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01. Januar

1781: The Iron Bridge, die von Abraham Darby III bei Coalbrookdale erbaute erste Brücke der Welt aus Gusseisen, wird eröffnet.

1900: Nach einem Entwurf vom 18. August 1896 trat das 'Bürgerliche Gesetzbuch' für das gesamte Deutsche Reich in Kraft. Es war das erste für alle deutschen Länder geltende Privatrecht. Es umfasste fünf Bücher: Den Allgemeinen Teil, das Schuldrecht, das Erbrecht, das Sachenrecht und das Familienrecht. Das bedeutete die Gesamtheit des 'Bürgerlichen Rechts'. Gesetzesentwürfe anderer Länder lehnten sich am 'BGB' an. So hatte es zum Beispiel auf das japanische und auch auf das griechische Gesetzbuch großen Einfluss.

1901: Die sechs britischen Kolonien Neusüdwales, Victoria, Queensland, Südaustralien, Westaustralien und Tasmanien schlossen sich zu einem Bundesstaat im Britischen Empire zusammen, dem 'Federal Commonwealth of Australia'. Jedoch blieb Australien dem Britischen Empire angeschlossen. Die Verfassung orientierte sich an derjenigen der Vereinigten Staaten von Amerika. Australiens politischer Schritt aus der kolonialen Abhängigkeit begann mit der Errichtung einer kolonialen Selbstverwaltung von 1842 bis 1850.
Geburtstage:
  • Pierre de Coubertin (1863-1937), frz. Pädagoge und Historiker
  • Ulrich Zwingli (1484-1531), Schweizer Reformator
  • Jerome David Salinger (1919-2010), US-amerik. Schriftsteller

Spruch des Tages:
Jedes Kalenderblatt ist ein Wertpapier, dessen Kurs wir selbst bestimmen.
K. H. Karius

S P O R T
1896: In der deutschen Stadt Jena werden die Jenaer Regeln erlassen, Fußballregeln, die sich vor allem mit der Beschaffenheit des Spielfeldes befassen und für den Fußballsport noch heute Gültigkeit haben.
1953: Im Rahmen der Vierschanzentournee findet zum ersten Mal auf der Großen Olympiaschanze in Garmisch-Partenkirchen das jährliche Neujahrsspringen statt.
1954: Australien wird in Melbourne zum vierten Mal in ununterbrochener Reihenfolge Davis Cup-Sieger.
2014: Die Toronto Maple Leafs gewinnen das sechste Winter Classic der NHL gegen die Detroit Red Wings 3:2. Vor der Eishockey-Weltrekordkulisse von 105.491 Zuschauern im Football-Stadion der Universität von Michigan erzielt Toronto unter freiem Himmel bei Schneefall und minus zehn Grad Celsius den entscheidenden Treffer erst im Penalty-Schießen.

Zahlen, Fakten, Links
Vier Präsidenten der USA (Lincoln, Garfield, McKinley und Kennedy) starben an den Folgen eines Attentats.

Person des Tages
Klaus Junge (* 1. Jan. 1924 in Chile; † 18. April 1945 bei Welle) war ein deutscher Schachmeister. Bereits 1939 spielte Klaus Junge an der Seite seines Vaters am achten Brett in der Mannschaft des Hamburger SK. 1941 wurde er Meister von Hamburg und gewann dabei alle neun Partien. Beim internationalen Turnier in Salzburg, zu dem Junge als Ersatz für den ausgefallenen Exweltmeister Max Euwe eingeladen worden war, gelang ihm ein Partiegewinn gegen den Weltmeister Alexander Aljechin, der in ihm seinen möglichen Nachfolger sah. Klaus Junge dürfte neben Robert Hübner und Wolfgang Unzicker das größte deutsche Schachtalent des 20. Jahrhunderts gewesen sein.

