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26. September

1887: Der Deutsch-Amerikaner Emil Berliner stellte das erste Grammophon vor - eine Fortentwicklung der Erfindung Thomas A. Edisons - das aber nicht mit Walzen, sondern mit erheblich leichter herzustellenden Schallplatten arbeitete.

1960: Die Kandidaten für die anstehende US-Präsidentschaftswahl traten zum ersten Fernseh-Rededuell der Geschichte an. Das erste von vier TV-Treffen des demokratischen Senators John F. Kennedy und seines Konkurrenten, des US-Vizepräsidenten Richard M. Nixon fand in einem Fernsehstudio in Chicago statt und konzentrierte sich auf innenpolitische Themen.

1980: Bei einem Bombenanschlag auf dem Münchener Oktoberfest kamen 13 Menschen ums Leben, über 200 wurden verletzt. Die Tat rief in Deutschland großes Entsetzen hervor, da zufällig anwesende Menschen betroffen waren. Als Täter wurde der 21-jährige Gundolf Köhler ermittelt. Er kam bei dem Anschlag selbst ums Leben.

2001: Als erster russischer Staatschef sprach Präsident Wladimir Putin vor dem Deutschen Bundestag. Bei seinem Staatsbesuch in Deutschland beeindruckte der Nachfolger von Boris Jelzin die Zuhörer durch sein fließendes Deutsch.
Geburtstage:
  • George Gershwin (1898-1937), US-amerikan. Komponist
  • Berthold Beitz (1913-2013), dt. Industrieller und Manager (Krupp)
  • Fritz Wunderlich (1930-1966), deutscher Sänger, lyrischer Tenor
  • Michael Ballack (*1976), deutscher Fußballspieler

Spruch des Tages:
Der Verstand wird durch die Wahrheit erleuchtet, das Herz wird durch die Liebe erwärmt.
Unbekannt

S P O R T
1983: Der America’s Cup wird nach 132 Jahren US-amerikanischer Dominanz von der Crew der Yacht Australia II gewonnen. US-Skipper Dennis Conner wird mit seiner Yacht Liberty geschlagen.
1993: Dirk Raudies (29) wird auf dem Circuito del Jarama nahe Madrid Motorrad-Weltmeister in der 125-ccm-Klasse.

Zahlen, Fakten, Links
Bei einer Volkszählung in Großbritannien 2001 wurden die Jedi-Ritter als Religionsgemeinschaft aufgeführt. Fast 400 000 Briten gaben an, dieser anzugehören.

Person des Tages
Berthold Beitz (* 26. September 1913 in Zemmin; † 30. Juli 2013 in Kampen, Sylt) war ein deutscher Manager und Unternehmenslenker. Er war Generalbevollmächtigter Alfried Krupp von Bohlen und Halbachs und ein einflussreicher Industrieller in der Montanindustrie des Ruhrgebiets.

Während des Zweiten Weltkriegs rettete er im von Deutschen besetzten Galizien mehreren hundert jüdischen Zwangsarbeitern das Leben, indem er sie als unentbehrlich für die Erdölindustrie einstufte und in den von ihm verwalteten Fabriken beschäftigte. Nach Kriegsende lernte er Alfried Krupp kennen und bei seiner Geburtstagsfeier am 26. September 1952 wurde Beitz per Handschlag von Alfried Krupp zum Generalbevollmächtigten seiner Firma gemacht. Gemeinsam mit ihm baute er den Krupp-Konzern wieder auf und wandelte nach dem Tod Alfried Krupps das Kruppsche Familienvermögen in eine Stiftung um.

Als Testamentsvollstrecker des Krupp-Erbes und Vorsitzender des Kuratoriums der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung hat Beitz während des Niedergangs der Montanindustrie über fünf Jahrzehnte hinweg den Strukturwandel im Ruhrgebiet wesentlich mitbestimmt und den Umbau zu einer Wirtschafts-, Wissenschafts- und Kulturregion mitbetrieben.

Beitz war von 1972 bis 1988 Mitglied im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) und zwischen 1984 und 1988 dessen Vizepräsident.

Das MAXIMUM-BREAK

Höchstes Ziel eines Snooker-Spielers ist es, ein sogenanntes Maximum Break zu erzielen. Locht man alle roten Kugeln und jeweils die schwarze Kugel abwechselnd und danach die farbigen Kugeln in richtiger Reihenfolge ohne Unterbrechung, so ergibt sich die maximal mögliche Punktzahl von 147. Das Maximum Break gilt als herausragende Leistung eines Spielers und ist ein besonderer Höhepunkt im Spiel.

