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26. Oktober

1863: Rotes Kreuz gegründet
Auf Initiative des Genfers Henri Dunant und der gemeinnützigen Gesellschaft von Genf wurde die internationale Vereinigung des Roten Kreuzes zur Pflege von Verwundeten im Kriege gegründet. Dunant wurde am 24. Juni 1859 eher zufällig Zeuge der Schlacht von Solferino, in der französische und piemontesische Truppen gegen die Österreicher kämpften, die als Besatzungsmacht Norditalien belagerten. An diesem Tag starben über 40.000 Soldaten auf beiden Seiten. Schockiert vom Elend der Opfer und der Hilflosigkeit der Sanitätskräfte beschloss Dunant, eine internationale Hilfsorganisation zu gründen. 1864 wurde die erste Genfer Konvention beschlossen. Dunant erhielt 1901 den ersten Friedensnobelpreis.

1927: Die Gründung von 'Quelle'
'In aller Ruhe wählst du aus, prompt bringt´s die Post zu dir nach Haus. Enttäuschung, Schaden gibt es nie, da sorgt die Quelle-Garantie' - am 26. Oktober 1927 gründete Gustav Schickedanz das Versandhaus Quelle.

1929: Zündholzkönig finanziert Weimar
Der schwedische Zündholzkonzern Kreuger gewährte dem Deutschen Reich eine langfristige Staatsanleihe von 125 Millionen Dollar und erhielt dafür das Zündwarenmonopol für das Reichsgebiet. Ivar Kreuger galt Ende der 1920er und Anfang der 1930er Jahre als einer der bedeutendsten und finanzkräftigsten Unternehmer Europas. Als Zündholzkönig beherrschte er rund drei Viertel der Zündholzproduktion und des Zündholzhandels der Welt. Zudem erstreckte sich sein Unternehmen auf die unterschiedlichsten Industriezweige, wie zum Beispiel die Eisenerzgewinnung oder die Holz- und Zellstoffindustrie.

1961: Panzer am Checkpoint Charlie
Angebliche Behinderungen alliierter Fahrzeuge durch die Volkspolizei führten zu einer gefährlichen Lage am Grenzübergang Friedrichstraße in Berlin: 16 Stunden standen sich US-amerikanische und sowjetische Panzer in 200 Meter Entfernung gegenüber. Bei der Konfrontation am Checkpoint Charlie trafen zum ersten und zugleich zum letzten Mal Streitkräfte der Supermächte direkt aufeinander. Ausgangspunkt war die provokante Weigerung des ranghöchsten US-amerikanischen Zivilisten, sich der Passkontrolle der ostdeutschen Volkspolizisten zu unterziehen. Ernsthafte Zwischenfälle blieben aus, am Morgen des 28. Oktobers zogen sich die Panzer wieder zurück.

Fotos: j.schaper

Geburtstage:
  • Helmuth Graf von Moltke (1800-1891), preußischer Feldmarschall
  • Henry Vahl (1897-1977), deutscher Volksschauspieler (Ohnsorg-Theater)
  • Francois Mitterand (1916-1996), französischer Politiker, Staatspräsident 1981-1995
  • Hillary Clinton (*1947), US-amerikanische Politikerin

Spruch des Tages:
Wir ertrinken in Informationen und hungern nach Wissen.
John Naisbitt, Zukunftsforscher

S P O R T
1863: In London wird die Football Association gegründet. Damit werden in der Folge die Regeln für Fußball standardisiert.
2002: Im alpinen Ski-Weltcup gibt es erstmals drei Siegerinnen. Den Riesenslalom von Sölden gewinnen Andrine Flemmen (27, Norwegen), Tina Maze (19, Slowenien) und Nicole Hosp (18, Österreich) in 1:49,91 Minuten.
2012: Der Hamburger SV gewinnt mit 2:0 beim FC Augsburg. Damit sind die Hamburger der erste Bundesligist überhaupt, der gegen alle 51 übrigen Bundesligisten mindestens einmal gewonnen hat. In einigen Medien steht, dass dies Schalke auch schon geschafft habe. Laut 'bundesliga.de' haben die Schalker aber weder gegen Preußen Münster noch gegen den SSV Ulm und die Stuttgarter Kickers gewonnen.
2013: Max Meyer (Schalke 04 / 18 Jahre 38 Tage) ist der jüngste Spieler in der Bundesliga-Geschichte, der in drei aufeinanderfolgenden Punktspielen trifft. Er löst in dieser Kategorie Lukas Podolski ab.

Zahlen, Fakten, Links
Jede Bahnhofsuhr Deutschland empfängt ein Zeitsignal namens DCF77. Der für das Signal zuständige Langwellensender steht in Mainflingen bei Frankfurt.

