Der Amelungsberg
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Die Burgen am Amelungsberg

Bis in die Jungsteinzeit zurückgeführt wird man am Parkplatz in Rohdental. Ein Schild verweist dort auf ein vermutlich 45 Meter langes und zwei Meter breites Steinkistengrab, das zu den bedeutendsten westeuropäischen Großsteingräbern gehören soll. Der Bogen spannt sich dann weiter über einen Hinweis auf die am Amelungsberg verlaufende Westgrenze des alten germanischen Thilitigaues und über Fluchburgen aus der Zeit um Christi Geburt bis hin zur Stammburg einer der zahlreichen Dynasten dieser Region, der Grafe von Roden, die in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts erbaut wurde.

Die Rohdener Burg

Etwa um 1130 wurde die Burg von den Grafen von Roden auf dem nach Westen steil abfallenden Ausläufer des Amelungsberges erbaut und durch Gräben, Wälle und eine gemörtelte Mauer gut gesichert. Die Rivalität mit den benachbarten Schaumburgern wurde den Grafen von Roden im Wesertal zum Verhängnis. Nachdem beide Grafenfamilien zunächst Gefolgsleute Heinrichs des Löwen in dessen Streit mit Kaiser Friedrich Barbarossa gewesen waren, schlossen sich später die Schaumburger dem Kaiser an, während die Rodener weiterhin zu dem Welfenherzog hielten. In dem offen ausbrechenden Konflikt der beiden Dynasten um die Vorherschaft im Weserraum behielten die Schaumburger letztlich die Oberhand und vertrieben ihre Rivalen 1181 zunächst von der jenseits der Weser gelegenen Burg Hohenrode und gegen Ende des Jahrhunderts auch von der Burg am Amelungsberg.

Hinweistafel Amelungsburg

Auf dem Amelungsberg weist ein Heinweisschild auf eine noch wesentlich ältere und weitaus größere Befestigungsanlage hin. Bei der Amelungsburg handelt es sich um eine 300*900 Meter große Fluchtburg auf dem 312 Meter hohen Plateau des Berges, die zu einer Kette ähnlicher Anlagen im Weserraum gehörte und in die Zeit um Christi Geburt eingeordnet werden kann. Sie wird bereits in den Feldzügen der Römer gegen die Germanen eine Rolle gespielt haben. Möglicherweise ist sie später von den Sachsen im Zuge der Auseinandersetzungen mit Karl dem Großen ausgebaut worden.

Amelungsberg und Mittelberg