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03. September

1999: Der Quiz-Boom in Deutschland hatte seinen Ursprung diesmal nicht in den USA: Auslöser war die britische Sendung 'Who Wants to Be a Millionaire?', mit der der Privatsender ITV und Moderator Chris Tarrent seit 1998 bis zu 18 Millionen Zuschauer pro Sendung vor die Bildschirme lockten. In den ersten drei Jahren verkauften die Briten Lizenzen in 51 Länder. In Deutschland griff RTL zu. Die deutsche Fassung 'Wer wird Millionär?' mit Günther Jauch lief am 3. September 1999 zum ersten Mal im deutschen Fernsehen.
Geburtstage:
  • Nicola Amati(1596-1684), italienischer Geigenbauer
  • Ferdinand Porsche (1875-1951), dt. Automobilkonstrukteur
  • Alan Ladd (1913-1964), US-amerikanischer Schauspieler
  • Mario Draghi *1947), italienischer Zentralbankchef
  • Mirja Boes (*1971), deutsche Schauspielerin, Comedian und Sängerin

Spruch des Tages:
Eine Konferenz ist eine Zusammenkunft, wo viele hineingehen und wenig dabei herauskommt.
Werner Finck

S P O R T
1933: Als einzigem Expeditionsteilnehmer gelingt Jewgeni Michailowitsch Abalakow die Erstbesteigung des Pik Stalin, des im Pamir gelegenen höchsten Berges der Sowjetunion.
1950: Mit seinem Sieg beim Großen Preis von Italien auf dem Autodromo Nazionale Monza wird Giuseppe Farina erster Formel 1-Weltmeister nach den Rennen der Saison.
1970: In Turin bei der Studenten-WM gibt es deutsche Weltrekorde: Stabartist Wolfgang Nordwig (27) steigert seine Weltbestmarke vom 17.Juni in Berlin um einen Zentimeter auf 5.46 Meter; Heide Rosendahl (23) landet im Weitsprung bei 6.84 Meter.
1972: Am Goldenen Sonntag siegen bei den Olympischen Spielen in München Klaus Wolfermann im Speerwerfen, Hildegard Falck im 800-Meter-Lauf und Bernd Kannenberg im 50-km-Gehen.
2006: Andre Agassi beendet seine 20-jährige Tenniskarriere mit dem Ausscheiden bei den US Open gegen den deutschen Benjamin Becker.

Zahlen, Fakten, Links
Der allererste Einkauf mit Euro-Bargeld wurde im französischen Übersee-Departement La Réunion getätigt. Der Bürgermeister der Inselhauptstadt kaufte einen Beutel Litschis.

Person des Tages
Mario Draghi (* 3. September 1947 in Rom) ist ein italienischer Bankmanager und Wirtschaftswissenschaftler. Er war von 2006 bis 2011 Präsident der Italienischen Nationalbank und ist seit dem 1. November 2011 Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB). Draghi, ehemaliger Vizepräsident von Goldman Sachs, ist derzeit zudem Vorstandsmitglied der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel.

Draghi ist Mitglied in der von der Rockefeller-Stiftung gegründeten Group of Thirty, einer privaten Lobbyorganisation der Finanzwirtschaft. Aus diesem Grund wird ihm ein Interessenkonflikt als EZB-Chef vorgeworfen. Zudem gab es Stimmen, die insbesondere auch Draghis vormalige Tätigkeit bei Goldman Sachs als Interessenkonflikt werten.


Wer hat das schnellste Klo?

Von all den vielen verrückten Rennen, die es auf der Welt gibt, ist dieses sicherlich eines der verrücktesten: das große internationale Klondike-'Häusl'-Rennen International nennt es sich, weil Amerikaner und Kanadier daran teilnehmen. Genau genommen: Alaskaleute und Yukonleute. Denn das seltsame 'Häusl'-Rennen trägt den Namen des berühmten Goldrausch-Orts Klondike/Alaska. Und es findet statt im benachbarten Dawson City hoch im Norden. Im so genannten Yukon-Territorium. Das ist ein Gebiet, das zu Kanada gehört, ohne eine 'Provinz' zu sein.

