Aprilwetter im März

Christian rief zur Tour durch den Hamelner Norden. Die Einladung mit dem Hinweis 'E-Bike ist hilfreich, aber keine Voraussetzung' verschreckte die Gemeinde der Süntelbiker doch sehr. Die Reaktionen über Whatsapp waren eindeutig: Dieter meldete ein kaputtes Fahrrad, Moni ihren Muskelkater, Trappi sein nicht vorhandenes E-Bike und Yellow ging lieber Skifahren. Also kein Biker am Startort! Dank der modernen Kommunikationsmittel haben sich dann aber doch 2 Biker (Christian und Olaf) um kurz nach zwölf auf dem Kammweg des Schweinebergs getroffen und zwei weitere (Marco und Moni) wollten von Haddessen aus durch den Süntel. 14.30 Uhr sollte dann Treffen im Turm sein.

Der offizielle Teil startete also auf dem Schweineberg. Nach Umkurven der zahlreichen Spaziergänger und den obligatorischen Bildern der Märzenbecher mit und ohne Biker folgt die Abfahrt runter nach Unsen. Weiter ging es im flotten E-Bike-Tempo am Waldrand entlang zur Wassertretstelle bei Klein Süntel. Es folgte ein Uphill auf einem Trail und anschließend ging es zur Bergschmiede. Da wir gut in der Zeit waren, wollten wir am Nordrand des Süntels bis Kessiehausen weiterfahren und dann zum Turm. Das war dann doch etwas ambitioniert, der Termin 14.30 Uhr lockte und wir beschlossen, schon am Freibad von Bakede den Weg nach oben zu nehmen.

Das hohe Tempo fordert seinen Tribut und Christian hatte Erbarmen mit dem Autor. Also Radwechsel. Christian moniert zwar den Wartungstau an meinen Bike. Da würde doch die Bremse schleifen, da könnte doch nicht sein. Nach einigem Testen hat er aber die Realität akzeptiert und mächtig in die Pedale getreten. Punkt 14.30 Uhr saßen wir bei Kaffee und Kuchen an Tisch Nummer 4 und um 14.31 Uhr begann es zu Regnen. Marco und Moni kämpften sich derweil noch den Berg hoch und trudelten dann im Graupelschauer gegen 14.45 Uhr ein.

Während der ausgedehnten Pause wurde immer wieder auf das Regenradar geschaut . Aber der Regen sollte nicht aufhören, nur weniger werden. Also anziehen und los, ein echter Süntelbiker kennt kein schlechtes Wetter. Marco und Moni sind zurück nach Haddessen, Christian und ich Richtung Hameln aufgebrochen. Nach einer rasanten Abfahrt über den Schrankentrail und Welliehausen trennten sich dann unsere Wege in Unsen. Als ich in Hameln am AEG vorbeifuhr blitze und donnerte es. Der Platzregen setzte ein, als ich die Haustür aufschloss.

Und die Moral von der Geschicht‘ ? Wer zu spät kommt wird nass!

Ich hatte dann 38 km und 850 hm auf dem Tacho, der Schnitt lag 15 km/h.

Olaf (09.03.19)

Der Süntel - immer wieder schön...
oder SBS 'Frühlingsrunde' am 23.02.2019

Marco bot eine Runde an, nicht zu lang, da er am Abend noch auf die Bühne musste ;-) und so gab es schnell die Anmeldungen von Andrè, Helli und mir. SüntelStart, diesjährig bislang unverändert 12:00 h am Waldparkplatz Haddessen/ Falltal!

Nach kurzer Absprache welche Wege, Trails und Abfahrten wir fahren wollten, ging es einfach los - Marco hinterher. Es ging, natürlich, bergauf zum Kammweg und bald machten wir die ersten Trailbegegnungen die Marco für uns parat hielt. Bald darauf, nachdem wir kurz vor der Radarstation Dieter trafen, ging es durch`s Unterholz, bis wir plötzlich an yellow`s Place landeten. Dieter war schon wieder weg, er war schon viel früher gestartet als wir und traf uns quasi auf seinem nach Hause Weg. Marco wäre nicht Marco, wenn er nicht seine Ausrüstung in Form von fliegender Kamera dabei gehabt hätte und so war die Drohne schnell startklar und hob ab - wir starrten gebannt erst hinterher und nachher ins Objektiv, wie immer entstanden tolle Aufnahmen vom Süntel mit uns als kleine, bunte Statisten im Meer von Grün! Wie schon bei der diesjährigen JahresauftaktTour fuhren wir nun am Süntelturm vorbei (!!) in Richtung Jahnhütte und nahm an Trails mit was so geboten wurde. Es ging danach wie die wilde Hatz durch die Wälder und wir errichten unseren aktuellen Lieblingstrail entlang der Grenzsteine hinunter bis nach KleinSüntel/ Flegessen - hier wurden wie von anerkennenden Blockern zahlreicher Spaziergänger begleitet, als es dann Richtung Wurzeltrail ging - dieses Weg mal entgegengesetzt zu fahren... war schon was! Entlang am Waldrand trafen wir auch noch andere Biker, einer wurde von Helli so verwirrt mit der Aussage: ... da lang ist gesperrt! ... dass wir schnell weiterfuhren um ja nicht noch zur Rechenschaft gezogen zu werden. Irgendwie mussten wir ja wieder rauf, der Einkehrschwung stand noch unerfüllt auf dem Tagesprogramm, und so sind wir nach dem Tanklager rechts ab und trailaufwärts gebikt. Es gab diverse Schiebestücke aber irgendwann hatte der Wald ein einsehen und spuckte uns an einer bekannten Stelle doch wieder aus.

