeuge verließen am 10. Juni um 8.00 Uhr die chinesische Hauptstadt.

Für das Rennen galten keinerlei Regeln, fest stand nur, dass derjenige, der mit seinem Kraftwagen als Erster Paris erreichte, als Preis eine Magnum-Flasche von Mumm-Champagner gewinnen würde. Ohne jegliche Unterstützung durch Wegweiser oder Vorausteams führte das Rennen durch für die Fahrer völlig unbekannte Länder, in denen es häufig keine Straßen, geschweige denn verlässliches Kartenmaterial gab. Um die Fahrer überhaupt mit Treibstoff versorgen zu können, wurden Benzinfässer auf Kamelen aus Peking zu Stationen gebracht, die man entlang der Strecke einrichtete. Dort stellte man auch Fernschreiber auf, so dass in den Zeitungen jener Zeit ausführlich über das Rennen berichtet werden konnte. In jedem Automobil fuhr außerdem ein Journalist mit, der per Telegraph regelmäßig aus erster Hand vom Rennverlauf berichtete.

Das Rennen wurde zu einer Zeit abgehalten, als Autos noch ziemlich neu waren, und führte durch abgelegene Gegenden in Zentralasien, wo die Menschen motorisierte Fortbewegung größtenteils gar nicht kannten. Die Route zwischen Peking und dem Baikalsee wurde erst kurz zuvor zu Pferde angegangen. Sieger wurde der Italiener Prinz Scipione Borghese aus der Familie Borghese, der vom Journalisten Luigi Barzini begleitet wurde. Er war zuversichtlich und machte sogar einen Abstecher von Moskau nach St. Petersburg zu einem Dinner, das für das Team gehalten wurde, begab sich danach zurück nach Moskau und nahm das Rennen wieder auf. Die Veranstaltung war nicht als Rennen oder Wettbewerb geplant, wurde jedoch recht schnell zu einem solchen aufgrund seiner Pioniernatur und der technischen Überlegenheit des italienischen Autos, einem Itala 35/45 PS 7.433 cm³ Hubraum. Die Italiener erreichten Paris am 10. August, erwartet von Journalisten, Fotografen und einer großen Menschenmenge.

Im Jahre 1908 fand ein ähnliches Rennen statt, diesmal allerdings mit Start am 12. Februar in New York City. Die Route führte Richtung Westen quer durch die USA, per Schiff nach Japan und schließlich, vergleichbar dem Rennen Peking-Paris, durch Sibirien via Moskau nach Paris. Einer der Teilnehmer war Auguste Pons, der bereits am vorherigen Rennen teilgenommen hatte. Sieger wurde der US-Amerikaner George Schuster. Er traf am 30. Juli 1908 in Paris ein, 169 Tage nachdem er New York verlassen hatte. Die zurückgelegte Entfernung betrug etwa 21.470 km.

Brailleschrift

1825 entwickelte der Franzose Louis Braille eine Schrift für stark Sehbehinderte und Blinde, die Brailleschrift. Die Schrift verwendet Punktmuster, die von hinten in das Papier gepresst werden, so dass sie als Erhöhung mit den Fingerspitzen abgegriffen werden können.

Sechs Punkte, drei in der Höhe mal zwei Punkte in der Breite, bilden das Raster für die Punkte-Kombinationen, mit denen die Buchstaben dargestellt werden. Bei sechs Punkten ergeben sich 64 Kombinationsmöglichkeiten (das Leerzeichen inbegriffen). Für die Ausgabe von Texten in Brailleschrift durch den Computer werden Braillezeilen verwendet. Da für die Arbeit am Computer mehr Zeichen notwendig sind, als sich mit sechs Punkten darstellen lassen, werden bei der Braillezeile noch zwei weitere Punkte je Braillezeichen hinzugefügt, so dass acht Punkte, vier in der Höhe mal zwei in der Breite, zur Verfügung stehen (Computerbraille, spezielle Implementierung: Eurobraille). Auf diese Weise erhält man 256 Kombinationen. Die Codierung der Standardzeichen bleibt dabei jedoch gleich, die unterste Zeile bleibt lediglich leer.



Versuchen Sie, die beiden in Braille-Schrift geschriebenen Wörter herauszufinden. Zur Steigerung des Schwierigkeitsgrades wurden etwaige Leerspalten entfernt. Das 2. Wort enthält 10 Buchstaben!


Rätsel / Denksport

Valkos lustiges Silbenrätsel

In dieser Aufgabe müssen aus Silben Wörter gebildet werden, deren Bedeutungen doppelsinnig sind. Ordnen Sie die Silben den Aufgaben zu.
  • Obst-Einroller
  • Instrument des Schönheitschirurgen bei Brustkorrekturen
  • Kurze Tonne des der SPD angehörenden Hüters des Nibelungenhorts
  • Wahrsagekarten für ein Verdauungsorgan
  • Qualifikation für Führungsaufgaben
  • Verrückte Beleuchtungen
al - ap - be - bur - der - fä - fel - gen - gun - hig - irr - keit - kur - leit - ler - lich - ma - mes - richt - rot - ser - so - ta - ter - ven - weiß - wick - zi

Es bleiben einige Silben übrig. Sie ergeben das Lösungswort.

Die Lösungen der Aufgaben vom 09.06. lauten: 314 976 528 und 385421679
Die Lösung von Valkos Silbenrätsel lautet ORDERPAPIER.