Geocaching
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Eine Reise in den Süden

Hatten mich meine Reisen zu Sonnenfinsternissen schon in mehrere Länder geführt (Spitzbergen, Indonesien, USA...), so war in diesem Jahr Argentinien das Ziel für unsere Reisegruppe. In dieser Gruppe war ich der einzige Cacher, insofern galt es kompromissbereit zu sein. Nach der üblichen Buchung und Planung sowie dem Laden der Offline-Karten ging es am 16.6. von Hannover über Amsterdam nach Buenos Aires, wo wir nach einem 13,5 Stunden Flug morgens um 6h landeten. In unserem Hotel konnten wir schon zu so früher Stunde unsere Zimmer beziehen und duschen, beides sehr gut. Bei eher regnerischem Wetter ging es zu Fuß zum Erkunden durch Buenos Aires, wo dann bald der erste Cache in Südamerika geloggt werden konnte, 'Pabellón de las Bellas Artes'. (https://coord.info/GC7EQA2) Nach zwei weiteren Funden am nächsten Tag ging es dann zu den berühmten Wasserfällen von Iguazu, wo einige EC und Tradis warteten. Am 'inferior way' auf der Argentinischen Seite konnte sogar noch ein TTF verbucht werden, „Salto Mbigua“ (https://coord.info/GC87B12), was aber bestimmt eher der schieren Menge an Muggeln geschuldet war als der Schwierigkeit. Der Cache lag versteckt in einer zum Sitzen geeigneten Mauer, so musste ich 15 Minuten warten, bis eine dort pausierende Rentnercombo weiterwanderte und ich beim Schuhbinden zugreifen konnte. Für die Wasserfälle allein hätte sich Argentinien auch schon gelohnt! Die Speicherkarten glühten....


Am dritten Tag war dann die brasilianische Seite der Fälle dran, wir fuhren mit dem Auto über die Grenze zum Besucherzentrum, und hier war Massenabfertigung angesagt. Dicht an dicht wurde man über die Wanderwege geschoben, daher verkniff ich mir den Zugriff. Nach dem sehr feuchten Besuch der Fälle konnte dann wenigstens der Tradi 'Frederico Engel' gegriffen werden (https://coord.info/GC3FMPF) , ein EC wartet immer noch auf die Beantwortung der Fragen an den Owner. Aber auch das Souvenir 'Brasilien' schmückt jetzt das Profil.


Leider hatte die restliche Gruppe nach dem Besuch überhaupt keine Lust mehr zu einem Abstecher nach Paraguay, knapp 10 km haben mich von einem scheinbar gut erreichbaren Tradi getrennt. Pech....
Am nächsten Tag ging die Reise per Flugzeug nach Cordoba, und ab da ging die Rundreise weiter Richtung Sonnenfinsterniszone. Ein absolutes Highlight war 'El Condor Pasa' (https://coord.info/GC59YWF) im Nationalpark 'Quebradas del Condorito', wo wir zwei Condore beim Flug bewundern konnten.


Viele Autokilometer kamen dazu, und im Nationalpark 'Sierra de las Quijadas' konnte bei 'Miradores del Potrero de la Aguada' (https://coord.info/GC4TN2W) sogar noch ein FTF verbucht werden, mehr als 5,5 Jahre nach dem Publish! Man sieht die Freude über den Fund.


Weiter ging es, und der 2. Juli nahte, der Tag der Finsternis. Der argentinische Cacher arieltuc hatte ein Event 'Eclipse total del sol en Bella Vista -2019', (https://coord.info/GC86MQ0) ausgeschrieben, und es gab eine WhatsApp Gruppe der angemeldeten Cacher. Aus diversen Gründen war dann kaum jemand an dem eigentlichen Eventplatz, aber alle standen im Schatten des Mondes. Daher durften wir alle loggen. Die Finsternis war absolut beeindruckend, da sie sehr tief stand und über den Bezug zum Horizont riesig groß wirkte. Für einige der Cacher war es die erste, aber bestimmt nicht die letzte Finsternis!


So langsam ging es dann wieder Richtung Cordoba, von wo wir am 5.7. wieder nach Buenos Aires flogen, und nach einer letzten Nacht ging es dann wieder in die Heimat.


Ertrag der Reise: zwei Souvenirs, der südlichste und der am weitesten entfernte Cache in meiner Statistik, viele Rindersteaks und Rotwein, etwas besseres Spanisch als vorher, eine weitere Sonnenfinsternis und viele grandiose Eindrücke. Die Planung für 2020 zur nächsten Sonnenfinsternis, wieder in Argentinien, ist angelaufen.
MM aus M