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Süntel 100 Classics


10. Süntel 100 Classics 2018



Wie lange würde der traumhafte Sommer wohl noch durchhalten? Diese Frage stellte sich in den vergangenen Tagen immer öfter. Etwas kühlere Temperaturen sollten nicht das Problem sein, aber ein leicht wolkiger Himmel und staubtrockene Pisten, das wäre doch wunderbar. Und wie sollte es anders sein. Petrus hat uns einmal mehr traumhaftes Bikewetter für die lange Tour präsentiert. Windstill und so gut wie keine Wolke am Himmel. Da die Tour im Frühjahr ausfallen musste, bot sich ein Nachholtermin Ende September an.

So trafen sich am 29.09.2018 bei klarem Himmel und zunächst mauen 4 Grad Celsius sieben Biker zum Start um 8:30 Uhr am Parkplatz Kreuzsteinquelle. Von den SüntelBikern waren dies Dieter, Hajo und Thorsten, aus Holtensen Thomas und Tobias sowie vom ESV Hameln Petra und Karsten. Anlässlich der Jubiläumstour sollte die Strecke auf der Originalroute aus 2009 verlaufen, was ausnahmslos gelang, weil weder ein Sturm, noch die Forst Streckenbereiche mit querliegenden Bäumen verblockt hatten.

Die Temperaturen lagen über die gesamte Strecke irgendwo zwischen 4 und 14 Grad. Am Morgen machten sich die noch kühlen Werte naturgemäß auf den langen downhills an der Nordhangseite bemerkbar, wozu auch das zu dieser Zeit noch 'grüne Dach' des Waldes beitrug. Windweste/Jacke und lange Hose, oder zumindest Beinlinge waren erforderlich, auch wenn uphill der Schweiß in Strömen floss.

Nach der Installationsrunde um die Pappmühle erreichten wir auf dem bekannten Einstieg über Wendgeberg, Mittelberg, Amelungsberg und Langen Jammer nach ca. 1:10 Stunden den Iberg. Dort gab es eine erste kleine Verschnaufpause. Eigentlich soll da oben nur der letzte Fahrer 'eingefangen' und sofort weiter gefahren werden. Irgendwie hat sich über all die Jahre das Päuschen aber etabliert. Die ersten Bananen und Käsebrote wurden aus dem Rucksack gezaubert. Augenscheinlich hat sich diese Brotzeit wohl durchgesetzt. Nur wenige Biker ernährten sich ausschließlich von Tütenfutter.

Nun ging es vorbei am Wasserfall über das Langenfelder Hochplateau Richtung Krackes Ruh. Der lange downhill dort hinunter verlangt nach Höchstgeschwindigkeiten, egal ob warm oder kalt. So raste die Truppe in einer Staubwolke gen Tal. Nach dem Aufstieg über den Hohen Kamp mit diesen im unteren Bereich zwei fiesen Rampen stand nun die erste planmäßige Pause an. In weniger als zwei Stunden hatten wir diesen Punkt erreicht und erfreulicherweise auch in geschlossener Gruppe.

Wer hier nun über die zwei harten Anstiege von Herriehausen über das Hohe Rad sinnierte, die üblicherweise auf dem Programm stehen, konnte erleichtert feststellen, dass auf der Originalstrecke das Hohe Rad nur einmal erklommen werden muss. Dieser Anstieg ist zwar lang, aber die leichteste von drei möglichen Auffahrten. Über das Plateau ging es nun bis zum Brennenberg, dort hinunter und unterhalb des Hohensteins entlang. Einfach eine super Forstautobahn mit so viel Speed, dass man nie weiß ob man in der nächsten Kurve überhaupt noch auf dem Rad bleibt. Den Hohenstein hinauf und dort die Pause genossen. Strahlend blauer Himmel, kein Wind und schön warm.

Die Strecke führte uns anschließend über Langes Föhrtal, Strahlengrund und Westerberg auf die Achterbahn Seufzerallee um den Osterberg. Nach dem ständigen Auf und Ab fällt der Aufstieg im Falltal auf der monotonen Asphaltpiste eigentlich immer schwer und zieht sich wie Kaugummi. Oben am Böttgerstein musste aber auf keinen Biker gewartet werden. Im Sekundentakt erreichten die Fahrer diesen letzten Stopp vor der Turmankunft.

Weiter ging es um die Eule. An der Wegekreuzung Eule/Hügelscher Weg war dann plötzlich ein Biker wie vom Erdboden verschwunden. Verdammt! Was war passiert? Umgehend schwärmte ein Suchtrupp aus, aber nichts. Telefonische Kontaktaufnahme scheiterte am fehlenden Empfang. Nach kurzer Beratung gingen wir davon aus, dass der Biker wahrscheinlich beim Aufbruch nach der Pause rumgedaddelt hatte und schlichtweg geradeaus den Louis-Hadler-Weg genommen haben würde. Auch in 2009 waren einige Biker dort hinunter gefahren. Also sollten wir ihn mutmaßlich an der Bergschmiede wieder treffen. Vorher genossen wir aber noch den sonst eigentlich eher langweiligen Asphalt downhill zur Bergschmiede, der aber wegen einiger scharfer Kurven und der hier möglichen Höchstgeschwindigkeit volle Konzentration erfordert. Die Tachonadel blieb auf der langen Geraden vor dem Waldlokal bei 65 km/h stehen.

Unten angekommen, kein Biker in Sicht. So richtig Sorgen habe ich mir nicht gemacht. Da Hajo, der auf falschen Pfaden unterwegs war, sich recht gut im Süntel auskennt und sein Garmin ihn in jedem Fall Richtung Turm führen würde. Trotzdem wollten wir den Louis-Hadler-Weg hochkurbeln. Man weiß ja nie. Es hätte auch ein Sturz vorliegen können. Ein letzter Versuch mit dem Handy war dann doch noch erfolgreich. Es stellte sich heraus, dass unsere Annahme richtig gewesen sein sollte. Nun wartete er bereits am Fuße des Fünfeichswegs auf uns. Diesen erreichten wir nach einem Schwenk über den Hülsebrink einige Minuten später.

In diesem Jahr war er nicht durch den Holzeinschlag blockiert. Freie Fahrt bis oben. Herrlich! Hier hieß es wieder: 'Einfach immer weiter treten!' Nach schweißtreibender Auffahrt, auf der wir an der oberen Rampe Wanderer überholen mussten, was ein Novum darstellte, erreichten wir ca. 200 m hinter der Vier-Wege-Kreuzung am Ende des Fünfeichswegs einen besonderen Punkt, an dem ich nicht einfach vorbeifahren wollte. Genau an einer dicken Buche lag der 1.000ste Tourkilometer, der fototechnisch gewürdigt wurde.

Den Süntelturm erreichten wir nach rund 65 km und etwas mehr als 1.700 hm in unter 4:20 Stunden Netto-Rollzeit, so dass wir uns eine ausgiebige Pause genehmigen konnten. Nach dieser verabschiedeten sich Petra und Tobias aus zeitlichen Gründen ins Wochenende. Die verbliebenen fünf Biker fuhren nun über die alte Nach-Turm-Strecke Richtung Ziel Kreuzsteinquelle.

Eigentlich braucht man eine Weile bis es nach der Vorbelastung und Pause wieder richtig rollt. Anfangs war es auch etwas kühl nach der kuscheligen Temperatur im Turm. Ich finde allerdings bei keiner Tour eine Erklärung dafür, warum das Tempo auf der NTS derart hoch ist!? Gut, irgendeiner bekommt im Turm wohl immer etwas in die Suppe oder den Kaffee, anders erschließt sich mir das sonst nicht. Es hat aber richtig Spaß gemacht, auch wenn am Ende immer wieder Lücken zugefahren werden mussten, was einen die letzten Körner gekostet hat. Mit dem Ziel vor Augen ist aber vieles möglich. Ich habe es nicht genau gestoppt, aber die knapp 36 km lange Nach-Turm-Strecke mit ihren nochmal knapp 360 Hm wurde annähernd im 22-er Schnitt gefahren, und das in der Altersklasse?

Einen kleineren Zwischenfall gab es noch auf dem gesperrten unteren Abschnitt des Pionierwegs. In regelmäßigen Abständen durchfährt man dort tiefe Rinnen, in denen zuvor große Entwässerungsrohre verbaut waren. Eigentlich kann man alle problemlos durchfahren (wenn man sie kennt). Irgendwo dort war mein Abstand zu Karsten zu gering. Auf sein heftiges Bremsen konnte ich nicht schnell genug reagieren, so dass ich ihm mit hohem Tempo aufs Bike geballert bin. Ich habe mich schon durch die Luft fliegen sehen. Der Crash ging aber glimpflich und ohne Sturz oder Schaden an den Bikes aus.

Fünf Biker absolvierten die komplette Strecke.
Im Einzelnen: Hajo (10. Finish), Thorsten (10.), Thomas (8.), Dieter (5.), Karsten (2.). Aus Anlass der Jubiläumstour gab es in diesem Jahr am Parkplatz Kreuzsteinquelle kleine Siegertrophäen und größere für die beiden Tour-Dauerbrenner. Ein weiteres Novum hatten wir dann doch noch zu verzeichnen. Die Pappmühle hatte an diesem Wochenende unerwartet geschlossen! Weil wir das Apré-Biken aber nicht ausfallen lassen wollten, haben wir es kurzerhand in unseren Garten verlegt. Während Hajo und Thorsten diesen per Bike ansteuerten, hat Karsten Verpflegung beim Dönermann besorgt. Zu erwähnen bleibt noch, dass wir auch in diesem Jahr weder einen Sturz, noch eine Panne zu verzeichnen hatten. Das schraubt die Gesamtbilanz auf mehr als 6.900 unfall- und pannenfreie Kilometer.

