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02. Dezember

1804: Kaiserkrönung Napoleons
In der Kathedrale von Notre-Dame zu Paris setzte sich Napoleon Bonaparte selbst die Kaiserkrone auf und krönte seine Frau Josephine Beauharnais. Zuvor hatte Papst Pius VII. die Salbung vollzogen. 1802 hatte sich Napoleon nach der Beendigung des zweiten Koalitionskrieges schon zum Konsul auf Lebenszeit ernannt. Damit wurde Frankreich wieder zur Monarchie, aber nicht im feudalen, sondern im bürgerlichen Sinne. 1804 wurde auch der "Code Civil" fertiggestellt, ein bürgerliches Gesetzbuch, das erarbeitet wurde, um eine rechtliche Ordnung für die revolutionäre Gesellschaft zu schaffen. 1805 krönte sich Napoleon in Mailand auch zum König von Italien.

1805: Schlacht bei Austerlitz
In der so genannten Dreikaiserschlacht starben 44.000 Soldaten auf dem Schlachtfeld, davon auf französischer Seite 9.000 und 35.000 auf alliierter Seite. Den vereinigten Truppen Österreichs unter Kaiser Franz II. und Russlands unter Zar Alexander I. war es trotz zahlenmäßiger Überlegenheit nicht gelungen, den Vormarsch Napoleons I. zu stoppen. Mit diesem Sieg, der zugleich als Höhepunkt napoleonischer Kriegskunst angesehen werden kann, war der dritte Koalitionskrieg beendet. Am 26. Dezember 1805 schlossen Österreich und Frankreich den Frieden von Preßburg. Russland zog zwar seine Truppen ab, blieb aber mit Frankreich im Kriegszustand.

1942: Erste kontrollierte nukleare Kettenreaktion
Physiker unter der Leitung des italienischen Kernphysikers Enrico Fermi setzten in Chicago die erste von Menschen eingeleitete und kontrollierte nukleare Kettenreaktion in Gang. Die daraus entstandene Energie betrug ein halbes Watt. Unter den geheimen Bezeichnungen "Manhattan Engineering District" und "Projekt Y" wurde daraufhin die Entwicklung der Atombombe gestartet. Durch eine gewaltige finanzielle Kraftanstrengung der USA wurden schließlich drei Atombomben gebaut. Der ursprünglich für die deutsche Stadt Dresden vorgesehene Abwurf kam nicht zustande, da der Krieg in Europa zu diesem Zeitpunkt bereits zu Ende war. Am 6. August 1945 wurde die erste Bombe über dem japanischen Hiroshima abgeworfen, am 9. August folgte die zweite über Nagasaki.
Geburtstage:
  • Otto Dix (1891-1969), dt.Maler und Grafiker
  • Marion Gräfin Dönhoff (1909-2002), dt.Publizistin und Herausgeberin ('Die Zeit')
  • Maria Callas (1923-1977), griech. Sängerin (Sopran)
  • Gianni Versace (1946-1997), italien. Modeschöpfer
  • Jan Ullrich (*1973), dt. Radsportler, erster deutscher Tour-de-France-Sieger 1997

Spruch des Tages:
Kleine Taten, die man ausführt, sind besser als große, die man plant.
George Marshall

S P O R T
1997: Borussia Dortmund gewinnt den Weltpokal gegen Cruzeiro Belo Horizonte.

Person des Tages
Gianni Versace (* 2. Dezember 1946 in Reggio Calabria, Italien; † 15. Juli 1997 in Miami Beach) war ein italienischer Modeschöpfer und Gründer des Modeunternehmens Versace.

1972 zog Versace nach Mailand, um als Designer für Callaghan und die aufstrebende Marke Genny zu wirken, zu deren Bekanntheit er wesentlich beitrug. Drei Jahre später hatte er in den USA große Erfolge mit seiner ersten Lederkollektion für Complice. 1978 macht sich Versace schließlich selbstständig. Im selben Jahr veranstaltete der Modehändler Albert Eickhoff im westfälischen Lippstadt Versaces erste große Modenschau. 1979 hatte er seine erste Prêt-à-Porter-Show. Im gleichen Jahr eröffnete in Mailand die erste 'Versace-Boutique'.

Aufsehen erregte er mit ungewöhnlichen Materialzusammenstellungen wie Seide/Jute, Leder/Crêpe de Chine. Als erster brachte er Jeans auf den Laufsteg. Prägend für seine Mode wurden vor allem leuchtende Farben und auffallende Muster. In den 80er Jahren feierte Versace seinen internationalen Durchbruch als Modedesigner. Viele Kreationen jener Jahre zeigten das Gesicht der 'Medusa' - es wurde schließlich sein Markenzeichen und später ein Bestandteil des Unternehmenslogos.

Neben Kollektionen für Damen, Herren und Kinder tragen inzwischen auch Parfüms, Taschen, Schuhe, Schmuck, Geschirr, Wohnaccessoires und Fliesen seinen Namen.