Ein historisches Finale

1.1.2013: Im Alexandra Palace findet das Finale der Darts-Weltmeisterschaft statt, Phil Taylor gegen Michael van Gerwen. Taylor ist der König des Darts-Sports, eine Legende, die die Szene seit mehr als zwei Jahrzehnten dominiert - und doch wäre eine Niederlage in diesem WM-Finale keine Sensation. Im Duell der Generationen gegen den 23-jährigen Niederländer Michael van Gerwen ist nicht 'The Power' der Favorit, die Buchmacher sehen 'Mighty Mike' vorn. Taylor wirkt müde, er war mit mühevollen Siegen ins Finale gekommen. Van Gerwen aber scheint in der Form seines Lebens. Im Halbfinale hatte er 17 perfekte Darts hintereinander geworfen - ein neuer Rekord. Im Finale nun will der Holländer Taylors Nachfolge antreten.

Van Gerwen zieht auf 2:0 davon und behält nach Taylors zwischenzeitlichem Ausgleich zum 2:2 die Nerven. Er geht erneut in Führung, liegt 4:2 in Sätzen vorn, trifft einige spektakuläre 180er-Würfe. Doch dann vergibt der Holländer die Chance, auf 5:2 zu erhöhen, stattdessen verkürzt Taylor auf 3:4. Es ist der Wendepunkt des Finales. 7:4 triumphiert 'The Power' und gewinnt dadurch zum 16. Mal die Darts-Weltmeisterschaft. Die 2500 Zuschauer in der Halle springen auf, sie schreien, jubeln und stimmen schließlich auch noch den Siegesgesang zusammen an. 'There's only oooone Phil Taylor, there's only ooone Phil Taylor.' Phil Taylor, 52 Jahre alt und leicht ergraut, hat es noch einmal allen gezeigt.

Und sie waren wieder alle da: Superman, Spiderman, Batman und Captain Amerika saßen an den Tischen vor der Bühne. Die Kostüme gehören zum Darts-Gucken wie das Bier in den großen Bechern. 25.000 Pints wurden ausgeschenkt, das sind im Schnitt zehn pro Kopf. Der Lärmpegel in der Halle war entsprechend - eine Mischung aus Fußballstadion und Karnevalssitzung. Es geht nicht nur um den Sport, es geht um Alkohol und um die Stimmung. Und die erreichte ihren Höhepunkt gegen 23 Uhr Ortszeit, als ein kleiner, rundlicher Mann mit tätowierten Armen vorn auf der Bühne die doppelte 16 am Rand der Darts-Scheibe traf.

Einführung des Euro

Der Euro (EUR, €) ist die Währung der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion. Er wird von der Europäischen Zentralbank emittiert und fungiert als gemeinsame offizielle Währung in 17 EU-Mitgliedstaaten sowie sechs weiteren europäischen Staaten, die zusammen die Eurozone bilden. Nach dem US-Dollar ist der Euro die wichtigste Währung der Welt.

Der Euro wurde am 1. Januar 1999 als Buchgeld, drei Jahre später, am 1. Januar 2002, als Bargeld eingeführt. Damit löste er die nationalen Währungen als Zahlungsmittel ab. Nachdem zunächst die Bezeichnung der alten Verrechnungswährung ECU auch für die geplante Gemeinschaftswährung erwartet worden war, wurde Anfang der 1990er Jahre Kritik daran laut, da sie – als Abkürzung für European Currency Unit – zu technisch und unpersönlich sei. Am 16. Dezember 1995 legte der Europäische Rat in Madrid daher einen anderen Namen der neuen Währung fest: 'Euro'. Der Begriff soll nur in der Einzahl verwendet werden.

Das Euro-Zeichen wurde 1997 von der Europäischen Kommission als Symbol für die europäische Gemeinschaftswährung eingeführt. Dass es überhaupt ein Symbol gibt, ist eher dem Zufall zu verdanken. Da es nur wenige Währungen gibt, für die ein Symbol existiert, hatte der Rat auch nie über ein Symbol diskutiert. Erst als Anfang 1996 ein Logo für Informationskampagnen gesucht wurde, fand man den Entwurf. Daraus entstand die Idee, dieses Logo auch als Währungssymbol einzuführen, was im Juli 1997 dann auch tatsächlich geschah. Es basiert auf einem 1974 als Studie geschaffenen Entwurf des ehemaligen Chefgrafikers der Europäischen Gemeinschaft (EG), Arthur Eisenmenger. Es ist ein großes, rundes E, das in der Mitte zwei waagerechte, versetzte Striche besitzt (oder auch wie ein C mit einem Gleichheitszeichen kombiniert). Es erinnert an den griechischen Buchstaben Epsilon (e) und damit an das antike Europa. Die zwei geraden Striche stehen für die Stabilität des Euros und des europäischen Wirtschaftsraums.