Tourdaten:
Thorsten


9. Süntel 100 Classics 2017



Eigentlich hätte ich die Einleitung vom letzten Tourbericht aus 2016 im Original übernehmen können. Das Wetter war in den vergangenen Wochen, wie den ganzen Sommer über, mehr oder weniger grausam, doch pünktlich zur Tour war Petrus wieder auf unserer Seite. Im nun bereits herbstlichen Wald sollten frühsommerliche Temperaturen bei nahezu wolkenlosem Himmel herrschen. Und tatsächlich! Wir hatten traumhaftes Bikewetter!

In diesem Jahr ausnahmsweise als Auftakt zur Herbst- und Wintersaison trafen sich am 14.10.2017 bei klarem Himmel und bereits 14 Grad Celsius zehn Biker zum Start um 8:30 Uhr am Parkplatz Kreuzsteinquelle. Von den SüntelBikern waren dies Dieter, Hajo und Thorsten, aus Holtensen Thomas und Tobias, vom ESV Hameln Petra, Horst und Thomas, aus Groß Berkel Tobias, und mit einmal mehr der längsten Anreise Ecki aus Bremen.

Hajo und Thorsten wollten ihre Serie, jede Tour zu finishen nicht reißen lassen, Thomas B. seinen dritten Platz verteidigen, Tobias F. das erste Gold einfahren, Dieter hatte Silber vor Augen, während Petra und Horst darüber nachdachten vielleicht doch die komplette Strecke zu fahren, um damit ihre erste Medaille zu erkämpfen. Ecki und Thomas K. hatten zumindest die Strecke bis zur Turmpause eingeplant. Für Tobias K. als Erststarter stellte sich die Frage nach einem vorzeitigen Ausstieg erst gar nicht. Mit ihm im Sattel hatten wir erstmalig einen Biker mit Fatbike auf der Tour.

Ein Rucksack war nur für Verpflegung und eventuellen Klamottenwechsel während der Turmpause notwendig. Im Prinzip tat es für die auf der Nordseite bei den downhills noch kühleren Temperaturen eine leichte Windweste. Man konnte aber auch gleich in kurz/kurz starten, wie Tobias F. eindrucksvoll unter Beweis stellte. Die Strecke musste ich im Vorfeld überarbeiten und in einigen Bereichen ändern. Im Gegensatz zum traditionellen Termin am Wochenende nach der Umstellung auf Sommerzeit fuhren wir nun mitten in der Holzerntezeit. Jeder Biker weiß was das bedeutet. Auch wenn die Strecke im Vorfeld der Tour immer abgefahren wird, so ändert sich das Bild im Wald durch den Holzeinschlag fast täglich. Wir durften uns auf einige ungeahnte Überraschungen freuen.

Der Tourstart erfolgte wie immer pünktlich. Auf Grund etlicher Stürme in den letzten Wochen musste überall mit Windbruch und dadurch plötzlich auftretenden Hindernissen gerechnet werden. Zudem waren einige Wegebereiche durch die herabstürzenden Wassermassen rinnenartig ausgespült und schlammig. Es war also Vorsicht geboten. Insgesamt betrachtet waren die Bodenverhältnisse auf den Hauptwegen aber deutlich besser als nach dem vielen Regen erwartet.

Bereits kurz nach dem Start am Anstieg auf den Wendgeberg lag die erste Buche quer, die jedoch mit Geschick umfahren werden konnte, bevor uns auch der nächste vom Wind gefällte Baum bei der Abfahrt vom Mittelberg nicht aufhielt. Selbst die kleine Abkürzung vom Segelhorster Steinbruch auf die Riesenbergstraße war am Ende verblockt. Hier mussten wir kurz vom Rad. Um den Amelungsberg herum verlief alles problemlos. Anschließend fuhren wir den kleinen Hohlweg, der die Straße zum Waldbad Rohden mit dem Schneegrund verbindet, um danach den Langen Jammer zu erklimmen. Das auf dem Weg liegende Kronenholz bereitete keine Probleme. Oben angekommen eine kurze Verschnaufpause, um die Gruppe wieder zu schließen.

Bevor es nun weiter Richtung Krackes Ruh ging hatten wir den einzigen Wildwechsel zu verzeichnen und zwar dort, wo niemand damit rechnete, an der Höllentalstraße mitten in Langenfeld ca. 200 m hinter dem Wasserfall wechselte ein Reh. Die Schranke vor dem downhill nach Krackes Ruh war wie immer geschlossen. In diesem Jahr stieg dort aber kein Biker ab. Hajo hatte vor einigen Wochen einen kleinen Trail entdeckt, so dass wir dieses Hindernis fahrend hinter uns ließen. Bergab ging es rasant. Der Tacho zeigte irgendwann 63 km/h an. Der vorerst letzte Genuss, bevor die herausfordernden Aufstiege auf den Hohen Kamp, Hohes Rad I und Hohes Rad II vor uns lagen. Auf dem Hohen Kamp angekommen blieben die beiden steilen Rampen dort hinauf in Erinnerung. Hier gab es die erste längere Pause.

Die einzig schlammige Abfahrt nutzten wir als Auffahrt (Zitat: Holtenser Tobias). Dies war der erste uphill auf das Hohe Rad. Der Weg war durch die Holzernte pattexartig und forderte harte Muskelarbeit. Oben angekommen gibt es zur Erholung gerade einmal 400 m Kammweg und einen kurzen downhill bevor es zum zweiten Mal das Hohe Rad hoch geht. Dieser zweite Anstieg ist und bleibt für mich jedes Mal wieder die härteste Prüfung. Ich fahre lieber den Fünfeichsweg. Einige hundert Meter geht es mehr oder weniger mit geringer Steigung los. Nach einer leichten Rechtskurve kann man dann, wie kaum an einer anderen Stelle im Süntel, plötzlich sehen wie sich der Berg mit seinen bis zu 22% Steigung vor einem aufbaut. Ein beeindruckendes Bild. Irgendwie sind wir dann doch alle da hochgekommen.

Nun ging es weiter über den Kammbereich bis zum Brennenberg, dort hinunter unterhalb des Hohensteins entlang, um dann auf dem Wirtschaftsweg den geschichtsträchtigen Felsen zu erreichen. Die dortige Pause war nicht allzu lang, da der Wind dort oben doch recht frisch war. Der anschließende Kammweg Richtung Langes Föhrtal ist in einigen Bereichen extrem verschlammt, so dass sich bereits seitlich kleine Wege gebildet haben.

Die Strecke führte uns nun über Langes Föhrtal, Strahlengrund und Westerberg auf die Achterbahn Seufzerallee um den Osterberg. Nun folgte der Aufstieg durch das Falltal. Am Böttgerstein war die Truppe wieder versammelt, um die letzte Pause vor der Turmankunft zu genießen.

Über den Louis-Hadler-Weg und Hülsebrink gelangten wir zum Fuß des Fünfeichswegs. Zum ersten Mal in der Tourgeschichte konnten wir diesen 'Drecksstieg' nicht in Angriff nehmen. Er war wegen des Holzeinschlags gesperrt. Eine kurze Erkundungstour durch Thomas endete mit der Erkenntnis, dass hier wirklich nichts ging.

Eine Alternative war schnell gefunden. 30 m zurück und das Obere Steinbachtal hinauf. Es war klar, dass wir den einstmals urigen Trail am Ende des Aufstiegs nicht fahren konnten. Die Nachwirkungen des Einsatzes eines Harvesters sind auch nach zwei Jahren noch deutlich spürbar. Die letzten Meter im Steinbachtal sind nochmal recht heftig. Trotz stetigem Blick auf die Radnabe hob das Vorderrad zweimal ab während der Puls unaufhörlich hämmerte, frei nach dem alten Motto: 'Einfach immer weiter treten'!

Dann nahmen wir den Weg oberhalb des Rehbuschwegs, gelangten auf den Eggerssumpfweg und von dort über den Hamelschen Pfad bis ans Ende des Fünfeichwegs. Das letzte Stück bis zum Turm verlief auf der ursprünglich geplanten Route.

Wir lagen perfekt in der Zeit. Überpünktlich gegen 14:45 Uhr wurde der Süntelturm erreicht. Hier trafen wir Markus, der eine Wanderung mit Hund dem Biken vorgezogen hatte. Die Rollzeit lag ungefähr 20 Minuten über der in 2016, was bedeutete, dass wir uns an den Vorsatz ein gemäßigteres Tempo zu fahren gehalten hatten. Nun standen 71,7 km und rund 1.900 Höhenmeter auf der Uhr.

Nach einer längeren Turmpause verabschiedeten sich Ecki und Thomas, um auf kurzem Weg den Parkplatz an der Kreuzsteinquelle zu erreichen. Die anderen acht Biker mit Ziel Kreuzsteinquelle fuhren nun über eine etwas geänderte Nach-Turm-Strecke. Am Einstieg in den Paschenweg war allerdings die nächste Routenänderung fällig. Auch dieser Weg war wegen der Holzernte gesperrt, und auch hier brachte die Erkundung durch Thomas die Erkenntnis, dass jeder Versuch, den Weg zu fahren scheitern würde. Also zurück auf den unteren (hinteren) Kammweg. Ich hatte die Idee, von dort über einen etwa 50 m langen Trail auf das Ende des Paschenweges bzw. in diesem Bereich bereits Heims-Weg zu gelangen. Nur so war es möglich, den Jägerpfad, der im letzten Jahr unpassierbar war, zu fahren. Im belaubten Wald war der Abzweig auf den Trail nicht leicht zu finden. Es gelang am Ende aber doch.

