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30. Juni

1878: Bei der Pariser Weltausstellung, die Exposition Universelle auf dem Champ de Mars, ist der fertig gestellte Kopf der Freiheitsstatue erstmals zu besichtigen.


Der Kopf der Freiheitsstatue währen der Weltausstellung 1878 in Paris.
Quelle: wikipedia / Diese Bild- oder Mediendatei ist gemeinfrei, weil ihre urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.


1908: In Sibirien geschieht das Tunguska-Ereignis, eine bis heute nicht völlig geklärte Explosion, deren Stärke heute auf das mehr als 1000-fache der Hiroshima-Bombe geschätzt wird und die vermutlich auf einen Meteoriteneinschlag zurückzuführen ist.

1972: Erstmals wird eine Schaltsekunde ans Tagesende angefügt, um die offizielle Zeit mit der mittleren Sonnenzeit zu synchronisieren.
Geburtstage:
  • Walter Ulbricht (1893-1973), dt. Politiker, DDR-Staatsratsvorsitzender 1960-1973
  • Peter Alexander (1926-2011), österr. Schauspieler
  • Mike G. Tyson (*1966), US-amerikan. Boxer

Spruch des Tages:
Der Mensch, der den Berg versetzte, war derselbe, der anfing, kleine Steine wegzutragen.
aus China

S P O R T
1893: Die Distanzradfahrt Wien–Berlin endet mit einem Sieg des Bayern Josef Fischer. Dieses bedeutsamste deutsche und österreichische Radrennen vor dem Ersten Weltkrieg löst eine Hochkonjunktur bei Fahrrädern aus.
1996: Im Endspiel der Fußball-Europameisterschaft in England gewinnt Deutschland gegen Tschechien durch ein Golden Goal von Oliver Bierhoff.
2002: Die brasilianische Fußballnationalmannschaft gewinnt mit einem 2:0-Sieg über das deutsche Team bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 zum fünften Mal den Titel.
2013: Der neunfache Rallye-Weltmeister Sebastien Loeb schreibt ein neues Kapitel Motorsportgeschichte. Der Franzose trägt sich bei seiner Premiere erstmals in die prominent besetzte Siegerliste des 'Pikes Peak International Hill Climb' ein. Mit 8:13.878 Minuten pulverisiert Loeb sämtliche Bestzeiten, die jemals zuvor an dem berühmten Rocky Mountains-Gipfel aufgestellt wurden. Zum Vergleich: Die vorherige Rekordmarke, gesetzt 2012 vom Neuseeländer Rhys Millen, lag bei 9:46 Minuten. (s. 8. Juli)

Zahlen, Fakten, Links
Elefanten meiden Hügel. Sie verbrauchen beim Bergaufgehen zu viel Energie.

Person des Tages
Peter Alexander (* 30. Juni 1926 in Wien; † 12. Februar 2011 ebenda; eigentlich Peter Alexander Ferdinand Maximilian Neumayer, auch Alexander Neuenhauser) war ein österreichischer Sänger, Schauspieler und Entertainer. Von Mitte der 1950er bis Mitte der 1990er-Jahre gehörte er zu den populärsten Unterhaltungskünstlern im deutschsprachigen Raum.

Bereits 1951 erschien bei der Plattenfirma Austrophon Alexanders erste Schallplatte ('Das machen nur die Beine von Dolores'). Bis 1981 hatte Alexander als Sänger 38 Top-Ten-Hits in der Bundesrepublik Deutschland und war 80 Mal in den Top Hundert vertreten. Für seine Schallplatten, Filme und Fernsehshows erhielt er zahlreiche Preise und Auszeichnungen.

Von 1965 bis 1983 wurden allein bei Ariola über 15 Millionen LPs und 25 Millionen Singles von Alexander verkauft, wobei die Schaffenszeiten bei Austrophon und Polydor sowie die ab 1983 im deutschsprachigen Sprachraum noch nicht mit einbezogen sind. Er brachte insgesamt über 156 Singles und über 120 Original-Langspielplatten auf den Markt sowie mehrere Dutzende EP-Produktionen.

