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Süntel 100 Classics


12. Süntel 100 Classics 2020


Die Tour fand in diesem Jahr wegen der allseits bekannten Lage nicht zur gewohnten Zeit nach Umstellung von Winter- auf Sommerzeit, sondern sozusagen als Auftakt zur bevorstehenden Herbst- und Wintersaison statt.

Die Wetterverhältnisse waren ähnlich wie im Frühjahr. Zur Startzeit gab es mäßige 5° zu verzeichnen, aber zumindest von 'oben' drohte kein Unheil. Es sollte trocken bleiben.

So trafen sich am 17.10.2020 bei bedecktem Himmel sieben Biker zum Start um 8:30 Uhr am Parkplatz Kreuzsteinquelle. Von den SüntelBikern waren dies Dieter, Hajo und Thorsten, vom ESV Petra, aus Holtensen Thomas und Tobias sowie Ecki aus Langwedel.

Die Temperatur schwankte zwischen den anfänglichen 5 und später 7 Grad, auf den Nordostflanken sicher darunter, die Luftfeuchtigkeit lag bei 93%. Im Süntel herrschte bis mittags Hochnebel, der die Biker schön kühl und feucht hielt.

Eigentlich ist bei der 12. Auflage einer Tour nicht davon auszugehen, dass es noch über irgendwelche Dinge zu berichten gäbe, die nicht in irgendeiner Art und Weise in den vielen Jahren schon einmal vorgekommen wären ... weit gefehlt!

'Nach pünktlichem Start' ... so fingen die Tourberichte über all die Jahre für gewöhnlich an.

Der Begrüßung und entsprechendem Smalltalk, schließlich lag die letzte lange Runde anderthalb Jahre zurück, man hatte sich also lange nicht gesehen, folgten die üblichen Startvorbereitungen. Es kam sicherlich hin und wieder vor, dass der ein oder andere eine Kleinigkeit im Rucksack vergessen hatte, heute aber gab’s ein echtes Novum, das wohl absoluten Seltenheitswert hat. Als alles aufgerödelt war und Hajo seine blitzblanken neuen Bikeschuhe übergestreift hatte, stellte er beim Blick auf die Sohle fest, dass keine Cleats vorhanden waren. Die Montage schlicht und einfach vergessen! Also ab ins Auto, zurück nach Hause, Montage, zurück zum Startpunkt und mit 1:15 Stunden Verspätung als Nachzügler und damit Solobiker die Tour in Angriff nehmen.

Mit fünfminütiger Verspätung starteten wir nun also zu sechst Richtung Pappmühle, um daran anschließend auf den bekannten Wegen über Wendgeberg, Mittel- und Amelungsberg den Langen Jammer zu erreichen. Hier gab es die erste kurze Pause, während der Hochnebel nieselregenartig für zusätzliche Erfrischung sorgte.

Langenfelder Wasserfall, Hochplateau und vorbei an der Schillathöhle Richtung Rahden folgte der downhill nach Krackes Ruh, der wieder für Spitzengeschwindigkeiten um die 60 km/h sorgte. Es ist immer wieder ein irrer Ritt da runter! Nun zeichneten sich die seit dem Frühjahr zum ersten Mal wieder in Teilen schlammigen Waldböden auch auf den Klamotten ab. Insgesamt betrachtet wirbelten wir zwar keine Staubwolken mehr auf, die Bedingungen waren aber einwandfrei.

Von oben blieb es trocken, so dass eigentlich nur die traditionell etwas kühleren Temperaturen auf der Nordhangseite für zusätzliche Erfrischung sorgten, bis nach dem Aufstieg auf den Hohen Kamp und der dort geplanten Pause, Tobias wieder einige Fläschchen Jagdstolz aus seinem Rucksack zauberte, deren Inhalt umgehend für eine angenehme innere Wärme sorgte.