In der Nähe der Jahnhütte kurbelten wir den bekannten Matschtrail hoch und gelangten auf leicht ansteigendem Terrain zum Turm!! ( Anmerk.d.Verfassers: es ist nicht leicht am Turm vorbeizufahren, nicht einzukehren mit dem Wissen es dauert noch lang bis man sich wiedersieht...) War das eine Freude und ein Wiedersehen !! Drinnen wurden wir schon Biggi erwartet, sie hat uns freundlicherweise den schönen Ecktisch freigehalten und so konnte schon bald jeder das wohlverdiente Kaltgetränk seiner Wahl geniessen ;-) Nach erfolgreicher Rekonvaleszenz setzten wir nun zum Endspurt an, über den Steinweg ging es zuerst auf bekannten Strecken abwärts, dann schlug Marco einen Haken und wir flogen durchs Gebüsch auf unbekannten Wegen bis wir an der Abzweigung zum Haddesser Steinbruch waren, ab hier sind wir dann runter auf alt bekannter Trailstrecke. Kurz vor dem Ziel schlug Marco aber wieder einen Haken, nochmal kurz ein paar Höhenmeter und dann mitten durch die Pampa runter zum Wanderparkplatz, getreu nach dem Motto: Wege, wo sind hier Wege ?! Ohne Sturz und mit vielen tollen Eindrücken einer wieder mal superschönen SBS-Tour konnte wir dann Marco verabschieden - er hatte es eilig und musste noch in die Maske ;-)

Der Rest machte sich dann auch auf den Heimweg nachdem es noch einen kleinen Austausch der TourDaten gab. Nach Andrés Angaben sind wir 25 km und 720 hm gefahren

....sind wir nicht alle ein bisschen bikey ;-)))
yellow






KlütTrails soweit das Auge reicht...
oder SBS "kleinaberfein" am 09.02.2019


Nach kurzem WAppAustausch war die Location festgelegt -Klüt kurz und knackig, man(n) musste ja noch zur SportGala. Start unverändert 12°°h am Felsenkellerweg und dabei waren Andrè, Olaf, Trappi und ich.

Nach kurzer Absprache welche Wege, Trails und Abfahrten wir fahren wollten, ging es gleich zur Sache Richtung Kompression, die ersten Höhenmeter und Traileinlagen wurden abverlangt und Andrès Knie machte Bekanntschaft mit seinem BikeUnterRohr - Autsch. Danach dann stets bergauf, den roten Weg bis zum Kammweg und dann zum Turm. Hier trafen wir Freunde von Trappi, tauschten Bikerlatein aus und schossen das obligatorische Gruppenbild mit Hameln im Hintergrund ;-)

Nun ging es den Hangtrail bis runter zur Zivilisation, scharf links und wieder rauf auf dem Waldrandtrail bis zum Finkenborn. Am alten Gehege kam Wind und Licht so richtig in Szene, die Fotografen machten sich bereit und dann runter den Wurzeltrail bis zur Riepenstraße. Der eine oder andere Baum musste überwunden werden, da hier lange keiner aufgeräumt hat ... jetzt hieß es wieder raufkurbeln, der schöne Waldrandtrail entlang der Riepenstraße hat auch bergauf seinen Reiz und oben am Schullandheim angekommen wurden wir von vielen Waldläufern begrüßt, die heute ein LaufEvent absolvierten.

Für uns ging es, heute mal entgegengesetzt, nun zur BismarckKanzel - hier gab es die letzten Kursbesprechungen bevor wir uns auf dem McDonaldsTrail den ultimativen Kick gaben - diesen Trail auch mal runterzufahren hat schon was und unten angekommen verschnauften wir erst einmal. Die Zeit war schon etwas ins Land gegangen und Trappi & Olaf machten sich Gedanken was sie heute Abend zur Gala anziehen sollten... schließlich gab es ja prominenten Moderationsbesuch in der RattenHalle zu Hameln ;-)

Aber so ganz ohne Abschlussabsacker wollten wir auch nicht auseinander - so ging es nochmal am Waldrand den bewährten Trail entgegengesetzt bergauf und bergab bis zum Abzweig gen PfadfinderLager, runter zur Klütstraße. Nun war es nicht mehr weit und dem Einkehrschwung im Weser Imbiss stand nichts mehr im Wege! Hier gab es lecker Essen und ein Getränk, verbunden mit Gesprächen über türkische Historie und Zukunft - danach auf die Bikes und ab nach Hause.