Die restlichen Kilometer auf der Nach-Turm-Strecke mit ihren noch knapp 400 Hm verliefen mit Ausnahme von Windbruch auf dem Trail Richtung Steinweg und einer auf dem Karl-Henke-Weg querliegenden Buche problemlos. Natürlich war das Durchschnittstempo wesentlich höher als auf der Vor-Turm-Strecke, aber kein Vergleich zu den letzten Jahren. Wir benötigten knapp unter zwei Stunden bis zum Erreichen der Kreuzsteinquelle.

Petra, als erste Bikerin !! in der Tourgeschichte, sowie sieben Biker absolvierten die komplette Strecke. Neben Petra, die sich die komplette Tour zunächst mit neun, dann mit sieben Kerlen rumschlagen musste, findet die Leistung von Horst besondere Anerkennung. Die Mitte 60 bereits überschritten ist er der älteste Biker, der jemals das Ziel erreichte. Ich ahne bereits, dass das wohl ein Rekord für die Ewigkeit bleiben wird!

Tobias aus Groß Berkel nahm die Tour zum ersten Mal unter die Räder und ist damit seit 2014 der erste Biker, der bei seiner Premiere die ganze Strecke fuhr. Im Einzelnen. Hajo (9. Finish), Thorsten (9.), Thomas (7.), Tobias (5.- erstes Gold), Dieter (4- Silber), Petra (1.), Horst (1.), Tobias (1.).

Die Medaillen wurden am Parkplatz Kreuzsteinquelle überreicht. Hajo und Thorsten haben sich dann noch Weizen und Jägermeister in der Pappmühle gegönnt, bevor die nächste Premiere anstand. Da es bereits stockdunkel war, hat mich Hajo nach Hause gebracht. Zu erwähnen bleibt noch, dass wir bei hoher Beteiligung und hoher Durchhaltequote weder einen Sturz, noch eine Panne zu verzeichnen hatten.

Tourdaten: km: 106 Hm: 2.305 Rollzeit: 7 h : 15 km/h

Thorsten


8. Süntel 100 Classics 2016

Wie bereits im letzten Jahr waren die wettertechnischen Voraussetzungen im Vorfeld der Tour alles andere als gut. Bei den Streckentests erwiesen sich die meisten Trails als reine Schlammpisten. Der Dauerregen hatte hier ganze Arbeit geleistet. Die Prognose für den Tag der letzten Tour der Wintersaison war aber schon seit einigen Tagen sehr gut. Es sollte sonnig und warm werden. Wieder einmal erwies sich Petrus als echter SüntelBiker und das bereits im achten Jahr in Folge!

Am 02.04.2016 trafen sich bei fast wolkenlosem Himmel, aber noch kalten drei Grad Celsius um kurz nach acht Uhr acht Biker zum Start um 8:30 Uhr am Parkplatz Kreuzsteinquelle. Von den SüntelBikern waren dies Dieter, Hajo und Thorsten, aus Holtensen - wie immer dabei - Thomas und Tobias sowie vom ESV Hameln Petra und Horst. Als besonderen Gast konnten wir in diesem Jahr den Ex-ESV-er Ecki begrüßen, der nach vier Jahren die lange Anreise aus Bremen nicht scheute, um im Kreise alter Bekannter mal wieder die große Schleife durch den Süntel zu drehen. Während Hajo und Thorsten das achte Finish planten, wollte sich Thomas seine zweite Goldmedaille erkämpfen, für Tobias ging es um Silber. Dieter und Ecki fuhren um Bronze, Petra und Horst hatten ihre Gesellschaft bis zum Erreichen des Süntelturms angekündigt.

Ein größerer Rucksack für den mehrfach anstehenden Klamottenwechsel war heute die richtige Wahl. Die zunächst kalten Temperaturen erforderten eher eine Winterausrüstung, besonders natürlich in den nördlichen Lagen. Je weiter die Zeit voranschritt, desto schneller stiegen diese aber, so dass bereits lange vor Mittag auf Windjacken oder ähnliches umgestellt wurde. Die wärmende Kraft der Sonne war nun deutlich zu spüren. Ein echtes Highlight. Macht das Biken bei solch einem Wetter doch gleich doppelte Freude. Auf den Forstautobahnen konnte man teilweise schon Staub aufwirbeln. Die Streckenführung hatte ich mal wieder etwas geändert. Nicht weil für mehr Abwechslung gesorgt werden sollte, sondern weil sich der Einbau zahlreicher Trails im letzten Jahr nicht bewährt hatte. Sie haben am Ende wenige Km und Hm gebracht, aber viel Zeit gekostet. Im Übrigen war, wie bereits erwähnt, ein großer Teil wegen des vielen Regens auch nicht wirklich gut fahrbar. Dafür hatte ich mir nach der Pause am Böttgerstein noch eine kleine 'Schweinerei' einfallen lassen, die im Vorfeld der Tour den Test bestanden hatte.

Der Tourstart erfolgte auf die Minute pünktlich. Bis zum Erreichen des Langen Jammer gab es keine Änderungen. Freigestellt war lediglich, entweder den Rohdental-Trail bis auf den Weg zum Schneegrund zu fahren, oder die Schleife direkt durch den Ort zu drehen. Nachdem wir auf dem Kamm des Ibergs angekommen waren, gab es die erste kurze Verpflegungspause.

Vorbei am Wasserfall und dieses Mal durch den Ort Langenfeld und an der Schillat Höhle vorbei, trennten sich schließlich die Wege erneut für ein paar Minuten. Während die Km-Sammler durch die Feldmark düsten, fuhr der andere Teil wie gewohnt den Wurzelweg. An der Schranke vor dem 'Sturzflug' nach Krackes Ruh runter traf man sich wieder. Glücklicherweise gingen wir den downhill zunächst in gemäßigtem Tempo an, sonst wäre eine Kollision mit zwei den Weg kreuzenden Rehen wohl unumgänglich gewesen. Mit irgendetwas um Tempo 60 sind wir da runter. Ich hatte nicht wirklich viel Zeit, um auf den Tacho zu gucken;-)

Der Hohe Kamp war dann relativ schnell erklommen. Wie in jedem Jahr wurde die dortige Pause genutzt, um die Gruppe wieder zusammenzuführen. Anschließend ging es die Serpentinen nach Herriehausen runter. Für einige Biker beginnt die Tour eigentlich erst nach dem downhill richtig. Zunächst heißt es, den ersten Anstieg auf das Hohe Rad hinauf nicht zu viele Körner zu verbrennen. Er ist zwar lang, aber im Mittel nur mit 10-prozentigem Steigungsgrad. Oben angekommen gibt es jedoch nur eine 400 m lange Strecke auf dem Kammweg, um zu verschnaufen, bevor es mit hoher Konzentration wieder hinunter geht, um dann sofort den zweiten Anstieg, diesen verdammten Drecksstieg mit seinen in der Spitze 21%, in Angriff zu nehmen. Oben angelangt spannt regelmäßig der Kinnriemen, weil einem der Hitzestau da hoch fast den Deckel wegsprengt.

Über die Kammwege gings nun bis zum Brennenberg, dort hinunter und nach kurzer Fahrt den Anstieg zum Hohenstein rauf. Am Hohensteinfelsen legten wir eine weitere Pause ein. Der bei diesem herrlichen Wetter ganz besondere Ausblick vom Plateau über das Tal war überwältigend und entschädigte für alle bisherigen Mühen.

Nachdem wir nun den Kammweg entlang waren und über das Lange Föhrtal wieder den Parkplatz erreicht hatten, verabschiedeten sich Petra und Horst. Besser gesagt, hätten sich gerne verabschiedet. Wie es bei einem downhill oft vorkommt, war die Gruppe auseinander gerissen, und die beiden hatten ihren Entschluss kurzfristig getroffen, so dass Thomas den Rest der Truppe, der sich bereits im Aufstieg auf den Westerberg befand, erst kurz vor Erreichen des Osterbergs davon in Kenntnis setzen konnte.

An dieser Stelle möchten alle Biker besonders Horst den größten Respekt für seine Leistung zollen, der sich im Alter von 64 Jahren als ältester Teilnehmer, der die Tour je mitgefahren ist, dieser Herausforderung gestellt hat und bis zum Parkplatz Kreuzsteinquelle über 54 Streckenkilometer eine herausragende Leistung gezeigt hat. Auch Petra gilt unser Dank, die sich als einzige Frau diesen wahnwitzigen Kerlen angeschlossen hat, Horst aber verständlicherweise an der Kreuzsteinquelle nicht allein zurücklassen wollte.

Die übliche Achterbahnfahrt über den Osterberg ließ nun so langsam den einen oder anderen die Oberschenkel spüren. Ohne Pause ging es ja nun auch noch das Falltal bis zum Böttgerstein hinauf. Dort oben war eine ordentliche Verschnaufpause geplant. Ecki hatte nun sein Ziel erreicht und fuhr auf kurzem Weg zum Turm, wo wir uns zur Pause wiedertreffen wollten.