Als Eurozone wird im engeren Sinne die Gruppe der 17 EU-Länder bezeichnet, die an der dritten Stufe der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion teilnehmen und den Euro als offizielles Zahlungsmittel nutzen ('Euro-17'). AT (Österreich) BE (Belgien) CY (Zypern) DE (Deutschland) EE (Estland) ES (Spanien) FI (Finnland) FR (Frankreich) GR (Griechenland) IE (Irland) IT (Italien) LU (Luxemburg) MT (Malta) NL (Niederlande) PT (Portugal) SK (Slowakei) SL (Slowenien).

Die Euromünzen werden von den nationalen Zentralbanken der 17 Staaten des Eurosystems sowie von drei weiteren Staaten (Monaco, San Marino und Vatikanstadt) mit jeweils landesspezifischer Rückseite geprägt. Diese reicht von der einfachen Abbildung des Staatsoberhaupts (zum Beispiel Belgien) bis zu einer unterschiedlichen Ausführung für jede einzelne Münze (zum Beispiel Österreich). Alle Münzen zeigen auf dieser Seite die Jahreszahl und die zwölf Sterne der EU-Flagge.

Im Gegensatz zu den Euromünzen tragen alle Scheine das gleiche Design. Woher sie kommen, lässt sich trotzdem ermitteln. Der langen Zahl, die sich zweimal auf der Vorderseite befindet, ist auf deutschen Banknoten ein X vorangestellt. Y steht für Griechenland, Z für Belgien, L steht für Finnland, M für Portugal, N für Österreich, P für die Niederlande, R für Luxemburg, S für Italien, T für Irland, U für Frankreich, V für Spanien und W für Dänemark.

Die Eurobanknoten wurden nach einem EU-weiten Wettbewerb vom Österreicher Robert Kalina gestaltet und sind in allen Euroländern identisch. Es gibt sieben Banknotenwerte: 5 Euro, 10 Euro, 20 Euro, 50 Euro, 100 Euro, 200 Euro und 500 Euro. Die Scheine zeigen verschiedene Motive zu den Themen Zeitalter und Baustile in Europa. Die Vorderseiten zeigen als Motiv ein Fenster oder eine Fensterfront, die Rückseiten jeweils eine Brücke. Dabei sind keine realen Bauwerke abgebildet, sondern es wurden die Stilmerkmale der einzelnen Epochen in eine typische Abbildung eingebracht: Antike auf dem 5-Euro-Schein, Romanik auf dem 10-Euro-Schein, Gotik auf dem 20-Euro-Schein, Renaissance auf dem 50-Euro-Schein, Barock und Rokoko auf dem 100-Euro-Schein, Eisen- und Glasarchitektur auf dem 200-Euro-Schein und Moderne Architektur des 20. Jahrhunderts auf dem 500-Euro-Schein.

Nicht-EU-Staaten mit Eurowährung ohne eigene Euromünzen sind Andorra, Kosovo und Montenegro.

1.1.1801: Entdeckung des Ceres

Im 19. Jahrhundert kannten die Astronomen die Sonne, einige Planeten und die geheimnisvollen Kometen. Sie wussten aber weder von Uranus, noch von Neptun oder Pluto - und auch nichts von Asteroiden.

Damals jagten die Astronomen Planeten, ähnlich wie ihre Nachfolger heute. Nur, dass es nicht Planeten um fremde Sonnen waren, nach denen sie suchten, sondern nach denen um unsere eigene. Der Grund: Im Jahr 1772 hatte der Berliner Astronom Johann Bode ein mathematisches Gesetz veröffentlicht, das die Position von Planeten im Sonnensystem vorhersagen sollte. Nach diesem Gesetz fehlten einige, und zwar drei draußen im Sonnensystem und einer zwischen Mars und Jupiter. Am 1. Januar 1801 entdeckte der italienische Astronom Giuseppe Piazzi ein Objekt zwischen Mars und Jupiter. Auch in den darauf folgenden Nächten richtete er das Teleskop auf diesen Stern. Jeden Abend fand er ihn, aber immer an einer anderen Stelle. Seine Bahn war langsam, und er schien wie ein Planet zu laufen. Bis zum 11. Februar verfolgte Piazzi den rätselhaften Himmelskörper. Dann erkrankte er. Wieder genesen sah er das Objekt noch ein einziges Mal, dann kam es der Sonne zu nahe und verschwand in ihrem Glanz.