Ariola gab anlässlich seines 80. Geburtstages bekannt, dass Alexander als einziger deutschsprachiger Sänger sechs Jahrzehnte mit seinen Produktionen in den deutschen Hitparaden vertreten war.

The Other Final

'The Other Final' – 'Das andere Finale' ist ein Dokumentarfilm des niederländischen Regisseurs Johan Kramer aus dem Jahr 2003, der von einem Fußball-Länderspiel zwischen Bhutan und Montserrat handelt. Die Fußballnationalmannschaften des im Himalaya gelegenen buddhistischen Königreiches Bhutan und der zwischen 1995 und 1997 von einem Vulkan weitgehend verwüsteten Karibik-Insel Montserrat standen im Jahr 2002 auf den beiden letzten Positionen (Platz 202 Bhutan und Platz 203 Montserrat) der FIFA-Weltrangliste.

Am 30. Juni 2002, dem Tag des Endspiels um die Fußball-Weltmeisterschaft 2002 zwischen Brasilien und Deutschland, sind beide Teams vor rund 25.000 Zuschauern im über 2.700 m hoch gelegenen Changlimithan-Stadion in der bhutanischen Hauptstadt Thimphu aufeinandergetroffen. Das Spiel endete 4:0 (1:0) für Bhutan.

Der niederländische Regisseur Johan Kramer hat dieses Länderspiel sowie die Vorbereitungen in den beteiligten Ländern und seitens der Organisatoren dokumentarisch festgehalten. Der Film zeigt den Enthusiasmus von Spielern und Fans aus völlig unterschiedlichen Kulturkreisen. Auf der einen Seite spielte ein sonst eher beschaulich lebendes buddhistisches Bergvolk, auf der anderen Seite eine bunte Truppe von Calypso- und Reggae-vernarrten Insulanern mit britischem Pass – fernab der Stadien, die üblicherweise im Mittelpunkt des Fußballinteresses stehen.

Robert Duane Ballard

Robert Duane Ballard (* 30. Juni 1942 in Wichita, Kansas) ist ein US-amerikanischer Unterwasserarchäologe, Professor für Ozeanographie sowie Gründer und Direktor des Institute for Archaeological Oceanography an der University of Rhode Island.

Bekannt wurde Ballard durch die Entdeckung zahlreicher Schiffswracks. So fand er am 1. September 1985 zusammen mit Jean-Louis Michel das Wrack der Titanic, die 1912 gesunken war. Die Suche finanzierte er, indem er zunächst in einer geheimen Mission die Überreste der gesunkenen US-amerikanischen Atom-U-Boote 'USS Scorpion' und 'USS Thresher' mit einem Tauchroboter im Auftrag der US Navy inspizierte.

Ebenso entdeckte er das deutsche Schlachtschiff Bismarck und den US-amerikanischen Flugzeugträger USS Yorktown aus dem Zweiten Weltkrieg. Ende der 1980er Jahre fand Ballard ein phönizisches Schiff aus dem 7. Jahrhundert v. Chr., eines der ältesten, jemals wiederaufgefundenen Wracks. 1995 tauchte er mit dem US-Navy-Tieftauchboot NR-1 nochmals im Mittelmeer nach Wracks auf einer Handelsroute zwischen Karthago und Rom.

Goldfarmer

Goldfarmer ist die Bezeichnung für Computerspieler, die gegen Bezahlung (teilweise hauptberuflich) dafür beschäftigt werden, um etwa in Online-Rollenspielen große Mengen der Spielwährung oder andere Spielgegenstände zu erwirtschaften, um diese außerhalb des Spiels an andere Spieler zu verkaufen. Alternativ „leveln“ sie Spielfiguren bzw. Spielercharakter, um die entsprechenden Accounts zu verkaufen, spielen sie also durch die unteren Stufen des Spiels.

Richard Heeks, Professor an der University of Manchester schreibt von etwa 400.000 Menschen, die 2008 von Goldfarming lebten. 80 Prozent der Spieler wohnten in China, der gesamte Markt habe einen Wert von 500 Millionen Dollar.

