www.tagesmix.de
zurück // vor
www.tagesmix.de

1. April

1811: Durch das Berliner Polizeireglement wird in Berlin die erste Kriminalpolizei in Deutschland geschaffen.

1881: Das erste Telefonnetz Deutschlands wird in Berlin mit 48 Teilnehmern in Betrieb genommen.

1930: Der deutsche Spielfilm 'Der blaue Engel' mit Marlene Dietrich in der Hauptrolle wird in Berlin uraufgeführt.

1938: In der Schweiz wird erstmals der von der Firma Nestlé hergestellte Instantkaffee Nescafé verkauft.

1957: Die ersten Wehrpflichtigen werden zur deutschen Bundeswehr einberufen.

1963: Das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) startet nach mehreren Tagen mit Versuchssendungen in Mainz offiziell sein bundesweites Fernsehprogramm.
Geburtstage:
  • Otto von Bismarck (1815-1898), preuß.-dt. Staatsmann, erster Kanzler des Dt. Reiches
  • Edgar Wallace (1875-1932), engl. Kriminalschriftsteller
  • Wilhelm Bungert (1939), dt. Tennisspieler

Spruch des Tages:
Die meisten unserer Fehler erkennen und legen wir erst dann ab, wenn wir sie an anderen entdeckt haben.
Karl Ferdinand Gutzkow

S P O R T
1998: Der 'Torfall von Madrid' kurz vor Anpfiff des Champions-League-Spiels zwischen Real Madrid und Borussia Dortmund im Santiago-Bernabéu-Stadion verzögert den Spielbeginn um 70 Minuten.
2007: Die Volleyballer des VfB Friedrichshafen gewinnen das Finale der Champions League gegen die französische Mannschaft Tours Volley-Ball mit 3:1. Dies ist der bisher größte Erfolg einer deutschen Volleyball-Vereinsmannschaft.

Zahlen, Fakten, Links
Die menschlichen Drüsen produzieren im Durchschnitt einen Liter Speichel am Tag. Dieser wird allerdings immer wieder hinuntergeschluckt.

Person des Tages
Jørgen Mohr (latinisiert Georg(ius) Mohr) (* 1. April 1640 in Kopenhagen; † 26. Januar 1697 in Kieslingswalde) war ein dänischer Mathematiker. Er bereiste die Niederlande, Frankreich und England. Mohr wurde in Kopenhagen als Sohn des Hospitalinspektors und Kaufmanns David Mohrendal geboren. Sein Beitrag zur Geometrie bestand in dem Beweis, dass jede geometrische Konstruktion, die mit Zirkel und Lineal gemacht werden kann, auch mit dem Zirkel allein möglich ist. Er veröffentlichte diesen Beweis in dem Buch Euclides Danicus, Amsterdam 1672, das er dem dänischen König in Erwartung einer finanziellen Versorgung widmete. Der König wollte ihn zum Inspektor der königlichen Werft ernennen; das war Mohr aber zu viel an Verpflichtung, denn er wollte als freier Gelehrter leben und lehnte darum ab.

Obwohl dieses Buch in den mathematischen Bibliografien enthalten war, machte sich niemand die Mühe, es zu überprüfen, und so blieb es für 250 Jahre unbeachtet. Mohrs Resultate wurden stattdessen dem Italiener Lorenzo Mascheroni zugeschrieben, der unabhängig von Mohr hundert Jahre später den Beweis lieferte (1797). Nachdem einer seiner Studenten das Buch in einem Kopenhagener Antiquariat fand, verhalf der Mathematikprofessor Johannes Hjelmslev Mohr 1928 zur Anerkennung seines Verdienstes und brachte das Werk als Faksimile im gleichen Jahr neu heraus.

Der dänische Mathematikerwettbewerb ist nach Georg Mohr benannt.

Spaghetti-Ernte in der Schweiz

1.4.1957: In einem TV-Beitrag berichtete die BBC über den Beginn der 'Spaghetti-Ernte' in der Schweiz. Der Aprilscherz stieß nicht bei allen Zuschauenden des britischen Senders auf Begeisterung: Kritiker sahen die Seriosität des Programms in Frage gestellt. Auch im deutschsprachigen Raum werden seit Jahrhunderten Leute 'in den April geschickt' - die Angelsachsen feiern den 'April Fool's Day', in Frankreich und Italien wird der Gefoppte als Aprilfisch bezeichnet und auch in Schweden, Litauen und Portugal tun sich die Witzbolde hervor. Doch warum dies so ist, weiß keiner so genau.

Letzte Meldung: Wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreise verlautet, haben sich Günter Jauch und Thomas Gottschalk als Kandidaten für das nächste RTL-Dschungelcamp beworben.