Bisher wurden 105 offizielle Maximum Breaks erzielt. Ein Maximum Break wurde lange Zeit mit einer Extraprämie belohnt, die bei den meisten Turnieren 20.000 Pfund betrug. Aufgrund der stark angestiegenen Zahl solcher Breaks wurde diese Regelung jedoch 2010/2011 weitgehend abgeschafft.

Das erste bekannte Maximum Break wurde am 26. September 1934 in Griffith, New South Wales, Australien von E. J. Murt O'Donoghue gespielt. Steve Davis spielte das erste im Fernsehen übertragene Maximum Break 1982 bei der Lada Classic. Die meisten Maximum Breaks spielten der amtierende Weltmeister Ronnie O’Sullivan (12) und der 7-fache Weltmeister Stephen Hendry (11). (Stand April 2014)

s. 17. April: Snooker

Atomarer Fehlalarm

Oberstleutnant Stanislaw Petrow war diensthabender Offizier im Serpuchow-15-Bunker (ungefähr 50 Kilometer südlich von Moskau). Seine Aufgabe bestand in der computer- und satellitengestützten Überwachung des Luftraumes. Im Fall eines nuklearen Angriffes auf die UdSSR sah die Strategie einen mit allen Mitteln geführten sofortigen nuklearen Gegenschlag vor.

Kurz nach Mitternacht des 26. September 1983 meldete der Computer eine auf die Sowjetunion anfliegende US-amerikanische Atomrakete. Petrow schlussfolgerte die Unwahrscheinlichkeit eines mit einer einzelnen Rakete durchgeführten Erstschlages, da der massive Gegenschlag die totale Auslöschung des Aggressors bedeuten würde. Zusätzlich war die Verlässlichkeit des Satellitensystems (Kosmos 1382) zuvor mehrfach in Frage gestellt worden. Auf Satellitenbildern der US-Militärbasis konnte Petrow keine Rakete erkennen; da die Basis zu dem Zeitpunkt genau auf der Tag-Nacht-Grenze lag, hatten die Bilder jedoch nur eingeschränkte Aussagekraft. Petrow meldete der Militärführung einen Fehlalarm.

Kurze Zeit später meldete das Computersystem eine zweite, dritte, vierte und fünfte abgefeuerte Rakete. Petrow glaubte weiterhin an einen Falschalarm, hatte jedoch keinerlei andere Quellen, um seine Vermutung zu überprüfen. Die Reichweite des landgestützten sowjetischen Radars war dermaßen kurz, dass es zum Entdeckungszeitpunkt bereits zu spät gewesen wäre.

Unter derart erheblichem Druck stehend, blieb Petrow aber bei der Entscheidung, die Informationen, die zu einem Gegenangriff geführt hätten, nicht weiterzuleiten. Er setzte weiterhin auf einen Computerfehler, im Bewusstsein, dass im Falle eines Irrtums seinerseits umgehend Dutzende nukleare Sprengköpfe über seinem Heimatland niedergehen würden. Da das Satellitensystem aber nur fünf abgefeuerte Raketen meldete, ging er von einem Falschalarm aus. Ein tatsächlicher Angriff hätte seiner Ansicht nach mit deutlich mehr Waffen stattfinden müssen.

Kurz danach an diesem Morgen stellte sich heraus, dass Petrows Einschätzungen richtig waren – das satellitengestützte sowjetische Frühwarnsystem hatte Sonnenreflexionen auf Wolken in der Nähe der Malmstrom Air Force Base in Montana, wo auch US-amerikanische Interkontinentalraketen stationiert waren, als Raketenstarts fehlinterpretiert. Auch wenn den Befehl zum Gegenschlag letztlich noch das sowjetische Oberkommando und die Staatsführung hätten anordnen müssen, hatte Petrow durch sein umsichtiges Verhalten die hierarchische Kettenreaktion bis zu einem möglichen Nuklearkrieg rechtzeitig unterbrochen.

Die Association of World Citizens mit Sitz in San Francisco zeichnete Petrow sowohl am 21. Mai 2004 in Moskau – wo ihm mit der Auszeichnung auch eintausend US-Dollar überreicht wurden – als auch am 19. Januar 2006 im UN-Hauptquartier in New York mit dem World Citizen Award aus. Am 24. Februar 2012 wurde Stanislaw Petrow mit dem Deutschen Medienpreis ausgezeichnet. Am 17. Februar 2013 wurde Stanislaw Petrow in der Dresdner Semperoper der mit 25.000 Euro dotierte Dresden-Preis 2013 verliehen.

siehe auch 27. Oktober: 'Der Mann, der den 3. Weltkrieg verhinderte!'