Da es zeitintensiv ist, Spiel-Charaktere von umfangreichen Spielen wie zum Beispiel Online-Rollenspielen weiterzuentwickeln, können diese Leistungen bei Internet-Auktionen hohe Preise erzielen.

Für viele Chinesen ohne Ausbildung ist dies ein Traumberuf. Allerdings können dabei oft gesundheitliche Folgeschäden auftreten. Außerdem gibt es immer wieder Fälle, in denen in der Volksrepublik China Jugendliche und Häftlinge zum Spielen gezwungen werden. Häufig werden ihnen als Druckmittel die Pässe abgenommen.

In den USA und in Großbritannien ist es mittlerweile verboten, über Internetauktionshäuser Spieleaccounts zu verkaufen, allerdings nicht im restlichen Europa, Asien und Australien.

Die chinesische Regierung hat am 30. Juni 2009 beschlossen, den virtuellen Währungshandel zu verbieten und dagegen vorzugehen.

Der größte Kämpfer

If anyone needed proof that Jimmy Connors was the greatest fighter ever to grace a tennis court, they need only look at one match. BBC Sport

30.6.1987 Wimbledon; 4. Runde; Mikael Pernfors vs. Jimmy Connors

Connors war 34 Jahre alt und es sah so aus, als ob seine Zeit abgelaufen war. Logisch, Karrieren sind irgendwann einmal zu Ende - aber doch nicht so! Gewiss, auch mit James Scott Connors ist einmal Schluss - aber muss er kommen wie hier auf dem Centre Court in Wimbledon? Natürlich, jeder alternde Star bereitet sich die Bühne seines letzten Auftritts selber - aber ist Connors wirklich so schwer dafür zu bestrafen, dass er den richtigen Tag für sein Finale verpasste?

Den Zuschauern an diesem Sommertag des Jahres 1987 ist es peinlich, Augenzeugen der Demontage eines Denkmals zu sein. Kann dieser grüne, 23 Jahre junge Mikael Pernfors nicht ein bisschen vornehmer gewinnen, diskreter sozusagen, weniger rabiat? Hat nicht, wer Jimmy Connors heißt und 34 Jahre alt ist und seit einer kleinen Ewigkeit zur Weltspitze im Tennis gehört, Anrecht auf Abschied in Würde?

Gespielt wird das Achtelfinale des berühmtesten Turniers der Welt, das Connors zweimal gewann, und es steht 6:1, 6:1 und 4:1 für den jungen Schweden mit dem frechen Bürstenhaarschnitt. Er hat Connors kühl auseinandergenommen, als wäre der eine kaputte Uhr. Er hat den Champ vorgeführt. Kein Gefühl. Kein Respekt. Ein junger Wolf verbeißt den alten.

Das ist, begreifen die Zuschauer, kein Spiel, das ist sportliche Tragik. Das wird für Connors keine Niederlage, das wird eine Demütigung. Das ist nicht irgendein Match in Wimbledon, das ist eines, von dem man noch lange schreiben wird: Wie es war, als sich auf dramatische Weise ein Generationswechsel vollzog und der große Jimmy Connors unmittelbar nach dem Desaster seinen Rücktritt vom Tennis bekanntgab.

6:1, 6:1, 4:1

Kann noch eine Flamme in jemandem brennen, der 1:6, 1:6 und 1:4 zurückliegt? Ist noch Wille in jemandem, der, wenn er auf die Ergebnistafel blickt, lesen kann: doomsday? Wenn man spürt, dass im Spiel nichts gelingt, dass auch der legendäre Aufschlagreturn nicht kommt, von dem die Fachwelt immer sagt, er sei der Beste im Business, wenn man das tiefbetroffene Mitleiden der Zuschauer spürt und den Sieghunger des jungen Burschen auf der anderen Seite des Netzes, wenn man weiß, dass der Körper nicht mehr will, nur der Kopf will noch, aber die Beine empfangen die Order des Kopfes nicht mehr: Kann man das Blatt noch wenden? Bei 1:6, 1:6, und 1:4? [..]