Nach einem kurzen Stück auf dem Louis-Hadler-Weg verließen wir diesen in einer scharfen Rechtskurve, um über den letzten Teil des Hamelspringer Weges auf den Weg um die Eule zu gelangen. Dieser Teil war neu und ziemlich gemein. Mit Ausnahme von Hajo hatte kein weiterer Biker im Vorfeld Kenntnis von dieser Änderung. Der verdammte Drecksstieg ist etwas über 500 m lang. Die ersten 200 m sind von erträglicher Steigung, aber die letzten 300 haben es wirklich in sich. Durchgängig 20-22% Steigungsgrad. Mit der Vorbelastung in den Knochen bedarf es schon fast einer taktischen Meisterleistung, um da noch hochzukommen. Das 'Tempo' ist so langsam, dass alles was langsamer wäre umkippen bedeuten würde.

Durch diese Änderung ergab sich auch eine etwas andere Streckenführung bis zum Fünfeichsweg. Weiter ging es um die Eule, dann rechts und gleich wieder links auf den Eggerssumpfweg hinunter und von dort den Alten Tannenweg runter bis zum Hülsebrink. Vom Hülsebrinktrail auf den Helenenweg, den wir auf einem weiteren Trail verließen, um den Wasserradweg zu erreichen. Anschließend fuhren wir den Eidechsenweg hinunter, um über den Unteren Steinbachstalweg zum Fuße des Fünfeichswegs zu gelangen.

Ich habe keine Ahnung wie wir es mit fast 68 km und 1.800 Hm in den Knochen in jedem Jahr wieder schaffen, da noch hochzukommen. Man ist auf diesem wirklich üblen Anstieg, der erst auf dem letzten Drittel die größte Steigung erreicht, der Verzweiflung nah, aber es geht dann doch immer irgendwie. Ich habe es auf keiner der bisherigen acht Touren erlebt, dass dort ein Biker abgestiegen ist, frei nach dem alten Motto: 'Einfach immer weiter treten'!

Pünktlich am Süntelturm angekommen trafen wir Ecki und Markus, der eine Wanderung mit Hund dem Biken vorgezogen hatte. Der Tacho zeigte 4:48 Stunden Rollzeit bei knapp 71 km und rund 2.000 Höhenmetern an, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 14,7 km/h entsprach.

Nach der ausgiebigen Turmpause bei Weizen und 24 in der Sonne verabschiedete sich Ecki, um auf kurzem Weg den Parkplatz an der Kreuzsteinquelle zu erreichen, verbunden mit dem Versprechen, im nächsten Jahr wiederzukommen. Die übrigen fünf Biker mit Ziel Kreuzsteinquelle fuhren auf altbekannten Wegen dem Ziel entgegen, wobei die Trails in diesem Jahr ausgespart wurden, und sich dadurch die Nach-Turm-Strecke auf ca. 32,2 km verkürzte. Den Jägerpfad konnten wir nicht fahren, da diesen ein paar Harvester in eine Schlammwüste verwandelt hatten. Wir wählten daher den kurz vor dem Pfad liegenden Trail durch das Unterholz, um auf den unteren Kammweg zu gelangen. Hier mussten wir nur für einen kurzen Moment vom Rad, um einige Meter im Weg liegendes Kronenholz zu passieren. Auffällig war, auch wie in jedem Jahr, dass nach der Turmpause mit unheimlich viel Druck auf dem Pedal gefahren wurde. Eigentlich waren doch alle kaputt!?

Die gesamte Nach-Turm-Strecke mit ihren immerhin noch knapp 320 Hm wurde mit einem 22-er Durchschnittstempo gefahren. Auf den letzten 14 Streckenkilometern lag das Tempo bei 24,7 km/h. Richtig gekracht hat es nochmal am Anstieg auf das Dachtelfeld und von dort bis zum Abzweig zu den Moosköpfen (27,0 km/h). Eine leichte Tempoverschärfung an der Kreuzung der Dachtelfeld-Schutzhütte trieb den Schnitt auf den gut 3 km bis zum Forsthaus Langenfeld auf 35 km/h.

Die Moosköpfe hinunter bis zur Kreuzsteinquelle haben wir die Tour bei dann lockerem Tempo ausklingen lassen. Fünf Biker absolvierten die komplette Strecke. Hajo (8. Finish), Thorsten (8.), Thomas (6.), Tobias (4.), Dieter (3.).

Die Medaillen wurden am Parkplatz Kreuzsteinquelle überreicht. Zu viert (Hajo, Thomas, Tobias, Thorsten) haben wir uns dann noch zwei Weizen in der Pappmühle gegönnt, bevor alle Biker den Heimweg per Rad antraten. Auch ein Novum in der Tourgeschichte.

Zu erwähnen bleibt noch, dass wir glücklicherweise weder einen Sturz, noch eine Panne zu verzeichnen hatten... und, ach ja, dass wir die Tour im nächsten Jahr wegen der Geselligkeit dann mal in altersgerechtem Tempo und damit weniger Druck auf dem Pedal fahren wollen. Ich bin gespannt!
Tourdaten: km: 103,07 Hm: 2.315 Rollzeit: 6:16 h : 16,5 km/h

Thorsten


7. Süntel 100 Classics



Die Vorzeichen standen schlecht, zumindest was das Wetter anging. In den vergangenen beiden Wochen war sehr viel Regen gefallen, und in den letzten Tagen sah es nicht so aus als ob wir für die Tour mit halbwegs erträglichem Wetter rechnen konnten. Dann aber doch.......nun steht es unumstößlich fest. Petrus ist ein SüntelBiker!

Am 04.04.2015 trafen sich bei leicht wolkigem Himmel und kühlen vier Grad Celsius dreizehn Biker zum Start um 8:30 Uhr am Parkplatz Kreuzsteinquelle. Von den SüntelBikern waren dies André, Dieter, Hajo, Jens, Markus, Michael M., Moni, Olaf, Thorsten und Yannick, dazu aus Holtensen Thomas und Tobias sowie vom ESV Hameln Michael. Für einige Fahrer war es die erste Teilnahme, andere blickten bereits auf zahlreiche Touren zurück. So nahmen Hajo und Thorsten die siebte lange Runde unter die Räder, während es für Thomas die fünfte Tour war.

Der ein oder andere wollte zwar nicht auf seine Schutzbleche verzichten, im Grunde brauchte man diese aber eigentlich nicht. Die Temperaturen blieben den ganzen Tag über im niedrigen einstelligen Bereich. Wie immer machte sich dieser Umstand auf den schnellen downhills besonders bemerkbar. Uphill reichte aber schon allein das Tempo in Verbindung mit den teils ruppigen Steigungen für eine wohlige Wärme. Mehrfacher Wechsel der Radklamotten, wie im letzten Jahr, war jedoch nicht angesagt. Ein winterliches Outfit war heute die richtige Wahl. Die Strecke hatte ich überarbeitet. Sie wies, im Gegensatz zu den letzten Jahren, einen deutlich höheren Anteil an Trails auf. Im Prinzip waren alle gut fahrbar, einzig der kurze Trail vom Fastweg zur Natostation ist mir als sehr tief und schlammig in Erinnerung.

Nachdem wir pünktlich gestartet waren, und damit die auf 15 Uhr avisierte Pause am Süntelturm realistisch erschien, holte uns jedoch bereits kurz vor der Umfahrt des Mittelbergs die erste Radpanne ein. Irgendwo war Tobias abhandengekommen. Schließlich konnte sein Standort nach telefonischer Kontaktaufnahme ermittelt werden. Thomas eilte zu Hilfe, während sich Markus zwischenzeitlich mit einigen Bikern Richtung Mittelbergskamm auf den Weg machte. Die anderen warteten noch etwas. Bevor dieser erste steilere Anstieg erklommen werden konnte musste sich Jens oberhalb von Barksen auch noch um das hintere Schutzblech an Yannicks Bike kümmern. Oben auf dem Kammweg angekommen fand die Truppe dann wieder zusammen. Am Fuße des Mittelbergs stießen auch Thomas und Tobias wieder dazu.

So erreichten wir den Langen Jammer zwar in der geplanten Rollzeit, das Ziel um drei am Turm zu sein rückte aber etwas in die Ferne. Die Ankunft dort oben wurde trotzdem zur ersten Stärkung genutzt. Vorbei am Wasserfall, dann sofort rechts ab den steilen Pfad nach Langenfeld rauf, an der Schillat-Höhle vorbei führte der Weg Richtung Rahden. Während, wie in jedem Jahr, ein Teil der Gruppe den Wurzelweg fahren wollte, ging es für den Rest durch die Feldmark, bevor man sich anschließend am Waldrand auf der Forstautobahn nach Krackes Ruh runter traf.

Nachdem der Hohe Kamp in schnellem Tempo erklommen war, wurde die dortige Pause genutzt, um die Gruppe wieder zu schließen. Mit rund zweieinhalb Stunden Fahrzeit lagen wir nun doch wieder ganz gut im Plan. André und Olaf beschlossen hier, auf kürzerem Wege zum Turm zu gelangen. Über die Serpentinen stürzten wir uns downhill nach Herriehausen. Jetzt lagen zwei Aufstiege über das Hohe Rad vor uns. Der erste relativ lang, aber mit gemäßigter Steigung, der zweite kürzer, dafür mit dem höchsten Steigungsgrad der gesamten Tour gesegnet. Die Pause zwischen diesen beiden Herausforderungen wird wegen ihrer Kürze so gut wie gar nicht wahrgenommen. Für manchen Biker ist dieser zweite Anstieg mit seinen 21% Steigung die größte Herausforderung der Strecke. So hatten einige Fahrer dann auch beschlossen, den zweiten Teil des Hohen Rades auszulassen und auf direktem Weg den Hohenstein anzusteuern.