Das schlimmste Unglück der zivilen Seefahrt

Wie viele Menschen beim Untergang der 'Titanic' genau starben, weiß man nicht, weil es keine vollständigen Passagierlisten gab. Es waren wohl etwa 1500. Die höchsten Opferzahlen aber forderte die Versenkung der Flüchtlingsschiffe am Ende des Zweiten Weltkriegs: Am 30. Januar 1945 sank die 'Wilhelm Gustloff' mit etwa 9300 Passagieren, am 9. Februar die 'Steuben' mit 4000, am 16. April die „Goya“ mit 7000, am 3. Mai die 'Cap Arcona' und zwei andere Schiffe mit 7000 befreiten KZ-Häftlingen. Ähnlich hohe Opferzahlen forderte die Versenkung mehrerer japanischer Schiffe im Herbst 1944. Sie hatten meist Kriegsgefangene und Zivilisten an Bord. Das schlimmste Unglück der zivilen Seefahrt war der Untergang der 'Joola' an der Küste Senegals mit 1800 Toten am 26. September 2002.

Die transsibirische Eisenbahn

Schon Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Gedanke, eine Eisenbahnlinie quer durch Sibirien zu bauen, durch die Generalgouverneure von Omsk und Irhutsk laut. Die Sibirier wollten natürlich ihre Städte per Bahn mit der westlichem Wirtschaft verbinden. Jedoch erst die Vollendung der Eisenbahnlinien 1869 durch Amerika und 1885 duch Kanada und 1881 der Amtsantritt des Zaren Alexander III verhalfen dem Projekt zum Durchbruch. Mit den Worten " Es ist Zeit, es ist allerhöchste Zeit" genehmigte der Zar das Jahrhundertprojekt "Transsibirische Eisenbahn". Da der Ural bereits per Bahn mit Moskau verbunden war, verblieb das Stück zwischen den Städten Celjablinsk im Ural und Wladiwostok am Pazifik zu schließen. Dazwischen lag unbewohnte Steppe, Dauerfrostboden und der Baikalsee.

Die Transsibirische Eisenbahn war 1916 durchgängig fertiggestellt. 90000 Arbeiter waren zeitweise gleichzeitig mit dem Bau der Transsib beschäftigt. Aufgrund der dünnen Besiedlung Sibiriens waren dies hauptsächlich Kosaken, Bauern, Sträflinge, Chinesen und Gastarbeiter aus Italien und der Türkei.

Die Transsibirische Eisenbahn fährt über die längste Schienenstrecke der Welt und ist die Hauptverkehrsachse Russlands - etwa 9.650 km, ein Viertel der Strecke um den ganzen Globus. Sie hat mehr als 80 Stationen und durchquert acht Zeitzonen zwischen Moskau und Wladiwostok an der Pazifikküste. Dieses Gebiet war während der Sowjet-Ära sowohl für Ausländer als auch für die meisten Russen unzugänglich. Das Schienennetz läuft durch Taiga, Steppen, Wüsten und Berge. Es ist eines der beeindruckendsten Wunder der Technik der letzten 100 Jahre. Einst war es eine beschwerliche Reise von mehreren Monaten, aber die abenteuerliche Zugfahrt kann auf komfortabel und in Begleitung erfahrener Reiseführer innerhalb von zwei Wochen zurückgelegt werden. Drei geringfügig unterschiedliche Routen laufen in beide Richtungen von Moskau und St. Petersburg in Westrussland durch Sibirien in den Fernen Osten, einschließlich der Mongolei, und enden (oder beginnen) in Peking. Jede Fahrt ermöglicht die interessante Entdeckung von regionalen Hauptstädten und anderen, entlegeneren Orten und Dörfern.

Zusammen mit der Deutschen Bahn wurden seit 1997 Pläne entwickelt, die Transsibirische Eisenbahn als Transportweg für Güter aus dem Fernen Osten nach Europa zu nutzen. Der Transport mit der Eisenbahn wäre deutlich schneller als der Seeweg. Der internationale Güterverkehr auf dieser Strecke stieg stetig an und hätte im September 2008 regelmäßig werden sollen. Wegen der Wirtschaftskrise und damit stark gesunkenen Frachtraten auf dem Seeweg wurden die Pläne aber zunächst gestoppt. Seit 2010 werden nun mehrere Güterzüge zwischen China und Europa angeboten. Diese werden an den Systemschnittgrenzen zwischen Normalspur und Breitspur umgeladen. Seit Ende November 2011 fährt ein täglicher Zug für BMW vom Werk Leipzig nach Shenyang.