Zahlen, Fakten, Links
Gewohnheitsmäßige Schwarzfahrer in Paris 'versichern' sich, indem sie in einen gemeinsamen Finanztopf einzahlen, aus dem Geldbußen beglichen werden.

Berühmte unbewohnte Inseln II

Die Bouvetinsel ist eine unbewohnte Vulkaninsel im Südatlantik, 2500 Kilometer südwestlich des südafrikanischen Kaps der Guten Hoffnung. Sie ist ein von Norwegen abhängiges Gebiet, ohne jedoch Teil des Königreichs Norwegen zu sein. Das ferne Eiland gehört zu den am schwierigsten erreichbaren und einsamsten Inseln der Erde.

Am 22. September 1979 kam es zwischen der Bouvetinsel und den Prinz-Edward-Inseln zu dem sogenannten Vela-Zwischenfall. Ein amerikanischer Vela-Überwachungssatellit registrierte eine Explosion, bei der es sich möglicherweise um einen gemeinsamen atmosphärischen Atombombentest Südafrikas und Israels handelte.

Bestrebungen, eine Forschungsstation zu errichten, blieben lange erfolglos. Eine von der Norvegia-Expedition 1928 errichtete Depothütte war schon im darauffolgenden Jahr verschwunden. Die südafrikanische Bouvet-Expedition von 1955 fand keinen geeigneten Ort für eine bemannte Wetterstation. Erst 1977 nahm Norwegen eine automatische Station in Betrieb. Vom 24. Dezember 1978 bis zum 8. März 1979 hielt sich ein norwegisches Forschungsteam auf der Insel auf und führte biologische und geologische Forschungsarbeiten durch. Die dafür auf die Insel gebrachten Hütten gingen bald verloren. 1996 verankerten die Norweger einen Wohncontainer als zeitweise besetzte Forschungsstation auf der Insel. Am 19. Oktober 2007 teilte das Norwegische Polarinstitut mit, dass die Station auf aktuellen Satellitenaufnahmen nicht mehr zu sehen wäre. Wissenschaftler stellten im Dezember 2007 bei einem Besuch fest, dass das gesamte Stationsgelände bei einem Erdrutsch ins Meer gestürzt war.

Für die Bouvetinsel existiert die länderspezifische Top-Level-Domain .bv, die aber derzeit ungenutzt ist. Ebenso wie die TLD von Jan Mayen (.sj) ist die Top-Level-Domain der Bouvetinsel für potenzielle zukünftige Nutzung reserviert. Im Jahr 1990 wurde die Insel von einer internationalen Amateurfunk-Expedition besucht und von dort das Rufzeichen 3Y5X aktiviert.


Foto: wikipedia / gemeinfrei

Schwebefähren

Die Rendsburger Hochbrücke ist eine zwischen 1911 und 1913 erbaute Stahlkonstruktion in Rendsburg (Schleswig-Holstein). Sie überspannt den Nord-Ostsee-Kanal und dient als Eisenbahn-Brücke, außerdem trägt sie eine angehängte Schwebefähre für den Fußgänger- und Fahrzeugverkehr. Sie ist Wahrzeichen der Stadt Rendsburg und eines der bedeutenden Technikdenkmäler in Deutschland. Am 22. September 2013 wurde sie von der Bundesingenieurkammer als Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland ausgezeichnet. Direkt unter der Brücke befindet sich die Schiffsbegrüßungsanlage Rendsburg. Die Brücke war 99 Jahre lang die längste Eisenbahnbrücke in Deutschland.

Die Schwebefähre verbindet die Gemeinde Osterrönfeld mit der Stadt Rendsburg und befördert pro Fahrt bis zu vier Fahrzeuge oder etwa 60 Fußgänger. Sie benötigt knapp zwei Minuten für eine Überfahrt. Seit ihrer Eröffnung am 2. Dezember 1913 gilt der gleiche Fahrplan: von 5 Uhr morgens bis 23 Uhr abends (im Winter nur bis 22 Uhr) wird viertelstündlich gefahren. Da der Schiffsverkehr auf dem Kanal Vorrang hat, kann es zu außerplanmäßigen Wartezeiten kommen.


Foto: Malte Hübner / wikipedia / public domain

Die Fährbühne (auch als Gondel bezeichnet) ist 14 m lang, 6 m breit und hat ein Eigengewicht von 45 Tonnen. Sie hängt an zwölf Seilen unter einer Stahlkonstruktion, die den Untergurt der Brücke U-förmig umfasst und mit insgesamt acht Rädern auf zwei Schienen rechts und links des Brückenträgers läuft. Der Antrieb erfolgt elektrisch mit vier Motoren, die jedes zweite Rad antreiben. Sie ist eine von nur acht Schwebefähren weltweit.