Und weil es dort oben auch heute noch Trapperhütten und Pelzjägerstationen gibt, die fern von jeder Zivilisation sind, ist in dieser Gegend auch das Häuschen, das man üblicherweise mit dem herzförmigen Loch an der Vordertür darstellt, noch weitgehend verbreitet. Wie bei uns früher auf den Dörfern steht es etwas abseits vom Haus. Im Englischen heißt es deshalb ganz logisch 'outhouse'. Das bedeutet genau das gleiche wie unser 'Häusl'. Kurz und gut, diese Häusl sind der Ursprung des merkwürdigen Rennens nach dem Motto: Wer hat das schnellste Klo? So ganz genau weiß man es heute nicht mehr wie es begann. Aber Mehreres hat da sicherlich zusammengespielt. Da ist einmal die Tatsache, dass die alten Goldsucher, Trapper und Pelzjäger raue Gesellen waren und deshalb deftige Späße lieber hatten als 'feine'. Außerdem ist es ganz verständlich, dass sie in ihrer Einsamkeit im Schnee das Bedürfnis nach Spaß und Spiel hatten.

Und so ist irgendwann einer darauf verfallen, dass man einem anderen doch sein 'Outhouse' wegtragen könne. Gesagt, getan. Es soll mit einem Riesenspaß geendet haben und es soll eine Art Brauch daraus geworden sein. Und schließlich wurde dann die Sache noch zu einem 'Häusl'-Rennen verbessert. Weil es da oben in der Wildnis ja lange Zeit der einzig mögliche Ersatz für die weiter im Süden beliebt werdenden Auto- und Motorradrennen war. Aus dem Brauch wurde eine Tradition. Längst sind die 'Häusl', mit denen die Wettrennen heute bestritten werden, natürlich keine echten mehr, sondern extra für diese Rennen gebaute. Dabei kommt es natürlich auch auf Witz und Originalität an. Und das Great International Dawson City Klondike Outhouse Race ist deshalb ein Volksfest mit viel Spaß und Vergnügen.

Bis zu 15 'WC-Gebäude' pro Rennen sind zugelassen. Und es wird abgehalten 'in Erinnerung und im Gedenken an die Goldgräberpioniere und ihren einfachen Lebensstandard'. Jedes Jahr einmal, am ersten Sonntag im September. Die Rennstrecke ist dreieinhalb Kilometer lang. Jedes 'Häusl' darf nur von höchstens vier 'Rennern' getragen oder gerollt werden. Innen muss ein 'Pilot' sitzen. Das Häusl muss in Kopfhöhe ein Loch oder ein Fenster haben, damit man kontrollieren kann, ob der 'Pilot' auch wirklich drin ist und nicht etwa nebenher mitläuft oder gar selbst mitschiebt oder -trägt.

Selbstverständlich wird nach dem Rennen ein großes Fest gefeiert, in dem viel Bier und Whisky fließen und wo die Gewinner nach einem genauen System eine 'Siegprämie' in flüssiger Form bezahlen müssen, aber auch die Verlierer je nach Rückstand zur Getränkekasse gebeten werden. Jeder Schritt Rückstand kostet ein Glas für alle. Und die Sieger sehen deshalb von ihrer eigentlichen Siegesprämie von 500 Dollar am Ende des Festes nicht viel wieder ... Und die zweiten (300 Dollar) und die dritten (200 Dollar) auch nicht. Aber alle hatten mächtigen Spaß. Und nächstes Jahr wollen sie alle wiederkommen. Mit noch stromlinienförmigeren und windschnittigeren Häusln.

Der Lange Lulatsch

Am 3. September 1926 nahm anlässlich der Eröffnung der dritten Funkausstellung der neugebaute Berliner Funkturm, eine Stahlgitterkonstruktion von 150 m Höhe, seinen Betrieb auf. Das Bauwerk wird unter dem Spitznamen 'Langer Lulatsch' rasch zu einem Wahrzeichen Berlins.

