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15. Dezember

1840: Beisetzung Napoleons I. im Invalidendom
Am 5. Mai 1821 war Napoleon I. - Kaiser der Franzosen von 1804 bis 1814/1815 - im Exil auf der britischen Insel St. Helena verstorben. Er war dorthin sechs Jahre zuvor auf Lebenszeit verbannt worden. In feierlichem Zug wurde sein Sarg am 15. Dezember 1840 nach Paris gebracht und im Invalidendom beigesetzt. Der Tod Napoleons I. hat für die Kriminalgeschichte eine besondere Bedeutung bekommen, nachdem vermutet wurde, dass er mit Hilfe von Arsen langsam vergiftet worden sei. Als Beweis für diese Vermutung wurden Haare aus einer Locke des Kaisers analysiert. Der Befund ist in der Wissenschaft allerdings umstritten.

1890: Sitting Bull 'auf der Flucht' erschossen
Der Häuptling der Hunkpapa-Sioux, dessen indianischer Name Tatanka Yotanka lautete, war seit 1860 einer der Führer des letzten Freiheitskampfes der Indianer (1869-1879). Zusammen mit den Häuptlingen Crazy Horse und Two Moon hatte er als einer der Anführer der vereinten Sioux-Stämme den Sieg über das 7. US- Kavallerieregiment unter General George A. Custer am Little Big Horn 1876 errungen. 1890 wurde er ermordet. Es hieß: Bei dem Versuch, sich der Festnahme durch Flucht zu entziehen, sei Sitting Bull erschossen worden. Sein Tod, kurz vor dem Massaker am Wounded Knee, wurde zum Synonym für das Scheitern der Indianer, ihre Rechte als Eingeborene gegen die Macht der Kolonisation zu verteidigen.

1965: Gemini-Projekt erfolgreich
Eigentlich hätte es schon am 12. Dezember zu der ungewöhnlichen Begegnung zwischen den beiden Raumkapseln Gemini VI-A und VII kommen sollen. Doch ein technisches Problem im Raketensystem verschob den Start der Gemini VI-A um drei Tage. Am frühen Morgen des 15. Dezember war es endlich so weit: Der Start gelang, und in mehreren Stunden des Manövrierens näherten sich die beiden Kapseln bis auf einen halben Meter an. Bereits am nächsten Tag landete Gemini VI-A wieder auf der Erde. Gemini VII war schon am 4. Dezember für eine 14-tägige Mission ins All geschossen worden und kehrte planmäßig zurück. Mit der gelungenen Mission konnte die USA einen Vorteil gegenüber der UdSSR in der technischen Beherrschung des Weltraums erringen.
Geburtstage:
  • Nero (37-68), röm. Kaiser
  • Gustave Alexandre Eiffel (1832-1908), französischer Ingenieur
  • Henri Becquerel (1852-1908), frz. Physiker / Physiknobelpreisträger
  • Jean Paul Getty (1892-1976), US Ölindustrieller & Kunstmäzen

Spruch des Tages:
Eines der traurigsten Dinge im Leben ist, dass ein Mensch viele gute Taten tun muss, um zu beweisen, dass er tüchtig ist, aber nur einen Fehler zu begehen braucht, um zu beweisen, dass er nichts taugt.
George Bernard Shaw

S P O R T
1891: Das erste Basketballspiel findet auf der Basis von dreizehn von James Naismith erdachten Regeln statt.
1990: In Hannover wird die Einheit des deutschen Sports auf höchster Ebene vollzogen. Es erfolgt der Zusammenschluss des Deutschen Sportbundes (DSB) mit dem Deutschen Turn- und Sportbund (DTSB) der früheren DDR. Präsident wird der DSB-Chef Hans Hansen.
1995: Der Europäische Gerichtshof verkündet die sogenannte Bosman-Entscheidung, bei der das bisherige Transfersystem im europäischen Profi-Fußball für rechtswidrig erklärt wird. Das Urteil verbietet Ablösesummen nach Vertragsende für Profisportler innerhalb der EU und erklärt Ausländerrestriktionen für ungültig.

Zahlen, Fakten, Links
Winnetou, Pumuckl und Pepsi-Carola sind in Deutschland als Vornamen anerkannt.

Person des Tages
Nero Claudius Caesar Augustus Germanicus (* 15. Dezember 37 in Antium; † 9. oder 11. Juni 68 bei Rom) war von 54 bis 68 Kaiser des Römischen Reiches. Er sah sich selbst als Künstler und war der letzte Vertreter der julisch-claudischen Dynastie.