Bereits seit einigen Jahren ist es Tradition, dass Thomas uns dort oben mit leckeren Weingummi-Kohlenhydratpräparaten versorgt, die den Energiehaushalt sogleich aufpeppten. So stürzten wir uns downhill nach Herriehausen, um darauf folgend gleich zwei Mal das Hohe Rad zu erklimmen, mit diesem letzten elendig harten Anstieg, der die Biker zunächst in unverhoffte Glückseligkeit versetzt, da er flach und ohne nennenswerte Steigung beginnt, bevor sich ohne jegliche Ankündigung diese brutale Steigung auftut, die einen zurück auf den Kammweg führt. Oben angekommen gab’s die erste Meldung der Nachhut. 'Pause an der Schillathöhle!'



Nun Richtung Brennenberg, den hinunter und über den Grünen Weg zum Aufstieg auf den Hohenstein, der die nächste Etappe war. Oben angekommen fiel auf, dass trotz des bescheidenen Wetters sehr viele Wanderer unterwegs waren, denen der Wald und die dortigen Gepflogenheiten offensichtlich bis dato nicht vertraut sind. Jedenfalls ist im Gegensatz zu früher festzustellen, dass kaum noch ein Gruß angebracht bzw. erwidert wird. Langes Föhrtal, dieses Mal im weiten Bogen über den eher selten befahrenen Weg hinunter, Strahlengrund, Westerberg, und die Achterbahn Seufzerallee um den Osterberg folgten. Der Aufstieg im Falltal zog sich und kostete ordentlich Körner, so dass man die Pause oben am Böttgerstein herbeisehnte. Danach galt es eigentlich, nur noch den Fünfeichsweg zu bezwingen.

Hajo war inzwischen am Hohenstein angekommen. Seine Nachricht ließ aber nicht wirklich Gutes erahnen. Offensichtlich zeichnete sich eine doch größere Erschöpfung ab, dazu fehlte natürlich die Motivation der Gruppe. Es ist schon eine ganz andere Herausforderung, sich solo durch die Berge zu quälen.

Wir beschlossen, nach Louis-Hadler-Weg, Teufelskammerweg und Hülsebrink, die Trails nach Klein Süntel runter mitzunehmen, schließlich planten wir, am Süntelturm auf Hajo zu warten. Wir hatten also Zeit. Ich hatte dabei allerdings nicht bedacht, dass in jedem Jahr, in dem ein Abstecher in diese Richtung gemacht wurde, entweder jemand ganz verloren ging, oder sich komplett verfahren hatte. Warum sollte es dieses Mal anders sein? Während Petra und ich den bekannten Nadelfilztrail hinunterfuhren, wollte der Rest den Jumptrail, der vor längerer Zeit angelegt wurde, fahren. Das geplante Treffen auf dem Bruchweg entfiel mangels Ortskenntnis;-) Nach kurzem Telefonat mit Tobias trafen wir uns auf dem unteren Steinbachstalweg wieder, fuhren noch einen weiteren Nadelfilztrail, den wir erst beim zweiten Einstieg als den richtigen identifizierten und dessen Linie im noch grün belaubten Wald deutlich schwerer zu finden war als im Frühjahr.

Nun über den unteren Steinbachstalweg zum Fünfeichsweg, die 1,7 km und 200 Hm hinaufklettern, was uns unter Einsatz der letzten Körner gelang, und dort auf unseren Nachzügler warten.



Den Süntelturm erreichten wir mit einem neuen Streckenrekord (unfassbar nach 11 Touren!) mit 72 km und 2.078 Hm nach ca. 5,5 Stunden Rollzeit. Bevor wir in die Turmpause gingen erreichte uns Hajos' Nachricht vom Abbruch der Tour am Böttgerstein. Die Pause war relativ lang, dann jedoch drängte die Zeit. Petrus würde kein Einsehen haben, und das Licht gerade im Wald frühzeitig abdrehen.