Von hier wurde das weltweit erste UKW-Radio-Programm ausgestrahlt und anlässlich der Olympischen Spiele 1936 auch das erste regelmäßige Fernsehprogramm. Heute dient er nur noch der Polizei und Feuerwehr sowie den Taxis als Funkvermittler. Mit einem schnellen Lift kann man zur 138 m hohen Aussichtsplattform fahren und hat von da einen wundervollen Blick über Berlin. Rund 270.000 Zuschauer fahren jährlich hinauf und viele davon besuchen auch das Restaurant in 55 m Höhe. Die Küche ist ausgezeichnet und das Interieur nahezu original aus den 20er Jahren, von der weißen Lamellendecke bis zu den Intarsien an Wänden und Theke aus wertvollen Hölzern und Perlmutt.

Während des Zweiten Weltkriegs schoss ein Granatwerfer dem Turm ein Bein ab, aber auch dreibeinig konnte er seine Standfestigkeit beweisen und nach dem Krieg wurde er repariert.

Rätsel / Denksport

Im Januar 2005 wurde eine frische Inschrift entdeckt, die offensichtlich von Außerirdischen bei einem Besuch auf der Erde hinterlassen wurde. Sie konnte folgendermaßen entschlüsselt werden: 'Wir landen am letzten Tag des Jahres n wieder auf der Erde. Die Zahl n ist das Produkt zweier natürlicher Zahlen. Das Produkt aus der Summe dieser beiden Zahlen und der Anzahl der Tage des Monats unserer Rückkehr ist um 3 größer als das Doppelte von n.' An welchem Tag ist mit der Rückkehr der Außerirdischen zu rechnen?

Die Lösungen der Aufgaben vom 02.09. lautet HANOI und ISLAMABAD!
Die Lösung für Valkos Teekesselaufgabe 36 lautet New York + Lima (Sense, Nadel, Schweizer, Bobby, Horst, Kreis, Enkel, Pokal, Bikini, Programm, Scharlach).

Valkos lustiges Silbenrätsel

In dieser Aufgabe müssen aus Silben Wörter gebildet werden, deren Bedeutungen doppelsinnig sind. Ordnen Sie die Silben den Aufgaben zu. Mehrere Silben bleiben übrig. Aus ihnen wird das Lösungswort gebildet.
  • Schriftliche Mitteilung an den Hund, mit dem Beißangriff aufzuhören
  • Gnade eines Prager Sängers
  • Wortlose Verbeugung
  • Schweizer Sagenheld, benannt nach einem französischer Tanzschritt
  • Kleines norddeutsches Bauernhaus auf dem Campus
ab - bar - brief - de - der - die - er - gott - ka - lan - lass - men - mer - ner - ni - nie - pas - stum - te - tell - u

Valkos Teekessel - Teil 37

  • Mein Teekessel wurde ermordet, aber nicht in Luxemburg. Mein Teekessel ist ein Farbton . (4)
  • Meine Teekessel ist eine Auflage für Matratzen . Meine Teekessel sind Salzlösungen. (5)
  • Mein Teekessel ist eine Zwille. Mein Teekessel holt den Honig aus den Waben. (7)
  • Mein Teekessel ist Teil vieler Häuser. Mein Teekessel schrieb 'Kleider machen Leute'. (6)
  • Mein Teekessel ist ein Sibirischer Strom. Mein Teekessel ist ein Tampon. (1)
  • Mein Teekessel dient zum Trimmen eines Segels. Mein Teekessel hat Jahresringe und eine Krone. (4)
  • Mein Teekessel ist ein Sinnesorgan. Mein Teekessel ist das Zentrum eines Wirbelsturms. (4)
  • Mein Teekessel ist eine Fahrkabine der Seilbahn. Mein Teekessel gleitet auf dem Canal Grande. (4)
  • Mein Teekessel ist in altisländischer Sprache verfasst. Mein Teekessel singt Sopran (Moser *1938. (4)
Die Ziffern in Klammern geben die Position des Lösungsbuchstabens an. Wenn Sie die Buchstaben aneinander hängen, dann erhalten Sie ein Sternbild.