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30. April

1897: Dem britischen Physiker Joseph John Thomson gelingt der experimentelle Nachweis der bereits von George Johnstone Stoney vorhergesagten Existenz des Elektrons.

1927: Der Berliner Psychiater Johannes Heinrich Schultz stellt das autogene Training erstmals vor, eine auf Autosuggestion beruhende Entspannungstechnik.

1947: Der demokratische US-Präsident Harry S. Truman lässt die unter seinem Vorgänger Franklin D. Roosevelt in Boulder-Dam umbenannte Staumauer bei Boulder City, Nevada, wieder in Hoover-Dam zurückbenennen. Unter dem republikanischen Präsidenten Herbert C. Hoover ist der Bau des Staudamms begonnen worden.

1993: Das World Wide Web, der heutige multimediale Teil des Internets auf HTML-Grundlage, wird zur allgemeinen Benutzung weltweit freigegeben.
Geburtstage:
  • Carl Friedrich Gauß (1777-1855), dt. Mathematiker, Astronom und Physiker
  • Franz Léhar (1870-1948), österreich.-ungar. Operettenkomponist
  • Klaus-Jürgen Wussow (1929-2007), dt.-österreich. Schauspieler

Spruch des Tages:
Man kann mit einem kleinen Gehalt auskommen, wenn man nicht zuviel Geld ausgibt bei dem Versuch, es geheim zu halten.
A. Godfrey

S P O R T
1985: Der US-amerikanische Unternehmer Dick Bass erreicht den Gipfel des Mount Everest unter der Führung von David Breashears. Er ist damit der Erste, der die Seven Summits, die höchsten Gipfel der sieben Kontinente bestiegen hat. Mit 55 Jahren stellt er außerdem einen Altersrekord auf dem Mount Everest auf.
1993: Die Tennisspielerin Monica Seles wird in Hamburg während des Spiels gegen Magdalena Maleeva Opfer eines Attentates durch einen psychisch gestörten Steffi-Graf-'Fan'. Das Messerattentat zwingt sie zu einer 27-monatigen Pause.
2011: Der schottische Darts-Spieler Gary Anderson gewinnt bei den UK Open Qualifier mit 6:1 Legs gegen Arron Monk. Anderson spielt dabei einen unglaublichen 3-Darts-Average von 133,35 Punkten!

Zahlen, Fakten, Links
n Afrika gibt es rund dreizehn Quadratkilometer Gletscher.

Person des Tages
Johann Carl Friedrich Gauß (latinisiert Carolus Fridericus Gauss; * 30. April 1777 in Braunschweig; † 23. Februar 1855 in Göttingen) war ein deutscher Mathematiker, Astronom, Geodät und Physiker.

Seine überragenden wissenschaftlichen Leistungen waren schon seinen Zeitgenossen bewusst. Mit 18 Jahren entwickelte er die Grundlagen der modernen Ausgleichsrechnung und der mathematischen Statistik (Methode kleinster Quadrate), mit der er 1800 die Wiederentdeckung des ersten Asteroiden Ceres ermöglichte. Auf Gauß gehen die nicht-euklidische Geometrie, zahlreiche mathematische Funktionen, Integralsätze, die gaußsche Glockenkurve, erste Lösungen für elliptische Integrale und die gaußsche Osterformel zurück. 1807 wurde er zum Universitätsprofessor und Sternwartendirektor in Göttingen berufen und später auch mit der Landesvermessung des Königreichs Hannover betraut. Neben der Zahlen- und der Potentialtheorie erforschte er u. a. das Erdmagnetfeld und führte – 150 Jahre vor ihrer praktischen Verwirklichung – im Harz die erste Geoidstudie durch.

Bereits 1856 ließ der König von Hannover Gedenkmünzen mit dem Bild von Gauß und der Inschrift „Mathematicorum Principi“ (deutsch: 'dem Fürsten der Mathematiker') prägen. Da Gauß nur einen Bruchteil seiner Entdeckungen veröffentlichte, erschloss sich der Nachwelt die Tiefgründigkeit und Reichweite seines Werks erst, als 1898 sein Tagebuch entdeckt und ausgewertet wurde.

Nach Gauß sind viele mathematisch-physikalische Phänomene und Lösungen benannt, mehrere Vermessungs- und Aussichtstürme, zahlreiche Schulen, außerdem Forschungszentren und wissenschaftliche Ehrungen wie die Carl-Friedrich-Gauß-Medaille der Braunschweigischen Akademie und die festliche Gauß-Vorlesung, die jedes Semester an einer deutschen Hochschule stattfindet.

