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Die Schlacht bei Hessisch Oldendorf


Denkmal in Hessisch Oldendorf



Die Schlacht bei Hessisch Oldendorf war Teil des Dreißigjährigen Krieges und fand am 8. Juli 1633 (28. Juni jul./ 8. Juli greg.) zwischen den schwedischen und kaiserlichen Truppen statt.

Die Protestanten hatten Hameln belagert. Daher wurden die Truppen der Generäle Merode, Gronsfeld und Bönninghausen vereinigt und zum Entsatz geschickt. Am 6. Juli überquerte die Armee bei Minden die Weser. Insgesamt waren 8000 Mann Infanterie und 4000 Reiter in der Armee. Zu dieser Armee gehörte auch Gottfried Huyn von Geleen, damals Kommandeur in Westfalen, später Generalfeldmarschall, sowie Ferdinand Lorenz von Wartenberg, Sohn von Ferdinand von Bayern.

Die Belagerer von Hameln unter dem Herzog Georg von Lüneburg zogen dem Heer entgegen, um Oldendorf vor den Kaiserlichen zu besetzen, was ihnen auch gelang. Er besetzte die Stadt und stellte seine Truppen auf. Der General Melander stand zwischen der Stadt und dem Dorf Barksen, der General Kniephausen bei dem Dorf selber. Der Herzog kommandierte das Zentrum.

Die Kaiserlichen formierten sich beim Dorf Segelhorst. Der rechte Flügel unter General Gronsfeld, das Zentrum unter Merode und der linke unter Bönnighausen.

Die kaiserlichen Truppen griffen am Morgen gegen 9 Uhr zunächst den rechten Flügel des Zentrums an. Dort befand sich ein Wäldchen, das von dem schwedischen General Lars Kagg (auch Kagge) verteidigt wurde. Der Versuch der Infanterie wurde von der Kavallerie unter dem Obristen d'Asche von Segelhorst aus unterstützt. Doch der schwedische General konnte mit seinen Truppe alle Angriffe abschlagen. Der Herzog von Lüneburg erkannte seine Chance und schickte den Obristen Stahlhans mit vier Regimentern Kavallerie rechts bei Oldendorf vorbei, und auch die Truppen unter Knyphausen rückten vor und konnten die Kaiserlichen einkreisen. Auch die Kavallerie unter Thilo Albrecht von Uslar erschien auf dem Schlachtfeld (eigentlich sollte sie die Belagerung von Hameln begleiten, war aber kurzfristig abgezogen worden). Die kaiserliche Kavallerie floh vom Schlachtfeld, die Infanterie hielt noch etwas stand, aber als die Umschließung abgeschlossen war, löste sich die Ordnung auf und man suchte das Heil in der Flucht. Nach wenigen Stunden gegen 15 Uhr war die Schlacht geschlagen. 5000 Mann der kaiserlichen Armee blieben auf dem Schlachtfeld und 2500 gingen in Gefangenschaft. Dazu fielen 13 Geschütze, 70 Fahnen sowie der Tross in die Hände der Schweden. Die Reste der Kaiserlichen Armee zogen sich nach Bad Münder zurück. Auf protestantischer Seite sollen etwa 700 Mann gefallen sein (zeitgenössische Quellen berichten von 100, was aber zweifelhaft ist).

Der General Merode erhielt einen Schuss in den Leib und starb. Gronsfeld verlor Pferd, Degen und Hut und musste bis Minden laufen, zudem bekam er wegen seiner Streitigkeiten mit Merode noch die Schuld an der Niederlage zugesprochen. Der Obrist Quadt zu Alsbach fiel ebenfalls. Die Niederlage beendete die Aktionen der kaiserlichen Armee in Norddeutschland. Die Stadt Hameln ergab sich wenige Tage später. Textquelle: wikipedia
Im Sommer 2013 wurde ein Stein zum Gedenken an die Schlacht bei Hessisch Oldendorf aufgestellt. Wenn man den Verbindungsweg zwischen Barksen und Segelhorst fährt, dann findet man den Stein auf halber Strecke ungefähr 100 Meter links von der Straße.