Apple

Am 01.04.1976 gründeten Steve Jobs und Stephen Woszniak die Firma Apple. Kurze Zeit später präsentierten sie ihren ersten Rechner, den Apple I. Insgesamt wurden nur 200 Apple I Rechner hergestellt. Jobs und Woszniak montierten sie in der Garage von Jobs' Eltern in Los Altos, Kalifornien und verkauften sie für 666 US-Dollar. Der Apple I kam jedoch nur als krude Platine. Ein Gehäuse mussten die Benutzer anfertigen, Geräte zur Ein- und Ausgabe von Daten selbst anschließen. Heute existieren weltweit noch ca. 70 Apple I Rechner.


Der intelligenteste Mensch aller Zeiten?

So titelte 2009 Deutschlandradio Kultur eine Sendung zum 100. Geburtstag von William Sidis, dessen Intelligenzquotient auf 250 bis 300 geschätzt wurde. Sidis, am 1. April 1898 in New York City geboren, hatte höchste mathematische und sprachliche Fähigkeiten. Mit 11 Jahren schrieb er sich als jüngster Student in Harvard ein. Die jüdischen Eltern Boris und Sarah waren US-Einwanderer aus der Ukraine. Sie erzogen den Sohn von Beginn an mit speziellen Methoden. Der hochbegabte Sidis starb mit nur 44 Jahren in Boston an einer Gehirnblutung. Er verfasste, teils unter Pseudonymen, zahlreiche Schriften, die bis heute nur vereinzelt veröffentlicht sind. Sie zeugen vom einzigartigen Geist des Wunderkinds. Bereits 1925 entwickelte Sidis die Theorie von Schwarzen Löchern - lange vor der akademischen Astronomie.

Die Eltern, gebildete Mediziner, erzogen William außerhalb des Schulsystems. Vater Boris war Professor für Psychologie. Das Paar wollte am Sohn seine Theorien zum frühkindlichen Lernen prüfen und ihm 'zeitig die Liebe zum Lernen einpflanzen'. Sie behandelten William von Beginn an wie einen Erwachsenen.

Die Presse interessierte sich früh für das junge Genie und dessen Erziehung. Es erschienen Artikel in Zeitungen wie der New York Times. Sidis mochte den Medienrummel nicht. Rückzug. Mit 16 sagte Sidis bei seiner Promotion: 'Ich möchte ein perfektes Leben führen. Das perfekte Leben lässt sich nur in Abgeschiedenheit führen. Menschenmengen habe ich immer gehasst.' Ein Zeichen des beginnenden Rückzugs.

Als ihn seine Eltern nach einer Verhaftung (Grund: Sidis nimmt als Rädelsführer bei einer kommunistischen Demonstration teil) umerziehen wollten, brach er den Kontakt ab.

Sidis fasste in Beruf und Wissenschaft nie recht Fuß. Als Mathedozent scheiterte er wegen Konflikten mit Studenten, seine Labortätigkeit kündigte er, als er erfährt, dass diese militärischen Zwecken dient. Nach dem Bruch mit den Eltern verbrachte Sidis sein Leben vor allem als Büroangestellter und hinterließ kaum Spuren in der Wissenschaft. Er schlug sich inkognito mit schlecht bezahlten Jobs durch. Jedes Angebot für eine höhere, besser entlohnte Aufgabe lehnte er ab.

Beispiele für Sidis außergewöhnliche Leistungen:

Dechiffriermaschine

1.4.2000: Aus dem Bletchley Park Museum in Buckinghamshire wurde eine im Zweiten Weltkrieg erbeutete deutsche Dechiffriermaschine entwendet. Das legendäre Gerät zur Verschlüsselung von Funksprüchen, von dem nur noch drei Exemplare auf der Welt existieren, tauchte Monate später unter mysteriösen Umständen wieder auf: Im September erhielt die britische Polizei anonyme Briefe mit einer Geldforderung über £25,000 für die Rückgabe der 'Enigma'. Das Museum erklärte sich einverstanden die Summe zu bezahlen, aber eine Übergabe Anfang Oktober kam nicht zustande – zwei Wochen später befand sie sich im Posteingang der BBC in London. Der Dieb wurde nie gefasst.

Bletchley Park war während des zweiten Weltkriegs die geheime 'Station X', wo bis zu 10.000 Mitarbeiter an der Entschlüsselung von deutschen Botschaften arbeiteten. Eines der schwierigsten Probleme, an der unter anderem Forscher unter der Leitung von Alan Turing arbeiteten und wofür sie den Röhren-Computer Colossus entwickelten, war die Entschlüsselung von mit der Chiffriermaschine Enigma verschlüsselten Botschaften.

