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23. Juni

1865: Mit der Kapitulation der letzten konföderierten Truppen in Texas endet der Sezessionskrieg.

1920: Abschaffung der Adelsprivilegien in Preußen. Die Adelstitel sind in Deutschland damit nur noch Namensbestandteile.

1924: Der Serienmörder Fritz Haarmann wird in Hannover gefasst.

1928: Der italienische General Umberto Nobile war am 25. Mai 1928 mit seinem Luftschiff in der Nähe Spitzbergens abgestürzt und wurde vom schwedischen Flieger Einar Lundborg gerettet.

1948: In der Sowjetischen Besatzungszone wird eine eigene Währung eingeführt.

1955: Auf der Internationalen Luftfahrtausstellung von Paris wurde zum ersten Mal ein völlig neues Düsenverkehrsflugzeug vorgestellt - mit den Triebwerken am Rumpf. Die französische Caravelle flog mit einer Höchstgeschwindigkeit von 800 km/h und wurde vor allem auf innereuropäischen Strecken eingesetzt.

1960: In den Vereinigten Staaten wird Enovid als Verhütungsmittel und damit als weltweit erste Antibabypille zugelassen.

1993: In Lausanne wird das von Juan Antonio Samaranch initiierte Olympische Museum eröffnet.
Geburtstage:
  • Ernst Rowohlt (1887-1960), dt. Verleger
  • Wilma Rudolf (1940-1994),US-amerikan. Leichtathletin

Spruch des Tages:
Nehmen kann man von allein, Geben muss man lernen.
Friedrich Löchner

Ich liebe es jemanden beim Lügen zuzuhören, wenn ich die Wahrheit kenne.

S P O R T
1894: Auf Initiative von Pierre de Coubertin wird in Paris das Internationale Olympische Komitee gegründet. Als Austragungsort der ersten Olympischen Spiele der Neuzeit wird Athen ausgewählt.
2013: Der 34-jährige US-amerikanische Hochseilartist, Stuntman und Extremsportler Nik Wallenda überquert in 22 Minuten und 54 Sekunden als erster Mensch einen Seitenarm des Grand Canyon auf einem fünf Zentimeter dicken Drahtseil - 457 Meter über dem Abgrund. Bei dem schwindelerregenden Spaziergang über die 426 Meter breite Schlucht hat Wallenda mit teils heftigen Winden zu kämpfen. Er ist nicht gesichert und hat nur einen Balancestab dabei. Der lebensgefährliche Drahtseilakt wird live im US-Fernsehsender Discovery übertragen - mit zehn Sekunden Verzögerung für den Fall, dass es zu einem Unglück kommt.

Zahlen, Fakten, Links
Alle zehn Fingernägel eines Menschen wachsen im Laufe seines Lebens 28 Meter. Das ist 4 mal so schnell wie das Wachstum der Zehennägel.

Person des Tages
Wilma Rudolph (Wilma Glodean Rudolph; * 23. Juni 1940 in Saint Bethlehem, Tennessee; 12. November 1994 in Brentwood, Tennessee) war eine US-amerikanische Leichtathletin und Olympiasiegerin. Ihre Leistungen brachten ihr den Namen 'Schwarze Gazelle' ein.

Wilma wuchs in einer Familie mit sieben Geschwistern und elf Halbgeschwistern auf. In ihrer Kindheit erlitt Wilma eine Reihe schwerer Krankheiten. Eine Kinderlähmung setzte ihr linkes Bein außer Gefecht, und erst nach jahrelanger Physiotherapie und spezifischen Massagen konnte sie wieder ohne Hilfsmittel gehen.

1956 qualifizierte sie sich für die Olympischen Sommerspiele in Melbourne, bei denen sie Bronze mit der 4-mal-100-Meter-Staffel gewann. Nach einer Schwangerschaftspause 1958 gehörte sie zu den weltbesten Sprinterinnen und stellte 1960 zwei Weltrekorde auf: Mit 22,9 Sekunden über 200 m verbesserte sie die alte Marke von Betty Cuthbert um 0,3 s; im 100-Meter-Lauf erzielte sie 11,3 Sekunden und egalisierte damit die Zeit von Shirley Strickland de la Hunty und Wera Krepkina.

Bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom siegte sie in allen drei Kurzstreckendisziplinen: In den Einzeldisziplinen 100 und 200 m siegte sie in allen Läufen mit mindestens 0,3 Sekunden Vorsprung; die Fabelzeit von 11,0 Sekunden im 100-Meter-Finale konnte jedoch wegen zu starken Rückenwinds nicht als Weltrekord gewertet werden. In der 4 100 m Staffel lief sie zusammen mit Martha Hudson, Lucinda Williams und Barbara Jones im Vorlauf einen Weltrekord (44,4 Sekunden); im Finale sicherte Rudolph als Schlussläuferin das Gold vor der deutschen Staffel, die eingangs der Zielgeraden noch gleichauf lag.

Aufstand eines Fußballzwergs

Wir befinden uns im Jahre 1968 n.Chr. Ganz Fußball-Deutschland wird von den Großstadtvereinen dominiert... Ganz Deutschland? Nein! Ein kleines Dorf hört nicht auf, den Großstadtvereinen Widerstand zu leisten. Und das Leben ist nicht leicht für die Bundesligavereine in der Nähe des kleinen Dorfes Alsenborn.

Alsenborn ist mit rund 2750 Einwohnern der kleinere Ortsteil der im rheinland-pfälzischen Landkreis Kaiserslautern gelegenen Ortsgemeinde Enkenbach-Alsenborn. Bis 1969 war Alsenborn eine selbständige Gemeinde, ehe sie im Zuge der rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform der neu gebildeten Gemeinde zugeschlagen wurde. Überregionale Bekanntheit erlangte Alsenborn für seine Zirkustruppen und als Wohnort des Fußballspielers Fritz Walter, der 1954 als Kapitän der deutschen Nationalmannschaft Weltmeister wurde.

Auf sportlich erfolgreiche Zeiten kann auch die Fußballmannschaft des SV Alsenborn zurückblicken, der in den 60er Jahren nur knapp den Sprung in die höchste deutsche Spielklasse verpasste. Drei Meisterspieler des 1. FC Kaiserslautern wechselten zum SV Alsenborn und eigene Talente entwickelten sich zu Spielern, die später bei anderen Vereinen in der 1. und 2. Bundesliga eingesetzt wurden. Die Fachwelt wurde auf den kleinen Dorfverein, der sogar früher als der 1. FC Kaiserslautern über eine Flutlichtanlage verfügte, aufmerksam.

Im dritten Jahr in der Regionalliga Südwest wurde der SV Alsenborn Südwest-Meister und erreichte 1968 und in den beiden darauffolgenden Jahren die Bundesligaaufstiegsrunde. Die Mannschaft, in der zu dieser Zeit nur noch ein gebürtiger Alsenborner mitspielte, belegte in ihrer Gruppe jeweils einen guten Mittelplatz. Ein absoluter Höhepunkt war am 23.6.1968 das Spiel Hertha BSC gegen den SV Alsenborn vor 80.000 Zuschauern im Berliner Olympiastadion. Am 22.6.1969 verlor Alsenborn in Berlin gegen Hertha Zehlendorf mit 0:3. Ein Sieg in diesem Spiel hätte das kleine Dorf in die Bundesliga gebracht. Stattdessen stieg der Gruppensieger Rot-Weiß Oberhausen auf.

Der Ort wurde durch die Sportberichterstattung bekannt, und die Leistung des kleinen Ortsvereins erregte bundesweit Aufsehen. Doch nach drei Jahren Aufstiegsspiele ging der Elan im Jahr 1970 verloren und der SV Alsenborn verkaufte insgesamt 31 Spieler an Vereine wie den FC Bayern München, den 1. FC Kaiserslautern, den 1. FC Nürnberg, an Borussia Mönchengladbach und den FC Schalke 04.