Person des Tages
Henry Vahl (* 26. Oktober 1897 in Stralsund; † 21. Juli 1977 in Hamburg) war ein deutscher Theater- und Filmschauspieler. Bekannt wurde er vor allem durch Fernsehspiele, übertragen aus dem Ohnsorg-Theater in Hamburg, was ihm die Bezeichnung eines Volksschauspielers einbrachte.

Henry Vahl schlug sich jahrzehntelang als Schauspieler der zweiten Reihe durch. 1958 hatte er Glück und sprang für den erkrankten Kollegen Otto Lüthje ein, mit dem ihn von da an eine enge Freundschaft verband. Die Rolle des komischen Alten war dem Sohn eines Fischers auf den Leib geschrieben, die er in über 100 Rollen am Ohnsorg-Theater verschmitzt und facettenreich ausfüllte. Seine Lieblingsrolle war die des Schustergesellen Matten in dem Stück Meister Anecker.

Durch die Fernsehübertragungen von Theateraufführungen im NDR sowie durch viele Gastspiele wurde er auch bundesweit sehr populär und zu einem Publikumsliebling. So wurde ihm 1967 die Auszeichnung „Bronzener Bildschirm“ verliehen. Von 1962 bis in die 1970er Jahre hinein trat er häufig in der beliebten NDR-Unterhaltungsshow Haifischbar auf. In der Spielzeit 1971/1972 verließ er im Streit mit dem damaligen Intendanten Günther Siegmund das Ensemble des Ohnsorg-Theaters.

Einen großen Erfolg hatte Henry Vahl im Fernsehen mit dem zweiteiligen TV-Kriminalfilm 'Die rote Geldbörse' (1966), in dem er eine Hauptrolle spielte. Eine weitere große Bühnenfigur für ihn war die 'Zitronenjette' im Hamburger St. Pauli Theater, die er von 1973 bis 1975 rund 200 Mal auf der Bühne verkörperte.

Irrtümer und Fehlprognosen II

"Das Radio hat absolut keine Zukunft." (Lord Kelvin, Mathematiker und Erfinder, 1897)
"Die weltweite Nachfrage nach Kraftfahrzeugen wird eine Million nicht überschreiten - allein schon aus Mangel an verfügbaren Chauffeuren." (Gottlieb Daimler, Erfinder, 1901)
"640K sollten genug für jeden sein." (Bill Gates, 1981)
"Atomenergie lässt sich weder zivil noch militärisch nutzen." (Nikola Tesla, 1856-1943)
"Der Mensch wird es in den nächsten 50 Jahren nicht schaffen, sich mit einem Metallflugzeug in die Luft zu erheben." (Wilbur Wright, Pionier der Luftfahrt, 1901)
"Es wird noch Generationen dauern, bis der Mensch auf dem Mond landet." (Sir Harold Spencer, Astronom, 1957)
"Diese Strahlen des Herrn Röntgen werden sich als Betrug herausstellen." (Lord William Kelvin)

Der Pony-Express

Auf Initiative William Hepburn Russells nahm der Pony-Express am 3.April 1860 den Betrieb auf. Hierbei handelte es sich um eine Reiterstafette zum Zweck der Postbeförderung in den USA. Die über 3200 km lange Route führte von St. Joseph (Missouri) nach Sacramento (Kalifornien). Da die Arbeit hoch zu Ross nicht gerade ungefährlich war, wurde sie vornehmlich von jungen ungebundenen Männern wahrgenommen, die jünger als 18 Jahre waren und deren Körpergewicht weniger als 60 kg betrug. Unter den Boten waren auch prominente Persönlichkeiten wie z.B. Buffalo Bill.

Aufgrund seines Stafettensystems war der Pony-Express sehr schnell. Vor der Einführung dieser Art der Postbeförderung brauchte ein Brief quer durch die USA mehrere Wochen. Dies änderte sich doch mit Beginn des Pony-Expresses. Jeder Kurier beförderte 10 kg Eilpost und wurde nach maximal 300 km durch einen neuen Reiter ersetzt. Im Durchschnitt kam alle 80 km ein neuer Postbote zum Einsatz. Um keine Zeit zu verlieren, musste die Post binnen zwei Minuten an den nachfolgenden Reiter übergeben werden. Für die gesamte Strecke wurden 40 Reiter und 75 Ponys benötigt. Dass ein jeder Ritt nicht ohne Risiko ablief, zeigt allein schon die Reiseroute. Die längste Strecke führte die Reiter durch feindliches Indianergebiet, nicht selten wurden die Reiter hierbei von den Indianern angegriffen. Ein weiteres Hindernis während der Reise war 'Materialermüdung', da Ross und Reiter immer wieder an ihre Leistungsgrenzen stießen. Nach spätestens 10 Tagen hatte die zu befördernde Post ihr Ziel erreicht.

