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Touren 2019 - I


Eistanz auf dem Süntelsee?


Wetterbereicht und Regenradar versprachen nachlassenden Regen ab ca. 11 Uhr, also sollte die 'stark wasserabweisende' Jacke ausreichen... Nuja, so viel Wasser wie an diesem SB-Samstag hatte ich zuletzt bei meiner Tour von Cuxhaven zur Insel Neuwerk unter den Reifen.

Am Waldrand in Bakede wartete eine geschlossene Eisdecke über die gesamte Wegbreite auf mich. Für ein Umsatteln auf das eisenbeschlagene Winterbike hat die Zeit nicht mehr gereicht, also musste es so gehen. Gelegentlich wurde die Eisfläche großflächig durch patschnasse Schneereste abgedeckt, an flachen Stellen auch durch riesige Wasserlachen. Der Boden war ja noch gefroren und konnte die Regenmassen vom Vormittag nicht aufnehmen. Es regnete übrigens immer noch. In der ganzen Sauerei war an ein zügiges Vorankommen natürlich nicht zu denken.

Da auch die gesamte Abfahrt im Falltal mit einer nassen Schneedecke ausgerüstet war, unter der immer mal wieder eine Eisplatte lauerte, kam ich wenige Minuten zu spät zum Treffpunkt. Aber auch Yellow kann man sich zum Glück verlassen, er zog sich eben erst seine Schuhe an ;-).

So kurbelten wir in einer Variante das Falltal wieder rauf. Der Süntelsee war vom Tourplan gestrichen, die Temperaturen lagen mittlerweile bei 5C, und es regnete weiter. Wir diskutierten kurz, ob wir nicht einfach einen ausschweifenden Bericht schreiben und gleich wieder nach Hause fahren sollen. Wo wir schon mal oben waren, sind wir erstmal zum Hohenstein geschlichen. Die Sicht lag zwischen 50 und 100m, auf dem Eis war kaum mehr als Schritttempo möglich, und es regnete weiter. Je nach Fahrtrichtung im Verbund mit dem starken Wind mehr oder weniger unangenehm.

Oben auf dem Felsen war die Sicht gleich null, das Tal nichtmal zu erahnen. Die Fototechnik war abgesoffen und versagte. Also gleich zurück Richtung Turm, es regnete immer noch und das Eis war auch auf dem östlichen Kammweg allgegenwärtig. An ein Warmkurbeln war bei dem möglichen Tempo nicht zu denken. Irgendwann war meine Jacke nass wie ein Schwamm und mir wurde zunehmend kälter. Der Gedanke, nach einer Turmpause wieder in diese Ärmel schlüpfen zu müssen gab mir den Rest. Mimimi ! Am Böttgerstein angekommen konnte ich Yellow davon überzeugen es gut sein zu lassen und nicht auch noch zum Turm zu fahren. Es fiel mir wirklich nicht leicht ihn um seinen verdientes Erfrischungsgetränk zu bringen. So rollten wir beide in verschiedenen Richtungen vom Berg, ich auf meiner Seite mehr neben den Wegen als darauf.

Über die Tourdaten sei der gnädige Mantel der Verschwiegenheit gebettet.

Markus (26.01.19)

Jahresauftakt 2019


Von einer rekordverdächtigen Teilnehmerzahl zur 1. Tour des Jahres waren in diesem Jahr weit entfernt. Neben Yellow, Hellward und mir, hat sich dann nur noch Dieter herausgewagt. Er kam zu unserem Treffpunkt am Falltalparkplatz von zuhause und sah dementsprechend Schlammverkrustet aus. Eigentlich schrie alles nach Sofa und Kamin, aber erste Tour, ist erste Tour.

So sind wir das Falltal hinauf, über die Radaranlage, am Turm vorbei (ja, wirklich vorbei) in Richtung Trail zum Gülichstollen. Ab Traileinstieg war auch alles egal wir waren naß, schlammig und etwas demotiviert. Meine Begleiter jedoch wollten unbedingt im Süntelturm einkehren und daher, haben wir nach einem tollen, schlammigen Trail keine großen Umwege mehr gemacht. Trotzdem ist der Weg von der anderen Seite noch steil und lang. So lang, dass ich mich habe überreden lassen, mit einzukehren.

Wir sind rund 22 km gefahren und haben rund 660 HM gemacht. Alles in allem eine kurze, knatschige Starttour.
Moni (12.01.19)