Nero wurde als Sohn von Gnaeus Domitius Ahenobarbus und Iulia Agrippina, einer Schwester des Kaisers Caligula, in Antium an der Küste Latiums geboren. Er trug zunächst den Namen Lucius Domitius Ahenobarbus. Wie die meisten männlichen Mitglieder seiner Familie war Nero blond oder rotblond und blauäugig. Er soll, wie Plinius der Ältere berichtet, mit den Füßen zuerst, also in der Steißlage geboren worden sein. Weil seine Mutter von Caligula ins Exil geschickt worden war, verbrachte er einen Teil seiner Kleinkindzeit bei seiner Tante Domitia Lepida.

Die als schön geltende Agrippina war für ihren Ehrgeiz, Stolz und Mut, aber auch für ihren Machthunger bekannt. Spätestens seit sie nach dem Tod ihres zweiten Mannes Gaius Sallustius Crispus Passienus im Jahre 49 Kaiser Claudius geheiratet hatte, verfolgte sie das Ziel, ihren Sohn Lucius zum Kaiser zu machen. Deshalb sorgte sie für eine hervorragende Ausbildung Neros in Literatur, Latein und Mathematik.

Nach Vollendung seines zwölften Lebensjahres sorgte sie für die Rückberufung Senecas aus der Verbannung und machte ihn zum Lehrer ihres Sohnes. Seneca war ein bekannter Philosoph, der das Leben Neros entscheidend prägte. Der junge Nero erhielt eine standesgemäße Ausbildung und interessierte sich vor allem für Kunst, Architektur und das Theater.

Ein Flugzeugträger aus Eis

Das Projekt Habbakuk war ein britischer Plan aus dem Zweiten Weltkrieg für einen Flugzeugträger aus Eis. Er sollte in der Mitte des Atlantiks stationiert werden, um die alliierten Geleitzüge gegen die deutschen U-Boote zu schützen, da dieser Bereich damals noch außerhalb der Reichweite landgestützter alliierter Flugzeuge lag.

Die Habbakuk wurde Winston Churchill von Lord Mountbatten und Geoffrey Pyke vorgeschlagen. Sie sollte etwa 1200 m lang und 180 m breit sein, 12 m dicke Bordwände und eine Wasserverdrängung von mindestens zwei Millionen Tonnen besitzen. Aufgrund der geringen Dichte des verwendeten Materials wäre sie – wie ein Eisberg – auch im Falle einer größeren Beschädigung praktisch unsinkbar gewesen. Außerdem hätte man kleinere Schäden durch Aufsprühen und Gefrierenlassen von Wasser einfach reparieren können.

Ursprünglich sollte sie in Kanada aus 280.000 Eisblöcken zusammengesetzt werden. Auch Russland wäre in Frage gekommen; in beiden Fällen hätte man das Wasser von selbst zu Eis gefrieren lassen oder auch gleich natürliches Eis verwenden können. Später wurde als Werkstoff Pykrete (auch: Pykecrete) vorgesehen, eine Mischung aus Eis und Holzschliff oder Sägemehl. Dieses Material weist eine höhere Festigkeit als reines Eis auf und schmilzt wegen der geringeren Wärmeleitfähigkeit langsamer. Es wurde nach Geoffrey Pyke benannt, obwohl er es nicht erfunden hatte.

Im Schiff sollten Kälteanlagen das Schmelzen des Schiffes verhindern.

Aufgrund der Größe der Habbakuk hätte diese nur wenige Häfen anlaufen können. Sie hätte auch nur eine geringe Manövrierfähigkeit besessen. Da normale Dieselmotoren im Schiffsinneren zu viel Abwärme erzeugt hätten, waren als Antrieb 26 Elektromotoren in externen Motorgondeln vorgesehen, die ihr eine Geschwindigkeit von bis zu zehn Knoten (19 km/h) verliehen hätten.

Auf der Habbakuk sollten bis zu 150 zweimotorige Bomber stationiert werden. Als Defensivbewaffnung waren unter anderem 40 doppelrohrige 4,5-Zoll-(11,4-cm)-Geschütztürme sowie zahlreiche leichtere Flugabwehrwaffen vorgesehen.

Nach den Berechnungen sollten mit dem Bau der Habbakuk 8000 Menschen acht Monate lang beschäftigt sein. Die Kosten wurden mit 70 Millionen Dollar veranschlagt. Dies war den Briten zur damaligen Zeit jedoch zu teuer, so dass mit dem Bau des eigentlichen Schiffes nie begonnen wurde.