Als im Jahr 1974 die Zweite Bundesliga eingeführt wurde, erfüllte der SV Alsenborn die sportliche Qualifikation zum Aufstieg. Als dieser wegen des zu kleinen Stadions verweigert wurde, begann der sportliche Abstieg. Damals stieg der 1. FC Saarbrücken auf, und es halten sich Gerüchte, dass nicht alles fair zugegangen sei. Der SV Alsenborn hatte sein Stadion für 15.000 Zuschauer ausgebaut, musste nun bereits getätigte Spielereinkäufe rückgängig machen und stand vor großen finanziellen Problemen. Dem 1. FC Saarbrücken wurde allerdings einige Jahre später aus wirtschaftlichen Gründen die Lizenz entzogen. Seit der Saison 1990/91 spielt der SV Alsenborn in der B-Klasse mit Spielern, die mittlerweile wieder alle aus Alsenborn kommen.

Alan Turing

Alan Mathison Turing (* 23. Juni 1912 in London; 7. Juni 1954 in Wilmslow, Cheshire) war ein britischer Logiker, Mathematiker und Kryptoanalytiker. Er gilt heute als einer der einflussreichsten Theoretiker der frühen Computerentwicklung und Informatik. Turing schuf einen großen Teil der theoretischen Grundlagen für die moderne Informations- und Computertechnologie.

Das von ihm entwickelte Berechenbarkeitsmodell der Turingmaschine bildet eines der Fundamente der theoretischen Informatik. Während des Zweiten Weltkrieges war er maßgeblich an der Entzifferung der mit der Enigma verschlüsselten deutschen Funksprüche beteiligt. Der Großteil seiner Arbeiten blieb nach Kriegsende jedoch unter Verschluss.

Turing entwickelte 1953 eines der ersten Schachprogramme, dessen Berechnungen er mangels Hardware selbst durchführte. Nach ihm benannt ist der Turing-Test zum Nachweis künstlicher Intelligenz.

Turing Award

Der nach Alan Turing benannte A. M. Turing Award wird jährlich von der Association for Computing Machinery (ACM) an Personen verliehen, die sich besonders um die Entwicklung der Informatik verdient gemacht haben. Er gilt als höchste Auszeichnung in der Informatik, vergleichbar dem Nobelpreis oder der Fields-Medaille.

Eine Nominierung für den Turing Award kann jedermann aussprechen, sie muss aber neben einem Lebenslauf des Nominierten auch ein Begründungsschreiben (200 bis 500 Worte) und mindestens drei substantielle Unterstützerbriefe möglichst prominenter Vertreter des jeweiligen Fachbereichs enthalten. Obwohl Langzeiteinflüsse des Schaffens berücksichtigt werden, sollte der Vorgeschlagene eine hervorzuhebende Einzelleistung vollbracht haben. Die Vorschläge werden in einem Komitee geprüft, dem in der Regel u.a. mehrere vorherige Preisträger angehören.

Verliehen wird der Award auf dem jährlichen ACM Awards Banquet jeweils für das Jahr zuvor. Die Preisträger halten anlässlich ihrer Preisverleihung auf einer beliebigen ACM-Konferenz eine besondere Vorlesung, die Turing Award Lecture, in der sie ihre Sichtweisen und Erfahrungen in zentralen Bereichen der Informatik darlegen. Seit 2007 ist der Turing Award mit 250.000 US-Dollar dotiert, die von Intel und Google gesponsert werden. Vier Jahre zuvor war das Preisgeld von 25.000 auf 100.000 Dollar erhöht worden. Der erste Preisträger war 1966 Alan J. Perlis, mit Frances E. Allen erhielt 40 Jahre später erstmals eine Frau die Auszeichnung. 1975 ging der Preis erstmals an mehr als eine Person (Allen Newell und Herbert Simon, die sich zusammen mit künstlicher Intelligenz befassten).