Der Klütwald hat sich von einer seiner besten Seite gezeigt und wurde von vereinzelten Sonnenstrahlen teilweise zum Leuchten gebracht, der große Regen kam zum Glück erst nachdem wir alle zu Hause waren - hoffe ich?!

Ach und etwas Statistik sollte auch nicht fehlen: 18 km und 450 hm > gerundet ;-)
...sind wir nicht alle ein bisschen bikey ;-)))
yellow


Schlammbespritzt, mit einem breiten Lächeln im Gesicht und dem Wunsch nach einer heißen Dusche – so kommt ein „Süntelbiker“ nach einem Tourentag typischerweise nach Hause.

Davor heißt es: gemeinsam in die Pedale treten, spüren wie es um die eigene Form bestellt ist, schwitzen und vor allem genießen. Tolle Aussichten, rasante Singletrail-Abfahrten, dazu den Schnack.

„Süntelbiker, das ist schon mehr als Kilometer schrubben, die Gemeinschaft ist wichtig“, sagt Simone Aschendorff aus Hadessen. Fast seit der ersten Stunde fährt sie mit, hat es inzwischen übernommen, die Gruppe organisatorisch zusammen zu halten. Seit mehr als 25 Jahren bestehen die Süntelbiker als lockerer Zusammenschluss. Einen eingetragenen Verein gibt es nicht, dafür aber gewachsene Freundschaften und eine große Kenntnis über den Naturpark Weserbergland, besonders den Süntel. Wer neu dazustößt, kommt in den Genuss ausgefeilter Routenplanung. „Schwarze Touren sind das vor allem; der Süntel ist voll davon“, benennt Aschendorff das Niveau, auf dem die Gruppe fährt.

Dabei gelte: „Bequem hoch, anspruchsvoll wieder runter.“ Mit welcher Ausrüstung das am besten klappt, ist jedem selbst überlassen. Überhaupt sei die Gruppe keineswegs homogen. Fahren manche zu den jeweiligen Treffpunkten mit dem Auto an, haben andere schon ein paar Kilometer mit dem Rad zurückgelegt. Tritt der eine grundsätzlich in Jeans und Turnschuhen an, gehen andere bekleidungstechnisch hochgerüstet an den Start.

„Einen Reifenwechsel oder kleinere Reparaturen kriegen wir auch unterwegs hin, schwere Unfälle hatten wir Gott sei Dank in der ganzen Zeit nie“, erzählt Aschendorff. Noch sind E-Bikes in der Minderheit. Die Fahrer kommen aus verschiedensten Ecken, angefangen von Hadessen über Hameln bis Bad Münder. „Und wir haben für alles so unsere Spezialisten“,informiert Marketing-Fachfrau Aschendorff. Der eine hat einen Blick für Orchideen entlang der Strecke und sei besonders fit in der Tourenplanung, ein anderer hat in der Vergangenheit sogar ein Buch voller Entdeckungen rund um geschichtsträchtiges und entdeckenswertes im Süntel geschrieben. Darin: Etliche Fotos aus gemeinsamen Touren mit den Süntelbikern. Darüber hinaus schweißt geteilter Humor die Gruppe zusammen. „Bei kurzen Pausen oder beim Einkehrschwung-Weizen reden wir über alles was uns so bewegt, mal Berufliches, mal Familiäres.“ Für die eingeschworenen Fahrer ist der Termin alle zwei Wochen Pflicht, ein wertvoller Ausgleich zum Alltag, Spaß am Biken, aber auch pure Freude an der Natur. „Darum achten wir sehr darauf, uns respektvoll im Wald zu bewegen: Wir achten den Schutzraum der Tiere, wir nehmen jeglichen Müll wieder mit“. Geht es in Gebiete außerhalb des Süntels, zum Beispiel zu einer Tagestour in den Harz, ist Flexibilität gefragt. Wo früher ein ganzer Schrank mit Kartenmaterial herhalten musste, funktioniert die Tourenplanung heute über eine Outdoor-Routenplanungsapp. „Da gehen trotzdem schon mal drei bis vier Stunden ins Land, bis eine neue Tour steht“, sagt Aschendorff. Doch erst auf den Rädern nimmt das Abenteuer seinen Lauf: „Wir fahren bei jedem Wetter und es kommt auch mal vor, dass Wege so schmal werden, dass wir die Räder ein paar Höhenmeter tragen“, sagt sie. „In solchen Situationen ist Teamgeist gefragt“.

Sind die Biker im Süntel, führt die Tour fast immer zum Süntelturm. „Das ist toll dort oben, und wir unterstützen diese Art von Gastronomie gerne“. Weihnachtsfeiern und das Jubiläumsfest finden dort dann schon mal außerhalb der üblichen Öffnungszeiten dort oben statt. „Dass das geht, wissen nur wenige, und die Atmosphäre, wenn es dann im Dunkeln mit Taschenlampen wieder runtergeht, ist einmalig.“

Quelle: Hallo Wochenende, Bad Münder, Katharina Weißling




Falls jemand noch ein Exemplar des SüntelBiker-Buches haben möchte (20 Euro), so möge er sich zeitnah mit mir in Verbindung setzen.
Zufallsbild aus dem Fotoarchiv