Als sich die Alliierten im zweiten Halbjahr 1943 mit der portugiesischen Regierung verständigten und daraufhin Flugplätze auf den Azoren für britische und amerikanische Seeaufklärer eingerichtet werden konnten, wurde das Projekt Habbakuk schließlich eingestellt.

Hommingberger Gepardenforelle

Hommingberger Gepardenforelle ist ein Suchbegriff, mit welchem das Computermagazin c’t im April 2005 einen Suchmaschinenoptimierungs-Wettbewerb ausrief. Ziel war, an den zwei Stichtagen 15. Mai und 15. Dezember 2005 jeweils um 11:00 Uhr die beste Position in den Suchmaschinen Google, Yahoo, MSN und Seekport zu belegen. Damit sollte ein Einblick in die Rankingmechanismen der Suchdienste und aktuelle Trends der Optimierung – legitime wie unerwünschte – ermöglicht werden. Der Begriff 'Hommingberger Gepardenforelle' wurde gewählt, weil es weder einen Ort Hommingberg noch eine Gepardenforelle gibt und somit die Suchmaschinen dazu vor dem Beginn des Wettbewerbes keine Treffer lieferten. Vorbilder waren der englische Begriff 'Nigritude ultramarine' und der Versuchsaufbau von Schnitzelmitkartoffelsalat. Die erste Ankündigung erfolgte von der Redaktion des heise-Verlags am 16. April 2005 gegen 13 Uhr und wurde bald von mehreren Weblogs kommentiert. Die von der heise-Redaktion eingerichtete Seite lief außer Konkurrenz. An den beiden Stichtagen veröffentlichte heise jeweils eine Meldung mit Zwischenbilanz.

Elvis has left the building!

'Elvis has left the building!' (Elvis hat das Gebäude verlassen) ist eine Redensart, die oft von Sprechern nach Konzerten von Elvis Presley verwendet wurde, um auf eine Zugabe wartende Zuschauer zum Gehen zu veranlassen. Al Dvorin, ein Sprecher, der während Presleys gesamter Karriere mit diesem reiste, machte die Redensart bekannt, weil seine Stimme auf vielen Aufnahmen von Presleys Auftritten zu hören war. Geprägt wurde dieser Ausspruch von Horace Lee Logan anlässlich Presleys letztem Konzert für die US-amerikanische Country-Musiksendung 'Louisiana Hayride' am 15. Dezember 1956. Logan appellierte nach Elvis’ Auftritt an die tobenden Zuschauer, nicht für einen letzten Blick auf ihr Idol nach draußen zu stürmen, sondern sich stattdessen die anderen Künstler der Show anzusehen. Der komplette Ausspruch Logans lautete 'Please, young people ... Elvis has left the building. He has gotten in his car and driven away. Please take your seats.' ('Bitte, junge Leute ... Elvis hat das Gebäude verlassen. Er ist in sein Auto gestiegen und weggefahren. Bitte setzt Euch hin.') Seitdem ist dieser Ausdruck ein geflügelter Spruch in der Popkultur geworden und wird häufig dann verwendet, wenn jemand in irgendeiner Weise die Szene verlässt.

Rätsel / Denksport

Valkos lustiges Silbenrätsel

In dieser Aufgabe müssen aus Silben Wörter gebildet werden, deren Bedeutungen doppelsinnig sind. Ordnen Sie die Silben den Aufgaben zu. Mehrere Silben bleiben übrig. Aus ihnen wird das Lösungswort gebildet.
  • Musikinstrument für ein Sinnesorgan
  • nahe Verwandte eines Baumteils
  • Schlussstrophen von Gedichten
  • Oberbekleidung für landwirtschaftliche Parzellen
  • Hase im Reiseplaid
  • Zimmerwinkel für einen Süßwasserfisch
  • späte Fahrtrichtung
abend - bar - be - cken - de - de - den - fi - flur - gar - horn - kurs - lam - me - mut - nah - nal - nas - pe - ro - scheck - sen - stamm - teil - ter - ver

In einem Kaugummiautomaten befinden sich 71 gleich aussehende Kaugummis. Es gibt darunter vier verschiedene Geschmacksrichtungen: Kirsche, Orange, Erdbeere und Apfel. In dem Automaten sind doppelt so viele Kirschkaugummis wie Orangekaugummis, ein Erdbeerkaugummi weniger als Orangekaugummis und sechs Apfelkaugummis weniger als Kirschkaugummis. Wie viele Kaugummis gibt es von jeder Sorte ?

Die Lösungen der Aufgaben vom 14.12. lauten 2294 und DATENBANK.
Die Lösung von Valkos Silbenrätsel lautet TANNENNADELN.