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21. Juni

1919: Auf Befehl ihres Kommandeurs Ludwig von Reuter versenkte sich die deutsche Hochseeflotte, der Stolz der Marine, im britischen Flottenstützpunkt Scapa Flow auf den Orkney Inseln. Seit Ende des Ersten Weltkrieges war die gesamte deutsche Kriegsflotte in dem Naturhafen fest gesetzt, während bei den Versailler Friedensverhandlungen über sie entschieden wurde. An diesem Tag verließ die Königliche Britische Flotte Scapa Flow zu einer Übung. Von Reuter gab Befehl, die Kriegsschiffe zu versenken, damit sie nicht in die Hände der Briten fielen. Alle Schotten und Luken wurden geöffnet, die Schlüssel und Hebel über Bord geworfen. Nach und nach versank die gesamte Flotte. Durch seine eigenmächtige Tat wurde von Reuter zum Volksheld.

2001: Der Deutsche Bundestag beschließt als eine Folge früherer Pflegeskandale das Pflege-Qualitätssicherungsgesetz. Pflegeeinrichtungen werden darin unter anderem verpflichtet, ein Qualitätsmanagement aufzubauen und müssen sich Prüfungen zu Leistungs- und Qualitätsnachweisen stellen.

2004: Mit SpaceShipOne wird erstmals ein privater Weltraumflug durchgeführt. Der erste private Astronaut ist Michael Melvill.
Geburtstage:
  • Jean-Paul Sartre (1905-1980), frz. Philosoph und Schriftsteller, Literaturnobelpreisträger 1964
  • Jane Russell (1921-2011), US-amerikanische Schauspielerin
  • Françoise Sagan (1935-2004), französische Schriftstellerin
  • Michel Platini (*1955), französischer Fußballspieler, Präsident der UEFA

Spruch des Tages:
Ehrgeiz geizt mit der Ehre anderer...
Prof. Dr. Lothar Schmidt

Ich muss MEHR schlafen, weil ich wach nur Blödsinn mach!

S P O R T
1960: Am 21. Juni 1960 gelingt es dem deutschen Sprinter Armin Hary in Zürich zum zweiten und dritten Mal, die 100 Meter-Strecke in zehn Sekunden zurückzulegen. Erst der dritte Lauf wird anerkannt: Harys Lauf wird der Weltrekord zugesprochen. Hary ist damit der letzte Deutsche und letzte Europäer, der den 100-Meter-Weltrekord hält. Im gleichen Jahr holt Hary Gold über die 100 Meter bei den Olympischen Spielen in Rom.
1978: Córdoba: Bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Argentinien schlägt das österreichische Nationalteam die Mannschaft der Bundesrepublik Deutschland mit 3:2.

Zahlen, Fakten, Links
Das Internet benutzen weltweit 3.035.000.000 Personen (Stand 06/2015). Pro Minute kommen 150 Personen hinzu.

Person des Tages
Jean-Paul Charles Aymard Sartre (* 21. Juni 1905 in Paris; † 15. April 1980 ebenda) war ein französischer Romancier, Dramatiker, Philosoph und Publizist. Er gilt als Vordenker und Hauptvertreter des Existentialismus und als Paradefigur der französischen Intellektuellen des 20. Jahrhunderts. Seit seinem 25. Lebensjahr war er mit Simone de Beauvoir liiert.

In den Nachkriegsjahren war Sartre der tonangebende französische Intellektuelle: Sein L'Être et le néant (Das Sein und das Nichts) und der Essay L'Existentialisme est un humanisme (Der Existentialismus ist ein Humanismus) von 1946 galten als Hauptwerke der neuen, hauptsächlich von ihm geschaffenen Philosophie des Existenzialismus, dessen Kernaussage ist, dass der Mensch durch den Zufall seiner Geburt in die Existenz 'geworfen' ist und aktiv selbst versuchen muss, dem Leben einen Sinn zu geben.

1964 wurde Sartre der Nobelpreis für Literatur zuerkannt, obwohl er schon im Vorfeld seine Ablehnung angekündigt hatte und diese dann in einer Pressekonferenz im Literatencafé 'Café de Flore' im 6. Pariser Arrondissement auch aufrechterhielt. Er wollte sich damit seine Unabhängigkeit wahren. Da eine Ablehnung des Preises in den Statuten aber nicht vorgesehen ist, gilt er als Preisträger. 1975 bat er die Schwedische Akademie um das Preisgeld von 273.000 Kronen, da die Frist aber schon 10 Jahre abgelaufen war, fiel es zurück an den Nobelfonds.

Lotto

1995 hat die Staatliche Toto-Lotto GmbH in Stuttgart eine Lottosensation gemeldet: Zum ersten Mal in der 40-jährigen Geschichte des deutschen Zahlenlottos wurden zwei identische Gewinnreihen festgestellt. Am 21. Juni kam im Lotto am Mittwoch in der Ziehung A die Gewinnreihe 15-25-27-30-42-48 heraus. Genau dieselben Zahlen wurden bei der 1628. Ausspielung im Samstagslotto schon einmal gezogen, nämlich am 20. Dezember 1986. Welch ein Lottozufall: Unter den 49 Zahlen sind fast 14 Millionen verschiedene Sechserreihen möglich.

