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27. Dezember

1982: Computer: 'Mann des Jahres'
Am 27. Dezember 1982 wählte das US-amerikanische 'Time-Magazine' nicht einen Menschen zum 'Mann des Jahres', sondern den Computer, der gerade seinen Siegeszug um die Welt angetreten hatte. Der Computer ließ bei seiner Wahl alle anderen Mitbewerber weit hinter sich, unter ihnen Margaret Thatcher und Menachem Begin.
Geburtstage:
  • Johannes Kepler (1571-1630), dt. Astronom
  • Carl Zuckmayer (1896-1977), dt. Schriftsteller
  • Hans Stuck (1900-1978), dt. Automobilrennfahrer
  • Marlene Dietrich (1901-1992), dt./US Schauspielerin & Sängerin
  • Guido Westerwelle (1961-2016), dt. Politiker
  • Gérard Depardieu (*1948), frz. Schauspieler

Spruch des Tages:
Mit Fanatikern zu diskutieren heißt, mit einer gegnerischen Mannschaft Tauziehen spielen, die ihr Seilende um einen dicken Baum geschlungen hat.
Hans Kasper

S P O R T
1979: In Cortina d’Ampezzo gewinnt Toni Innauer vor zwei weiteren Österreichern den ersten Wettkampf der ersten Skisprung-Weltcup-Saison.

Zahlen, Fakten, Links
Das isländische Telefonbuch ist alphabetisch nach Vornamen geordnet.

Person des Tages
Marlene Dietrich (* 27. Dezember 1901 in Schöneberg (heute Ortsteil von Berlin); † 6. Mai 1992 in Paris; eigentlich Marie Magdalene Dietrich) war eine gebürtige deutsche Schauspielerin und Sängerin, die 1939 die US-amerikanische Staatsbürgerschaft annahm.

Sie ist eine der wenigen deutschsprachigen Künstlerinnen, die auch international Ruhm erlangten. Typisch für sie waren ihre langen Beine, ihre tiefe, rauchig-erotische Stimme und die von ihr getragenen Hosenanzüge, wodurch dieses Kleidungsstück in den 1930er Jahren für Frauen salonfähig wurde.

Marlene Dietrich begann ihre Karriere als Schauspielerin am Theater und in Stummfilmen in den Goldenen Zwanzigern in Berlin. Der Aufstieg zur international bekannten Künstlerin gelang ihr 1930 durch die Hauptrolle in dem Film Der blaue Engel des Regisseurs Josef von Sternberg. Gemeinsam mit von Sternberg ging sie Anfang der 1930er Jahre in die USA, wo sie unter seiner Regie an der Seite von Gary Cooper das Drama Marokko (1930) drehte, für das sie eine Oscar-Nominierung als beste Hauptdarstellerin erhielt. Mit Filmen wie Shanghai-Express (1932) und Der große Bluff (1939) etablierte sie sich als erster deutscher Filmstar in Hollywood.

Während der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland weigerte sich die Schauspielerin, die NS-Propaganda zu unterstützen. Stattdessen engagierte sie sich während des Zweiten Weltkriegs bei der US-amerikanischen Truppenbetreuung, indem sie für die Soldaten sang und Verwundete in Lazaretten besuchte. Im Jahr 1947 verlieh ihr der damalige Präsident der Vereinigten Staaten Harry S. Truman die Freiheitsmedaille.

Ab den 1950er-Jahren stand Dietrich überwiegend als Sängerin auf der Bühne. Zu ihren berühmtesten, auch international erfolgreichen Liedern zählen Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt, Lili Marleen, Ich hab’ noch einen Koffer in Berlin und Sag mir, wo die Blumen sind. Anerkennung für ihre schauspielerischen Leistungen erhielt sie in diesen Jahren für Zeugin der Anklage (1957) unter der Regie von Billy Wilder und für Das Urteil von Nürnberg (1961) an der Seite von Spencer Tracy. Nach den Dreharbeiten zu ihrem letzten Film Schöner Gigolo, armer Gigolo (1978) beendete die Künstlerin ihre Karriere aus gesundheitlichen Gründen. Bis zu ihrem Tod im Jahre 1992 lebte sie zurückgezogen in ihrer Pariser Wohnung.