Über den Kammweg ging es zum Brennenberg, dort hinunter und auf der Forstautobahn bis zum Fuße des Hohensteins. Hier trafen wir wieder auf die anderen Biker, so dass nach erfolgreichem Aufstieg oben am Felsen eine weitere gemeinsame Pause folgte. Die wärmende Sonne war einfach herrlich. Yannick verabschiedete sich anschließend ins Osterwochenende, während Markus mit einem Teil der Biker über den Klippenweg Richtung Kreuzsteinquelle aufbrach. Die übrigen Fahrer nahmen diesen nächsten Streckenpunkt über den Abstieg im Langen Föhrtal in Angriff. Es folgten Strahlengrund, Westerberg und die Achterbahnfahrt über den Osterberg, bevor uns der Weg durch das Falltal zum Böttgerstein hinauf führte. Die dort geplante Pause ließen wir kurzerhand ausfallen.

Über den Louis-Hadler-Weg gelangten wir zum Hülsebrink, wo wir den dortigen Trail bis zum Helenenweg nahmen, diesen ein kurzes Stück fuhren, um dann scharf rechts auf einem herrlich schmalen Pfad den Wasserradweg zu erreichen. Der nächste kurze Schwenk führte uns über den Eidechsenweg und die Trails durch den Fichtenhain direkt hinunter nach Klein Süntel. Michael, Thomas und Tobias hatten den ersten Abzweig verpasst und waren daher auf der Forstautobahn bis ins Sünteldorf gelangt. Während sich hier Michael ins Wochenende verabschiedete, scheiterte die erneute Zusammenführung der Truppe am Bruchweg, so dass wir uns auf den Einstieg in den Fünfeichsweg als Treffpunkt einigten. Da auch das nicht klappte, fuhren wir diesen achten, und damit letzten, harten Anstieg in zwei kleinen Gruppen hinauf. Die Oberschenkel drohten nun langsam zu platzen, aber der Turm war nicht mehr weit, und die Aussicht auf eine bevorstehende Stärkung trieb uns an.

Gegen kurz vor drei waren wir am Süntelturm. Der Tacho zeigte ca. fünf Stunden Rollzeit und rund 72 km bei 2.000 Höhenmetern an. Die Pause führte alle Biker wieder zusammen. Markus hatte als Guide die anderen Fahrer ohne den Schwenk über den östlichsten Teil des Süntels zum Turm geführt. Nach der Turmpause trennten sich die Wege wieder. Für die Biker mit Ziel Kreuzsteinquelle ging es über Natostation, Michaels Platz und den Steinweg runter. Es folgten Philosophenweg, Eule; hier den Trail downhill, um dann zum Böttgerstein zu gelangen. Noch einmal hoch Richtung Steinweg, vorbei am Pötzer Steinbruch, wieder auf den Kammweg und schließlich auf dem Hamelspringer Weg Richtung Jägerpfad und Hohenstein. Da der Jägerpfad nach einem Forstmassaker unpassierbar ist, schlugen wir uns kurzerhand auf einem vorher nicht bekannten Trail auf den unteren Kammweg durch. Später fuhren wir am Dachtelfeld den Trail an der Bergkante zum Wellergrund, bevor uns der Weg zur Schönen Aussicht führte. Die letzten Kilometer ging es die Moosköpfe hinunter, über Baxmannparkplatz und Baxmannbaude bis zur Kreuzsteinquelle. In Erinnerung bleibt mir, dass es irgendwann nach der Turmpause angefangen hatte zu schneien! Das war aber nichts Wildes und auf dem letzten Teil allen wohl auch ziemlich egal. Jedenfalls hatten wir bald wieder normale Wetterverhältnisse.

Fünf Biker absolvierten die komplette Strecke. Mit seinem 5. Finish ist Thomas in den 'erlauchten' Kreis der Goldmedaillenbesitzer aufgestiegen;-) und damit auf Platz 3 der Gesamtwertung über alle 7 Touren. Wegen der späten Uhrzeit erhielten Thomas und Tobias ihre Medaillen direkt am Parkplatz, während Dieter, Hajo und ich die 'Zeremonie' wie geplant in der Pappmühle, wo Karen bereits auf uns wartete, bei Jägermeister und (echtem) Weizen genossen. Irgendwann gegen 20:30 h bin ich aufs Rad, um die letzten 5 km nach Hause zu fahren ... die Osterfeuer leuchteten mir den Weg;-)

Tourdaten:
km: 108,43
Hm: 2.435
Rollzeit: 7:06 h
: 15,3 km/h

Thorsten











6. Süntel 100 Classics 2014



Diese Wintersaison stand im krassen Gegensatz zum Vorjahr. Während im letzten Jahr sogar der Termin wegen Unbefahrbarkeit des Süntels verschoben werden musste, verwöhnte uns Petrus nun schon im März mit frühlingshaftem Wetter. So fragte man sich bei der traditionellen Winterabschlusstour: 'Welcher Winter eigentlich?'

Am Morgen des 05.04.2014 fanden sich acht Biker zum Start um 8:30 Uhr am Parkplatz Kreuzsteinquelle ein. Von den SüntelBikern waren es die Stammfahrer Hajo und Thorsten (jeweils 6. Tour) und aus Holtensen Thomas (4. Tour). Dazu gesellten sich von den SB Dieter und Michael, vom ESV Hameln Daniel und Karsten sowie Hajos Kollege Axel aus Marienau. Während es für Axel, Daniel und Dieter die zweite Teilnahme war, nahmen Karsten und Michael zum ersten Mal teil.

Auch in diesem Jahr hatten wir wieder Glück mit dem Wetter. Die Sonne hat es zwar den ganzen Tag nicht geschafft, die hochnebelartige Suppe im Süntel zu durchdringen, im Durchschnitt herrschte jedoch eine Temperatur von 13, die dazu führte, dass es auf den schnellen downhills am Morgen doch recht kühl wurde, während es uphill 'dampfte'. So waren einige Fahrer unterwegs mit mehrfachem Jacken- und Trikotwechsel beschäftigt. Die kurzen Regenschauer in dieser Woche hatten im Süntel keine Spuren hinterlassen, und so ging es auf staubtrockenen Wegen durch den Wald.

Die Strecke war identisch mit der Route vom letzten Jahr. Was mich persönlich absolut überrascht hat war die Tatsache, dass wir trotz größerer Gruppe als im Vorjahr das dort vorgelegte Tempo noch einmal gesteigert haben.

Den Langen Jammer hatten wir bereits nach weniger als 1:15 h Rollzeit erklommen. Als der letzte Fahrer oben war ging es zügig weiter Richtung Wasserfall, Langenfeld und von dort über die Schillat-Höhle nach Hülsede. Kurz hinter dem Abzweig vom Hauptkammweg Richtung Rahden teilte sich die Gruppe. Die einen nahmen den Wurzelweg, die anderen fuhren das Teilstück durch die Feldmark. Dann ging es geschlossen downhill nach Krackes Ruh, wo die Tageshöchstgeschwindigkeit von 63 km/h erreicht wurde.

Dem nun folgenden Aufstieg auf den Hohen Kamp folgte die erste Streckenpause vor der Abfahrt nach Herriehausen. Nach nicht ganz zwei Stunden hatten wir diesen Punkt erreicht. Dem downhill durch die Serpentinen standen nun in kurzer Folge zwei Anstiege über das Hohe Rad auf den Kammweg an, unterbrochen nur durch einen wenige hundert Meter langen Abschnitt an der höchsten Stelle und dem erneuten Hinunterstürzen auf die Nordhangseite, um darauf den steilsten Streckenteil zu bezwingen. Über den Kamm ging es nun Richtung Hohenstein. Bevor der Aufstieg erreicht war, drifteten wir den Brennenberg hinunter und unterhalb der Klippen auf einer ausgebauten Forstautobahn mit Geschwindigkeiten von 30-35 km/h in Richtung des geschichtsträchtigen Felsen. Oben angekommen folgte eine weitere kleine Pause am SüntelBikerfelsen, bevor wir über das Lange Föhrtal hinunter den Parkplatz Kreuzsteinquelle tangierten, um dann über den Strahlengrund und Westerberg hinauf die Tortur über den Osterberg in Angriff zu nehmen. Die Seufzerallee machte ihrem Namen dabei mal wieder alle Ehre. Den Schwung durch die ständige Achterbahnfahrt mitnehmend ging es direkt durch das Falltal zum Böttgerstein hoch. Dort folgte die letzte Pause auf dem Vor-Turm-Abschnitt.

Louis-Hadler-Weg und Hülsebrink waren die nächsten Stationen, bevor sich der Fünfeichswegs vor uns aufbaute und den Bikern noch einmal alles abverlangte. Ich weiß nicht mehr genau wann wir am Süntelturm angekommen sind. Auf jeden Fall betrug die Rollzeit nach rund 70 km und 2000 Hm um die 4:20 h. Hier trat Axel, wie bereits beim Start angekündigt, den Heimweg an.

