Ein SB-Samstag mit nur einem Biker.
Es war die große Ith-Tour angesagt.

Ich hatte auch nicht erwartet, dass Jemand die vollen 101 km und 2550 HM mit fährt, aber den Einstieg am Bruchsee mit ca 30 km Runde hatte ich schon für machbar gehalten.

Den Start hatte ich auf 7 Uhr vorverlegt, das war eine gute Entscheidung. Es war ein wunderschöner Sommermorgen frische 12 Grad keine Wolke am Himmel. So bin ich dann im lockeren Tempo mit Getränken vollgepackten Ruksack los.

Zuerst über den Schecken, dann über Bisperode zum Ith-Kopf. Dort war dann an der Teufelsküche und Fahnenstein etwas Klettern mit dem Bike auf dem Rücken angesagt, das hat mich natürlich etwas ausgebremst. Dann ging es weiter den Ith-Kamweg-Trail bis zum Ith-Turm, den ich nach knapp 3 Stunden erreichte. Ab dort war dann meist Forstautoahn angesagt. Bis zum Bruchsee brauchte ich rund 4 Stunden 45 Min. fast den ganzen Ith entlang. Dann ging es in den Duinger Wald und rauf zum Raabe-Turm, da wurde mir schon das erste mal etwas warm. Nach eine kleinen Pause dort und Ausblick vom Turm ging es dann den langen Hils-Trail bis Delligsen entlang.

Nach dem Überqueren der Landstraße ging es den Delligsener Berg rauf, wo ich dann versehentlich auf eine abgezäunte Weide geriet und dann unter einem Stacheldrahtzaun durch krabbeln musste. Dann rüber zum Reuberg und einen brutalen Anstieg zum Funkturm (328 Meter) rauf. Hier wurde mir richtig warm ums Herz und Ich machte 3 Kreuze als ich oben war. Aber es war ja erst Halbzeit, also einen Schluck aus der Flasche und weiter über den Reuberg, dem schönen Trail zur Räuber-Lippoldshöhle entgegen, dessen Einstieg kurz hinter der Reuberghütte beginnt. Danach noch ein knackiger Anstieg über den Duinger Berg und dann durch Coppengrave rüber in den Duinger Wald. Nachdem ich bei sengender Sonne den Anstieg bei Fölziehausen hinter mich gebracht hatte war die letzte Pause angesagt.

Jetzt spürte ich die Beine und den Flüssigkeitsverlust, den ich nicht ganz ausgleichen konnte, da die Getränke zur Neige gingen. Über Feldwege ging es dann weiter bis zum Ith. Nach einer Schiebestrecke den Ith hoch ging es zügig weiter den Ith entlang. Jetzt noch über Bremke zur Hasselburg, ich hatte das Gefühl die Tour würde nie enden. Ich dachte an das kühle Weizen bei mir zu Hause im Kühlschrank, nur so konnte ich die letzten Kilometer noch überstehen. So gegen 16 Uhr ging es dann den letzten Anstieg im Schecken zur Obensburg hinauf, danach noch eine schöne Abfahrt mit Traileinlage am Waldrand bei Hastenbeck, der Rest nach Afferde war nur noch ein Kinderspiel. Es war eine harte, aber ebenso wunderschöne Tour und auch immer ein kleines Abenteuer. Dieter Albrecht










Felgenfest 2019




Sünteltrails am 15.06.19

Start in Haddessen am Falltalparkplatz; am Waldrand entlang zum Waldhof, dann hoch in Richtung Jahnhütte; weiter zum Güllichstollen und dann den Salamander-Trail hinunter und wieder hoch bis zum 3-Eichen-Weg.... Einkehrschwung im Süntelturm... Jahnhütte... Minitrail und dann via Horst Wessel Denkmal back zum Waldrandtrail nach Haddessen.

1:57 / 18,9 km / 9,7 km/h

Teilnehmer: Andreas, Christian, Dieter, Yellow, Olaf, Thomas und Moni









Fotos: Dieter Albrecht

KlütTrails und Riepen

oder SBS 'SommerKurzeHosenTour' am 01.06.2019

Am Vatertag noch kurz `ne Tour bekannt gemacht und ratzfatz waren wir am Samstag 7 SüntelBikerIn, Start wie immer 12°°h am Felsenkellerweg und dabei waren Moni, Helli, Markus, Thomas, Christian, Olaf, und ich.