Auf der bekannten Nach-Turm-Strecke Richtung Kreuzsteinquelle lagen noch knapp 36 km und ca. 450 Hm vor uns. Wir mussten also etwas Druck machen, sofern das noch möglich. Ich muss hier eigentlich gar nicht erwähnen, dass sich Thomas das ein oder andere Mal etwas verfahren hat, das gehört auf jeder Tour einfach dazu? Dieses Mal hat es aber gleich fünf Biker erwischt. Kurz vor dem Abzweig vom Pionierweg hinauf zum Hohenstein-Kammweg hing ich hinterher und konnte trotz lauten Brüllens den downhill der anderen nicht mehr abwenden. Trotzig beschloss ich, auf der Originalstrecke weiterzufahren. Selbst wenn die anderen Biker auf kurzem Weg Richtung Ziel fahren würden, wären sie auf dem Tacho auf jeden Fall dreistellig. Am Dachtelfeld angelangt rief mich Dieter an, und während wir beschlossen, dass die Truppe direkt zum Parkplatz Kreuzsteinquelle fahren sollte, spürte ich Tobias‘ Atem im Nacken. Er hatte in Windeseile den Weg, bei dem ihm keiner folgen konnte;-) über die richtige Strecke zum Dachtelfeld gefunden. So musste ich die restlichen 10 km bis zum Ziel wenigstens nicht alleine zurücklegen. Im letzten Büchsenlicht erreichten wir dann den Parkplatz.

Von sieben Bikern erreichten sechs das Ziel. Für mich herausragend wieder einmal Petra und auch Ecki, der mit 65 Jahren nun auch Altersrekordhalter ist. Es war die zweitlängste Tour, der nur 530 m an der längsten aus 2015 fehlen, die aber mit 2.535 Hm einen neuen Rekord aufstellte (alt: 2.455 Hm aus 2012). Die Finishermedaillen wurden auf dem Parkplatz an der Quelle überreicht. Eine besondere Ehrung mit Bike-Pokal stand für Thomas an, der seine 10. Tour erfolgreich absolvierte (von der 1. S100C wusste er damals noch nichts und bei der 4. an Ostern 2012 war er aus unbekannten Gründen nicht dabei :-)))) Einige Biker absolvierten auch An- und Abfahrt per Bike.

Im Einzelnen:

Thorsten (12.), Thomas (10.), Dieter (7.), Tobias (7.), Ecki (3.), Petra (2.).

Tourdaten: Thorsten




11. Süntel 100 Classics 2019



Nach zwei Herbsttouren fand die lange Runde nun endlich einmal wieder zur gewohnten Zeit als Abschluss der Wintersaison statt, aus organisatorischen Gründen allerdings nicht am Wochenende nach der Zeitumstellung.

Petrus, seit nunmehr 10 Jahren als SüntelBiker bekannt, wusste von dieser Terminverschiebung offenbar nichts, nein, rein gar nichts! Sorgte er in der Vorwoche noch mit reichlich Sonne und Temperaturen von 16° für herrliches Bikewetter im Süntel, so überraschte er uns am Samstag mit übelstem Aprilwetter. Die Tour fand also am einzig richtigen Wintertag im Winter 2018/19 statt.

So trafen sich am 13.04.2019 bei bedecktem Himmel, einer Temperatur um den Gefrierpunkt und unangenehmem Nordostwind sechs Biker zum Start um 8:30 Uhr am Parkplatz Kreuzsteinquelle. Von den SüntelBikern waren dies Dieter, Hajo und Thorsten, aus Holtensen Thomas und Tobias sowie Eckard aus Langwedel.

Die Temperaturen lagen über die gesamte Strecke, von kurzen Ausnahmen am Nachmittag abgesehen, zwischen 0 und 1 Grad (gefühlt -2 bei 93 % Luftfeuchtigkeit). In den Vorjahren ist oft darüber diskutiert worden, bei welchen Witterungsbedingungen es wohl unrealistisch wäre, eine solch harte Runde fahren zu können. Nun herrschten Verhältnisse, von denen eigentlich jeder geglaubt hatte, diese würden mehr als 100 km im Wald unmöglich machen. Wahrscheinlich wäre auch kein einziger Biker hinter dem Ofen hervorgekrochen, wenn nicht die Herausforderung S100C vor der Tür gestanden hätte, verbunden mit der Vorfreude, die seit Jahren teilnehmenden Stammfahrer wiederzutreffen. Nach pünktlichem Start machten wir uns auf die Installationsrunde Richtung Pappmühle, um daran anschließend auf den bekannten Wegen über Wendgeberg, Mittel- und Amelungsberg den Langen Jammer zu erreichen. Eigentlich gibt es auf diesem ersten Abschnitt keine Besonderheiten, von den zehrenden Aufstiegen auf den Mittelbergskamm und Iberg einmal abgesehen. Warum aber sollte heute nur das Wetter verrückt spielen? Auf dem Rundweg um den Mittelberg oberhalb von Segelhorst war es dann passiert. Auf einen Schlag hatten sich ca. 6.950 unfall- und pannenfreie Kilometer seit der Tour 2015 in Luft aufgelöst, im wahrsten Sinne des Wortes. Aus Thomas‘ Vorderreifen hatte sich selbige verabschiedet. Im Schweiße seines Angesichts, was bei diesen Temperaturen einiger Anstrengung bedurfte, war der Schaden ohne großen Zeitverlust schnell behoben. Auch der Support der Mitbiker beschleunigte die Reparatur. Keiner hatte bei diesem Wetter Lust auf unnötige Standzeiten.