'Biosphäre 2' in Betrieb

Am 26.09.1991 bezogen acht Wissenschaftler für zwei Jahre die "Biosphäre 2" in der Sonorawüste in Arizona. Das erste künstliche Ökosystem der Welt bedeckte eine Fläche von 1,6 Hektar und besaß ein Volumen von 204.000 Kubikmeter innerhalb einer luftdichten Außenhülle. "Biosphäre 2" bestand aus fünf natürlichen und zwei künstlichen Lebensräumen: Tropischem Regenwald, Savanne, Sumpf, Meer, Wüste, intensiver Landwirtschaft sowie Wohnräumen für Menschen. Die Anlage sollte eine Umgebung schaffen, die klein genug ist, um sie zu beherrschen, aber zugleich hinreichend komplex und vielfältig, um als sinnvolles Labor zur Untersuchung von natürlichen Ökosystemen der Erde zu dienen.

Rätsel / Denksport

Valkos lustiges Silbenrätsel

In dieser Aufgabe müssen aus Silben Wörter gebildet werden, deren Bedeutungen doppelsinnig sind. Ordnen Sie die Silben den Aufgaben zu.
  • Verzieh dich, SPD-Mitglied
  • Kurzer Liter zwischen Frau Tschechowa (*1940) und einem Hauptstadtkanton
  • Täuschung bei dem Gebrauch von Substantiven
  • Maschine zur Herstellung von sehr trockenem Champagner
  • Achtbare Trinkgesellschaft
  • Bestimmte Anzahl von Rassehunden
al - ap - bern - brut - de - drei - eh - ge - hei - list - mi - na - no - nos - pa - ra - rat - ren - run - se - sen - spit - ver - weg - ze - zung

Es bleiben einige Silben übrig. Sie ergeben das Lösungswort.

Es ist Ihre Aufgabe eine zweistellige Zahl herauszufinden. Dazu müssen Sie eine Liste von 14 Behauptungen bearbeiten. Wenn eine Behauptung richtig ist, müssen Sie das entsprechende Feld anmalen. Bei vollständiger Lösung wird die Lösungszahl angezeigt. Die Benutzung eines Taschenrechners ist nicht vorgesehen!
  1. Es gibt mehr Sekunden in einem Tag als Kilogramm in 50 Tonnen.
  2. Es gibt mehr Sonntage in einem Jahrtausend als Zentimeter in einem halben Kilometer!
  3. Wenn eine Uhr 12 Sekunden braucht , um 5 Uhr zu schlagen, dann braucht sie 24 Sekunden, um 10 Uhr zu schlagen.
  4. 8 / 18 ist größer als 6 / 15
  5. Die Summe der ersten zwanzig geraden Zahlen ist größer als die Summe der ersten zwanzig ungeraden Zahlen.
  6. Ein Liter entspricht 100 Kubikzentimetern.
  7. Ein quadratisches Grundstück ist mit 16 Pfeilern so eingezäunt, dass sich an jeder der vier Seiten gleich viele Pfeiler befinden. An jeder Seite stehen 5 Pfeiler.
  8. Wenn 3600 € das Gehalt für 45 Arbeitstage ist, dann ergeben 14 Arbeitstage 1120 Euro.
  9. 0,4 Minuten sind 40 Sekunden.
  10. 1250 ist gleich 1,25 Mal 10 hoch 3.
  11. 30 geteilt durch 1/2 ergibt 15.
  12. Zwischen 21:47 Uhr heute und 13:43 morgen vergehen 15 Stunden und 56 Minuten.
  13. Silvia hat 5 Schwestern und 3 Brüder. Ihr Bruder Tom hat S Schwestern und B Brüder. S*B ist gleich 12.
  14. Der dritte Teil plus dem Doppelten von 12 ergibt 28.

In einer ursprünglich richtig gerechneten Multiplikationsaufgabe wurden genau zwei Ziffern geändert, so dass jetzt folgende Rechnung an der Tafel steht:   4*5*4*5*4=2247    Wie lautet die korrekte Gleichung?

Die Lösungen der Aufgabe vom 25.09. lauten 391 und MONTENEGRO.