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20. Juni

1840: Samuel F. B. Morse erhält vom United States Patent Office das Patent für den von ihm erfundenen Schreibtelegrafen.

1893: In Aachen gründet Franz Zentis ein Kolonialwarengeschäft, aus dem das Konfitüren, Süßwaren und andere Lebensmittel produzierende Unternehmen Zentis hervorgeht.

1908: Das Kaiserliche Patentamt erteilt Melitta Bentz Gebrauchsmusterschutz auf ihre Erfindung eines Kaffeefiltriersystems.

1931: Das Schneefernerhaus auf der Zugspitze wird als Bergbahnhof der Bayerischen Zugspitzbahn eröffnet.

1939: Die Heinkel He 176 absolviert als erstes funktionsfähiges Raketenflugzeug ihren Jungfernflug.

2003: Die Non-Profit-Organisation Wikimedia Foundation wird in Saint Petersburg in Florida gegründet. Sie erhält alle mit der Wikipedia oder ihren Schwesterprojekten in Zusammenhang stehenden Rechte an Namen und Domains sowie Server übertragen.
Geburtstage:
  • Errol Flynn (1909-1959) US-amerikan. Schauspieler
  • Ulf Merbold (*1941), dt. Astronaut und Physiker, erster Bundesdt. im Weltraum

Spruch des Tages:
Zivilcourage wird groß geschrieben, doch klein betrieben.
Julian Scharnau

Arroganz ist die Kunst, auf seine eigene Dummheit stolz zu sein.

S P O R T
1954: Bei der Fußball-Weltmeisterschaft musste die Deutsche Nationalmannschaft gegen Ungarn in der Gruppenphase eine 3:8-Niederlage hinnehmen. Sepp Herberger stellte eine Reservemannschaft auf, um das anschließende Entscheidungsspiel zum Einzug in die Finalrunde gegen die Türkei gewinnen zu können.
1968: In den beiden Halbfinals der US-Leichtathletik-Meisterschaften in Sacramento (Kalifornien) laufen die Sportler Jim Hines, Charles Green und Ronnie Ray Smith erstmals weniger als 10 Sekunden auf der 100-Meter-Strecke. Ihre Zeiten werden jeweils mit 9,9 Sekunden handgestoppt.
1976: Bei der Fußball-Europameisterschaft in Jugoslawien verliert die Deutsche Nationalmannschaft in der Nacht von Belgrad das Finale im Elfmeterschießen gegen die Tschechoslowakische Nationalmannschaft.
1982: Jacky Ickx gewinnt zum sechsten Mal das 24-Stunden-Rennen von Le Mans.

Zahlen, Fakten, Links
Nach einem üppigem Essen hört man schlechter.

Person des Tages
Jacques Offenbach (* 20. Juni 1819 in Köln; 5. Oktober 1880 in Paris; geboren als Jakob Eberst) war ein deutsch-französischer Komponist und Cellist. Er gilt als Begründer der modernen Operette als eigenständiges und anerkanntes Genre des Musiktheaters.

Offenbach verbindet schwungvolle, eingängige Musik mit einer meist satirisch-hintergründigen Handlung, die treffende Anspielungen auf die Sitten, Personen und Ereignisse seiner Zeit, das Zweite Kaiserreich unter Napoléon III., aufweist. Offenbachs Musik ist ausgesprochen dramatisch, auch wenn die Figuren auf der Bühne betont unbeweglich bleiben.

Unvergleichlich blieben seine karikierende Darstellung des Militärischen (etwa in der Grande-Duchesse de Gerolstein) und des Deutschen (Lischen et Fritzchen). Offenbachs bekannteste Stücke sind wohl die abschließende Tanznummer aus Orphée aux enfers, die ursprünglich als 'Galop infernal' bezeichnet wurde, heute jedoch als 'Cancan' bekannt ist, sowie die 'Barcarole' aus Les Contes d'Hoffmann, die er zuvor auch schon in Les Fées du Rhin verwendet hat.

Das regelmäßige 65537-Eck

Das regelmäßige 65537-Eck ist das größte bekannte regelmäßige Vieleck mit primer Anzahl von Kanten, das mit Zirkel und Lineal konstruiert werden kann. Das Besondere am 65537-Eck ist die Tatsache, dass es unter Beschränkung auf die Euklidischen Werkzeuge Zirkel und Lineal theoretisch konstruiert werden kann. In der Praxis ist die Konstruktion jedoch unmöglich durchführbar. Im Jahr 1894 fand Johann Gustav Hermes (* 20. Juni 1846 in Königsberg; 8. Juni 1912 in Bad Oeynhausen) nach mehr als zehnjähriger Anstrengung eine Konstruktionsvorschrift für das regelmäßige 65537-Eck und beschrieb diese in einem Manuskript von mehr als 200 Seiten, welches sich heute in einem speziell dafür angefertigten Koffer in der Mathematischen Bibliothek der Georg-August-Universität Göttingen befindet.

Veranschaulichung der Proportionen dieser praktisch nicht darstellbaren Figur:

Der Hauptstadtbeschluss

Am 20. Juni 1991 beschließt der Deutsche Bundestag infolge der deutschen Wiedervereinigung seinen Sitz von Bonn nach Berlin zu verlegen. Der Begriff Hauptstadtbeschluss ist dabei irreführend, weil Berlin bereits (spätestens) 1990 mit Inkrafttreten des Einigungsvertrages Bundeshauptstadt der Bundesrepublik Deutschland geworden war. Die Verlegung des Parlaments- und Regierungssitzes nach Berlin erfolgte weitgehend im Sommer 1999, wobei jeweils Zweitsitze der Bundesregierung (über die Bundesministerien) und des Parlaments (über den Bundesrat) in Bonn verblieben wodurch auch von einem 'geteilten' Regierungssitz gesprochen werden kann.