Der erste Millionär im deutschen Lotto 6 aus 49 wurde am 2. September 1956 gekürt. Er gewann exakt 1.043.364,50 DM. Unter Berücksichtigung der Inflation entspricht der Betrag heute 2.338.896 Euro.

Den mit 45.382.458 Euro größten Jackpot in der deutschen Lottogeschichte teilten sich am 5. Dezember 2007 drei Spieler aus Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Thüringen. Alle drei hatten die richtigen Gewinnzahlen 9, 10, 24, 28, 39, 42 getippt und die passende Superzahl 3 und erhielten jeweils rund 15 Millionen Euro.

Den mit 37.688.291,80 Euro höchsten Einzelgewinn erzielte am 7. Oktober 2006 ein 41-jähriger Krankenpfleger aus Nordrhein-Westfalen. Der höchste Gewinn für 6 Richtige ohne Superzahl wurde am 4. Dezember 1999 erreicht. Er betrug umgerechnet 4,1 Mio. Euro.

Die höchste Anzahl der Gewinner für 6 Richtige waren am 23. Januar 1988 222 Gewinner mit einem Gewinn von 84.803,90 DM (umgerechnet 43.359,55 Euro) – alle hatten die beiden „Drillinge“ 24, 25, 26 und 30, 31, 32 getippt.

6 Zahlen in der Anordnung eines U kreuzten am 4. Oktober 1997 124 Mitspieler an. Sie gewannen mit den Zahlen 9, 13, 23, 27, 38 und 40 je 53.982 DM. Auch Nachahmung kann solche unglücklich-glücklichen Folgen haben. 205 Spieler gewannen im Juni 1977 mit 6 richtigen Lottozahlen, die eine Woche zuvor schon beim niederländischen Lotto gewonnen hatten.

Eskimo-Olympiade

Seit 1961 finden in Fairbanks, Alaska, die World-Eskimo-Indian Olympics (WEIO) statt. Nachdem die Spiele zunächst nur Männern der sechs in Alaska beheimateten Inuit-Stämme vorbehalten waren, dürfen seit den frühen 1970er Jahren auch Frauen antreten. Heute werden die frostigen Wettkämpfe zudem von einem Schönheitswettbewerb, der Wahl zur 'Miss WEIO', begleitet.

Hier einige der ausgetragenen Disziplinen: Einfüßiger Hochtritt, Mann in die Luft werfen, Ohrgewichtheben, Ohrenziehen, Vier-Mann-tragen, Zehentritt, Armdrücken, Knöchelhüpfen

Die Disziplinen sind schon Tausende von Jahren alt. In den extrem harten klimatischen Bedingungen war ihre Beherrschung eine Frage von Leben und Tod.

Das Knöchelhüpfen beispielsweise imitiert die Bewegung einer Robbe, so konnten sich die Jäger unbemerkt heranschleichen. Der Hochtritt war ursprünglich eine Art Flaggenzeichen: Der beste Springer lief bei einem erfolgreichen Walfang Richtung Dorf und signalisierte mit dem Sprung den Frauen, dass sie sich aufmachen mussten, die Beute zu zerteilen.

Parallel zu den Wettkämpfen werden Bräuche wie Walfleischessen oder das Zerlegen von Fischen und traditionelle Tänze vorgeführt, Geschichtenerzähler berichten von der Jagd, den Kampf gegen die Wildnis und die Kälte der arktischen Nacht. Über allem thront die Miss Olympiade, die auf ihrem Holzstuhl auf der Tribüne die Spiele beobachtet und alljährlich neu gewählt wird. Dabei zählt nicht die Maße Busen-Taille-Hüfte, sondern die Schönheit der Stammestracht und ihre Beredsamkeit in kulturellen Fragen.

Die unsterbliche Partie

Die sogenannte unsterbliche Partie ist eine der berühmtesten der Schachgeschichte - und wahrscheinlich sogar die bekannteste Schachpartie überhaupt. Sie wurde am 21. Juni 1851 in London als freie Partie zwischen den Schachmeistern Adolf Anderssen und Lionel Kieseritzky ausgetragen.

Im Verlauf der Partie opferte der Anziehende einen Läufer, beide Türme und die Dame. Schließlich setzte Anderssen mit den ihm verbliebenen drei Leichtfiguren seinen Gegner matt.