Aussichtslos, absolut aussichtslos, Connors ist fertig, jeder sieht das. Er quält sich. Zwar, er hat sich nicht ergeben, dies schließlich ist Jimmy Connors, der sich nie ergab, aber er ist dennoch fertig, als zum sechsten Spiel des dritten Matches aufgeschlagen wird. Noch fünf Minuten? Zehn? 6:1 auch im dritten Satz, dann eine sentimentale Standing Ovation für den Champ von gestern, und: Jimmy go home?

Der Mann, wie man weiß, gewann das Match. Am Ende stand es 1:6, 1:6. 7:5, 6:4, 6:2.

Quelle: SPORTS 9/88

Interessant ist auch der Bericht im KICKER:
Je länger das Match dauert, desto mehr ähnelt das Geschehen dort unten auf dem Center Court 2 einer sportlichen Hinrichtung. In der Hauptrolle des Henkers: Mikael Pernfors. Das Opfer: Jimmy Connors.

Mit gnadenlosen Ballpassagen, rasiermesserscharfen Schlägen nimmt Pernfors den Oldtimer aus den USA auseinander. 6:1 gewinnt er den ersten, 6:1 auch den zweiten Satz - im dritten heißt es auch schon wieder 4:1 für den Youngster. Für Connors, das alte Schlachtross, gibt schon längst keiner mehr einen Cent. Mitleid macht sich breit, als einer der Zuschauer laut vernehmlich in Richtung Connors ruft: 'Keep trying, Jimbo!' - 'Versuche es doch weiter, Jimmy!' Connors hält kurz inne, blickt zu seinem Fan und kommentiert trocken: 'Kann ich sonst noch etwas für dich tun, mein Junge?' Pernfors grinst, die Zuschauer lachen. Gute Show.

Und wie ein zweiter Wind trägt die Sympathie des Publikums den todmüden Ami auf einen nie mehr erwarteten Höhenflug. Den längst verlorengeglaubten dritten Satz biegt er noch um: 7:5. Den vierten Satz holt er sich in heißumkämpften 2:04 Stunden. Aus der Schwäche seines jungen Konkurrenten saugt sich Connors seine Energien, wirft alles in die Waagschale an Tricks und Kniffen, was er in 15 Jahren Karriere angesammelt hat. Aus den winzigsten Löchern im Spiel seines Gegners reißt er entscheidende Lücken und das ganze Match am Ende doch noch herum. Den fünften Satz gewinnt er überzeugend und überlegen mit 6:2.

Rätsel / Denksport

Valkos lustiges Silbenrätsel

In dieser Aufgabe müssen aus Silben Wörter gebildet werden, deren Bedeutungen doppelsinnig sind. Ordnen Sie die Silben den Aufgaben zu.
  • Sonntagsessen eines baden-württemb. Ministerpräsidenten (1991-2005)
  • Egerling beim Oktoberfest
  • Verschicker von Kaviarfischen
  • Wundabdeckung der Lagesteuerung von Flugzeugen
  • Fortbewegungsart von Vogelprodukten
  • Spitznahme von CDU-Bernhard wegen seiner Vorliebe für Marinaden
band - beiz - bra - cham - der - der - ei - eid - er - fels - fen - ge - gel - lau - non - nos - pig - ru - se - sen - sen - stör - teu - ten - ver - vo - wie

Es bleiben einige Silben übrig. Sie ergeben das Lösungswort.

Ein sonderbares Schachproblem



Die Frage ist, ob Weiß noch einen Zug machen kann, bei dem Schwarz nicht sofort mattgesetzt wird.



Mathe-Quiz

In jeder Aufgabe ist jeweils ein Begriff gesucht. Hinter der Beschreibung stehen zwei Zahlen. Die erste Zahl gibt die Anzahl der Buchstaben des jeweils gesuchten Wortes an. Die zweite Zahl gibt die Position des Zielbuchstabens an. Wenn Sie die Zielbuchstaben hintereinanderhängen, dann erhalten Sie die Gesamtlösung!

Lösungszusatz: (Wort 19/Buchstabe 1)+(21/2)+(2/2)+(4/4)+(13/6)+(9/4)+(18/2)+(7/2)

Die Lösung der Aufgaben vom 29.06. lautet LAGERFEUER!
Die Lösung von Valkos Silbenrätsel lautet ADJUTANTIN.