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28. Juli

1794: Am 28. Juli 1794 wurde der französische Revolutionär Maximilien de Robespierre auf der Guillotine hingerichtet. Anlass seiner Verhaftung waren Gerüchte um eine erneute Verschärfung der Terrorgesetze. Sein Tod markierte den Beginn der letzten Phase der Französischen Revolution.

1914: Österreich-Ungarn erklärte Serbien den Krieg. Gleichzeitig begann die Mobilmachung. Am 28. Juni war der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand in Sarajevo ermordet worden. Ein Ultimatum vom 23. Juli konnte von Serbien nicht angenommen werden. Russland hatte der Regierung in Belgrad Unterstützung signalisiert und ebenfalls die Mobilmachung der Streitkräfte angeordnet. Bis Mitte Dezember wurde ganz Serbien erobert. Lange vor Kriegsbeginn hatten die Vorbereitungen auf den Krieg begonnen. Europa war 1914 in zwei Blöcke gespalten: Das Deutsche Reich, Österreich-Ungarn, die Türkei und Bulgarien auf der einen Seite und die "Entente-Mächte" Frankreich, Russland, Großbritannien und ab 1915 das zuvor neutrale Italien auf der anderen. Letztlich entschieden wurde die Auseinandersetzung durch den Kriegseintritt der USA mit ihren unerschöpflichen materiellen und personellen Ressourcen auf Seiten der Entente.

1939: Anlässlich der Eröffnung der 'Großen Deutschen Rundfunk- und Fernsehausstellung' kündigte die Post die Freigabe des Fernsehens für die breite Öffentlichkeit an. Mit dem neuen Einheitsempfänger 'E 1' konnte jeder Besitzer eines Fernsehgerätes die Sendungen aus Berlin-Witzleben empfangen. Erstmals wurde die Finanzierung des Fernsehen durch Rundfunkgebühren angeregt. In Zukunft sollte die Reichspost den größten Anteil der Rundfunkgebühren erhalten. Nach Versuchssendungen im April 1934 war am 22. März 1935 in Berlin das erste regelmäßige Fernsehprogramm Deutschlands ausgestrahlt worden. Wenige Tage vor Beginn des Zweiten Weltkriegs war der Fernsehsender still gelegt worden.
Geburtstage:
  • Jacques Piccard (1922-2008), schweizer. Tiefseeforscher
  • Jacqueline Kennedy-Onassis (1929-1994), US.-amerikan. Publizistin und Präsidentengattin

Spruch des Tages:
Das Zünglein an der Waage wird oft von scharfen Zähnen bewacht.
Stanislaw Jerzy Lec

S P O R T
1962: Der DFB-Bundestag beschließt in Dortmund, eine Fußball-Bundesliga ab der Spielsaison 1963/1964 zu schaffen.
1980: Lutz Dombrowski (21, Zwickau) gewinnt bei den Olympischen Spielen in Moskau den Weitsprung mit im Flachland bisher unerreichten 8,54 Metern.
1984: Die XXIII. Olympischen Sommerspiele in Los Angeles werden eröffnet.
1991: Der spanische Radrennfahrer Miguel Induráin gewinnt zum ersten Mal die Tour de France.
2001: Bei den Schwimmweltmeisterschaften in Fukuoka erhält der Australier Ian Thorpe als erster Schwimmer bei Weltmeisterschaften sechs Goldmedaillen, drei in Einzelwettbewerben und drei als Staffelschwimmer.

Zahlen, Fakten, Links
Fast zwei Drittel aller Astronauten müssen sich übergeben, wenn sie im Weltall das erste Mal in der Schwerelosigkeit ankommen.

Person des Tages
Jacques Piccard (* 28. Juli 1922 in Brüssel, 1. November 2008 in La Tour-de-Peilz) war ein Schweizer Ozeanograf und einer der bedeutendsten Pioniere der Tiefseeforschung. Er war ein Sohn von Auguste Piccard und der Vater von Bertrand Piccard. Am 23. Januar 1960 tauchten Piccard und der amerikanische Marineleutnant Don Walsh mit der Trieste auf den Grund des Challengertiefs im Marianengraben. Sie erreichten eine Tiefe von 10.916 Metern, es herrschte ein Wasserdruck von circa 1100 bar.

In den folgenden Jahren entwickelte Piccard das Tauchboot Auguste Piccard. Es sollte anlässlich der Schweizerischen Landesausstellung 1964 in Lausanne im Genfersee als Touristikattraktion in Dienst gestellt werden. Die 'Auguste Piccard' wurde zu diesem Zweck von der Schweizer Regierung in Auftrag gegeben.

Bei der Ausführung des Auftrags musste sich Piccard mit diversen naturwissenschaftlichen Experten auseinandersetzen. Diese hatten zwar niemals ein U-Boot betreten, misstrauten jedoch seinem U-Boot-Konzept, da sein Konstrukteur kein studierter Ingenieur war. Letztendlich wurden Piccards Pläne genehmigt und das Boot konnte rechtzeitig seinen Betrieb aufnehmen. Es ist das größte jemals gebaute Tourismus-U-Boot und das größte nicht-militärische Unterwasserfahrzeug. Es beförderte 1964 etwa 33.000 Passagiere auf den Grund des Genfer Sees.