Der König der Autogramm-Jäger

Willie Reginald ('Reg') Bray (* 30. April 1879 in London (Forest Hill); † 6. Juni 1939 in Croydon) war ein englischer Exzentriker, der vier Jahrzehnte lang und mit mehr als 32.000 teilweise skurrilen Postkartenexperimenten und Objektversendungen – einschließlich seiner selbst – die Leistungsfähigkeit der britischen Royal Mail erforschte und dabei mehr als 15.000 Autogramme von Personen aus aller Welt sammelte. Durch Ausstellungen seiner Autogrammsammlung, Publikationen zu postalischen Themen und durch Auftritte im Radio etablierte er sich in der Öffentlichkeit als 'The Human Letter' und 'The Autograph King'.

Der größte Grundstückskauf der Geschichte

Der Louisiana Purchase war der Kauf von 2.144.476 km² Land, das die USA 1803 von Frankreich erwarben. Der Kaufpreis betrug 15 Millionen US-$ oder 80 Millionen französische Francs (7 US-$/km²).

Verkauft wurde das Gebiet der ehemaligen Kolonie Louisiana, das westlich des Mississippi River lag. Es umfasste weit mehr als den heutigen Staat Louisiana und beinhaltet außerdem die heutigen Staaten Arkansas, Missouri, Iowa, Oklahoma, Kansas, Nebraska und South Dakota sowie Teile von Minnesota, North Dakota, Texas, New Mexico, Colorado, Wyoming, Montana und Teile der kanadischen Provinzen Manitoba, Saskatchewan und Alberta. Das damals gekaufte Land macht mehr als ein Viertel der heutigen USA aus und verdoppelte das Territorium des Staates.

Der Louisiana Purchase war das größte Grundstücksgeschäft der Geschichte.

Am 30. April 1803 wurde der Vertrag von Robert R. Livingston, James Monroe und François Barbé-Marbois in Paris unterzeichnet. Thomas Jefferson gab ihn am 4. Juli dem amerikanischen Volk bekannt. Der US-Senat ratifizierte ihn am 20. Oktober und autorisierte Präsident Jefferson am 31. Oktober, das Territorium in Besitz zu nehmen und eine vorläufige Militär-Regierung zu errichten. Es wurden auch Planungen zur Erkundung und Kartierung des Gebiets begonnen. Daraus entstand später die Lewis-und-Clark-Expedition.

Am 31. Oktober 1803 verabschiedete der US-Kongress Gesetze, die die Fortführung der bestehenden Zivilverwaltung ermöglichten und den Präsidenten ermächtigten, Militär zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung einzusetzen. Am 20. Dezember 1803 übergab Frankreich die Stadt New Orleans an die USA. Am 10. März 1804 wurde in St. Louis eine offizielle Feier zum Übergang des Territoriums von Frankreich auf die USA abgehalten.


Foto: Ernst Schütte / wikipedia / CC BY-SA 3.0

Der letzte Trabbi

Er war die DDR auf Rädern: Klein und laut, matt im Lack, kärglich ausgestattet, angestaubte Technik - aber immerhin, er fuhr. Der Trabant, der Volkswagen der Ostdeutschen. Was haben sie ihm nicht alles für Namen verpasst: Gehhilfe, Plaste-Porsche, überdachte Zündkerze, Rennpappe: Doch irgendwie geliebt haben sie ihn.

Von null auf 100 am selben Tag - die Trabant-Fahrer nahmen es gelassen. Genau 3.069.099 der legendären Autos liefen im sächsischen Zwickau vom Band - doch am 30. April 1991 um 14.51 Uhr war Schluss: Da rollte der letzte Trabbi aus der abbruchreifen Montagehalle. Den Mitarbeitern der Sachsenring Automobilwerke war zum Heulen zumute.

Auch der zum Schluss eingebaute Viertakt-Motor rettete den knatternden Stinker nicht mehr. Denn mit dem Zusammenbruch der Planwirtschaft war das Ende des Autos, auf das die DDR-Bürger zehn Jahre und länger warten mussten, praktisch zwangsläufig. Dabei hatten die Zwickauer Ingenieure ganz in der Tradition ihres Standorts viele gute Ideen für bessere Autos - schließlich war Zwickau eine Wiege des deutschen Automobilbaus.

Der Trabbi tuckerte millionenfach über die schlechten Straßen der DDR, eine blaue, stinkende Abgasfahne hinter sich herziehend. Aber im Herbst 1989 fuhr ein ganzes Volk mit den Plaste-Bombern in die Freiheit.

Das Ende des Trabants markierte das Aus für den eigenständischen ostdeutschen Automobilbau - doch gleichzeitig auch einen Neuanfang. Heute laufen in Zwickau in einer modernen Fabrik zehntausende Volkswagen jährlich vom Band, in Eisenach betreibt Opel das modernste Autowerk Europas. Die alte Trabbi-Schmiede 'Sachsenring' ist heute ein gefragter und börsennotierter Autozulieferer.