Die ersten modernen Bungeesprünge

Der Begriff Bungeespringen oder Bungeejumping bezeichnet eine moderne Extremsportart, bei der man von einem hohen Bauwerk kopfüber in die Tiefe springt. Der freie Fall wird von einem Gummiseil, das am Körper des Springers und der Absprungplattform befestigt ist, über dem Untergrund abgebremst. Die Gummibandlänge wird dem Körpergewicht des Springers angepasst. Durch die Elastizität des Seils wird der Springer mehrfach nach oben zurückgefedert und pendelt schließlich aus. Als Absprungplattform werden vorhandene Bauwerke wie Brücken oder Türme oder eigens hierfür aufgestellte Kräne genutzt.

Die Ursprünge des Sports gehen auf die Lianenspringer von Pentecôte zurück. Von diesem Ritual fasziniert, experimentierte der Oxford University Dangerous Sports Club in den 1970er Jahren mit Gummibändern, die das Springen ungefährlicher und somit auch für westliche Waghalsige möglich machen sollten. Am 1. April 1979 sprangen vier Klubmitglieder von der rund 76 m hohen Clifton Suspension Bridge in Bristol – die ersten modernen Bungeesprünge. Die Springer wurden zeitweise festgenommen. Sie konnten das Konzept des Bungeespringens jedoch durch weitere Sprünge in den USA von der Golden Gate Bridge und der Royal Gorge Bridge etablieren.

Der Neuseeländer A. J. Hackett testete mit dem Sprung von der Greenhithe Bridge 1986 erfolgreich das elastische Gummiseil, das eigens für den Sprung in die Tiefe konzipiert wurde. Im Mai 1987 folgte der berühmte Sprung vom Eiffelturm in Paris. Hackett bot danach kommerzielle Sprünge auf der Südinsel Neuseelands an. Standorte waren die Kawarau-Bridge und die Skippers Canyon Bridge.

Rätsel / Denksport

Valkos lustiges Silbenrätsel

In dieser Aufgabe müssen aus Silben Wörter gebildet werden, deren Bedeutungen doppelsinnig sind. Ordnen Sie die Silben den Aufgaben zu.
  • Redliche, tapfere Spielfigur
  • Durchschnitt des Wirkungsgrades bei der Vernichtung von Schadpflanzen
  • Bei der Verarbeitung von Plattfischen benötigter Arbeiter
  • Zum Jammern geeigneter seichter Flussübergang
  • Blödsinn redende alte Frau
a - be - blech - bre - cher - ci - cker - fungs - furt - gen - kämp - kla - kraut - len - len - mit - schach - schol - stein - tel - tel - un - va - wa

Es bleiben einige Silben übrig. Sie ergeben das Lösungswort.


Was fehlt? Teil 13

In fünf Aufgaben sind abgeschlossene Systeme von Begriffen vorgegeben. Einer fehlt jeweils. Finden Sie diesen Begriff! In Klammern ist die Position des Lösungsbuchstabens gegeben. In der richtigen Reihenfolge ergeben die Buchstaben das Lösungswort.
  • Pius XI., Pius XII., Johannes XXIII., Johannes Paul I., Benedikt XVI., Johannes Paul II., Paul VI. (5)
  • Zeus, Ares, Hephaistos, Hebe, Eileithyia, Artemis, Apollon, Hermes, Persephone, Aphrodite, Hera, Hades, Hestia, Poseidon, Demeter (1)
  • Jupiter, Juno, Neptun, Minerva, Mars, Apollo, Diana, Vesta, Vulcanus, Mercurius, Ceres (3)
  • Sumatra, Borneo, Sulawesi (4)
  • Schweinsteiger, Lahm, Podolski, Klose, Matthäus, Mertesacker, Klinsmann, Häßler, Beckenbauer (4)
Aufgaben: Valko von Dietman

Der Lügner-Club veranstaltete am 1. April sein erstes Mountainbike-Rennen. Die sechs Teilnehmer erreichten das Ziel wie folgt:
  1. Frank kam als erster an, Bernd als vierter.
  2. Erik war dritter, Dennis erster.
  3. Bernd war zweiter, Christoph war erster.
  4. Christoph war dritter, Alex dagegen zweiter.
  5. Frank war dritter und Dennis fünfter.
  6. Frank war sechster, Alex dritter.
Unumgänglich ist festzuhalten, dass bei allen sechs Äußerungen jeweils eine Aussage richtig und eine falsch ist. Können Sie feststellen, in welcher Reihenfolge die Teilnehmer die Ziellinie überquert haben?

Die Lösungen der Aufgaben vom 31.03. lauten 3 Töchter, 10 Euro.
Die Lösung des Silbenrätsels lautet WINTERMÄRCHEN.
Das Besondere an der Skat-Verteilung ist, dass sowohl Grand (Schneider schwarz), jedes Farbspiel (Schneider schwarz) als auch ein Nullspiel gewonnen werden, und zwar auch Hand und ouvert/offen.
Die Lösung von WAS FEHLT? - Teil 12 lautet WAYNE.

Foto: Tim Schade