Die BikerIn vertrauten meiner Gebietskenntnis und somit starteten wir den Felsenkellerweg rauf Richtung Kompression. Am Waldrand entlang ging es bis zum Finkenborner Weg, um dann gleich in die beliebte Trailstrecke einzutauchen, die uns nach Auf und Ab die ersten Höhenmeter und Traileinlagen abverlangten - ab dem Schützenhaus wurde es dann wieder etwas ruhiger. Monis`s Bike 'fiept' und Helli und ich versuchten den Grund dafür zu finden. Die Suche blieb erfolglos aber das Bike hat durchgehalten ;-)

An der BismarckKanzel sammelten sich alle wieder und ich versuchte allen die geplante Wegeführung näherzubringen - es stellt sich immer wieder aus aussichtslos heraus, keiner hört zu, also fahren alle hinterher ;-)
Heute sind wir erst zum Turm hoch um von dort aus den Riepen schon mal in Augenschein zu nehmen, da drüben wollen wir hin und so hieß es dann Bremsen und Federwege auf, wer bremst verliert und es ging flowig am Hochseilgarten und dem alten Gehege vorbei um dann den Randtrail runterzufliegen, unten angekommen hieß es dann rechts ab und rauf in Richtung Schullandheim. Am höchsten Punkt sind wir dann in den Wald abgebogen und nahmen die letzten Meter bis zur Riepenschutzhütte in Angriff.

Nach dem PitStopp ging es dann weiter über HüttHüttPlatz den schönen Trail durch die Schonung runter - war bei den Bodenverhältnissen ein Traum - dann wie gewohnt an den Riepenteichen vorbei und hoch, zurück zum Finkenborn. Dem Hochseilgarten, diesmal links von uns, schenkten wir kaum Beachtung, wir wollten zum Turm um dort das obligatorische Gruppenbild zu machen/ machen zu lassen. Mit Hintergrund City entstand das Foto per Selbstauslöser, das Bild im Torbogen zum Klütbrunnen (Fort George) machte eine junge Dame die kurzerhand angesprochen wurde - Danke!

Tja und nun der Schlussakkord... der Singletrail runter bis hinter die Gärten war ein Traum, soviel Gripp hatten wir lange nicht und wir konnten es so richtig schön laufen lassen... geil.

Der restliche Weg führte durch die Kompression über die Treppen runter auf den Felsenkellerweg und dann waren wir auch schon im bei uns im Garten. Die Kaltgetränke standen schnell auf dem Tisch und bei Monis LowCarbCitronCake gab es dann natürlich wieder allerhand Bikerlatein - so muss das sein !!

Alle fühlten sich pudelwohl aber baden wollte doch keiner, die Wassertemperaturen machen einen noch zögerlich... schau`n wir mal, der Sommer wird ja schon noch richtig kommen.

Das Wetter hat sich heute von einer seiner besten Seite gezeigt und alle hatten ein zufriedenes Grinsen im Gesicht als es nach Hause ging, ein schöner SSB geht zu Ende.

Ach ja... Statistik, ich habe keine genauen Daten, so ca.: 21 km und 500 hm > gerundet ;-)

...sind wir nicht alle ein bisschen bikey ;-)))
yellow


Das erste E-Bike?



1984 reiste Heinz Nixdorf nach Berlin in sein dortiges Werk und sprach mit Günter Baitz, der sich bereits mit zahlreichen Erfindungen einen Namen gemacht hatte. Nixdorf meinte, dass er es nicht mit ansehen können, wie sich vor allem ältere Menschen auf dem Fahrrad mühsam abstrampelten. Deshalb forderte er Baitz und seine Mitarbeiter auf, ein elektrisch betriebenes Fahrrad zu entwickeln.
Baitz bechaffte ein Damenrad der Marke Hercules Ibiza, sein Kollege Dobring besorgte einen 12-Volt-Motor. Gemeinsam setzten sie nach Feierabend die Idee ihres Paderborner Chefs um und konstruierten ein E-Bike.
Als Heinz Nixdorf Ende 1985 in Berlin war, fuhr er eine Runde mit dem neuen Gefährt. Er war so begeistert, dass er gleich den Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgem zur Probefahrt einladen und an die Öffentlichkeit gehen wollte. Baitz konnte ihn mit dem Hinweis bremsen, dass erst Patente gesichert werden müssten. Nixdorf war entschlossen, das Fahrzeug zur Produktionsreife zu bringen, doch nach seinem Tod 1986 wurde das Projekt vom nachfolgenden Vorstand gestoppt. Quelle: Heinz-Nixdorf-Forum


Schlammbespritzt, mit einem breiten Lächeln im Gesicht und dem Wunsch nach einer heißen Dusche – so kommt ein „Süntelbiker“ nach einem Tourentag typischerweise nach Hause.