Nun folgte traditionell eine ausgiebige Turmpause, in der alle ein paar Körner für den letzten Streckenteil sammeln konnten. Pünktlich zu Kaffee und Kuchen erschien auch Markus, an dessen Bike sich augenscheinlich ein Rad zu viel befand;-)

Für einige Kilometer begleitete er uns nun, bevor er irgendwo unbemerkt auch wieder verschwand. Wir fuhren die Trails über Michaels Platz und den Steinweg runter, dann über den Philosophenweg und in entgegengesetzter Richtung wieder zum Böttgerstein, um hier den steilen Aufstieg Richtung Turm zu nehmen. Am Pötzer Steinbruch vorbei ging es schließlich wieder auf den Kammbereich und nochmal Richtung Hohenstein. Ich wusste bis dato nicht, dass man auf dem schmalen Kammweg bis zur Schutzhütte ein Tempo von 44 km/h erreichen kann. Überhaupt wurde nach der Turmpause mit mächtig viel Druck auf dem Pedal gefahren. Das Dachtelfeld und der Trail zur Schönen Aussicht waren die nächsten Stationen, bevor uns der Weg an Langenfeld vorbei die Moosköpfe hinunter führte. Eine letzte Schleife ging über die Brücke am Einstieg zum Wellergrund und der Baxmannbaude vorbei zur Kreuzsteinquelle. Beim 'Zielsprint' erreichten wir dann nochmal ein Tempo um die 40 km/h. Wahrscheinlich hat der in den letzten 15 Min. einsetzende leichte Nieselregen zu dieser Tempoverschärfung beigetragen.

Erfreulicherweise bleibt festzuhalten, dass wir die Tour wiederum ohne eine Panne und vor allem ohne Sturz beenden konnten. Sieben Biker sind die Strecke komplett gefahren. Nach der erstmalig vor Ort durchgeführten Medaillenzeremonie verabschiedeten sich die Biker bis zum Wiedersehen bei der nächsten großen Runde. Einige mit dem Rad angereiste Fahrer sammelten nun die letzten Km und Hm.

Hajo und Thorsten genossen dann noch das Aprebiken in der Pappmühle.
Tourdaten (GPS-Daten Hajo): km: 103,67 Hm: 2.294 Rollzeit: 6:00 h : 17,3 km/h
Thorsten

5. Süntel 100 Classics 2013


Da uns Frau Holle und Väterchen Frost in diesem Winter alles abverlangten, und die klassische Runde zum Abschluss der Wintersaison tatsächlich erstmalig aus Witterungsgründen bzw. wegen der in großen Teilen nicht fahrbaren Strecken im Süntel um drei Wochen nach hinten verschoben werden musste, fand die Tour nun erst am 20.04.2013 statt. Der späte Termin hatte zur Folge, dass von den Stammfahrern nur Hajo und Thorsten dabei waren, denen sich - wie in den Vorjahren auch - Thomas Bache aus Holtensen anschloß und Dieter Albrecht von den SüntelBikern, der zum ersten Mal dabei war. Sieben potenzielle Fahrer hatten aus unterschiedlichsten Gründen (lange geplante Laufverantstaltungen, Duathlons etc.) absagen müssen.

So starteten wir also pünktlich wie immer um 8:30 Uhr bei noch recht frischen 4C am Parkplatz Kreuzsteinquelle. Die Wetterprognose für den Tag war allerdings gut und mit zunehmender Fahrtdauer wurde es schöner. Unter dem Strich betrachtet für die lange Tour ideale Bedingungen; nachmittags um die 12C, blauer Himmel, pralle Sonne, staubtrockende Wege, die am Ende die Bikes wie nach einer Hochsommertour aussehen ließen.

Die Stecke, die im Vorjahr etwas modifiziert worden war und am Ende von allen als gut befunden wurde, fuhren wir wie geplant, einzig den Markus-Trail mussten wir auslassen, da hier die Forst ein Waldmassaker angerichtet hat, dass noch nicht beseitigt wurde. Der Trail ist übersät mit Kronenholz. Auch ein Teil des Trails an der Südwehe zwischen der Schönen Aussicht und der Blutbachquelle ist durch gefällte Bäume verblockt.

Da wir nur zu viert waren, reduzierten sich die Wartezeiten auf ein Minimum, so dass wir bereits rund eine viertel Stunde eher als üblich den Langen Jammer und damit den Kamm des Ibergs erreicht hatten. Glück hatten wir beim downhill am Amelungsberg Richtung Waldschänke Rohdental als uns plötzlich eine Gruppe von fünf Rehen vor die Räder lief und kein Sturz einzig und allein der Tatsache zu verdanken war, dass sie es sich rechtzeitig überlegten und wieder umdrehten, ohne den Weg zu überqueren. Nach kurzer Verpflegungspause am Iberg ging es weiter und untereinander fragte man sich, ob das hohe Tempo nicht irgendwann seinen Tribut fordern würde. Da es nun aber erstmal Richtung Langenfelder Hochplateau und danach sofort downhill Richtung Krackes Ruh ging, waren die Bedenken schnell zerstreut. Beim nächsten Pausenstopp vor der Abfahrt nach Herriehausen würde man die Zeiten nochmal abgleichen können. Die ehemalige Gaststätte oberhalb von Hülsede erreichten wir dann mit Spitzengeschwindigkeiten von knapp 60 km/h, die dazu führten, dass wir Staubwolken aufwirbelten. Beim Blick vier Wochen zurück noch unvorstellbar!

Der Aufstieg über den Hohen Kamp war wieder einmal geprägt durch die zwei fiesen Rampen, die dort zu bezwingen sind. Nach 2:04 Stunden erreichten wir den höchsten Punkt vor der Abfahrt nach Herriehausen. Nun lagen wir bereits rund 20 Min. vor der geplanten Zeit und Dieter machte mehr und mehr sein überdimensionierter Getränkevorrat, der sich auf rund fünf Liter belief zu schaffen.

Nach der nun folgenden kurvenreichen Abfahrt stiegen wir nach wenigen hundert Metern erneut über das Hohe Rad auf, bevor es nach 300 m auf dem Kammweg erneut downhill ging, um nach einem kurzen Rechtsschwenk das Hohe Rad über einen anderen Weg zu erklimmen. Hier erreichten wir den steilsten Streckenabschnitt mit bis zu 20% Steigungsgrad. Die nächste Pause machten wir am SüntelBiker-Felsen bei herrlich klarer Sicht. Selbst den Köterberg konnte man deutlich erkennen.

Über Wester- und Osterberg sowie das Falltal ging es zum Böttgerstein. Hier oben verabschiedete sich Dieter ins Wochenende, und wir setzten die Tour nun zu dritt fort. Über den Louis-Hadler-Weg, Hülsebrink und Bergschmiede erreichten wir den Fuß des Fünfeichswegs, der in zügigem Tempo bezwungen wurde. Da wir oben angekommen so gut in der Zeit lagen, schlug ich vor, noch einmal nach Welliehausen runterzufahren, am Waldrand entlang und über den Pötzer Steinbruchweg zum Turm zu fahren. Meine beiden Mitstreiter konnte ich von diesem Plan allerdings nicht mehr überzeugen. So kamen wir nach rekordverdächtigen 4:40 Stunden Fahrtzeit, etwas über 70 km und rund 2000 Höhenmetern am Süntelturm an.

Nach nun folgender ausgiebiger Pause in praller Sonne bei Suppe, Weizenbier, Kaffee und Kuchen machten wir uns auf die letzten ca. 35 km. Hier machte sich der steile Aufstieg vom Böttgerstein auf dem Weg Richtung Turm hinauf dann langsam auch in den Knochen bemerkbar. Ohne Zwischenfälle (keine Panne, kein Sturz) gelangten wir nach weiteren knapp 1:50 Stunden an unseren Zielpunkt an der Kreuzsteinquelle. Zum Aprebiken setzten wir uns auf ein Weizen in der Pappmühle zusammen und ließen die Tour Revue passieren. Glücklich und zufrieden brachen wir gegen halb sieben gen Heimat auf.

Tourdaten (GPS-Daten Hajo): km: 104,93 / Hm: 2.409 / Rollzeit: 6:29 h
Die zwei mit dem Rad angereisten Biker hatten entsprechend ein paar Km und Hm mehr zu verzeichnen.
Thorsten


2012



Die Wetterfrösche sind auch nicht mehr das was sie mal waren. Wegen der winterlichen Prognose für den Ostersonnabend hatten wir die Tour kurzerhand auf Karfreitag vorverlegt. Es sollte leicht bewölkt bei Temperaturen bis zu 10 Grad sein. Nun ja, die Sonne brauchte bis zum Nachmittag bis sie sich durch den verhangenen Himmel gekämpft hatte, und die Temperaturen bewegten sich im geringen einstelligen Bereich meist zwischen 3 und 4. Aber es war trocken! So konnte ohne die winterüblichen Schutzbleche gestartet werden.

Am Morgen des 06.04.2012 trafen sich elf Biker am Parkplatz Kreuzsteinquelle, um auf leicht modifizierter Strecke im Rahmen der Süntel 100 Classics die Wintersaison zu beenden. In diesem Jahr waren von den SüntelBikern die üblichen Verdächtigen mit Christopher, Hajo, Markus und Thorsten vertreten. Eckhard, Ian, Michael und Thomas vom ESV Eintracht Hameln waren zum zweiten Mal dabei, während Petra, Horst und Timm die Tour erstmalig in Angriff nahmen.