Bereits auf dem Hohlweg zwischen Rohdener Freibad und Schneegrund konnte man erahnen, dass die bevorstehenden Anstiege auf tiefen Böden jede Menge Körner ziehen würden. Auf dem Iberg gab es eine erste Verschnaufpause, die wegen der Kälte recht kurz ausfiel. Eigentlich soll da oben nur auf den letzten Fahrer gewartet und sofort weitergefahren werden, inzwischen aber als echtes Granufink-Päuschen unverzichtbar;-) Dazu wie immer Bananen und frische, belegte Brötchen, heute Morgen noch schnell beim Bäcker um die Ecke organisiert. Tütenfutter war hier oben noch nicht der Renner.

Vorbei am Wasserfall über das Langenfelder Hochplateau ging es nun in Richtung Krackes Ruh. „Vorbei“ das war nun das Stichwort. Im wahrsten Sinne war es nun vorbei mit der Trockenheit von oben. Auf dem langen downhill da runter, auf dem das Rad mal so richtig rollen kann, fuhren wir direkt in einen dicken Schneeschauer, der uns auch noch auf dem Aufstieg auf das Hohe Rad begleitete. Ich bin mir sicher, dass ich in den letzten Jahren in unseren Breiten nicht so dicke Schneeflocken gesehen habe wie auf diesem Abschnitt. Schneeblind flogen wir gen ehemalige Waldgaststätte. Ich konnte gerade soeben erkennen, dass mein Tacho knapp 60 km/h anzeigte, nur was vor uns lag, das war nur zu erahnen. Was für ein Ritt talwärts!

Von nun an begleiteten uns für lange Zeit Schnee und Schneeregen. Trotz allem stand nach den ekligen Rampen auf den Hohen Kamp hinauf die übliche Pause vor dem downhill nach Herriehausen an. Man musste bei dem Wetter doch irgendwie bei Laune gehalten werden. Das müssen wohl Tobias‘ Gedanken gewesen sein als er kurzerhand eine Packung Jagdstolz aus dem Rucksack zauberte. Es gab jede Menge großer Augen als er den Schnaps reichte. Ach wie herrlich war das doch! Das Herz schlug gleich höher, während wir uns daran labten und schnell eine innere Wärme spürten. Wer braucht da noch all die unsinnigen Eiweiß- und Kohlenhydratpräparate?

Von Herriehausen ging es nun zwei Mal das Hohe Rad aufwärts, eben gerade einmal von 400m Erholung auf dem Kammweg und kurzem downhill unterbrochen. Dieser fiese zweite Anstieg mit seinen im oberen Teil 21% Steigung lässt einen fast vom Rad kippen.

Über das Plateau fuhren wir nun bis zum Brennenberg, dort hinunter und unterhalb des Hohensteins entlang. Auf der dortigen Forstautobahn konnte wieder richtig Tempo gebolzt werden.

Die Pause nach dem Aufstieg auf den Hohenstein fiel überschaubar aus. Ein paar Riegel und Brote eingeworfen, schon ging’s weiter. Auf dem schmalen Weg vom Hohenstein Richtung Kammweg gab es die einzige verblockte Stelle auf der gesamten Strecke. Ein Baum lag dort oben quer, so dass wir kurz vom Rad mussten. Langes Föhrtal, Strahlengrund, Westerberg, und die Achterbahn Seufzerallee um den Osterberg waren die nächsten Streckenabschnitte. Darauf folgte der Aufstieg im Falltal, der sich auf Asphalt unendlich zieht, bevor einem die letzten 150 m auf unbefestigtem Waldweg bis zum Böttgerstein nochmal alles abverlangen. Auch die Pause dort oben war nicht länger als unbedingt nötig.