Eine Schwebefähre ist eine Hängebahn über ein Gewässer hinweg. Sie schwebt nicht, sondern hängt an Seilen oder Stäben unter einem hoch liegenden Brückenträger und fährt oberhalb des Wassers von einer Seite eines Flusses oder Kanals auf die andere.

Eine Schwebefähre kann auch bei Eisgang und zugefrorenem Gewässer fahren und braucht weniger Energie als ein Fährschiff. Sie ist billiger zu bauen als eine Fahrzeugbrücke mit dem gleichen Lichtraum für den Schiffsverkehr. Die erste Schwebefähre wurde von dem Architekten und Ingenieur Alberto Palacio entworfen, der sie zusammen mit dem Ingenieur Ferdinand Arnodin gebaut hat. Beide gelten als ihre Erfinder.

Weltweit sind von ursprünglich rund 20 Schwebefähren noch acht erhalten, davon drei in Großbritannien (Newport, Middlesbrough und Warrington), eine in Frankreich (Rochefort), eine in Argentinien (Buenos Aires), eine in Spanien zwischen Portugalete und Getxo und zwei in Deutschland:

Die Schwebefähre Osten–Hemmoor, 1909 in Betrieb genommen und damit die älteste Deutschlands, fährt zwischen Osten und Hemmoor und überquert den Fluss Oste.

Der erfolgreichste Fußballspieler

2.12.1997: Borussia Dortmund gewinnt den Weltpokal! Vor 55.000 Zuschauern gewinnt die Mannschaft in Tokio gegen den Südamerika-Meister Cruzeiro Belo Horizonte mit 2:0 (1:0).

Dortmund spielt mit folgender Mannschaft: Stefan Klos, Wolfgang Feiersinger, Stefan Reuter, Júlio César, Jörg Heinrich, Steffen Freund, Paulo Sousa, Andreas Möller, Michael Zorc (80. Jovan Kirovski), Heiko Herrlich, Stephane Chapuisat (75. Harry Decheiver), Trainer Nevio Scala

Neben der Tatsache, dass ein deutscher Verein diesen Titel gewinnt, geht ein anderes Ereignis fast unter. Andreas Möller komplettiert seine vermutlich einmalige Titelsammlung. Möller gewinnt mit dem BVB zweimal die deutsche Meisterschaft (1995, 1996), den DFB-Pokal (1989) und die Champions League (1997). 1993 gewinnt er mit Juventus Turin den UEFA-Cup. Dazu kommen noch mit der Nationalmannschaft die Siege bei der Europameisterschaft (1996) und der Weltmeisterschaft (1990). Später kommen noch zwei Pokal-Siege mit Schalke 04 (2001 und 2002) dazu. Möller dürfte der einzige Spieler sein, der alle sieben Titel gewonnen hat.

Rätsel / Denksport

Valkos lustiges Silbenrätsel

In dieser Aufgabe müssen aus Silben Wörter gebildet werden, deren Bedeutungen doppelsinnig sind. Ordnen Sie die Silben den Aufgaben zu.
  • Geschlechtswort für das Klo
  • Streikfolgen in Bezug auf das Abo einer Hamburger Wochenzeitung
  • Stadt und See in den USA für spanische Prinzen
  • Bei Filmaufnahmen benutztes Schreibgerät
  • Boxbörse eines ehemaligen Kieler Europameisters (1972-74, Lothar)
  • Chauffeur von Gespenstern
  • Bei einer Übung im Turmspringen getragener Indianerschmuck
  • Spitzname einer Stadt an der Saale wegen ihrer laufenden Veränderungen
a – ap - ar - ben - bend - blei - del - der - dreh - fah - fan - fe - fel - geis - hal - in - kas - keit - kel - le - let - lo - ne - rer - rie - schrau - se - si - stift - te - ten - ter - ti - toi - sig - wan - zeit

Es bleiben einige Silben übrig. Sie ergeben das Lösungswort.

Tragen Sie in die rechte Figur die Zahlen von 0 bis 10 so ein, dass auf der linken Seite von oben nach unten die Zahlen immer kleiner werden. Die Zahl im linken oberen Eck soll größer sein als die im rechten unteren Eck! Die Summe der Zahlen, die auf einer Linie liegen, soll natürlich immer immer die gleiche sein.


Es ist Ihre Aufgabe jeweils zwei der unten stehenden Buchstabenfolgen zusammenzusetzen. Zwischen die beiden Folgen muss aber jeweils ein Zahlwort gesetzt werden. Gesucht ist die Summe der Werte der Zahlwörter!
Beispiel 1: SCH - ACHT - URNIER (8)
Beispiel 2: KLA - VIER - SPIELER (4)

EL / FLUNG / FÖRSTER / HOT / LAN / LÜGEL / RE / RUN / SCH / SE / SE / VER


Die Lösungen der Aufgaben vom 01.12. lauten MANUEL, 511 Züge, 39 Züge, 22. August 8:10:07 Uhr.