Auf trockenen Waldwegen ging es über Wendgeberg, Mittelberg und Amelungsberg vorbei an der Weinschänke Rohdental auf den ersten kurzen Trail, der uns leicht ansteigend auf den Weg Richtung Langer Jammer führte. Dieser machte seinem Namen mal wieder alle Ehre. Oben angekommen mußte nicht lange auf den letzten Biker gewartet werden, so dass es nach kurzer Verschnaufpause weiter Richtung Wasserfall ging. Über die Langenfelder Hochebene, vorbei an der Schillathöhle, trennte sich die Gruppe kurz hinter dem Abzweig Rahden. Der eine Teil fuhr unter Führung von Markus den Wurzeltrail, die anderen über die Feldmark zum downhill nach Krackes Ruh. Hier wurden wieder Spitzengeschwindigkeiten von 60 km/h erreicht, bevor der lange Anstieg auf den Hohen Kamp folgte, von dem am nachhaltigsten immer wieder die zwei fiesen Rampen im unteren Bereich in Erinnerung bleiben. Jetzt gab es nach ca. 2:30 h Rollzeit die erste längere Verschnaufpause, die wegen der doch recht kühlen Temperaturen hier oben nicht länger als nötig dauerte.

Über die Serpentinen rasten wir nach Herriehausen, um nach wenigen hundert Metern erneut über das Hohe Rad aufzusteigen. Ein langer, aber im Mittel gemäßigter Anstieg bei 10%. Die anschließende ca. 300 m lange Fahrt auf dem Kammweg wurde genutzt, um die Truppe wieder zu versammeln. Sofort ging es erneut downhill, um nach einem kurzen Rechtsschwenk das Hohe Rad über einen anderen Weg zu erklimmen. Bereits nach wenigen Minuten baute sich der steilste Anstieg in diesem Bereich mit bis zu 20% Steigungsgrad vor uns auf, aber auch dieser wurde bezwungen. Nun ging es auf die andere Seite des Süntels, und nachdem wir über den Brennenberg hinab unterhalb des Hohensteins fuhren, stand nun der Aufstieg zum Hohensteinplateau vor uns. Oben angekommen gab es eine etwas längere Pause am SüntelBiker-Felsen, aber auch hier war es noch recht kühl.

Am Kammweg entlang kamen wir zur Abfahrt durch das Lange Föhrtal. Kurz vor dem Anstieg im Strahlengrund verabschiedete sich Timm am Waldparkplatz ins Osterwochenende. Nun stand wieder die Achterbahnfahrt über Wester- und vor allem Osterberg auf dem Programm. Nach kurzer Pause vor dem Aufstieg durch das Falltal ging es zum Böttgerstein, bevor wir über den Louis-Hadler-Weg downhill mit einem leichten Schwenk über die Laufstrecke des Söltjerlaufs die Bergschmiede erreichten, um von dort über den Hülsebrink zum Fuße des Fünfeichenwegs zu gelangen. Nach diesem letzten kräftezehrenden Anstieg ging es zur wohlverdienten Pause im Süntelturm. Hier angekommen konnten wir den ersten Streckenteil schon einmal Revue passieren lassen.

Inzwischen hatte sich auch die Sonne ihren Weg gebahnt, so dass die letzten 36 km bei wolkigem Himmel und frisch gestärkt angegangen werden konnten. Auf diesem Abschnitt gab es die größten Streckenänderungen. So ging es Richtung Natostation, um über den Trail hinter Michaels Platz auf den Steinweg zu gelangen. Diesen runter gesurft, rechts über den Philosophenweg Richtung Eule und links wieder zum Böttgerstein. Hier den steilen Weg Richtung Turm hinauf, dann über die Bremsbahn zurück auf die andere Süntelseite und auf dem nördlichsten durchgehenden Weg bis zum Jägerpfad. Nach einer weiteren Schleife über den Bakeder Berg zum Hohenstein und von dort am Wellergrund vorbei auf den Markus Trail. Nur für einige hundert Meter kamen wir wieder auf den Kammweg im Bereich des Dachtelfeldes, um dann den Trail an der Schönen Aussicht zu fahren. Leider war dieser im ersten Teil durch die Holzerntearbeiten nicht fahrbar, später aber wieder gewohnt wurzelig. An der Blutbachquelle vorbei und dann auf dem Hauptweg entlang ging es die Moosköpfe hinunter bis zum Ziel an der Kreuzsteinquelle.

Von elf gestarteten Bikern absolvierten vier die komplette Tour. Michael fuhr nun mit dem Bike nach Hause, während sich Christopher, Hajo und Thorsten zum Aprebiken in der Pappmühle zusammensetzten. Bei Weizen und Jägermeister klang der Tag aus. Als die Sonne langsam unterging traten auch wir den Heimweg an.

Insgesamt wurde die Tour in diesem Jahr in moderaterem Tempo gefahren, so dass die Truppe weitestgehend zusammen blieb. Am Ende standen 107 km bei 2.360 Höhenmetern (GPS-Daten Hajo) und eine Netto-Rollzeit von 7:10 Stunden für die Originalstrecke auf dem Tacho. Der ein oder andere mit dem Rad angereiste Biker hatte entsprechend ein paar Km und Hm mehr zu verzeichnen.

Thorsten


Fotos: Hajo und Markus

2011

Am 09.04.2011 trafen sich elf Biker, um auf altbewährter Strecke im Rahmen der Süntel 100 Classics die Wintersaison zu verabschieden. Treffpunkt war wie immer der Parkplatz an der Kreuzsteinquelle. Die SüntelBiker waren vom 100-er Stamm mit Christopher, Hajo, Markus und Thorsten vertreten. Zum ersten Mal ging es für Andreas P. auf die Runde. Da Andreas und Markus bereits in Bakede gestartet waren, stießen sie an der Baxmannbaude dazu. Thomas B. und Tobias aus Holtensen, Eckhard und Thomas K. vom ESV Eintracht Hameln sowie Daniel und Günther vom SC Bad Münder komplettierten das Starterfeld. Der zwölfte Biker an diesem Tag war Petrus, der zunächst mit kühleren Temperaturen aufwartete, uns später jedoch mit mildem Frühlingswetter und wolkenlosem Himmel verwöhnte.

Bereits kurz nach dem Start fanden beim Anstieg auf den Wendgeberg erste Standortbestimmungen unter den Bikern statt. Sollte das Tempo wirklich so hoch gehalten werden? Markus Zitat aus seinem Tourbericht von 2010 - Beim Apré Bike haben wir noch beschlossen, dass wir nächstes Jahr mal eine richtig anstrengende Tour fahren wollen;-) hatten einige Fahrer offensichtlich für bare Münze genommen. So ging es mit teilweise atemberaubendem Tempo durch den Süntel. Etwas Zurückhaltung noch bei den Anstiegen Mittelberg und Langer Jammer, nach gemächlichem Rollen vom Wasserfall über Schillathöhle bis Rahden ging es dann beim dowhnhill nach Krackes Ruh zur Sache. Mit 50 bis 60 km/h bergab und beim Anstieg auf den Hohen Kamp gab es kein Halten mehr. Dieses Bild wiederholte sich im weiteren Verlauf der Tour. Selbst die Achterbahnfahrt über Wester- und vor allem Osterberg, auf der es keine wirklich erholsame Passage gibt, wurde in rasantem Tempo genommen, bevor sich die Truppe oben am Böttgerstein zu einer längeren Pause wieder zusammen fand.

Danach teilten sich die Wege. Eine Gruppe driftete über den Louis-Hadler-Weg Richtung Bergschmiede, die andere fuhr bis zur Eulenflucht, um von dort über die Fahrstraße Richtung Fünfeichenweg zu gelangen. Wie eigentlich immer kamen wir an diesem herausfordernden Anstieg mit dem mulmigen Gefühl 'wie komme ich da heute hoch' an. Noch einmal die letzten Körner mobilisiert und dann mit letzter Kraft rauf zum Turm.

Irgendwo auf dem Fünfeichsweg passierte dann die glücklicherweise einzige Panne der Tour als an Markus Bike die neue Kette riß. Bei insgesamt rund 1.100 Tageskilometern im Süntel eine erstaunlich gute Quote. Der Schaden war aber schnell behoben, so dass wir uns nach dem restlichen Anstieg eine lange Pause bei herrlichem Sonnschein draußen vorm Turm gönnten. Frisch gestärkt packte den einen oder anderen Biker dann nochmal der Ehrgeiz, so dass in kurzer Zeit die Abschnitte Philosophenweg und Bremsbahn bis Böttgerstein hinter uns lagen. Nachdem das Tempo zunächst auch auf dem Kammweg noch anspruchsvoll war, ist es dann tatsächlich gelungen, in moderaterer Fahrweise die restliche Strecke zurückzulegen. Großen Anklang fand der spontane Entschluß, die ursprüngliche Strecke zu verlassen und den Trail zur Schönen Aussicht zu nehmen, um anschließend vorbei an der Blutbachquelle wieder auf den Hauptweg zu gelangen. Bis zur Kreuzsteinquelle rollten wir dann aus. Während Christopher dort Jägermeister an die geschundenen Biker verteilte, verabschiedeten sich einige nach Hause. Der harte Kern traf sich noch auf ein/zwei Weizen und Süntelbiker-Teller in der Pappmühle.