Davor heißt es: gemeinsam in die Pedale treten, spüren wie es um die eigene Form bestellt ist, schwitzen und vor allem genießen. Tolle Aussichten, rasante Singletrail-Abfahrten, dazu den Schnack.

„Süntelbiker, das ist schon mehr als Kilometer schrubben, die Gemeinschaft ist wichtig“, sagt Simone Aschendorff aus Hadessen. Fast seit der ersten Stunde fährt sie mit, hat es inzwischen übernommen, die Gruppe organisatorisch zusammen zu halten. Seit mehr als 25 Jahren bestehen die Süntelbiker als lockerer Zusammenschluss. Einen eingetragenen Verein gibt es nicht, dafür aber gewachsene Freundschaften und eine große Kenntnis über den Naturpark Weserbergland, besonders den Süntel. Wer neu dazustößt, kommt in den Genuss ausgefeilter Routenplanung. „Schwarze Touren sind das vor allem; der Süntel ist voll davon“, benennt Aschendorff das Niveau, auf dem die Gruppe fährt.

Dabei gelte: „Bequem hoch, anspruchsvoll wieder runter.“ Mit welcher Ausrüstung das am besten klappt, ist jedem selbst überlassen. Überhaupt sei die Gruppe keineswegs homogen. Fahren manche zu den jeweiligen Treffpunkten mit dem Auto an, haben andere schon ein paar Kilometer mit dem Rad zurückgelegt. Tritt der eine grundsätzlich in Jeans und Turnschuhen an, gehen andere bekleidungstechnisch hochgerüstet an den Start.

„Einen Reifenwechsel oder kleinere Reparaturen kriegen wir auch unterwegs hin, schwere Unfälle hatten wir Gott sei Dank in der ganzen Zeit nie“, erzählt Aschendorff. Noch sind E-Bikes in der Minderheit. Die Fahrer kommen aus verschiedensten Ecken, angefangen von Hadessen über Hameln bis Bad Münder. „Und wir haben für alles so unsere Spezialisten“,informiert Marketing-Fachfrau Aschendorff. Der eine hat einen Blick für Orchideen entlang der Strecke und sei besonders fit in der Tourenplanung, ein anderer hat in der Vergangenheit sogar ein Buch voller Entdeckungen rund um geschichtsträchtiges und entdeckenswertes im Süntel geschrieben. Darin: Etliche Fotos aus gemeinsamen Touren mit den Süntelbikern. Darüber hinaus schweißt geteilter Humor die Gruppe zusammen. „Bei kurzen Pausen oder beim Einkehrschwung-Weizen reden wir über alles was uns so bewegt, mal Berufliches, mal Familiäres.“ Für die eingeschworenen Fahrer ist der Termin alle zwei Wochen Pflicht, ein wertvoller Ausgleich zum Alltag, Spaß am Biken, aber auch pure Freude an der Natur. „Darum achten wir sehr darauf, uns respektvoll im Wald zu bewegen: Wir achten den Schutzraum der Tiere, wir nehmen jeglichen Müll wieder mit“. Geht es in Gebiete außerhalb des Süntels, zum Beispiel zu einer Tagestour in den Harz, ist Flexibilität gefragt. Wo früher ein ganzer Schrank mit Kartenmaterial herhalten musste, funktioniert die Tourenplanung heute über eine Outdoor-Routenplanungsapp. „Da gehen trotzdem schon mal drei bis vier Stunden ins Land, bis eine neue Tour steht“, sagt Aschendorff. Doch erst auf den Rädern nimmt das Abenteuer seinen Lauf: „Wir fahren bei jedem Wetter und es kommt auch mal vor, dass Wege so schmal werden, dass wir die Räder ein paar Höhenmeter tragen“, sagt sie. „In solchen Situationen ist Teamgeist gefragt“.

Sind die Biker im Süntel, führt die Tour fast immer zum Süntelturm. „Das ist toll dort oben, und wir unterstützen diese Art von Gastronomie gerne“. Weihnachtsfeiern und das Jubiläumsfest finden dort dann schon mal außerhalb der üblichen Öffnungszeiten dort oben statt. „Dass das geht, wissen nur wenige, und die Atmosphäre, wenn es dann im Dunkeln mit Taschenlampen wieder runtergeht, ist einmalig.“

Quelle: Hallo Wochenende, Bad Münder, Katharina Weißling

Foto: MM AUS M





Falls jemand noch ein Exemplar des SüntelBiker-Buches haben möchte (20 Euro), so möge er sich zeitnah mit mir in Verbindung setzen.
Zufallsbild aus dem Fotoarchiv