Seine Entdeckung nannte Piazzi 'Ceres', nach der römischen Göttin der Fruchtbarkeit und des Getreides. Ceres flog genau dort, wo der gesuchte Planet sein sollte, zwischen Mars und Jupiter. Aber er war nur 900 Kilometer klein, so berechnete Piazzi, und das war viel zu klein für einen Planeten.

Piazzi wandte sich an seine Kollegen um die Natur dieses Objekts zu klären. Aber wegen der Wirren des napoleonischen Italienfeldzugs verspäteten sich die Briefe: Ceres war bei ihrer Ankunft schon hinter der Sonne verschwunden.

Aber dann gelang es Gauß mit einer neuen Rechenmethode die Bahn von Ceres zu bestimmen. Und dort, wo der Himmelskörper nach seiner Passage hinter der Sonne wieder erscheinen sollte, fand ihn der Astronom Franz Xaver von Zach am 7. Dezember 1801 wieder.

Angestachelt durch den Erfolg von Piazzi hatten Berliner Astronomen im März 1802 ein zweites Objekt gefunden, das von Größe und Bahn her Ceres glich: Pallas. Sein Entdecker, Wilhelm Olbers, schlug eine Erklärung vor: Ceres und Pallas sollten die Trümmer einer Katastrophe sein, die den vermissten Planeten zwischen Mars und Jupiter zerstört hatte.

Es musste also noch ähnliche Trümmer geben. 1804 wurde Juno entdeckt, 1807 Vesta. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts waren 463 Asteroiden gefunden worden und zwar im sogenannten Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Im 21. Jahrhundert sind darin mehr als 5.000 Objekte katalogisiert. Im Februar 2001 landete die US-Raumsonde NEAR auf dem 1898 entdeckten Asteroiden Eros. Ein neues Kapitel hatte damit begonnen.

Rätsel / Denksport

Teekessel

Warum 'Teekessel' ausgerechnet 'Teekessel' heißen, weiß heute niemand mehr so genau. Fest steht jedoch, was mit dieser Bezeichnung gemeint ist: Teekessel sind Wörter, die mehrere Bedeutungen haben. Durch Hinweise auf diese unterschiedlichen Bedeutungen gilt es, den Begriff oder den Teekessel zu erraten.

Valkos Teekessel - Teil 1

  • Mein Teekessel drückt den Stuhl. Mein Teekessel drückt Wasser in die Adria. (1)
  • Mein Teekessel ist der Stolz des Landwirts. Mein Teekessel hat die Augen auf der rechten Körperseite. (4)
  • Mein Teekessel ist eine Unart der Autofahrer. Mein Teekessel wird gesprengt. (1)
  • Mein Teekessel stillt den Hunger. Mein Teekessel stillt den Vergeltungsdurst. (1)
  • Mein Teekessel hat Gaudi. Mein Teekessel ergänzt Vizekusen. (3)
Die Ziffern in Klammern geben die Position des Lösungsbuchstabens an. Wenn Sie die Buchstaben aneinander hängen, dann erhalten Sie das Lösungswort.

Valkos lustiges Silbenrätsel

  • Giftiges englische Bier
  • Sich im Gras kugelnde kleine Hunde
  • Deuter von Gesetzen
  • Großer Haufen Plattfische
  • Vor einem Beobachtungsposten anstehende Menschenmenge
  • Missgeschicke eines Poeten
ar - aus - bir - ge - ge - ge - ger - kel - le - le – len - ler - meis - möp - na - nen - rechts - roll - schlan - schol - se - se - span - te - ter - ver - war

Es bleiben einige Silben übrig. Sie ergeben das Lösungswort.

Buchstabengitter


Das Lösungswort ergibt sich aus den Buchstaben in den Kreisfeldern!


Die Lösung der Aufgaben vom 31.12. lautet SIBIRIEN.

Foto: Volker Kahle