Als wir später aufbrachen verschwand bereits die Sonne hinter den Bergen. Biker, die mit dem Rad an- und abreisten hatten noch ein paar zusätzliche Km auf der Uhr. Hier schoß Hajo den Vogel ab, der sich zwar bequem zum Startpunkt chauffieren ließ, durch seine Rückfahrt aber auf 127,05 km, 2.426 Hm und 7:26 Std. im Sattel zurückblicken konnte. Insgesamt benötigten wir für die 100 Classics 30 Min. weniger Rollzeit als im letzten Jahr. Thorsten










2010



Die härteste Tour im Süntelbikerkalender steht traditionell am Wochenende nach der Zeitumstellung auf dem Programm. Wie fit sind wir über den Winter gekommen ? Immerhin zehn Biker wollten es wissen: André, Christopher, Hajo, Markus, Sönke, Thorsten sowie Andreas B., Axel, Thomas und Tobias trafen sich an der Kreuzsteinquelle. Das Wetter war fast perfekt, zwar noch etwas kühl, aber trocken und sonnig !

Die Route des letzten Jahres hatte sich bewährt, es gab also keinen Grund daran etwas zu ändern. So standen also nach der Aufwärmrunde um die Pappmühle zunächst die Anstiege auf Wendgeberg und Mittelberg auf dem Plan. Gleich nach der ersten Abfahrt hatte Thomas einen Platten und alle anderen Zeit zur Erholung. Es sollte der einzige Platten heute bleiben.

Weiter ging es auf halber Höhe über den Amelungsberg nach Rohdental, um über den Langen Jammer zum Schrabstein hinauf zu kurbeln. Die nächsten Kilometer bis Raden waren eher flach, kurz vorher trennten sich für ein paar Meter unsere Wege, da sich einige den Wurzeltrail nicht entgehen lassen wollten. Im Bleeksgrund ging es nach Krackes Ruh hinunter, sofort wieder rauf auf den Hohen Kamp, runter durch herrliche Kurven nach Herriehausen und das Hohe Rad wieder rauf.

Die nächsten Minuten konnten wir leicht rollend wieder zur Besinnung kommen, ehe wir uns die Serpentinen des Brennenberges hinunter stürzten. Unter dem Grünen Altar ging es rasant weiter bis zum Abzweig der Straße zum Hohenstein hinauf. Hier hatte André sein Pensum erfüllt und fuhr zurück zum Parkplatz. Der Rest kurbelte zur Teufelskanzel hinauf, um anschließend die Höhenmeter im Langen Föhrtal wieder in Tiefenmeter umzuwandeln. Unten an der Wassertretstelle trafen wir zufällig Telmo, der sich uns spontan anschloss. Dafür beendete Andreas hier seine Tour.

Jetzt folgte die Achterbahnfahrt über den Westerberg und Osterberg. Kurze, knackige Anstiege wechselten mit wenig erholsamen Abfahrten, bevor es im Falltal zum Böttgerstein hinauf ging. Auch dort trennten wir uns für die Abfahrt zur Bergschmiede wieder in zwei Gruppen: die eine über Eulenflucht und die Fahrstraße hinunter, die andere nahm den Louis-Hadler-Weg.

Dann wurde abgerechnet: von der Bergschmiede über den Hülsebrink noch eine kurze Runde zum "in-sich-gehen", und der Fünf-Eichs-Weg baute sich vor uns auf. Ich weiß schon, warum wir diesen Drecksstieg nur einmal im Jahr fahren... Wie auch immer, irgendwann sind wir alle mit ein bißchen Restleben am Süntelturm angekommen, wo sich nun auch Axel verabschiedete. Ich glaube ja immer noch, das er ein bißchen gefroren hat, weil er da oben so lange auf uns warten musste. ;-)

Die Pause am Süntelturm (nach jetzt rd. 70km und 1800hm) mit Kalorienüberkompensation durch Suppe, Pommes und Torte war wie immer klasse. Aber wir mussten ja unbedingt noch die 100 vollmachen... Über Eulenflucht und Philosophenweg ging es oberhalb der Pötzer und Haddesser Steinbrüche weiter zu einer Doppelschleife um und über den Bakeder Berg zu den ersten Tannenzweige des Tages. Und natürlich war danach Schaltwerkreparatur angesagt - Christopher hatte seines kunstvoll erst um die Nabe und dann noch in längsrichtung um die Kette gewickelt.

Vermutlich freute er sich schon: endlich Feierabend ! -> aber nix da ;-) Ruckzuck war alles wieder an seinem Platz, ein unpassendes Schaltauge mit dem Schnellspanner fixiert und nebenbei noch eine blanke Bremsbelagträgerplatte diagnostiziert.

Jetzt rollten wir Richtung Hohenstein, wo sich Telmo zum Klettern verabschiedete. Nur wenige km später auf dem Weg zum die nächste Wartungspause an Christophers Cube: rasselnde Geräusche vom Schaltwerk... eine Schraube hatte sich unter der Spannrolle verkeilt, aber wo kam die her ? Nach kurzer Suche fanden wir ihr zu Hause, es war die Befestigungsschraube eines Gelenkbolzens des Hinterbaus. Sie hatte sich gelöst, ist auf die Kette gefallen und diese hat sie dann bis zum Schaltwerk transportiert. Auf ein Foto haben wir verzichtet, das hätte gestellt ausgesehen. Sachen gibts....

Das wars dann aber auch, die letzten km bis Langenfeld, an den Moosköpfen hinunter und über Baxmannbaude zurück zur Wassertretstelle waren mehr oder weniger von lockerem Ausrollen geprägt. Sönkes beinahe Sturz durch unerwartendes Bremsen seines Vorderbikers und dadurch bedingtes Auffahren konnte er irgendwie durch Abstützen mit seinem linken Bein wieder ausgleichen, obwohl er eigentlich schon waagrecht neben Hajo in der Luft hing. Nachdem im letzten Jahr der Weg von den Moosköpfen runter mit hohem Laub bedeckt war, häufte es sich diesmal am Wegrand talabwärts, so als ob Christopher vorher mit einem Schneeschieber den Weg geräumt hätte ;-)

Noch eine letzte Runde um die Pappmühle, und der Tag konnte nach 100km und rd. 2200hm in der Pappmühle gemütlich ausklingen. Für diejenigen, die mit dem Bike angereist waren, konnten bis zu 120km bei 2700hm notiert werden. Beim Apré Bike haben wir noch beschlossen, das wir nächstes Jahr mal eine richtig anstrengende Tour fahren wollen ;-) Das war mal wieder ein richtig toller Tag zum Ende der Wintersaison und als Auftakt zum Sommerbiken!

Markus

2009

Thorsten hatte seit langem die 100km MTB Tour mit mindestens 2000 Hm durch den Süntel geplant. Nach dieser "monstermäßigen" Ausschreibung trafen sich Michael, Christopher sowie von den Süntelbikern André, Hajo, Markus, Sönke, Thorsten und Yellow um 8:30 Uhr am 04.04.2009 am Parkplatz an der Kreuzsteinquelle. Bei herrlichem, trockenen und schönen Frühlingswetter ging es nach einer Installationsrunde um die Pappmühle in den ersten Anstieg auf den Wendgeberg.

Bis zum Süntelturm ging es siebenmal den Süntel rauf und wieder runta...immer wieda. Dabei wurden Mittelberg, Amelungsberg, Langer Jammer, Hoher Kamp, Hohes Rad, Hohenstein, Strahlengrund, Wester- und Osterberg, Böttgerstein und die Hohe Egge erklommen, verbunden mit rasanten downhills in die Täler Rohdental, Bleeksgrund, Herriehausen, Langes Föhrtal, Steinbachtal und Blutbachtal hinunter.

André und Yellow verabschiedeten sich gegen Mittag als die Route wieder in die Nähe der Kreuzsteinquelle führte. Der Rest fuhr weiter und erreichte nach weiteren 2 Anstiegen die letzte aber schwierigste Prüfung, den Fünf-Eichen-Weg. Von 190 Metern ging es fast geradeaus auf 440 Meter. Diese 250 Hm am Stück wurden in etwa 25 Minuten Fahrzeit bewältigt. Nach einer längeren Pause am Süntelturm konnten die restlichen 35 km nach den zuvor geleisteten Höhen einigermaßen "ausgerollt" werden. Am Turm stießen Ian und Graham zu uns, die ihre neuen Bikes auf der verbleibenden Strecke testen wollten. Am Abzweig Karl-Henke-Weg/Jägerpfad verließ uns Markus, der ein paar Körner für den Marathon im Solling am Sonntag retten wollte.

Gegen 17:45 Uhr endete die Tour nach einer erneuten Ehrenrunde um die Pappmühle, gleichzeitig summierten sich die Kilometer auf 100,09 und die Höhenmeter auf 2115!!!

Soweit das Positive. Leider gibt es auch ein weniger gutes Geschehen zu berichten. 4 km vor dem Ziel, auf der letzten Abfahrt von den Moosköpfen, konnte Christopher sein Bike auf einer dicken feuchten Laubschicht nicht mehr abfangen und stürzte unglücklich auf seine Schulter - Bänderabrisse in Schulter und Oberarm! Dabei hatte er noch großes Glück, denn er (und sein Bike) kamen genau an der Kante zum Liegen. Hier geht es mindestens 30m steil bergab.

Nachdem der erste Schock überwunden war, konnte Christopfer auf Schusters Rappen talwärts gehen. Dort wurde er von seinem Schwiegervater abgeholt.

Inzwischen steht fest, dass er sich in der Woche nach Ostern einer Operation unterziehen wird. Die nächsten drei Monate wird er auf das Biken im Süntel verzichten müssen.

Von dieser Stelle aus alles Gute für die kommende Zeit.

Thorsten und Hajo