Die Person des Jahres

Person of the Year (Person des Jahres; früher: Man of the Year, Mann (oder auch Mensch) des Jahres) ist eine Auswahl von Personen, Gruppen, Ideen oder Objekten, die seit 1927 jährlich vom US-amerikanischen Nachrichtenmagazin Time veröffentlicht wird. Mit der Ernennung zur Person des Jahres werden diejenigen ausgewählt, die nach Ansicht der Redaktion die Welt im jeweiligen Jahr maßgeblich verändert oder bewegt haben – zum Guten oder zum Schlechten.

Die Tradition der Auswahl des Man of the Year begann 1927, als Time-Redakteure überlegten, worüber sie in einer Sauregurkenzeit schreiben könnten. Zunächst ging es dabei auch darum, die Blamage der redaktionellen Fehlentscheidung, Charles Lindbergh nach seinem Transatlantik-Flug nicht auf die Titelseite gebracht zu haben, wieder gut zumachen. Ende des Jahres beschloss man dann, Charles Lindbergh mit einer Titelgeschichte zum „Mann des Jahres“ zu küren.

Seit dieser Zeit werden spezielle Personen, Gruppen von Leuten (z. B. ein Team oder eine demografische Kategorie) oder, in zwei speziellen Fällen, eine Erfindung und der Planet Erde, ausgewählt für eine Ausgabe gegen Ende jedes Jahres. Seit dem Jahr 2000 wurde der Titel dann in Person of the Year (Person des Jahres) verallgemeinert. Dennoch haben bisher nur wenige Frauen den Titel erhalten: Wallis Simpson im Jahr 1936, Song Meiling im Jahr 1937, Königin Elisabeth II. im Jahr 1952, alle Amerikanerinnen 1975, Corazon Aquino im Jahr 1986 und die Whistleblowers genannten Informantinnen, die Skandale aufzudecken halfen (2002).

Jeder Präsident der Vereinigten Staaten seit Franklin D. Roosevelt (mit Ausnahme von Gerald Ford) war mindestens einmal Person of the Year. Es gehört mittlerweile zur Vorgehensweise der Time, jedes mal einen Präsidenten der USA dazu zu ernennen, nachdem er ins Amt gewählt (oder wiedergewählt) wurde, um diese Leistung an sich anzuerkennen

Die Auszeichnung wird teilweise als Ehre oder Preis verstanden. Das Time-Magazine weist jedoch regelmäßig auf das alleinige Kriterium hin: Wer hatte den größten Einfluss auf die Ereignisse des Jahres – im guten oder schlechten Sinne [for better or for worse, ...has done the most to influence the events of the year] . Dies wird deutlich in den Auszeichnungen Hitlers 1938, Stalins 1939 und 1942 sowie Khomeinis 1979.

Der Diktator Adolf Hitler wurde 1938 als diejenige Person ausgewählt, die den größten Einfluss auf die Weltgeschichte hatte. Darüber hinaus waren die Bundeskanzler Konrad Adenauer 1953 und Willy Brandt 1970 Personen des Jahres. Albert Einstein wurde als Person des 20. Jahrhunderts ausgewählt, Johannes Gutenberg als Person des Jahrtausends.

Am 27. Dezember 1982 wählte das 'Time-Magazine' nicht einen Menschen zum 'Mann des Jahres', sondern den Computer, der gerade seinen Siegeszug um die Welt angetreten hatte. Der Computer ließ bei seiner Wahl alle anderen Mit-Bewerber weit hinter sich, unter ihnen Margaret Thatcher und Menachem Begin.

Borgward - ein großer deutscher Automobilhersteller

Borgward war von 1929 bis 1961 ein deutscher Automobilhersteller mit Sitz in Bremen, Gründer war Carl F. W. Borgward. Das erste Fahrzeug war der Borgward Blitzkarren, ein minimalistisches Transportvehikel, das in der Zeit der Weltwirtschaftskrise eine Marktlücke füllte. Borgwards erstes Automobil ist ein offenes Dreirad mit 2,2 PS und einer Ladekapazität von fünf Zentnern. Vier Jahre später – als der Blitzkarren Goliath heißt – fährt eine ganze Generation von Gemüsehändlern, Bäckern, Bauern und Handwerkern mit dem Gefährt auf Deutschlands Straßen.