Über den Louis-Hadler-Weg und Teufelskammer gelangten wir auf die Schleife über den Hülsebrink, bevor wir mit völlig durchnässten Klamotten am Fuße des Fünfeichswegs ankamen. Keine Sorge! Die Sachen würden in Kürze wieder trocken sein. Bei diesen Bedingungen trocknet kein Wäschetrockner so schnell wie der Aufstieg über den Fünfeichsweg. Weil auch in diesem Jahr nicht durch Holzeinschlag blockiert, galt es die letzten Körner rauszuhauen, um die 1,7 km und 200 Hm bis zur Wegekreuzung mit dem Hamelschen Pfad hinaufzuklettern.

Den Süntelturm erreichten wir in einer Winterlandschaft bei Schneefall nach rund 70 km und etwas mehr als 1.900 hm in ca. 5 Stunden Rollzeit.



Die folgende Turmpause war aus nachvollziehbaren Gründen etwas länger als üblich. Allein die Waschvorgänge im Sanitärbereich der Turmgaststätte, einschl. Klamottenwechsel dauerten einige Zeit. Ich habe keine Ahnung, ob jemals ein Gast vor uns diesen Bereich derartig eingesaut hat. Es versteht sich natürlich von selbst, dass wir alles wieder sauber verlassen haben.

Nach der Pause ging es über die Nach-Turm-Strecke Richtung Kreuzsteinquelle. Nicht alle Biker schienen hochmotiviert, sich wieder hinaus in die Kälte zu wagen und noch einmal gut 35 km mit 400 Hm unter die Stollen zu nehmen. Man kam nur schwerlich wieder ins Rollen. Wenigstens war es nun von oben trocken.

An dieser Stelle berichtete ich in den vergangenen Jahren eigentlich immer von dem überraschenderweise hohen Tempo auf der NTS. Das sollte dieses Mal entfallen. Es gab keine Ambitionen auf Raserei, was nach Lage der Dinge auch nicht verwunderte. Es ging über Natostation und Steinweg, Philosophenweg und um die Eule zum Böttgerstein. Dort wieder den Weg zum Turm hinauf bis an den Anfang des Steinwegs und schließlich über die Bremsbahn wieder rauf auf den Kammbereich. Heims-Weg, Jägerpfad und Hohenstein waren die nächsten Ziele, bevor es von dort über das Dachtelfeld und Moosköpfe dem Ziel entgegen ging. So schnell aber nun doch nicht! Oberhalb des Wellergrundes ereilte uns die nächste Reifenpanne, nun an meinem Vorderrad. Unter Zuhilfenahme aller möglichen Kräfte wurde auch diese trotz eiskalter und nasser Hände schnell behoben, während uns Thomas, oder wir ihn, aus den Augen verloren hatte. Den Weg zum Ziel hat er dann aber glücklicherweise auch allein gefunden.

Ich wundere mich auch heute noch, dass trotz dieser unwirtlichen Bedingungen und dem allgemeinen Erschöpfungsgrad die NTS immer noch in einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 17 km/h gefahren wurde. Eigentlich unglaublich!

Erst zum zweiten Mal in der Tourgeschichte erreichten alle Starter auch das Ziel. Die wohlverdienten Medaillen gab es auf dem Parkplatz an der Quelle. Auf Grund der späten Stunde, der durchnässten Klamotten und gezeichnet von der sowohl physischen als auch psychischen Anstrengung verzichteten wir auf das traditionelle Aprè Biken. Vier Biker absolvierten auch An- und Abfahrt per Bike.

Im Einzelnen.
Hajo (11. Finish), Thorsten (11.), Thomas (9.), Dieter (6.), Tobias (6.), Ecki (2.).
Tourdaten: km: 104,4 Hm: 2.310 Rollzeit: 7 h Vmax.: 58,8 km/h Ř: 14,6 km/h
Thorsten