Und der Trabbi? Noch immer rollen 200.000 von ihnen auf deutschen Strassen - und ihre Fahrer haben einen Trost: Sie kommen alle in den Himmel, denn die Hölle hatten sie schon auf Erden.

Geld-Irrtümer

Silbergeld enthält Silber
Es sieht nur so aus. Der silbrige Anteil der Euromünzen ist eine Legierung aus 75 Prozent Kupfer mit 25 Prozent Nickel. Ebenso wenig enthalten die scheinbar golden glänzenden Teile Gold. Hier wird das Kupfer mit 20 Prozent Zink und fünf Prozent Zinn gemischt. Die letzte Münze, die in Deutschland – von Gedenkmünzen abgesehen – Silber enthielt, war das Fünf-Mark-Stück. Doch auch aus diesem ist das Edelmetall schon 1974 verschwunden.

Der Materialwert der Ein- und Zweipfennig-Stücke war höher als ihr Nennwert
Der Materialwert der kleinen Kupfermünzen, die gar nicht mal aus reinem Kupfer waren, sondern einen Stahlkern hatten, lag deutlich unter dem Nennwert: etwa bei 0,2 Pfennig. Doch die Herstellungskosten für die Münzen waren tatsächlich höher. Um die drei Pfennige hat es gekostet, eine davon zu prägen.

Münzen fallen weniger leicht durch den Automaten, wenn man sie daran reibt
Neben den meisten Münzeinwurfschlitzen gibt es blank gerubbelte Stellen, weil viele Menschen glauben, dass Rubbeln das Durchfallen der Münzen im Automaten verhindert. Tatsächlich gibt es physikalisch keinen Zusammenhang. Dass der Trick manchmal erfolgreich zu sein scheint, liegt einfach daran, dass es die Leute nach dem Rubbeln wieder und wieder probieren. Hätten sie das Münzstück ohne Rubbeln mehrmals eingeworfen, wäre die Erfolgsbilanz ganz genauso.

Geldscheine sind aus Papier
Nicht in Deutschland. Die Euronoten sind aus reinem Baumwollgewebe hergestellt. Wenn an der Supermarktkasse der Verkäufer mit einem Stift über den Schein fährt, um die Echtheit zu prüfen, dann gilt der Test genau diesem Gewebe. Handelt es sich um einen echten Euro, dann hinterlässt der Stift keine Spuren. In manchen anderen Ländern allerdings gibt es tatsächlich Papiergeld, das jedoch leicht verschleißt. In tropischen Staaten benutzt man oft Kunststoffgewebe, das jedoch teurer ist.

'Blüten' sind Falschgeld
Als 'Blüten' bezeichnet man im offiziellen juristischen Sprachgebrauch Spielgeld, also Abbildungen von Geldscheinen, die nur einseitig bedruckt sind und auf den ersten Blick als unecht zu erkennen sind. Gefälschte Geldscheine dagegen, die zu dem Zweck hergestellt wurden, damit auch zu zahlen, sind ganz einfach Falschgeld.

Rätsel / Denksport

Valkos lustiges Silbenrätsel

In dieser Aufgabe müssen aus Silben Wörter gebildet werden, deren Bedeutungen doppelsinnig sind. Ordnen Sie die Silben den Aufgaben zu.
  • Aus Parks bestehende Besitzwerte
  • Musikwerk aus kleinem Gewässer, dt. Philosoph und griechischer Göttin
  • Cash zu zahlender Gerstensaft
  • Gehhilfe für Immen
  • Boxhieb von Philosoph Immanuel
an - bach - bar - bie - bier - ge - gen - ha - kann - kant - ken - klos - kör - la - li - mö - nen - stock - ta - te - ter - ver

Es bleiben einige Silben übrig. Sie ergeben das Lösungswort.

Wenn gilt yz=-6; zx=2; xy=-3, wie groß ist dann die Summe x+y+z?

Ohne die Ziffernfolge zu ändern sollen zwischen die Ziffern die Zeichen der arithmetischen Grundrechenarten so gesetzt werden, dass sich als Resultat dieser Rechenoperationen in jeder Zeile 1 ergibt. Es gilt die Regel Punktrechnung vor Strichrechnung. Klammern dürfen benutzt werden. Zwei nebeneinanderstehende Ziffern dürfen auch als zweistellige Zahl betrachtet werden.



Die Lösungen der Aufgaben vom 29.04. lauten 151252 und 399486. xy+yz+zx=-2
Die Lösung des Silbenrätsels lautet STAMMTISCHBRUDER.