1931/32 war die Dreirad-Limousine Pionier das meistproduzierte Personen-Kfz. in Deutschland. Die Expansion setzte sich fort, und die produzierten Fahrzeuge wurden immer größer. Dies gipfelte 1938 im neu gebauten modernsten Autowerk Europas in Bremen-Sebaldsbrück sowie den Fahrzeugen Hansa 1700 und Borgward 2300 mit Sechszylindermotor. Auch im LKW-Bereich war die Firma einer der bedeutendsten Produzenten Deutschlands. Während des Zweiten Weltkrieges war die Firma Hauptlieferant für Halbkettenfahrzeuge, weiterhin wurden Schützenpanzer und Zugmaschinen produziert. Das 1938 eröffnete damals modernste Werk in Bremen wurde im Zweiten Weltkrieg fast komplett zerstört.

Der Gründer Carl Borgward baute nach 1948 neu auf. Borgward hatte sich vorher in Kriegsgefangenschaft befunden und nutzte die Zeit, einen völlig neuen Pkw zu konstruieren, den Borgward Hansa 1500. Dieser war 1949 die erste deutsche Neukonstruktion nach dem Krieg. Die Lkw-Produktion lief bereits 1945 wieder an.

Bei Borgward wurde auch das erste Automatikgetriebe in Deutschland entwickelt. In den kommenden Jahren wurde Borgward der viertgrößte deutsche Automobilhersteller seiner Zeit, Ende der 1950er-Jahre arbeiteten 20.000 Menschen in den Bremer Werken. Auch im Automobilrennsport engagierte sich Borgward.

Größter Verkaufserfolg in der Mittelklasse wurde die 1954 vorgestellte Borgward Isabella (60 PS, 135 km/h, 1.500 cm³ Hubraum), die über 200 000 Mal gebaut wurde. Borgwards Entwurf traf den Zeitgeist, der amerikanisch-elegante Linienführung und reichen Chromschmuck bei europäisch-kompakten Abmessungen wünschte. Als TS-Version mit 75 PS erreichte die Isabella Fahrleistungen der damaligen Sportwagen. Die Isabella war insbesondere als Coupé einer der deutschen Traumwagen der Wirtschaftswunderzeit schlechthin.

Weitere Modelle unterhalb der Isabella waren die Arabella und der Alexander sowie in der Oberklasse der P 100, der erste deutsche Pkw mit Luftfederung.

Während die Pkw von Borgward noch heute auf vielen Oldtimertreffen zu sehen sind, ist die Rolle Borgwards als Nutzfahrzeughersteller weniger bekannt.

Auch nach dem Krieg wurde Borgward zu einem bedeutenden Produzenten von Kleintransportern und Lkw. Bekannt wurde insbesondere der Borgward B 2000 A/O, der ab 1956 als Neun-Sitzer-Kübelwagen zur ersten Kraftfahrzeug-Ausstattung der Bundeswehr gehörte.

Zusätzlich zum Fahrzeuggeschäft versuchte sich Borgward in Zusammenarbeit mit Heinrich Focke ab 1956 auch im Bau von Hubschraubern (Kolibri).

Vielen Dank für den Text an Dieter Borgward!


Borgward Isabella
Foto: Wilfried Wittkowsky / wikipedia / CC BY-SA 3.0

Rätsel / Denksport

Valkos lustiges Silbenrätsel

In dieser Aufgabe müssen aus Silben Wörter gebildet werden, deren Bedeutungen doppelsinnig sind. Ordnen Sie die Silben den Aufgaben zu. Mehrere Silben bleiben übrig. Aus ihnen wird das Lösungswort gebildet.
  • farbenfroher Azubi
  • Laune eines männlichen Haustieres
  • Ankündigung des Endes einer Seereise für den nächsten Tag
  • so sind leider viele Unfallopfer
  • sich einen Regelverstoß beim Fußball getrauen
  • Pförtnerraum im Tiergarten
  • Regenschutz für Fabelhasen
  • Wassersportler, der sein gutes Skatblatt nicht ausreizt
blut - bunt - el - er - ge - gen - gen - hand - ka - lam - land - ler - lo - mau - mor - mu - mung - pen - sa - schirm - seg - stift - stim - ter - voll - wa - zoo

Die Lösung der Aufgabe vom 26.12. lautet 5 Sterne.
Die Lösung von Valkos Silbenrätsel lautet GÄNSEBRATEN.

Foto: Volker Kahle