Rund zwei Drittel der Awards gingen an amerikanische Staatsbürger. Im Juni 2012, 100 Jahre nach Alan Turings Geburt, trafen sich 33 Träger des Turing Awards zur ACM Turing Centenary Celebration in San Francisco, um sich in Vorträgen und Podiumsdiskussionen auszutauschen.

Olympische Ringe

'Citius, alrius, fortius' - schneller, höher, stärker. Der Franzose Pierre de Coubertin (1863-1937) verband damit das ständige Streben nach menschlicher Vervollkommnung über die Steigerung seiner Leistung. Mehr als 1500 Jahre nach dem Ende der antiken Spiele schlug der Pädagoge deshalb 1894 vor, die Olympischen Wettkämpfe wieder ins Leben zu rufen. Schon zwei Jahre später fanden die ersten Spiele der Neuzeit in Athen statt. So eine Idee braucht natürlich auch ein Symbol.

Und Coubertin wurde fündig: Am Altar des Apoll in Delphi entdeckte er 1913 eine Verzierung mit fünf in sich verschränkten Ringen. 'Diese fünf Ringe stehen für die fünf Erdteile, die für die olympische Idee gewonnen wurden und bereit sind, den edlen Wettstreit anzutreten', beschloss Coubertin. Entsprechend wurde die olympische Flagge entworfen, mit den Ringen in den Farben Blau, Gelb, Schwarz, Grün und Rot. Keiner der Ringe steht für einen bestimmten Kontinent. Vielmehr wählte das Komitee die Farben so, dass zumindest eine davon in jeder Länderflagge auftaucht. Die Ringe umschließen damit alle Völker - fast alle: Es gibt zwei Länder, die keine der Farben in ihrer Flagge haben! Welche Länder sind gesucht?

Rätsel / Denksport

Valkos lustiges Silbenrätsel

In dieser Aufgabe müssen aus Silben Wörter gebildet werden, deren Bedeutungen doppelsinnig sind. Ordnen Sie die Silben den Aufgaben zu.
  • Kantine eines Filmstudios
  • Sohn eines österreichischen Tennisspielers (Thomas *1967)
  • Momentane Lage eines Lütticher Fußballvereins
  • Tanz zwischen Schiffsinnenwänden
  • Melkerkate
  • Unternehmen zur Herstellung von Banknoten
a - be - chen - dard - dreh - fir - häus - kna - kö - ma - mus - nig - on - rant - rat - res - rock - schein - schot - schwei - si - stan - tau - ten - ten - ter - ti - tu - zer

Es bleiben einige Silben übrig. Sie ergeben das Lösungswort.

Das Millionenspiel

Jede Person einer Gruppe erhält die Aufgabe, sich ohne Kontakt mit den anderen Personen aufzunehmen, für eine der Zahlen 7, 13, 88, 200, 276, 666 zu entscheiden. Entscheiden sich alle für dieselbe Zahl, so erhält jeder eine Million Euronen. Welche Zahl würden Sie wählen, wenn Sie ein Mitglied der Gruppe wären?
Heute musste Saskia eine Stunde später zur Schule als gestern. Vorgestern hingegen schon zwei Stunden früher als heute. Am Mittwoch hatte sie um 11 Uhr Schule. Morgen ist Freitag. Um welche Zeit begann Saskias Unterricht am Dienstag?
Drei junge Frauen kommen uns entgegen. Jede trägt eine andere Kopfbedeckung. Claudia geht neben Tina. Die mit dem Kopftuch heißt nicht Heike. Heike geht links neben der mit der Schirmmütze. Tina geht nicht neben Heike. Wie heißt die junge Frau mit dem Strohhut?

Die Lösungen der Aufgaben vom 22.06. lauten: GARRI und MAX, Frisch gewagt hat kurze Beine.
Die Lösung von Valkos Silbenrätsel lautet KERZENSTÄNDER.