Nach kontroverser Debatte mit mehr als 600 Minuten beantragter Redezeit nahm der Bundestag mit 338 zu 320 Stimmen den Antrag Vollendung der Einheit Deutschlands an. Infolge eines marginalen Fehlers bei der Auszählung war zunächst ein Ergebnis von 337 zu 320 festgestellt worden. Die Zahl der Ja-Stimmen stellte sich aber nachträglich als um 1 höher heraus.

Die merkwürdigste Stadt der Welt

Bei Iquitos muss man zuallererst einen Blick auf die Landkarte werfen, um zu erkennen, dass die Menschheit sich hier eine unglaubliche Albernheit erlaubt hat. 3.646 Kilometer fern dem Atlantik und 1.859 Kilometer abseits der Hauptstadt Lima am Stillen Ozean liegt diese Großstadt, eingefangen und eingesperrt inmitten des Amazonasgestrüpps. Die Stadt lässt sich bequem eigentlich nur auf dem Luftweg erreichen, jedenfalls gibt es keine Straße, die zu dieser Stadt führt. Außer durch die Luft bietet sich nur das Wasser an: ein tagelanger Umweg, der dann in den Amazonas mündet, bleibt die einzige Alternative zum Flugzeug.

Aus dem Flieger erkennt man rasch die Faszination, die von dieser Stadt ausgeht: Hunderte Quadratkilometer sieht man nur diesen gleichmäßigen grünen Vegetationsteppich. Dann taucht urplötzlich dieses wilde Knäuel von Häusern, zerzausten Straßen und Plätzen auf. Und dann wieder dieser unendliche grüne Teppich, der scheinbar nirgends aufhört. In den 70er Jahren gab es in der Stadt kein Fernsehen, weil die Sendemasten für den Empfang nicht bis zur Hauptstadt Lima reichten.

Zeitweise steigt Iquitos zur reichsten Stadt des Kontinents auf. Zwischen 1890 und 1910 erlebt Iquitos einen märchenhaft anmutenden Wirtschaftsboom. Charles Goodyear hat in den USA gerade mit einem neuartigen Verfahren zur Kautschukvulkanisierung die Epoche des Automobils eingeläutet. Cahuchu nennen die Amazonasindios den weißen Saft, den sie aus den schräg angeritzten Bäumen zapfen und der nun ein Grundstoff für Autoreifen werden soll. Werner Herzog, der Münchener Filmregisseur, hat seinen Film Fitzcarraldo in der Zeit des Kautschukbooms spielen lassen. Heute lebt Iquitos von Holzwirtschaft, Petroleum und vielerlei Handel. Böse Zungen verbreiten allerdings die Kunde, der neue Reichtum von Iquitos rieche bedenklich nach Kokain.

Unnützes Wissen

Die bislang teuerste Domain ist sex.com, die 2007 für vierzehn Millionen Dollar verkauft wurde. // Die bisher teuerste deutsche Internetdomain ist kredit.de. Ein Leipziger Unternehmen bezahlte für die Adresse 892 500 Euro. // Im Jahr 2008 haben Standesbeamte den Vornamen >>Fanta<< zugelassen, den Namen >>Pfefferminze<< aber nicht.

Rätsel / Denksport

Valkos lustiges Silbenrätsel

In dieser Aufgabe müssen aus Silben Wörter gebildet werden, deren Bedeutungen doppelsinnig sind. Ordnen Sie die Silben den Aufgaben zu.
  • Servierteller für ein Steiggerät
  • Polizist der eruiert, ob beim Grillfest nicht zu viel Remmidemmi herrscht
  • Spitzname für Adams Sohn wegen seiner sehr guten Golfergebnisse
  • Festlichkeit zu Ehren einer ehemaligen japanischen Münze
  • Beherztheit eines deutschen Motorenerfinders (1902-1988)
  • Käufer im Bioladen
be - bel - bo - de - ei - el - er - fer - gen - kel - kun - lei - len - mut - na - pa - plat - prü - ra - senf - te - ter - triebs - tur - wan

Es bleiben einige Silben übrig. Sie ergeben das Lösungswort.

Unter den vier Rechteck-Gittern sind Wörter ausgeführt. Diese Wörter sind in die jeweiligen Gitter einzufügen. Dabei sind die Wörter wie in einem Kreuzworträtsel senkrecht oder waagerecht einzutragen. Die Wörter können sich also auch überschneiden; sie sind aber durch ein Leerfeld voneinander zu trennen. Die Ziffern geben an, wie viele Buchstaben in den Zeilen bzw. Spalten vorkommen. Richtig sortiert ergeben die Buchstaben in den vier gelben Feldern die Lösung.

Vielen Dank für die Aufgabe an H.-G. van B.

Das Jogger-Rätsel

Vier Jogger laufen hintereinander her. Jeder hat einen auffallenden Gegenstand dabei. Der hinter Ralf hat einen Discman. Michael läuft hinter Tobias. Vor Olaf läuft der mit dem Rucksack. Ralf läuft vorn. Der vor Tobias hat ein Handy. Wer hat eine Sonnenbrille?

Die Lösung der Aufgabe vom 19.6. lautet 500 (6, 13, 13, 114, 70, 49, 120, 36, 15, 64)
Die Lösung von Valkos Silbenrätsel lautet ILLUSTRIERTE.