Der Pony Express erfreute sich nicht zuletzt wegen seiner perfekten Logistik großer Beliebtheit. Der Faktor der wirtschaftlichen Effizienz spielte aber auch im 19 Jahrhundert eine elementare Rolle; der Postbeförderungsdienst erwies sich als finanzielles Desaster. Am 24. Oktober 1861 wurde die Telegrafenverbindung eröffnet - zwei Tage später wurde der Pony-Express nach nur eineinhalb Jahren eingestellt.

Der schnellste Transfer erfolgte in 7 Tagen und 17 Stunden erfolgte, es handelte sich dabei um die Antrittrede Abraham Lincolns. Mit nur 14 Jahren waren WM F. Cody und David Lay die jüngsten eingesetzten Reiter. Ersterer absolvierte mit 384 zurückgelegten Meilen den längsten Ritt, gefolgt von 'Pony Bob' Haslam mit 380 Meilen. Insgesamt legten 120 Reiter 650.000 Meilen zurück, wobei ein Reiter von Indianern getötet wurde. Beispielhaft ist aber auch die Statistik im Punkt Zuverlässigkeit. Eine Postsendung ging verloren und eine kam unvollständig an.


Pony-Express-Denkmal in St. Joseph, Missouri
Foto: wikipedia, CC BY-SA 2.5

Rätsel / Denksport

Valkos lustiges Silbenrätsel

In dieser Aufgabe müssen aus Silben Wörter gebildet werden, deren Bedeutungen doppelsinnig sind. Ordnen Sie die Silben den Aufgaben zu.
  • Turngerät, an dem eine bestimmte olympische Medaille gewonnen wurde
  • Aus einem Gewehrlauf gefertigtes Champagnerglas
  • Aufgeblasenes Backwerk
  • Obstbrei für einen eitlen Selbstbewunderer
  • Abschiedsgruß des Perm an seinen Vorgänger
  • Rücksicht gegenüber Laubbäumen
bar - ber - bo - chen - ches - de - er - flö - kar - ku - kur - len - mus - na - nar - nung - or - pus - ren - rohr - scho - sil - te - te - ter - ziss

Es bleiben einige Silben übrig. Sie ergeben das Lösungswort.


Valkos Teekessel - Teil 84

  • Mein Teekessel fließt durch Itzehoe und mündet in die Unterelbe. Mein Teekessel ist Kaviarerzeuger. (1)
  • Mein Teekessel ist ein nützlicher Hinweis. Mein Teekessel ist eine Vorhersage bei Lotto und Toto. (4)
  • Mein Teekessel war ein deutscher Philosoph (Johann Gottlieb,1762-1814). Mein Teekessel ist ein Nadelbaum. (2)
  • Mein Teekessel ist ein Turngerät. Mein Teekessel stand bei Werder und Schalke im Tor (Oliver). (2)
  • Mein Teekessel brennt auf dem Adventskranz. Mein Teekessel nutzt die ganze Höhe des Fußballplatzes. (1)
  • Mein Teekessel ist ein Arbeitsplatz. Mein Teekessel ist die Position einer Ziffer in einer Zahl. (6)
  • Mein Teekessel hegt den Wald. Mein Teekessel ist ein Fußball-Brüderpaar (Bernd, Karlheinz). (3)
  • Mein Teekessel ist eine Sportwette. Mein Teekessel war mit Harry in Bochum auf Streife. (4)
  • Mein Teekessel ist meist 2,54 cm lang. Mein Teekessel führt Grenzkontrollen durch. (2)
  • Mein Teekessel ist eine beratende Zusammenkunft, Besprechung. Mein Teekessel ist ugs. ein Kloaufenthalt. (7)
Die Ziffern in Klammern geben die Position des Lösungsbuchstabens an. Wenn Sie die Buchstaben aneinander hängen, dann erhalten Sie eine Insel.

In dieser Aufgabe müssen aus Silben Wörter gebildet werden, deren Bedeutungen doppelsinnig sind. Ordnen Sie die Silben den Aufgaben zu. Mehrere Silben bleiben übrig. Aus ihnen wird das Lösungswort gebildet.

separater Sturz / Baumaterial für ein Organ / Waffe eines Niederschlags / Flächenmaß einer Landschaft / Lohn für einen Körperteil / Schmutzwinkel

BA / BE / BO / CKEN / DA / EIN / FALL / FER / GELD / GEN / GEN / LAM / LAR / NIE / RE / REN / SEN / STAU / STEIN / TA / ZEL

Die Lösung vom 25.10.: Kronjuwelen
Die Lösung von Valkos Silbenrätsel lautet FACHARBEITER.
Die Lösung für Valkos Teekesselaufgabe 83 lautet Rügen + Fünen (Ur, Fühler, Überzug, Gebot, Senne, Fock, Gürtel, Cognac, Zeile, Berufung).

(C) Volker Kahle