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18. August

1896: Die Daimler-Motoren-Gesellschaft in Cannstatt präsentierte den ersten Lastwagen der Welt. Der Fahrer saß noch wie bei einer Kutsche ungeschützt im Freien. Der Zweizylinder-Motor hatte vier PS, transportiert werden konnten 1.500 Kilogramm Nutzlast. Der Benzintank reichte für Fahrten von etwa 200 Kilometern, die Räder waren aus Eisen. Der erste Wagen wurde am 1. Oktober an die 'British Motor Syndicate Ltd' ausgeliefert. Damit legte Gottlieb Daimler den Grundstein für die Motorisierung des Güterverkehrs auf der Straße. Die Firma in Cannstatt baute Zweizylinder und Stahlradwagen, hier wurden Innovationen begründet, die die Motorentechnik revolutionierten.

1947: Der Präsident des Zweizonen-Wirtschaftsrates Erich Köhler eröffnete die 'Export-Messe 1947 Hannover'. Die britische Militärregierung hatte die Messe angeordnet. Nur der Export ihrer Erzeugnisse, so der Plan der westlichen Siegermächte, würde die Deutschen in die Lage versetzen, wirtschaftlich wieder auf eigenen Füßen stehen zu können. 1.300 Aussteller zeigten einen Querschnitt durch die deutsche Exportproduktion. Neben Zahnprothesen und klappbaren Kinderwagen wurde den 700.000 Besuchern auch der spätere Exportschlager VW-Käfer präsentiert. Die in Zukunft jährlich unter dem Namen 'Hannover Messe' stattfindende Leistungsschau wurde zum Symbol des deutschen Wirtschaftswunders und entwickelte sich zu einer der bedeutendsten Industrie-Messen der Welt.

1949: Die Nachrichtenagenturen der drei westdeutschen Besatzungszonen sowie die Agenturen dpd, dena und Süddeutsche Nachrichtenagentur schlossen sich zur Deutschen Presse-Agentur (dpa) zusammen. Die dpa trat unter der Aufsicht der Alliierten die Nachfolge der NS-Staatsagentur Deutsches Nachrichtenbüro (DNB) an. Die Arbeit wurde am 1. September in Hamburg aufgenommen, erster Chefredakteur war Fritz Sänger. Schon bald wurde die dpa zur größten Nachrichtenagentur Deutschlands. Heute ist die dpa-GmbH die viertgrößte Nachrichtenagentur der Welt, für die mehrere tausend Mitarbeiter aus mehr als 80 Ländern berichten. Fast alle Tageszeitungen, alle öffentlich-rechtlichen und die meisten privaten Hörfunk- und Fernsehsender beziehen die dpa-Dienste.

1959: Der britische Automobilhersteller Austin & Morris stellte seine neuen Modelle vor. Herausragend ob seiner geringen Größe: Der 'Mini', gebaut nach den Entwürfen des Designers Alec Issigonis.

1960: Am 18. August 1960 kam in den USA die erste Anti-Baby-Pille auf den Markt. Diese Pille revolutionierte die Empfängnisverhütung in - zunächst - der westlichen Welt. Aber nicht nur das: Die Einführung der Pille löste auch einen drastischen Geburtenrückgang in diesen Ländern aus, im Volksmund 'Pillenknick' genannt.

1993: Die Luzerner Kapellbrücke, das um 1300 gebaute bedeutendste Wahrzeichen der Stadt, brennt zu einem Großteil nieder.


Geburtstage:
  • Roman Polanski (*1933), poln.-frz. Filmregisseur
  • Robert Redford (*1937), US-amerikan. Schauspieler

Spruch des Tages:
Notlügen gibt es nicht. Man ist immer in Not, also müsste man immer lügen.
Dr. Konrad Adenauer

S P O R T
Weltrekord im ersten Heimspiel: Die Glasgow Rangers haben am 18.08.2012 im Ibrox Park vor 49.118 Fans gegen East Stirlingshire mit 5:1 gewonnen und damit die alte Zuschauer-Bestmarke für ein Viertligaspiel aus dem Jahr 1961 pulverisiert. Nach der Insolvenz gab es für die Rangers einen Zwangsabstieg in die vierte Liga. Um den nach wie vor teueren Kader finanzieren zu können, bedarf es eines Zuschauerschnitts von 30.000, da waren die fast 50.000 Fans zum Auftakt angesichts des zu erwartenden Rückgangs im Winterhalbjahr mehr als willkommen. Diese sahen gegen East Stirlingshire nach frühem 0:1-Rückstand noch einen souveränen 5:1-Erfolg der Rangers, die zum Ligastart bei Peterhead nicht über ein 2:2 hinausgekommen waren. Bisheriger Weltrekordhalter für ein Viertligaspiel war seit 1961 der englische Klub Crystal Palace gewesen, dessen Duell gegen Millwall 37.774 Zuschauer sahen.