Trotz einiger Dispute bezüglich der Angemessenheit dieses Ruhms zählt die 'Unsterbliche Partie' immer nach zu den größten Schachspielen aller Zeiten. Anderssen galt damals als einer der besten Turnierspieler der Welt, und seine waghalsige Strategie, einen Läufer, zwei Türme und die Dame zu opfern, um ein Schachmatt mit den Springern und dem verbliebenen Läufer zu erzwingen, wurde sowohl als besonders einfallsreich wie auch außerordentlich kühn erachtet. Ernst Falkbeer gab der Partie 1855 durch seinen Artikel in der Wiener Schachzeitung ihren Namen, doch ihre Unsterblichkeit wird auf verschiedene Weise garantiert: So ließ Surinam im Jahr 1980 eine 90-Cent-Briefmarke drucken, die das Brett nach dem zwanzigsten Zug zeigt; in Ridley Scotts Film Blade Runner (1982) spielen Sebastian und Tyrell eine Variante des Endspiels, und die Bürger des italienischen Marostica spielen die Partie seit 1923 jährlich auf einem riesigen Schachbrett nach – mit echten Menschen als Spielfiguren.


Kurioserweise stimmen die Quellen bezüglich der exakten Spielzüge nicht vollkommen überein, und einige behaupten sogar, Kieseritzky habe bereits nach dem 20. Zug aufgegeben.

Stellung nach dem 22. Zug von Weiß.

Rätsel / Denksport

Valkos lustiges Silbenrätsel

In dieser Aufgabe müssen aus Silben Wörter gebildet werden, deren Bedeutungen doppelsinnig sind. Ordnen Sie die Silben den Aufgaben zu.
  • Erlaubnis, mit dem Bleistift Bilder zu malen
  • Gatte von Ex-Fußballnationalspielerin Birgit
  • Abschiedsgruß an einen germanischen Wurfspeer
  • Mit Sprit angetriebenes Chronometer
  • Körperpunkt für das Verabreichen eines Klistiers
  • Bayern-Philipp bei seinen Vorstößen entlang der Seitenlinie
be - ben - cam - cher - de - ein - flü - ge - ge - gel - gung - ko - lauf - lahm - le - mahl - nungs - ping - prinz - ra - rech - stel - ti - uhr - zeich - zin

Es bleiben einige Silben übrig. Sie ergeben das Lösungswort.

Geometrie-Mix

Der Eiffelturm ist 300 Meter hoch und wiegt 8000 Tonnen. Aus dem gleichen Material soll jetzt ein Modell des Turmes erstellt werden, das die gleichen Proportionen besitzt wie das Original. Wie hoch (in Dezimetern) wird das Modell, wenn es zehn Kilogramm wiegen soll?

Ein Testballon für Wettererkundung hat in prall gefülltem Zustand einen Durchmesser von 10 Metern. Welche Länge muss ein einmal um ihn herumführendes Halteseil haben, wenn die Last 8 Meter unter dem Ballon hängen soll?

Zwölf kreisförmige Scheiben mit jeweils einem Durchmesser von 10 cm sollen so gelegt werden, dass jede der Scheiben zwei andere Scheiben berührt. Die Mittelpunkte der Scheiben sollen alle auf einem Kreis liegen. Welchen Radius hat der Kreis?

In ein gleichschenkliges Dreieck mit den Seitenlängen 16, 16 und 10 Zentimeter ist der Inkreis eingezeichnet und eine unendliche Folge weiterer Kreise, die jeweils die beiden gleichen Schenkel des Dreiecks und den nächstgrößeren und nächstkleineren Kreis berühren. Wie groß ist die Summe der Umfänge aller Kreise?

Gegeben sei ein gleichseitiges Dreieck ABC mit der Kantenlänge 100 cm. Um A als Mittelpunkt ist ein Kreis geschlagen, der das Dreieck in zwei Teile gleichen Flächeninhalts teilt. Wie groß ist der Radius des Kreises?

In einer Ecke eines rechteckigen Zimmers befindet sich vom Boden bis zur Decke ein rechteckiger Kabelschacht mit den Maßen 20 cm * 30 cm. Ein Tisch mit einer kreisförmigen Tischplatte wird so in die Ecke gestellt, dass er beide Wände und die Ecke des Kabelschachtes berührt. Wie groß ist der Radius der Tischplatte?

Man suche in der Tabelle zu den Lösungen die Zahl, die am dichtesten dranliegt und notiere den Buchstaben. Die sechs Buchstaben ergeben (in die richtige Reihenfolge gebracht) das Lösungswort!

12:K 14:P 16:F 18:E 19:R 21:H 23:S 25:W
27:A 29:L 31:G 32:N 33:D 36:A 38:L 41:C
43:V 44:A 46:B 47:J 48:S 51:B 52:T 54:I
55:F 56:K 58:T 60:W 62:E 64:U 65:M 67:N
69:A 71:E 74:S 75:H 78:R 80:G 82:M 83:B
85:T 87:H 89:K 90:L 92:E 94:U 95:F 96:T


Die Lösungen der Aufgaben vom 20.06. lauten: ISAR, Olaf trägt die Sonnenbrille!
Die Lösung von Valkos Silbenrätsel lautet ELLENBOGEN.