Ein unglaublicher Weltrekord

Eine 16-jährige Chinesin sorgt bei den Olympischen Spielen in London für einen unglaublichen Weltrekord: Sie schwimmt schneller als ihre männlichen Kollegen. Diese Leistung ist so unglaublich, dass ein näherer Blick auf Zeiten besonders lohnt. Bei ihrem Olympiasieg über 400 Meter Lagen war die erst 16-jährige Chinesin Ye Shiwen im Aquatics Centre im Endspurt sogar schneller als kurz zuvor die US-Schwimmstars Ryan Lochte und Michael Phelps. Auf dem Weg zum Weltrekord brachte sie die letzten 50 Meter Freistil in 28,93 Sekunden hinter sich; 17 Hundertstelsekunden schneller als Lochte bei seinem souveränen Sieg. Auf ihrer vorletzten Bahn war sie gar acht Zehntel besser als Phelps.

Unfall im Empire State Building

Am 28. Juli 1945, einem Samstag, befand sich der hochdekorierte Pilot der United States Army Air Forces, Lieutenant Colonel (Oberstleutnant) William F. Smith jun. mit einem zweimotorigen, unbewaffneten B-25-Bomber auf dem Weg von Bedford in Massachusetts nach Newark in New Jersey. Im Flugzeug saßen noch zwei Passagiere.

Am Morgen jenes Tages lag New York City jedoch unter einer dichten Nebeldecke, weshalb die Flugsicherung den Flug zum LaGuardia-Airport umleitete. Smith erbat sich trotzdem eine Landeerlaubnis für den Flughafen Newark und erhielt sie. Der Fluglotse warnte ihn jedoch: Im Moment kann ich die Spitze des Empire State Buildings nicht erkennen. Um 9:40 Uhr Ortszeit flog das Flugzeug mit 322 km/h ins 79. Stockwerk des damals höchsten Gebäudes der Welt.

Beim Einschlag, bei dem das Empire State Building nach Augenzeugenberichten erzitterte, wurden die Tragflächen abgetrennt. Ein Motor durchschlug den Wolkenkratzer und trat auf der gegenüberliegenden Seite wieder aus dem Gebäude aus. Er zerstörte das Dach eines Nachbarhauses. Der zweite fiel zusammen mit Teilen des Fahrwerkes einen Aufzugschacht hinunter. Durch die Kollision entstand ein fünf mal sechs Meter großes Loch in der Fassade. Die Entzündung der Treibstofftanks löste ein Großfeuer aus, welches nach 40 Minuten gelöscht werden konnte. Bei dem Absturz waren insgesamt 14 Todesopfer zu beklagen: Die drei Besatzungsmitglieder sowie elf Personen im Gebäude. 24 Menschen erlitten zum Teil schwere Verletzungen.

Da das Gebäude keine strukturellen Schäden erlitt, konnte es bereits am darauffolgenden Montag wieder eröffnet werden. Es dauerte jedoch drei Monate, bis alle Schäden beseitigt waren. Die Reparaturkosten beliefen sich auf rund eine Million US-Dollar. Unter Berücksichtigung der Inflation entspricht dies einem heutigen Wert von ungefähr 10.000.000 $.

Betty Lou Oliver, die bei der Kollision Verbrennungen erlitt, sollte mit einem angeblich sicheren Lift in die Lobby fahren. Doch die Tragseile des Aufzuges waren beschädigt worden und so fiel sie 75 Stockwerke (mehr als 300 Meter) in die Tiefe. Sie überlebte den Absturz und erhielt einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde für den höchsten überlebten Fall mit einem Aufzug. Durch Teile des beschädigten Aufzugs und die sich im engen Fahrstuhlschacht stark komprimierende Luft wurde der Sturz ausreichend gebremst.

Rätsel / Denksport

Valkos lustiges Silbenrätsel

In dieser Aufgabe müssen aus Silben Wörter gebildet werden, deren Bedeutungen doppelsinnig sind. Ordnen Sie die Silben den Aufgaben zu.
  • Wahrscheinlich ungefälscht
  • Als was übermäßiger Fuselverzehr wirkt
  • Demoteilnehmer mit Informationstafeln
  • Aus Schmuck hergestellter Zahnersatz
  • Flatulenzen in einer bestimmten Jahreszeit
  • Schlund des österreichisch-slowenischen Komponisten Hugo (1860-1903)
be - bes - brand - brü - bür - chen - cke - de - e - ger - ger - he - hei - herbst - ket - lie - ni - ra - rat - recht - schild - schleu - ten - win - wolfs

Es bleiben einige Silben übrig. Sie ergeben das Lösungswort.

Bei dieser Aufgabe geht es um Ihre Kombinationsfähigkeit. Drei Worte sind vorgegeben. Finden Sie das Wort heraus, das zum dritten Wort in einer ähnlichen Beziehung steht wie das erste zum zweiten. Wenn Sie die Lösungsbuchstaben in die richtige Reihenfolge bringen, dann erhalten Sie den Namen einer Stadt. A) Ast L) bellen P) Blatt R) Blüte N) dumm B) feige W) Fläche A) Karte E) Kegel S) Komma U) krähen I) Kreis P) Kurve H) lachen L) meckern K) mutig N) Nachricht V) piepsen R) Quadrat T) rufen N) Satz E) schreiben L) schreien S) schwach D) Silbe G) Stamm I) treu U) weinen R) wiehern K) Wurzel

Die Lösungen der Aufgaben vom 27.07. lauten SPIEKEROOG und INDONESIEN.
Die Lösung von Valkos Silbenrätsel lautet BARKEEPERIN.