Zahlen, Fakten, Links
Seit 1983 hat der weibliche Brustumfang in Deutschland um durchschnittlich vier Zentimeter zugenommen.

Person des Tages
Roman Raymond Polanski (* 18. August 1933 in Paris; Geburtsname Raymond Thierry Liebling) ist ein polnischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Schauspieler. Zu seinen bekanntesten Filmen gehören der Horrorfilm Rosemaries Baby (1968), der Kriminalfilm Chinatown (1974) sowie der Holocaustfilm Der Pianist (2002), der mit der Goldenen Palme von Cannes sowie einem Oscar für die Beste Regie und den Besten Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde.

2010 erhielt er für den Thriller Der Ghostwriter zum vierten Mal eine Einladung in den Wettbewerb der 60. Filmfestspiele von Berlin und gewann den Regiepreis. 2011 folgte mit der Regie an Der Gott des Gemetzels die Verfilmung von Yasmina Rezas erfolgreichem Theaterstück. Für die Produktion mit Jodie Foster, Kate Winslet, Christoph Waltz und John C. Reilly erhielt Pola?ski eine Einladung in den Wettbewerb der 68. Internationalen Filmfestspiele von Venedig 2011 sowie 2012 einen weiteren César für das beste adaptierte Drehbuch.

Zeit-Fakten

Die Rotation der Erde verlangsamt sich stetig. Die Länge eines Tages nimmt dadurch pro Jahrhundert um etwa drei Millisekunden zu.

Die regelmäßigen Wechsel von Sommer- und Winterzeit verdankt die Welt Benjamin Franklin. In einem Brief an eine Pariser Zeitschrift schlug er vor, die Uhren im Sommer eine Stunde vorzustellen, um mehr Tageslicht zu nutzen und so den Verbrauch teurer Kerzen zu reduzieren. Ob das ernst gemeint oder nur ein Scherz war, ist bis heute unklar.

Wer sich mit der Geschichte und Lehre der Sonnenuhren beschäftigt, betreibt Gnomonik. Der Begriff geht auf das griechische Wort Gnomon zurück, das Schattenstab bedeutet.

Das Erdbeben in Chile am 27. Februar 2010 hat die Dauer des Tages um 1,26 Mikrosekunden verkürzt.

Erst beim Ausbau der Eisenbahnnetze führten die Staaten standardisierte Zeiten ein. Zuvor hatten etwa in Großbritannien alle Gemeinden ihre lokale Zeit mittels Sonnenuhr definiert. Wegen der kleinen Abweichungen - jedes Dorf lag quasi in seiner eigenen Zeitzone - war es schwer, Abfahrts- und Ankunftszeiten von Zügen zu bestimmen.

Der schwedische Wissenschaftler Carl von Linné legte 1745 im botanischen Garten von Uppsala eine Blumenuhr an. Er hatte beobachtet, dass verschiedene Blumen ihre Blüten zu unterschiedlichen Tageszeiten öffnen.

Ein Tag hat 24 Stunden - auch das sollte zur Zeit der Französischen Revolution verändert werden. Der Vorschlag scheiterte jedoch, den Tag in zehn Stunden zu je 100 Minuten zu je 100 Sekunden zu unterteilen. Jede dieser "Sekunden" wäre dann um 14 Prozent kürzer gewesen als die bekannte Zeiteinheit.

Rätsel / Denksport

Valkos lustiges Silbenrätsel

In dieser Aufgabe müssen aus Silben Wörter gebildet werden, deren Bedeutungen doppelsinnig sind. Ordnen Sie die Silben den Aufgaben zu.
  • Gefängnischefin
  • Gerät zum Ausdrücken von frischem Fruchtsaft in einer Gastwirtschaft
  • Aus einem großen Fluss gewonnene Wäschesteife
  • Sit-in mit Spulen
  • Liebesbeziehung einer einfältigen Person
bau - be - bra - en - hält - kal - ke - len - lo - meis - nis - pres - rin - rol - se - set stär - strom - te - ten - ten - tor - ver - zung

Es bleiben einige Silben übrig. Sie ergeben das Lösungswort.

Multiplizieren Sie die dritte Wurzel von 125 mit der vierten Potenz von 2 und addieren Sie die Differenz des Quadrates von 3 und der dritten Potenz von 2, so erhalten Sie die Lösungszahl. Es ist eine Quadratzahl!

Die Lösung der Aufgabe vom 17.08. lautet Einzelfall. Der ANDERE ist ein 10-Euro-Schein!
Die Lösung von Valkos Silbenrätsel lautet HEFEWEIZEN.