Steinerne Treppe
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Steinerne Treppe

Man kann schon sagen, dass ich im Süntel viel rumgekommen bin. Aber komischerweise bin ich noch nie an der 'Steinernen Treppe' gewesen. Aber ein Artikel in der NDZ - vielen Dank für die Zusendung an Thomas Grahl - änderte die Sachlage.

Rechtzeitig zum Start des wärmeren Wetters hatten die Waldarbeiter der Forstgenossenschaft noch einige Hindernisse beseitigen können, um die Wege rund um die bei Kennern beliebte 'Steinerne Treppe' in der Verlängerung des Fischertals bei Bakede wieder begehbar zu machen. [..] Notwendige Arbeiten und Baumfällungen hatten den versteckt gelegenen Weg zuletzt unpassierbar gemacht. Beliebt ist er vor allem bei Ortskundigen, denn in einer offiziellen Wanderkarte ist er gar nicht eingetragen. Auch Schilder im Wald geben keine Hinweise darauf, wie man die 'Steinerne Treppe' finden könne. Der Name könnte einen mit Steinen angelegten Anstieg vermuten lassen. Doch vielmehr dürfte die Natur dafür gesorgt haben, dass dieser Weg entstanden ist. Ältere Einwohner erzählten Überlieferungen von ihren Großeltern, dass vor rund einhundert Jahren ein Unwetter über den Süntel zog. Nach einem Wolkenbruch hätten sich Unmengen von Wasser auf dem Kamm des Süntels ihren eigenen Weg gebahnt und gerade im Bereich des Fischertals [..] eine Schneise gezogen. [..]

Geblieben war im Süntel eine rund 300 Meter lange Schneise, die aus Felsen und Steinen bestand und das Fischertal mit den Höhen des Süntels verband. Der Höhenunterschied allerdings ist enorm. Aus dem Fischertal heraus schafft man von einer Höhe von 227 auf dem kurzen Stück bis zum Heimsweg eine Höhe von 305 Metern, also fast 80 Meter Unterschied. [..] Die Natur hat den einstiegen 'steinernen Weg' aber an vielen Stellen inzwischen verdeckt. [..] Bei schlechtem Wetter allerdings könnte die Besteigung zu einer rutschigen Angelegenheit werden. [..] NDZ, 31.05.2021, Gert Mensing


Heute (11.06.21) wollte ich mir die Treppe mal anschauen. Zu Fuß ist es doch eine ziemlich lange Strecke, also habe ich das Mountainbike genommen. Zunächst bin ich zu dem Punkt gefahren, der bei Komoot als 'oberer Einstieg' bezeichnet ist. Der Trail bis zum Heims-Weg ist problemlos befahrbar. Da tauchte ein erstes Problem auf. Um den kaum zu erkennenden Einstieg zu finden muss man sich rechts halten (ungefähr 20 Meter). Auch ab da sind die ersten Meter gut zu befahren. Doch bald ging es steil nach unten. Da der Weg doch ziemlich rutschig war (und ich alleine war) habe ich das Bike den größten Teil des Abstiegs geschoben. Selbst das war nicht ganz problemlos. Man sollte diesen Weg nur gehen wenn es sehr trocken ist. Bei nassem Wetter besteht eine große Rutschgefahr! Der Weg ist nur mit viel Phantasie als steinerne Treppe zu erkennen. Ich werde mir die Sache im Herbst oder Winter noch einmal ansehen. (j.s. / 11.06.21)












Foto: SAM - die Süntelbikerin (2018)















Vielen Dank für die Informationen und die Fotos an Karl-Heinz Frädrich!